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Aaron

SWU-Staff

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Lieblingsepisode: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter

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1

Montag, 24. November 2008, 23:37

Carrie Fisher: Wishful Drinking

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ENGLISCHE AUSGABE
TitelWishful Drinking
Autor:Carrie Fisher
Verlag:Simon & Schuster
ISBN:1-439-10225-2
Preis:18,99 €
Art:Gebundene Ausgabe, 176 Seiten
Ersch.termin:Dezember 2008
Bewertung:5 von 5 Sternen
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DEUTSCHE AUSGABE
TitelPrinzessin Leia schlägt zurück
Mein verrücktes Leben zwischen Kokain, meinem schwulen Ehemann und Elektroschocktherapie
Autor:Carrie Fisher
Verlag:mvg Verlag
ISBN:3-86882-222-4
Preis:16,99 €
Art:Gebundene Ausgabe, 157 Seiten
Ersch.termin:Januar 2011
Bewertung:5 von 5 Sternen
Details:Weitere Informationen anzeigen!
Inhalt: Nach vier Bestsellern erzählt Carrie Fisher nun in ihrer ersten Autobiographie die wahnsinnige Geschichte ihres Lebens. In Wishful Drinking, einer Adaption ihrer gleichnamigen Bühnenshow, enthüllt Fisher wie es war, als Produkt von Hollywood-Inzucht aufzuwachsen, in den Kulissen eines kleinen Films namens Krieg der Sterne großzuwerden und mit nur 19 Jahren zu einer Ikone der Populärkultur und einem Verkaufserfolg auf dem Actionfigurenmarkt aufzusteigen.

Mit intimen, lustigen und ernüchternden Augenblicken präsentiert Wishful Drinking Fishers Leben, oder zumindest den Teil, an den sie sich erinnert (was soll man nach einer Elektroschock-Therapie auch erwarten?). Das Resultat ist eine unglaubliche Geschichte: geboren als Tochter des Königspaars von Hollywood - Debbie Reynolds und Eddie Fisher -, wurde sie von Elizabeth Taylor um ihren Vater gebracht, heiratete Paul Simon, ließ sich von ihm scheiden und war dann wieder mit ihm liiert. Ihr Gesicht wurde auf Prinzessin-Leia-PEZ-Spendern und -Shampooflaschen vermarktet, der Vater ihrer Tochter vergaß ihr mitzuteilen, daß er schwul war, und schließlich wachte sie eines Morgens auf und entdeckte die Leiche eines Freundes neben sich im Bett.

Die Bühnenshow Wishful Drinking war ein Kassenschlager, Entertainment Weekly nannte sie "wahnsinnig komisch" und die Los Angeles Times pries sie als "Beverly-Hills-Flohmarkt pikanter Anekdoten". Carrie Fisher war nie besser und zeigt ihre schlimmsten Seiten. Die wahre und absurde Geschichte ihrer bizarren Realität erzählt sie mit ihrem unvergleichlichen Witz, grenzenloser Selbstironie und ansteckendem Humor.



Carrie Fisher: Wishful Drinking
Montag, den 24. November 2008 um 23:36 Uhr von Aaron

Am 1. Dezember erscheint Carrie Fishers Autobiographie "Wishful Drinking". Die britische Zeitung Daily Mail hat auf ihrer Website unlängst einen umfassenden Auszug aus Fishers - sehr offen geschriebenem und damit vielleicht nicht gerade leichtverdaulichem - Buch veröffentlicht. Hier ein Auszug aus dem Auszug:

Carrie Fisher
Ich bin wirklich das Ergebnis von Inzucht in Hollywood. Wenn sich zwei Prominente paaren, kommt jemand wie ich dabei heraus.
Ich wurde am 21. Oktober 1956 in Burbank, Kalifornien geboren. Mein Vater, Eddie Fisher, war ein berühmter Sänger. Meine Mutter, Debbie Reynolds, war ein Filmstar. Ihre bekannteste Rolle war in Singin' in the Rain - Du sollst mein Glücksstern sein.
In den 50ern waren meine Eltern als "Amerikas Traumpaar" bekannt. Ihre Bilder schmückten die Titelbilder aller Zeitungen. Sie waren der Brad Pitt und die Jennifer Aniston ihrer Zeit.
Als ich geboren wurde, verabreichten die Ärzte meiner Mutter eine Vollnarkose, weil es damals noch keine Epiduralanästhesie gab. Als Folge davon war sie bewußtlos.
Nun ist meine Mutter eine wirklich schöne Frau. Sie ist heute in ihren Siebzigern schön, also sah sie damals, mit 24, aus wie die junge Morgenröte. Alle Ärzte schwirrten um ihren schönen Kopf herum und sagten: "Oh, seht euch Debbie Reynolds an - ist sie nicht schön?"
Und mein Vater wurde während meiner Geburt bewußtlos. Also eilten die Schwestern an seine Seite und sagten: "Oh, seht nur, da liegt der Schlagersänger Eddie Fisher. Sehen wir ihn uns an."
Als ich geboren wurde, beachtete mich also niemand. Diese Tatsache habe ich seither auszugleichen versucht.

[...]

Ich war 13, als ich zum ersten Mal Drogen nahm. Meine Familie hatte ein Ferienhaus in Palm Springs, etwa zwei Stunden von Beverly Hills entfernt, wo ich großwurde.
Ab und zu vermietete meine Mutter das Haus in Palm Springs an irgendwelche Leute, die einmal eine Tüte Marijuana dort vergaßen.
Meine Mutter kam zu mir und meinte: "Liebes, ich dachte mir, bevor Du das Gras rauchst, wo man Dich dabei erwischen kann und Du Ärger bekommst, könnten wir gemeinsam damit experimentieren."
Damals - und offengestanden selbst heute - konnte ich mir nichts Seltsameres vorstellen. Aber meine Mutter verschwand wieder im Wirbelwind ihres Lebens und vergaß ihren Vorschlag.
Nachdem klar geworden war, daß ihr unser Experiment entfallen war, stahl ich das Gras aus ihrem Wäscheschrank und experimentierte mich in meinem Baumhaus um meinen Verstand.

Carrie FisherIch muß das wirklich genossen haben, denn ich experimentierte die nächsten sechs Jahre lang mit Marijuana, bis es plötzlich zurückschlug.
Am Anfang stand unkontrolliertes Kichern und das Schweben in einem angenehmen Schleier, aber plötzlich wurde es unheimlich, dunkel und furchteinflößend.
Ich brauchte eine Ersatdroge. Damals war ich etwa 19 und drehte gerade Krieg der Sterne. Nachdem ich mich also sorgfältig nach einem Ersatz umgesehen hatte, entschied ich mich für Halluzinogene und Schmerzmittel.

Man sagt ja immer, Religion sei das Opium der Massen. Nun, ich nahm mit religiösem Eifer massenweise Opiate.
Irgendwann in meinen frühen Zwanzigern, begann sich meine Mutter Sorgen um meinen offenbar ständig steigernden Drogenkonsum zu machen. Also tat sie, was jede besorgte Mutter getan hätte. Sie rief Cary Grant an.
In den 60ern nahm Grant bekannterweise unter ärztlicher Aufsicht LSD. Meine besorgte und liebende Mutter erzählte ihm also, daß ihre Tochter ein Problem mit LSD habe und er mich anrufen solle.
Einen Filmstar darum zu bitten, in meinem Leben eine Intervention durchzuführen, schien meiner Mutter das normalste von der Welt.

