
Ich wollte Teile des Krieg der Sterne-Universums kennenlernen, die ich nie erforschen konnte. Das Fernsehen bietet dafür die perfekte Gelegenheit. Ich habe viel mehr Freiraum und mehr Zeit zum Experimentieren.
-George Lucas (2007)
Wie gewohnt, präsentiert StarWars.com ein kleines Teaserbild zur am Freitag laufenden Folge Duchess of Mandalore:

Leland Chee schrieb via Twitter dazu:
Duchess of Mandalore am nächsten Freitag. Was kann man an einem mandalorianischen Attentäter nicht lieben, der eine kriffing (dt. etwa: verdammte) Kanone trägt?
Die Kurzhandlung der Folge ist bereits bekannt:
Auf Coruscant wird Herzogin Satine der Bildung einer mandalorianischen Terrorgruppe beschuldigt. Auf der Flucht vor den Behörden der Republik machen sich Satine und Obi-Wan auf die Suche nach dem wahren Ursprung der Gruppe.
Weitere Informationen findet Ihr in unserem Episodenführer.
Via YouTube gibt es noch die Vorschau in Videoform:
Vielen Dank an Obi-Wan Ketobi für den Hinweis!
Heute zeigt ProSieben mit der zwölften Folge der zweiten Staffel die vorerst letzte Folge, die wir in Deutschland sehen werden. Bereits im Januar informierte uns der Sender über die Sendeunterbrechung. Wann die Staffel fortgesetzt wird, ist derzeit nicht bekannt. Die Sendeunterbrechung auf ProSieben erfolge aufgrund von "technischen Problemen".
The Mandalore Plot läuft hierzulande unter dem Titel Verschwörung auf Mandalore.
Bei der Untersuchung von konspirativen Gerüchten im Zusammenhang mit Herzogin Satine von Mandalore enthüllt Obi-Wan die Wahrheit über eine mysteriöse mandalorianische Verschwörung.
Mehr zu der Folge findet Ihr in unserem Episodenführer, den Ihr über den obigen Link oder durch einen Klick auf das Bild erreicht. Los geht es um 17:30 Uhr; wer schon um 17:25 Uhr einschaltet, verpasst auf keinen Fall etwas.

Greg Proops ist zurück: der zweiköpfige "Stadionsprecher" Fode in der Podrace-Arena von The Phantom Menace durfte jetzt einem Charakter in The Clone Wars seine Stimme leihen, wie StarWars.com berichtet: Senator Tal Merrik.
Wie aufregend ist es für Sie - nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Fan - Teil der Star-Wars-Saga zu sein?
Ich bin sofort ins Kino gegangen, als Star Wars herauskam und ich in der High School war. Ich bin ein Fan von Star Wars und auch generell von Sci-Fi, also ist es für mich sehr aufregend ein Teil von all dem zu sein. Star Wars sind wahrscheinlich viel hingebungsvoller als irgendwelche andere Fans. Ich bekomme Briefe von Fans in Norwegen und von überall in der Welt.
Wie ist es zur Rolle von Senator Tal Merrick gekommen?
Sie haben mich einfach gebeten, die Rolle zu übernehmen und ich habe sofort "ja" gesagt. Alle Beteiligten sind erster Güte. Es war ein riesiger Spaß, weil ich eine böse Rolle spielen durfte.
War das Spielen der Rolle in The Clone Wars eine andere Erfahrung als bei der Rolle des Fode in The Phantom Menace?
Die Rolle in The Phantom Menace war definitiv eine komödiantische Rolle in einer sehr aufregenden Action-Sequenz im Film. Wir waren dazu da, die Spannung ein wenig aufzubrechen und ein wenig Humor in die Szene zu bringen. Und die Rolle, welche ich in The Clone Wars spiele, ist ein ganz offen schlechter Typ und es hat mir wirklich Spaß gemacht, das zu tun.
Welche Art von Rolle spielen Sie lieber? Gut oder Böse?
Ich mag beides, sicherlich auch, weil ich mit Comedy mein Geld verdiene. Aber mein Ziel ist es, immer auch böse Rollen zu spielen, denn sie machen so viel mehr Spaß. Ich durfte hinterlistig sein und die Herzogin bedrohen.
Die Bösewichte in Star Wars scheinen immer eine Menge Spaß zu haben.
Darth Vader war immer meine Lieblingsfigur in der Saga. Er ist der interessanteste Charakter, weil er gut war und dann böse. Er war eine Kraft des puren Bösen, die versuchte, unseren Helden zu korrumpieren. Was ich an bösen Typen so liebe, ist die Energie, die es erfordert, böse zu sein. Du musst all Deine Zeit damit verbringen, über das Böse nachzudenken und das ist fantastisch.
Warum glauben Sie, lieben die Fans Star Wars und jetzt The Clone Wars so sehr?
Bei Star Wars geht es darum unterhalten zu werden, Deine Vorstellungskraft anzukurbeln und darüber nachzudenken, was sein könnte. Das ist die Sache, die die Leute an Science Fiction so ansprechend finden. Es hat auf eine gewisse Art den Western in unserer Welt ersetzt. All diese Charaktere wie der einsame Revolverheld, der Mann mit der Vergangenheit, der Held mit dem Herzen aus Gold - sie alle sind hinüber gewechselt in die Science Fiction - und das ist großartig.