Einige Jahre später war ich in London und gerade auf dem Weg zur Hochzeit meiner Mutter mit Richard Hamlett, ihrem dritten Ehemann (ich verpasse nur ungern eine Hochzeit meiner Eltern). Sie rief mich in meinem Hotel an und machte sich sorgen, als ich nicht ans Telefon ging.
Also ließ sie das Telefon klingeln und bekam es schließlich mit der Angst zu tun. Sie wußte, daß ich dort war, also dachte sie wohl, daß es nur einen Grund geben konnte, wieso ich nicht ans Telefon ging - eine Überdosis.
Also tat sie, was jede normale sich sorgende Mutter tun würde, wenn sie Angst um das Wohlergehen ihrer Tochter hat. Sie rief Ava Gardner an. Und bat Ava, sicherzugehen, daß ich nicht tot war.

Jedenfalls liebte ich Herrn Grant. Er war vielleicht der einzige berühmte Mensch, vor dem ich echte Ehrfurcht hatte. Er bot dieses Superpaket, das über bloße Attraktivität hinausging: Er hatte eine lässige Klasse, ein kühles Selbstvertrauen und Charme.
Als also das Telefon klingelte und mir eine bekannte Stimme mitteilte, das sie zu Cary Grant gehörte - wenn auch bloß zu einem Cary Grant, der mir eine "keine Macht den Drogen"-Standpauke halten wollte -, war ich erst einmal völlig sprachlos.

Aber dann fingen wir, über meine LSD-"Abhängigkeit" zu sprechen, und nach sehr kurzer Zeit, plapperte ich unbekümmert drauf los. Ich glaube, ich konnte ihn am Ende davon überzeugen, daß ich wirklich kein LSD-Problem hatte (was im Großen und Ganzen auch stimmte). Ich hatte ein Problem mit Beruhigungsmitteln.

Am Ende unseres einstündigen Gesprächs sagte ich Grant dankbar auf Wiederhören, erzählte all meinen Freunden von meinem Problem, und Ende der Geschichte. So dachte ich zumindest.

Einige Jahre später war mein Vater auf der Beerdigungsfeier von Fürstin Gracia Patricia. Mein Vater hatte die Frau nie getroffen, aber er hatte gute Gründe, trotzdem hinzugehen. Publicity.
Jedenfalls war er auf der Beerdigung einer wenigen schönen Frauen seiner Generation, mit denen er nicht geschlafen hatte, als er Herrn Grant entdeckte. Etwas in seinem Kopf machte Klick, und er erinnerte sich düster an eine Geschichte, die man ihm erst kürzlich erzählt hatte.
Was war das noch gleich? Ah, richtig - es hatte mit seiner ältesten Tochter zu tun. Er ging zu meinem Helden hinüber und sagte das Erste, was ihm durch den Kopf schoß, etwas in der Art wie: "Meine Tochter Carrie ist LSD-abhängig, und ich mache mir große Sorgen. Könnten Sie vielleicht mit ihr reden?"
Der arme Herr Grant kommt also von der Beerdigung zurück und ruft mich nach einigen Tagen an, um wieder über mein Drogenproblem zu sprechen.
Beim ersten Mal war mir das bloß peinlich, aber diesmal war es erniedrigend.
Nachdem ich Grant gedankt hatte, erklärte ich ihm, daß meine Mutter wohl besser beurteilen könnte, ob ich täglich Drogen nahm oder nicht als mein Vater, mit dem ich pro Jahr vielleicht einen Tag verbrachte.

Jedenfalls sprachen Grant und ich über eine Stunde miteinander. Es war großartig. Ich kaufte ihm sofort eine Flasche Wein aus seinem Geburtsjahr - 1907 oder etwas in der Art -, und er rief mich dann wieder an, um mir zu danken. Während dieses letzten Telefonats sagte er, glaube ich: "Ich mag eigentlich gar keinen Wein."

Wir reden hier über nicht weniger als drei Anrufe von Cary Grant. Der Mann verfolgte mich förmlich.

Einige Monate später war ich auf einer Benefizgala und entdeckte ihn ein paar Meter entfernt. War ich eingeschüchtert? Oh ja.
Das Herz schlug mir bis zum Hals, als ich ihm auf den Rücken tippte und sofort meine Hand wegzog, als ob ich mir die Finger verbrannt hätte.
Grant drehte sich um, und ich ging gleich ein paar Schritte auf Abstand. "Hi. Ich bin die Tochter von Debbie Reynolds. Wir haben miteinander telefoniert? Ich wollte nur Hi sagen."
"Oh, ja hallo. Wie geht es Dir?" Ich wich immer weiter zurück.
"Oh, mir geht es gut.", flüsterte ich. "Alles ist toll. Wiedersehen!" Und ich flüchtete.

1986 drehte ich einen schrecklichen Film in Australien, als ich aus dem Radio erfuhr, daß Grant gestorben war. Und ich erinnere mich an diesen Schmerz - als hätte ich einen Schlag in die Magengrube erhalten.

Als ich versehentlich eine Überdosis nahm, machte ich mir selber angst und ging zu einer Gruppentherapie in 12 Schritten. Ich gehe noch immer jede Woche zu den Sitzungen. Seit ich damals mit 28 begann, zu Selbsthilfegruppen zu gehen, hatte ich vier oder fünf Rückfälle.

Heute lebe ich im Haus neben dem meiner Mutter. Sie ist noch immer etwas exzentrisch.
Wenn sie anruft, meldet sie sich immer mit: "Hallo, Liebes, hier ist Deine Mutter Debbie." (im Gegensatz zu meinen Müttern Wladimir und Jean-Jacques). Mein Bruder und ich reden jetzt auch so miteinander. "Hallo Liebes, hier ist Dein Bruder Todd."

Ein weiteres Beispiel für ihre Exzentrizität: Sie hat mehrfach vorgeschlagen, daß ich mit ihrem letzten Ehemann Richard ein Kind haben sollte, weil "es schöne Augen haben würde". Daß dies seltsam sein könnte, scheint ihr nicht in den Sinn gekommen zu sein. Ich glaube, sie dachte wohl nur, meine Gebärmutter sei gerade frei und es bleibt in der Familie.

Etwas, das das Leben als Kind von Berühmtheiten mit sich bringt, ist, daß das "reale Leben" für uns ein Fremdwort ist. Wir haben immer versucht herauszufinden, was an diesem fernen, unverständlichen Ort vor sich ging. "Surreales Leben" wäre eine passendere Bezeichnung gewesen.

Nachdem mich mein zweiter Ehemann, Bryan Lourd, verlassen hatte, wurde ich in eine psychiatrische Klinik eingeladen, und da man schließlich nicht unhöflich sein möchte, ging ich hin.
Mir wurde diagnostiziert, daß ich manisch depressiv sei - heute nennen sie so etwas eine Bipolare Störung. Manchmal merkt man gar nicht, daß etwas mit mir nicht stimmt - ich habe nur einfach zuviel Persönlichkeit für eine Person und nicht ganz genug für zwei.

In regelmäßigen Abständen, explodiere ich. Diese Explosionen sind über die Jahre kleiner geworden, und die Erholungszeit kürzer.
Symptome sind Promiskuität, exzessives Geldausgeben und Drogenmißbrauch (ich weiß, für viele hört sich das nach einem tollen Wochenende in Las Vegas an).

1997 blieb ich sechs Tage lang wach, als meine Ärzte meine Medikamente absetzten, nachdem zwei schlecht miteinander harmoniert hatten.
Als Folge entwickelte ich eine Psychose. Ich dachte, alles im Fernsehen drehte sich um mich. Ich wurde in die geschlossene Abteilung des Cedars-Sinai-Krankenhauses in Los Angeles eingewiesen.

Als ich offen über meine Geisteskrankheit sprach, brachte mir das große Anerkennung ein. Mein ganzes Leben hatte ich darauf gewartet, einen Preis für irgendetwas zu bekommen - okay, nicht für das Schauspielen, aber vielleicht ein kleiner Autorenpreis? Nein, ich bekomme jetzt Preise dafür, eine geistige Krankheit zu haben.
Ich stehe sogar im Lehrbuch für Psychopathologie. Meine Familie ist sowas von stolz darauf. Als ich davon erfuhr, erzählte man mir, es sei auch ein Bild von mir dabei. Allerdings hat mich nie jemand angerufen und gefragt: "Haben Sie einen Schnappschuß von sich selbst, auf dem Sie manisch oder depressiv aussehen?" Ich fragte mich jahrelang, was für ein Bild sie wohl genommen hätten.

Prinzessin Leia Vor kurzem fand ich es heraus. Jeder, der so eine Frisur trägt, muß wohl verrückt sein. Richtig?

George Lucas hat mein Leben ruiniert. Und ich meine das auf die nettest mögliche Art und Weise.
Selbst heute, viele Jahre danach, fragen mich die Leute immer noch, ob ich damals wußte, daß Krieg der Sterne ein so großer Erfolg werden würde. Ja, natürlich wußte ich es. Wir alle wußten es.
Der Einzige, der es nicht wußte, war der Regisseur, George Lucas. Wir behielten es für uns, weil wir wissen wollten, wie er mit einem anderen Gesichtsausdruck aussehen würde.
Denn in jenen Tagen lief er nicht nur mit praktisch ausdrucklosem Gesicht herum, sondern sprach auch fast gar nicht. Seine einzigen Regieanweisungen im ersten Film lauteten "schneller" und "intensiver".

Kurz nach meiner Ankunft, verordnete er mir diese unglaublich idiotische Frisur. Mit seiner leisen Stimme fragte er: "Nun, was denkst Du?"
Ich hatte schreckliche Angst, rausgeschmissen zu werden, weil ich zu dick war, also antwortete ich nur: "Das ist toll." Ja. Sicher doch.
Als ich diesen Job bekam, der allen Jobs ein Ende bereiten sollte und von dem ich nie geglaubt hatte, daß ich ihn überhaupt bekommen würde, weil sich all diese anderen wunderschönen Mädchen darum beworben hatten - Amy Irving, Jodie Foster, Teri Nunn - , wurde mir gesagt, daß ich 10 Pfund abnehmen müsse.
Was lag da näher, als mir eine Frisur zu verpassen, die mein ohnehin schon breites Gesicht noch mehr verbreitert?

Erinnert sich jemand an dieses weiße Kleid, das ich den ganzen Film hindurch trug? Am ersten Drehtag kam George zu mir, sah sich das Kleid an und meinte: "Du kannst unter diesem Kleid keinen BH tragen."
"Okay, ich passe.", antwortete ich. "Wieso nicht?" Und er sagte: "Weil... es im Weltraum keine Unterwäsche gibt."
Er sagte das im Brustton der Überzeugung. Als wenn er im Weltraum gewesen wäre, sich umgesehen hätte und nirgendwo BHs oder Slips entdecken konnte.
Er erklärte es mir. "Wenn Du in den Weltraum fährst, wirst Du schwerelos. Dein Körper bläht sich auf, aber Dein BH nicht, also wirst Du von Deiner eigenen Unterwäsche erdrosselt."
Ich glaube, das wäre die Grundlage für einen phantastischen Nachruf. Meinen jüngeren Freunde erzähle ich immer, daß über meinen Tod, wie immer er sich auch ereignen mag, berichtet werden soll, ich sei bei Mondlicht ertrunken, erdrosselt von meinem eigenen BH.

Und was trug ich, so intergalaktisch, statt eines BHs? Schwarzes Klebeband.
Ich fand immer, es hätte einen Wettbewerb darum geben soll, welches Crewmitglied mir am Abend beim Auswickeln hilft.
George ist ein Sadist. Aber obwohl ich einen metallenen Bikini tragen, mich an eine riesige Schnecke (Jabba der Hutte) ketten und häufig beinahe sterben mußte, kam ich immer wieder zurück.
Wieso, mag man sich da fragen. Nun, George ist ein Visionär, richtig? Der Mann hat Zuschauer auf der ganzen Welt begeistert und Mark Hamill und Harrison Ford und mir selbst genug Fanpost - und sogar eine kleine Gruppe Stalker - verschafft, um uns für den Rest unseres Lebens zu beschäftigen.

Außerdem sollte man nicht vergessen, daß George mich in eine kleine Puppe verwandelt hat. Eine Puppe, in die ein Ex von mir kleine Nadeln stechen konnte, wenn er sich über mich geärgert hat (ich habe die Puppe in einer Schublade gefunden).
Außerdem hat er mich in eine Flasche für Haarwaschmittel verwandelt, deren Kopf man abnehmen konnte, um Flüssigkeit aus meinem Hals zu gießen. Carrie Fisher für Dr. Freud, bitte!
Und dann gab es diese Seife mit der Werbung: "Seif Dich mit Leia ein, und Du wirst Dich wie eine Prinzessin fühlen."
Die netten Leute bei Burger-King haben mich zur Uhr gemacht. Und ich bin ein kleines, stämmiges Lego-Ding. Und jetzt gibt es sogar eine Briefmarke, was total cool ist.
Zu Georges zahlreichen Besitztümern, gehört auch mein Gesicht, und jedesmal wenn ich in den Spiegel sehe, muß ich ihm ein paar Dollar rüberschicken. Das ist einer der Gründe, wieso er so reich ist.

Den gesamten Auszug in englischer Sprache findet ihr auf den Seiten der Daily Mail.

Wishful Drinking ist bei Amazon.de zum Preis von 17,99 € vorbestellbar.


2

Dienstag, 25. November 2008, 01:07

Tja, das ist ziemlich harter Stoff!
Ich habe schon einmal von ihrem Alkoholproblem gelesen, aber Drogen im Teenageralter, Depressionen usw. sind mir relativ neu. So schnell ändert sich das Bild über einen Menschen, den man ja eigentlich nur aus Filmen kennt, wobei man sich dieses ganzen Ausmaßes an persönlichen Problemen gar nicht bewusst ist. Oder davon auch gar nicht wissen will.
Hoffe die ironischen Schilderungen in diesen Auszügen aus dem Buch zeugen davon, dass sie all das überwunden hat. Ich wünsche es ihr jedenfalls.

3

Dienstag, 25. November 2008, 09:59

Sehr schön! :D Das Buch ist sowas von gekauft!!!

Hoffentlich wird es auch eine (bitte von ihr selbst gelesene!!!) Hörbuch-Version geben. Eine DVD mit ihrem auf diesem Manuskript basierenden One Woman-Bühnenprogramm wäre natürlich noch das i-Tüpfelchen.

Ok, in diesem Auszug war für mich jetzt nichts neues dabei, außer ihre spezielle Beziehung zu Cary Grant (*g*); speziell der SW-Absatz ist fast 1:1 mit ihrer Laudatio auf GL anläßlich dessen AFI-Lifetime Achivement Award identisch. Aber ihr trockener Humor ist einfach göttlich. :lol:

P.S.: Und das Cover wäre es wert, es in Postergröße an der Wand hängen zu haben. *g*

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »SWPolonius« (25. November 2008, 10:05)


Horror

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4

Dienstag, 25. November 2008, 14:56

Zitat

Sehr schön! großes Grinsen Das Buch ist sowas von gekauft!!!


Wer wird das nicht tun, ich werde es auf jedenfall auch hollen.

Wie Carrie Fisher über George Lucas herzieht ist schon krass, aber ich kann es mir irgendwie auch vorstellen, warum sollte sie den lügen?.

Und es ist auch wunderbar zu lesen.

*FREU*
Schon die Mathematik lehrt uns, dass man Nullen nicht übersehen darf.

Sean

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Lieblingsepisode: Episode V - Das Imperium schlägt zurück

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5

Dienstag, 25. November 2008, 17:59

Wirds das den auch in Deutsch geben? Bei Amazon steht nämlich nur
Englisch und das ist bei mir nicht sonderlich gut ausgebaut :D

Darth Revan Lord der Sith

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6

Dienstag, 25. November 2008, 18:15

Zitat

Meine Mutter kam zu mir und meinte: "Liebes, ich dachte mir, bevor Du das Gras rauchst, wo man Dich dabei erwischen kann und Du Ärger bekommst, könnten wir gemeinsam damit experimentieren."
8o
Ich hab ja schon von Teenagern gelesen die sich darüber beschweren, dass sie einen Joint rauchen und von ihrer Mutter erwischt werden, die aber bloß "Lass das" sagt und wegguckt. Was Carrie Fisher da schreibt, ist mehr als eine Spur härter. Nun, gut, wenn sie meint, ihre Mutter sei ohnehin ziemlich exzentrisch...

Mir hat der Schreibstil (bzw. Aarons Übersetzerschreibstil, Hut ab) auf anhieb gefallen, ist liebenswürdig und angemehm zu lesen. Das Buch könnte echt einen Kauf wert sein.

Zitat

Original von SWPolonius: P.S.: Und das Cover wäre es wert, es in Postergröße an der Wand hängen zu haben. *g*
Hab ich mir gerade auch gedacht. :lol:
Let the demons have their place... If so it's angels you'll create

Dredg, Ode to the sun, aus Catch without arms

Master Tiin

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7

Dienstag, 25. November 2008, 19:34

Ich hm...also mir lief es grade ziemlich kalt den Rücken runter als ich den Text laß. Ich hatte Carrie Fisher immer als lebenslustige, freundliche Frau in Erinnerung. Das sie, teilweise so verbittert ist und solch Probleme hatte schockt mich irgendwie etwas. Ich glaube das ich ihre Figur mit anderen Augen betrachten werde ab jetzt. Zumal Leia für mich immer mehr eine Randfigur war. Nun ja...Krass kann ich nur sagen. Wirklich ein hartes Buch, vielleicht etwas theatralisch. Ob ich es mir kaufe weiß ich nicht. Es lohnt sich sicherlich, den man darf nicht vergessen das sie eine der Personen ist die meinen Lieblingsfilm mit entwickelte.
-=-Army or not, you must realize, you are doomed-=-
~+~Oh, I don't think so~+~


General Grievous to Obi-Wan Kenobi

Lord Alex2

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Lieblingsepisode: Episode III - Die Rache der Sith
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8

Dienstag, 25. November 2008, 21:52

Also ich finde es schockierend was Carrie Fisher alles so erzählt
Aber ich denke ich bin zu jung es zu verstehen
aber das es so eine Mutter gibt, die mit ihrer Tochter Gras rauchen will.
Ich hab immer gedacht Carrie Fisher wäre eine lustige nette Frau
"Wir werden alle sterben, nur ich nehme mir vor der Letzte zu sein"

J4ynos

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9

Dienstag, 25. November 2008, 22:12

@ Master Tiin
So oder so ähnlich ging es mir vorhin beim Lesen auch. Kann man im ersten Moment garnicht glauben was da steht, fand ich zumindest.
Ich hatte mich noch nie wirklich eingehend mit der guten Carrie Fischer beschäftigt, genauso wenig wie mit Mark Hamill. Die beiden waren für mich einfach nur seit meinem 6./7. Lebensjahr Luke und Leia, nicht mehr und nicht weniger.
Und selbst wenn sie, was vllt. ihren nicht existenten Erfolg als Schauspieler nach Star Wars erklären könnte, irgendwelche Probleme oder Störungen oder sonstwas hatten, dann hatten sie die (in meiner Gedankenwelt ^^) bestimmt irgendwann nach der OT, viele Jahre später oder so, aber nein, niemals während der Drehs für die Filme.
Jetzt so etwas zu lesen das Carrie Fischer während gerade Krieg der Sterne gedreht wurde Marijuana konsumiert hat.....find' ich doch schon sehr krass und unglaublich. Ich habe das Gefühl so genau wollte ich das garnicht wissen wie da ihr privates Leben zur Zeit war. :rolleyes:
"When you look at the dark side, careful you must be....for the dark side looks back."
— Master Yoda

Aaron

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10

Dienstag, 25. November 2008, 23:10

Zitat

Ich hm...also mir lief es grade ziemlich kalt den Rücken runter als ich den Text laß. Ich hatte Carrie Fisher immer als lebenslustige, freundliche Frau in Erinnerung. Das sie, teilweise so verbittert ist und solch Probleme hatte schockt mich irgendwie etwas.


Es gibt da dieses ewige Klischee vom traurigen Clown. So in der Art würde ich Carrie Fisher einordnen, wobei sie dieser Traurigkeit Zynismus, Schwarzen Humor und Ironie entgegensetzt, und das äußerst erfolgreich. Auf die Weise ist sie lebenslustig und scheint - wenn man zumindest einem Teil der diversen Berichte in den letzten Jahren glauben kann - mit ihrem Leben und sich selbst im Reinen zu sein. Was wünscht man sich mehr?
Daß sie die vielfache Absurdität ihres Lebens erkannt hat, macht dieser Auszug klar. Aber statt sich damit abzufinden und sich - verbittert - über ihr Leben zu beschweren, macht sie sich über sich selbst lustig, und das auf sehr unterhaltsame Weise. Ich wüßte spontan nicht, wie sie besser reagieren könnte.

Zitat

Wie Carrie Fisher über George Lucas herzieht ist schon krass, aber ich kann es mir irgendwie auch vorstellen, warum sollte sie den lügen?.


Also, daß sie über George Lucas herzieht, würde ich nun wirklich nicht behaupten. Sie macht sich - bissig und amüsant - über ihn lustig, genau wie über ihre Mutter, zu der sie ebenfalls ein gutes und enges Verhältnis pflegt. Wenn sie Lucas nicht mögen würde, hätten die Beiden nach OT nicht mehrfach zusammengearbeitet. Ich würde also eher sagen, die Beiden haben schlicht und ergreifend ein kompliziertes Verhältnis zueinander und treiben sich in den Wahnsinn, wann immer sie aufeinander treffen. Was in den letzten Jahren wieder häufiger der Fall zu sein scheint.
Und daß die Fetzen fliegen, wenn ein Sozialphobiker auf eine manisch Depressive trifft, steht irgendwo zu erwarten. ;)

Zitat

Also ich finde es schockierend was Carrie Fisher alles so erzählt
Aber ich denke ich bin zu jung es zu verstehen


Die Kolleginnen von Club Jade haben dem Buch wegen teilweise vulgärer Sprache und schwierigen Themen eine Altersempfehlung ab ca. 14/15 Jahren gegeben und hinzugefügt, daß viele Eltern es wohl nicht schätzen würden, wenn ihre Kinder - wie alt sie auch immer sein mögen - dieses Buch lesen. Das wohlgemerkt für die amerikanische Gesellschaft, die in ihrer Grundhaltung weit weniger liberal und sehr viel wertkonservativer ist als die meisten europäischen.
In der Tendenz würde ich die Altersempfehlung unterschreiben, aber letztlich ist es Einstellungssache. Soweit man das aus diesem kurzen Auszug sagen kann, beschönigt Carrie Fisher wenig bis nichts und verteidigt noch viel weniger. Sie beschreibt und kommentiert, und sowas - und praktisch alles andere auch ;) - muß man immer kritisch lesen.
Und allgemein ist halt zu sagen, daß dies ein Buch von Carrie Fisher über Carrie Fisher ist, nicht ein Buch von Leia über Leia oder Fisher über Leia. Wer es liest, sollte das also fern jeder SW-Fixierung tun, so wie man Schauspieler und ihre Rollen immer trennen sollte, soweit das denn möglich ist. Ich fand Charlton Heston in Ben Hur nicht schlechter, weil er plötzlich NRA-Sprecher war, Errol Flynn hat für mich als Robin Hood nichts von seiner Strahlkraft verloren, weil er später zum Alkoholiker wurde, und Leia wird für mich immer Leia bleiben, was immer Carrie Fisher auch wiederfahren ist und noch wiederfahren mag. Schauspieler schlüpfen in Rollen, sie werden nicht zu ihrer Rolle oder sollten es zumindest nicht. Denn die meisten, die auf der Leinwand nur noch sich selbst gespielt haben, sind am Ende recht traurig zugrundegegangen.
You think a little thing like death's gonna slow us down?!
-Han Solo

chrissie

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Wohnort: Ursprünglich Csilla. Aber Talon Karrde habe ich Myrkr abgekauft. :o)

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11

Mittwoch, 26. November 2008, 11:40

Zitat von Aaron...

...da kann ich Dir bei allen Punkten nur beipflichten.

Sie schreibt sich nur alles von der Seele und das die Menschen sie einfach besser verstehen.
Das ist bei den meisten die beste Medizin, um damit fertig zu werden.

Carrie Fisher ist Carrie Fisher und fertig. Sie hat einiges durchgemacht und ist eine starke Frau.

Wie Aaron schon sagte...mit ihrem Leben und sich selbst im Reinen zu sein. Was wünscht man sich mehr?
Das ist sie bestimmt.

Und das mit GL würde ich jetzt nicht so auf die Goldwaage legen.
Es waren halt ein paar Strapazen und ungewöhliche Herausforderungen bei Star Wars, die sie durchmachen musste.
Die Sache mit dem BH ist aber schon krass...

Mal sehen, wie lange es dauert, bis die ersten Rezensionen des Buches hier oder in einem Extra-Thread gepostet werden.
Aktualisiert: 05.02.2014 - Sonnige Grüße, an alle, die immer noch gegrüßt werden wollen. Speziell aber: YodasEnkel, Byzantiner, Skaba Rebullion, Ronen Tal-Ravis, Aaron, Kay Katarn, Findus, Aidan Savo, Chefkoch Porcellus, Darth Duster, Rebel247 und natürlich auch Shtev-An Veyss. (Die Reihenfolge hat immer noch keine Bedeutung!) Bleibt gesund und anständig.:thumbup:

12

Mittwoch, 26. November 2008, 17:17

Interessant, guter Schreibstil, werde ich mir sicher auch zulegen. Und damit sind endlich die Spekulationen bestätigt, daß Carrie tatsächlich bereits beim ersten Krieg der Sterne ein Drogenproblem hatte. Entweder war es Dave Prowse oder Peter Mayhew, der das bereits in den 90er Jahren gesagt hatte.
"I don't even read the offshoot books that come out based on Star Wars." (George Lucas - Film Night Interview)

Darth Revan Lord der Sith

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13

Mittwoch, 26. November 2008, 21:04

Zitat

Original von Aaron: Daß sie die vielfache Absurdität ihres Lebens erkannt hat, macht dieser Auszug klar. Aber statt sich damit abzufinden und sich - verbittert - über ihr Leben zu beschweren, macht sie sich über sich selbst lustig, und das auf sehr unterhaltsame Weise. Ich wüßte spontan nicht, wie sie besser reagieren könnte.
Das erinnert mich an meinen Chemielehrer (bei dem ich morgen eine Klausur schreibe...): er hat uns letztens erzählt, dass wenn die Schüler nichts verstehen, er dem ganzen einfach mit Ironie begegnet, anstatt sich zu beschweren oder die Schüler fertig zu machen. So gestaltet er im Prinzip seinen ganzen Unterricht, und schafft ein sehr gutes und heiteres Klima (er ist nebenbei der beste Chemielehrer, den ich je hatte).
So ähnlich macht es wohl Carrie Fisher mit ihren eigenen Problemen - einfach das ganze ironisch nehmen, mit Humor. Gute Laune an sich ist schon so etwas wie Medizin, sie könnte es tatsächlich nicht besser machen.

Zitat

Schauspieler schlüpfen in Rollen, sie werden nicht zu ihrer Rolle oder sollten es zumindest nicht.
Aus genau diesem Grund distanzieren sich bspw. Ewan McGregor und Hayden Christensen von ihren Rollen, sie wollen selber nicht nur noch als die Figuren, die sie verkörpern, gesehen werden.
Wobei ich den Eindruck habe, dass das bei Carrie Fisher und Mark Hamill nicht so ausgeprägt ist. Sie scheinen wohl damit zu leben, dass sie SW-Helden sind, wenn vielleicht auch nur aus dem Grund, dass ihre Schauspielerkarriere danach (oder davor) kaum noch etwas hervorbrachte. Bei den oben genannten und Harrison Ford war bzw. ist das anders.
Vielleicht drückt das Cover etwas davon aus, aber das Motiv wurde bestimmt aus marketingtechnischen Gründen gewählt.

Zitat

Ich würde also eher sagen, die Beiden haben schlicht und ergreifend ein kompliziertes Verhältnis zueinander und treiben sich in den Wahnsinn, wann immer sie aufeinander treffen. Was in den letzten Jahren wieder häufiger der Fall zu sein scheint.
So nach dem Motto der zwei Freunde, die nicht unterschiedlicher sein könnten, sich aber genau deswegen anziehen und sich immer in die Haare kriegen? ^^
Hast du Beispiele für diese häufigeren Fälle in den letzten Jahren?
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Aaron

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Mittwoch, 26. November 2008, 23:36

Sie haben sich bei Young Indy im nettesten und professionellesten Sinne in den Haaren gehabt und über jede Dialogzeile gestritten, und über Die Dunkle Bedrohung meine ich, ähnliches gelesen zu haben. Die Preisverleihung des AFI hat Poli ja schon erwähnt, und als Lucas in ihrer Talkshow zu Gast war, ging es auch recht lebhaft zur Sache.
Von mehr weiß ich auch nicht, aber alle Gerüchte und Berichte zusammengenommen, kann man sich ein Bild machen. Ob das den Tatsachen entspricht, ist natürlich wieder eine ganze andere Frage.

Zitat

Aus genau diesem Grund distanzieren sich bspw. Ewan McGregor und Hayden Christensen von ihren Rollen, sie wollen selber nicht nur noch als die Figuren, die sie verkörpern, gesehen werden.


Der Grund, weshalb sich Christensen und McGregor von SW distanzieren, dürfte rein beruflicher Natur sein: Sie wollen sich nicht festlegen lassen, weil ihnen Mark Hamills (und auch Carrie Fishers) tiefer Fall nach SW in bester Erinnerung ist. Im Übrigen sind SW-Rollen nicht gerade geeignet, um völlig in ihnen zu versinken. Dafür sind sie zu simpel und zu flach.
Was ich eigentlich meinte, sind Leute wie Romy Schneider, Heath Ledger oder Audrey Hepburn, Schauspieler, die geglaubt haben, eins mit ihren Rollen werden zu müssen, um ihren eigenen Ansprüche an ihre Arbeit gerecht zu werden. Das Ergebnis war in den ersten beiden Fällen katastrophal und im letzten auch nicht gerade perfekt. Schauspielerisch war es natürlich toll, keine Frage. Aber um den Preis seiner eigenen Selbstzerstörung gut zu sein... Ich weiß ja nicht, ob das die Sache wert ist. Auf der anderen Seite hat sich van Gogh ein Ohr abgeschnitten und Nero für ein Lied eine Stadt verbrannt (ja, ich weiß, daß er das nicht getan hat, aber die Geschichte ist recht nett), insofern ist künstlerischer Wahnsinn vielleicht einfach nur eine althergebrachte Tradition.
Jenun, nicht ganz das Thema hier. Schließlich hat sich Carrie Fisher ihre Distanz offenbar bewahrt, und dazu kann man ihr wohl nur gratulieren.
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Mad Blacklord

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Freitag, 28. November 2008, 00:40

So hatte leider keine Zeit die ganze News zu lesen, weshalb ich jetzt nur bruchstücke zum beurteilen habe. Doch diese Bruchstücke haben mich schon überzeug mir das Buch anzuschafen auch wenn es nur in Englischer sprache zu haben ist.
Leider werde ich mir das Buch wohl erst im Januar zulegen können da ich ja noch Gesvhenke für Famielie und Freunde kaufen muss, und mein Wunschzettel ist leider schon voll. :P.
Dies währe dann die erste Biografie die ich überhaupt lesen würde.

Zitat

Zitat:

Zitat

Also ich finde es schockierend was Carrie Fisher alles so erzählt Aber ich denke ich bin zu jung es zu verstehen
Die Kolleginnen von Club Jade haben dem Buch wegen teilweise vulgärer Sprache und schwierigen Themen eine Altersempfehlung ab ca. 14/15 Jahren gegeben und hinzugefügt, daß viele Eltern es wohl nicht schätzen würden, wenn ihre Kinder - wie alt sie auch immer sein mögen - dieses Buch lesen. Das wohlgemerkt für die amerikanische Gesellschaft, die in ihrer Grundhaltung weit weniger liberal und sehr viel wertkonservativer ist als die meisten europäischen. In der Tendenz würde ich die Altersempfehlung unterschreiben, aber letztlich ist es Einstellungssache. Soweit man das aus diesem kurzen Auszug sagen kann, beschönigt Carrie Fisher wenig bis nichts und verteidigt noch viel weniger. Sie beschreibt und kommentiert, und sowas - und praktisch alles andere auch Augenzwinkern - muß man immer kritisch lesen.

Na zum Glück bin ich schon 21, :lol: aber spaß bei Seite ich wußte bisher nicht das Carrie Fischer unter solchen Drogenproblemen gelieten hat, hoffentlich hat sie das jetzt hinter sich gelassen.
Wenn ich es mir wirklich kaufe werde, werde ich deinen Rat beherzigen Aaron.
PS: wirklich gute Übersetzung. : Daumenhoch:

Ich bin schon gespant was sie noch über ihre Rolle als Leia zu sagen hat und zu ihre beziehung zu George Lucas und den anderen wie Mark Hamil und Harrison Ford zum Beispiel. Auch wenn dazu wahrscheinlich wenig kommen wird.

mfg M.Bl.
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16

Samstag, 29. November 2008, 00:17

Der Auszug ist wirklich brillant, sehr gekonnt komisch auf eine zynische Art. Witzig finde ich, wie sich Leia und Carrie unterscheiden. Ich denke ihr "Schicksal" ist sicherlich stellenweise traurig, vielleicht sogar Grund zu verzweifeln - die einzige und sicherlich bessere Alternative ist es mit Humor zu nehmen.
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Dienstag, 2. Dezember 2008, 20:43

Das Buch ist heute bei mir eingetroffen.

Ich bin schon länger kein großer Leser mehr. Mir fehlt einfach die Zeit und die Ruhe, mich hinzusetzen und einfach mal zu lesen.

Nur kurz mal reinschnuppern dachte ich mir eben also.

Nun habe ich 63 Seiten gelesen (von wegen reinschnuppern) - und wenn ich könnte, würde ich es heute direkt zuende lesen. Für mich ist das außergewöhnlich. Leider muss ich weg.

Es ist auch ein außergewöhnliches Buch. Da schreibt ein Mensch, der nicht verbittert ist, nicht unzufrieden, nicht frustriert, nicht glücklich, nicht traurig.

Der Anfang des Buches - ein Reim (der im Deutschen natürlich keiner ist):

"Die glücklichen Tage sind wieder da...
... also lasst uns wieder ein Hurra-Lied singen."

Dann Bilder von Schlagzeilen:
Die glückliche Familie Reynolds/Fisher.
Eddie Fisher verlässt Debbie Reynolds und zwei Kinder für Elizabeth Taylor.
Geheimnisvoller Tod eines schwulen Funktionärs im Haus von Fisher (Bild von Carrie Fisher daneben).
Prinzessin Leia mit Überdosis in Cedars Sinai.
Carrie Fisher sagt: ich bin manisch-depressiv.

Darunter:
"Hi! Ich heiße Carrie Fisher und ich bin Alkoholikerin. Und das hier ist eine wahre Geschichte."

Was erwartet den Leser?

Eine schonungslose Geschichte über einen Menschen, dessen Mutter ein Filmstar war, der seine Mutter mit dem Publikum teilen musste. Ein Mensch, dessen Vater die Familie verlassen und eine Beziehung nach der anderen hatte. Eine Geschichte, die kein Blatt vor den Mund nimmt, aber nicht reißerisch ist.

Bei uns auf der Seite wird bei negativen Äußerungen von Stars über Star Wars manchmal gemeckert: was wollen die eigentlich? Sollen die doch froh sein! Ohne Star Wars wären sie nichts... Ich muss sagen, ich habe jetzt verstanden - nach nur 63 Seiten. Ich verstehe, warum George Lucas mit Hollywood nichts zu tun haben will und warum er seine Ranch in den Bergen hat. Ich verstehe, warum Ewan McGregor in England lebt und ein Motorrad-Freak ist. Das sind Menschen, die ein Leben haben. Ein Privatleben. Das schaffen nicht alle. Sie bekommen nicht die Chance. Carrie Fisher hat diese Chance nicht bekommen.

Carrie Fisher widmet das Buch ihrer Tochter:

"Für meinen DNA-Jackpot, meine Tochter, Billie.
Für alles, was Du bist und alles, was Du sein wirst.
Ich möchte so sein wie Du, wenn ich erwachsen bin."

Ja, richtig gelesen. ;)

Das Buch ist meiner Meinung nach Pflichtlektüre für den (erwachsenen) Leser, der sich für den Menschen Carrie Fisher interessiert.

Es ist nicht melancholisch. Es ist nicht reißerisch. Es ist nicht jubelnd. Es ist ein "Page-Turner" für mich.

Hier im Thread steht weiter oben, das Cover sei genial. Das als Poster zu haben! ;) Kein Vorwurf. Ich denke, das Cover ist genial: es sorgt dafür, dass man das Buch in die Hand nimmt. Wenn man einige Dutzend Seiten gelesen hat, will man das Cover nicht mehr als Poster aufhängen. Warum nicht? Weil es keine Deko mehr ist. Weil die Lacher mit den Pillen, der Prinzessin Leia im Delirium und dem Cocktailglas im Halse stecken bleiben.

Das schafft das Buch jedoch, ohne schlechte Laune zu verbreiten.

Sorry, aber ich schreibe wirres Zeug. Lest das Buch. Das kann man schlecht beschreiben. Der Auszug in der Daily Mail ist gedacht, um Leser anzulocken. Er passt und passt zugleich nicht zum Buch. Das Buch ist meiner Meinung nach etwas anders, wenn diese Passagen nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden. Es ist besser.

Das Buch lässt nachdenken. Ein sehr gutes Buch (das junge Leser im Zweifel überfordern wird und auch vom Sprachlichen her nicht unbedingt dafür gedacht ist).

Darth Revan Lord der Sith

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Dienstag, 2. Dezember 2008, 21:40

Zitat

Original von JM-Talon:
Sorry, aber ich schreibe wirres Zeug. Lest das Buch. Das kann man schlecht beschreiben. Der Auszug in der Daily Mail ist gedacht, um Leser anzulocken. Er passt und passt zugleich nicht zum Buch. Das Buch ist meiner Meinung nach etwas anders, wenn diese Passagen nicht aus dem Zusammenhang gerissen werden. Es ist besser.
Aus dem "wirren Zeug" lässt sich sehr viel entnehmen, so ist das nicht. Schwer zu beschreibende Bücher sind oft die interessantesten, geistig forderndsten und anregendsten. Danke für deine kleine Rezension, ich werde es mir über kurz oder lang wohl auch kaufen. ;)
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chrissie

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Mittwoch, 3. Dezember 2008, 20:44

Buchrezension

Zitat

Original von mir
Mal sehen, wie lange es dauert, bis die ersten Rezensionen des Buches hier oder in einem Extra-Thread gepostet werden.

Das ging ja doch schneller als erwartet. Sehr schön.

@JM-Talon
So wie Du es beschreibst, als nicht so aktiver Leser und so, kann dieses Buch einfach nur zum Lesen animieren.
Einzelheiten Deines Postes dazu will ich jetzt nicht wiederholen, aber es wirkt für mich, wie ein guter Trailer eines guten Films und noch einiges mehr. Sehr interessante Einführungsauszüge Deinerseits. Das macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

Insgeheim habe ich gehofft, dass es ein sehr anspruchsvolles Buch sein wird.
Sicher, Geschmäcker sind verschieden und der ein oder andere wird vielleicht damit doch nicht ganz zufrieden sein, aber JM-Talon hat ja schon davor gewarnt, dass es manch einen überfordern könnte.

Aber das ist ja egal.
Carrie Fisher hat dieses Buch ja nicht für Star Wars Fans geschrieben, sondern für sich.
Da aber sicher die meisten C.F. "nur" aus SW kennen, (zumindest die Nicht-Amerikaner) vermute ich mal, dass es trotzdem einige mehr lesen wollen.
Ich gehöre auch dazu.

Aber das eilt nicht. Im Moment habe ich noch genügend Lesestoff. (u.a. will ich mir endlich mal das Silmarillion von J.R.R. Tolkien vornehmen ;) )
Aktualisiert: 05.02.2014 - Sonnige Grüße, an alle, die immer noch gegrüßt werden wollen. Speziell aber: YodasEnkel, Byzantiner, Skaba Rebullion, Ronen Tal-Ravis, Aaron, Kay Katarn, Findus, Aidan Savo, Chefkoch Porcellus, Darth Duster, Rebel247 und natürlich auch Shtev-An Veyss. (Die Reihenfolge hat immer noch keine Bedeutung!) Bleibt gesund und anständig.:thumbup:

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Freitag, 19. Dezember 2008, 21:17


Carrie Fisher bei einer Autogrammstunde für ihr Buch
Freitag, den 19. Dezember 2008 um 21:16 Uhr von Ronen Tal-Ravis

Im Blog der LA Times könnt Ihr seit Mittwoch einen Beitrag über einen Autogrammtermin von Carrie Fisher lesen. Für alle Interessierten folgt hier die Übersetzung des Textes von Lori Kozlowski.

Büchersuppe, der kleine Bücherladen auf dem Sunset Strip, brodelte vor Aufregung der Menge, die tobte und kicherte, darauf hoffend dicht an Carrie Fisher heranzukommen, die Dienstag Abend dort erschien, um ihre Autobiografie "Wishful Drinking" zu signieren.

Fünfzig oder mehr Leute standen die Straße hinunter, während sie "Star Wars" Andenken und Bücher in der Hand hielten, darauf wartend hineingelassen zu werden, um die sagenhafte zur Schriftstellering gewordene Schauspielerin zu sehen. Prominentenkult war dabei unter vollem Dampf - eine der Wartenden erzählte mir, sie stünde schon drei Stunden mit ihrer Kamera in der Schlange.

Im überfüllten Bücherladen war kaum Platz genug zum Sitzen, also mussten wir alle eng zusammenrücken, auf Bücherkisten Platz nehmen oder gegen Regale gelehnt stehen. Wir bildeten eine Gasse und kurz nach 19:00 ging Fisher diese entlang. Applaus erscholl und die Leute machten Fotos, sie lächelte wissend.

Gehüllt in ein langes, schwarzes Kleid, geschminkt mit glitzendem, dunklem Schatten und mit einem bunten Schal um den Hals und einer Cola in der Hand kam sie schließlich am Rednerpult an und begann mit uns zu flirten. "Habt ihr irgendwelche Fragen an mich?"

Die Blitzlichter flackerten auf und die Leute begannen Fragen zu brüllen. Werden sie "Wishful Drinking" verfilmen? Mögen sie "30 Rock" [Anmerkung: Eine amerikanische Comedy-Serie]? Was halten sie von den Präsidentschaftswahlen? Erzählen sie etwas!

Das war weniger eine Autogrammstunde als eine Klatschrunde mit dem coolsten Mädchen der Schule - dem Mädchen, dass auch nett zu den Sci-Fi Freaks ist. Wir waren weniger als einen Meter von einem Mitglied der königlichen Familie Hollywoods entfernt und Fisher genoss diese Intimität, beantwortete jede Frage. Sie erzählte uns sogar mehr, als wir wollten. "Ich habe kein Problem damit mich selbst zu blamieren und bevor ihr noch irgendwelche Schlussfolgerungen zieht, nehme ich also den Stift zur Hand."

Ohne viel Drumherumgerede, begann sie dann von der Elektroschocktherapie zu erzählen. "Ich möchte denen eine Liste mit den Dingen geben, die ich vergessen will. Meine Jugend? Weg damit. Meine Scheidungen? Weg damit.

Die Menge rief noch mehr Fragen, als wenn sie sie kennen würde, als wenn sie eine Freundin wäre und Fisher erzählt ihnen weise Dinge mit rauchiger Stimme: "Ein gebrochenes Herz ist ein Weg des Lebens Dir eine Lehre zu erteilen - das stammt aus 'nem Film und nicht von mir."

Über ihre eigene Unterhaltung, ihr Buch über sich selbst erzählt sie uns folgendes: "Du kannst mit jemand anderem Schlafen und die Zigarette mit mir teilen."

Mal war sie zotig, mal süß und manchmal war beides gemischt. "Ich habe gerade Hi zu Ron Jeremy gesagt - er war gerade in der Gegend und ich kenne ihn, natürlich," rasselte sie weiter.

Sie machte aus allem einen Witz. Körper, Geist, Seele, ohne Tabus. Und die Menge lachte mit ihr. (...) Sie deckte alles ab - das Religiöse, das Zotige, das Verrückte.

Sie hat nicht eine Unterschrift gegeben und niemand störte es (sehr).

Etwas traurig sagte sie schließlich leise: "Und nun wollen sie, dass ich gehe." Die Menge stöhnte auf.

"Danke." Sie lächelte und machte einen Knicks. In einem letzten Versuch ihr nahe zu sein, drängte die die Menge nach vorne zum Rednerpult und belud sie mit Zeichen der Zuneigung: Weihnachtsplätzchen, kleine handgeschriebene Zettel, Geschenke.

Und ich dachte bei mir: Das ist Hollywood. Sie ist eine Prinzessin und sie lieben sie.

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Darth Marik

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21

Montag, 22. Dezember 2008, 01:44

Die Frau ist eine Legende, man sollte ihr ein Denkmal setzen. Star Wars wäre nichts ohne ihr, stellt euch mal Paris Hilton als Leia vor.... :(

Mad Blacklord

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Montag, 22. Dezember 2008, 02:31

@Darth Marik
Häh wieso den gerade Paris Hilton die ist doch viel zu jung für die Rolle.
Die einzige die außer Fisher noch in Frage Kommt ist vielleicht Terry Nunn, Cindy Williams. Noch nie gehört?die beiden waren beim Casting dabei.
Aber ich kann mir wirklich auch keine andere in dieser Rolle vorstellen, aber das würde ich wahrscheinlich auch sagen wenn es jemand anderes geworden wäre, und zwar aus dem einfachen Grund das diese Person diese Rolle gespielt hätte und wir keine zweite Laie in der Saga haben! Also kein vergleich möglich ist wie bspw bei der deutschen Synchronstimme von Darth Vader.
Aber es stimmt die Frau hatte schwerte zeiten und ihr leben währe sicherlich ganz anders ohne die Rolle der Leia verlaufen, vielleicht währe sie auch gar nicht mehr am Leben !

mfg M.Bl.
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23

Freitag, 2. Januar 2009, 00:33

RE: Carrie Fisher: Wishful Drinking

Zitat

Original von AaronIn Wishful Drinking, einer Adaption ihrer gleichnamigen Bühnenshow, enthüllt Fisher wie es war,


Wieder auf der Bühne, 2.April bis 3. Mai 2009 im Seattle Repertory Theatre:

http://www.seattlerep.org/SeasonPlays09/ShowWD.html
"I don't even read the offshoot books that come out based on Star Wars." (George Lucas - Film Night Interview)

Mad Blacklord

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24

Samstag, 7. Februar 2009, 23:49

Währe dieses Buch auch durch. Dies war jetzt meine erste Biografi und sie war alles andere als langweilig.
Es ist einfach unglaublich wie offen Frau Fisher über diese Themen schreiben kann! ich glaube ich könnte das nicht. Aber ich denke es ist sicherlich positiv das sie so offen ist und anscheinend nimmt sie es ja selbst mit Humor.

Das hab ich schon daran gemerkt das ich bei manchen Sachen schmunzeln ja zum teil sogar lachen konnte (besonders Kapitel 5 war sehr Amüsant und da zieht sie über Star Wars her), und das bei Situationen wo man normalerweise nicht Lacht!
Aber dass Buch ist so humorvoll geschrieben das es sich eher wie Anekdoten lesen lässt die man seinen Freunden erzählt. Nicht wie so ernste Themen wie Scheidung, Tod, Drogenprobleme und Sex. Doch genau darum geht es in diesem Buch.
Sie macht ja auch Witze über ihren eigenen zukünftigen Tod und wer kann das schon?

Also ich kann eine solche Frau wie Carry Fisher einfach nur bewundern. Und zum Glück hat sie eine Mutter einen Bruder und eine Tochter die sie weiterhin unterstützen werden. Ich wünschte ich hätte diese stärke.

Also Carry, sei weiterhin stark und bleib Trocken ;)
mfg M.Bl.
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