StarWars.com hat den ausführlichen Episodenführer zu Voyage of Temptation online gestellt.
Unsere Fassung des ausführlichen Episodenführers findet Ihr im Laufe des Tages hier bei uns.
Ebenfalls online ist der Episodenkommentar via Video.
Gestern stellen wir Euch via Pressetext und einem ersten Vorschauvideo die am Freitag in den USA laufende Folge Voyage of Temptation vor. Ihr findet dort auch einen eher "kampfbasierten Trailer".
Ein weiterer Videoausschnitt zeigt Obi-Wan in der Diskussion mit Herzogin Satine:
Vielen Dank an Obi-Wan Ketobi für den Hinweis!
Am Freitag wird in den USA die neueste Folge von The Clone Wars ausgestrahlt und so der Handlungsbogen um die Mandalorianer weitergesponnen. Um darauf vorzubereiten wurde jetzt auf der offiziellen Seite der Episodenführer online gestellt. Außerdem gibt es wie immer einen Artikel, der die Folge und ihre Hintergründe vorstellt.
Auf dem Weg nach Coruscant an Bord des königlichen Schiffes der schönen Herzogin Satine Kryze von Mandalore, entdecken Obi-Wan und Anakin einen Attentatsversuch auf die mächtige Politikerin. Während die Jedi und Klone sich bemühen die Herzogin vor einer Ladung Attentäterdroiden zu schützen, entdeckt Anakin, dass Obi-Wan und die Mandalorianerin eine gemeinsame Vergangenheit haben - und dass der ältere Jedi auch nicht ohne persönliche Verbindungen ist.
Ich habe mich immer gefragt, was würde Obi-Wan machen, wenn er in die selbe Situation wie Anakin kommen würde - sich in eine Frau verlieben," erklärt der Autor Henry Gilroy. "Würde er in der Lage sein, seine Gelübte den Jedi gegenüber treu zu bleiben, auf Kosten der Liebe? Wir wissen, wie sich Anakin entschieden hat, aber wie würde sich Obi-Wan gegenüber einer solchen Verführung verhalten? Ich denke viele Leute hatten schon Beziehungen, die niemals richtig aufgeblüht sind und es gibt da immer so ein 'Was wäre wenn'-Gefühl. Selbst Menschen, die in einer glücklichen Beziehung sind, denken mal über ihre alten nach und was hätte sein können. Obi-Wan wird als Mensch enthüllt - jemand. dem man sich verbunden fühlen kann, weil er also romantische Gefühle wie wir alle haben, obwohl er ein Jedi ist."
Natürlich sind die Gelübte der Jedi keine Kleinigkeit und es braucht schon eine ausgewöhnliche Frau, um Obi-Wan den Kopf zu verdrehen und sein Herz zu prüfen. Entschlossen in ihrer eigenen pazifistischen Ideologie, ist Satine ein Kontrapunkt zu Obi-Wans eigenen Ideen von der Wahrung des Friedens und von Konfliktbewältigung.
"Satine ist eine beachtliche Frau, in allen Belangen - sehr intelligent, unbeugsam, leidenschaftlich und schön, mit einer großen Hingabe an den Frieden. Vielleicht kommt sie einem etwas steif vor, aber das liegt daran, dass sie weiß, dass sie unter Wölfen ist und daher machtvoll und unerschütterlich auftreten muss," erklärt Gilroy. "In der ganzen Geschichte gab es Menschen, wie Gandhi und Dr. King, die Pazifisten waren und durch ihre Weigerung zu kämpfen die Welt veränderten. Es gibt in den Klonkriegen so viel Kampf, dass es wie ein Licht im Dunkel ist, wenn jemand den Mut hat, sich dagegen auszusprechen - es bleibt einem im Gedächtnis. Satine ist entschlossen stets friedliche Mittel einzusetzen, um einen Konflikt zu beenden. Die Jedi sind Wahrer des Friedens, aber sie tragen Schwerter. Wenn sie Gewalt anwenden müssen, um einen Konflikt zu beenden, tun sie dies. Da ist für Satine unakzeptabel, denn sie denkt, dass man eigentlich keinen Frieden will, wenn man zu einer Verhandlung eine Waffe mitbringt. Sie ist erzürnt darüber, dass die Jedi es sich erlaubt haben, in den Krieg gezogen zu werden, denn das widerspricht allem, für das sie stehn."
Wenn Sie beieinander sind, fordern sie sich stets heraus, jeder unnachgiebig in ihren Ansichten. Es ist gegenseitiger Respekt, der sie zueinanderführt, auch wenn ihre Überzeugungen sie auseinandertreiben.
Neben dem Artikel gibt es auch wie immer ein Vorschauvideo zur Folge:
Heute zeigt ProSieben die elfte Folge der zweiten Staffel: Lightsaber Lost läuft hierzulande unter dem Titel Eine Lektion in Sachen Geduld.
Als ein gerissener Taschendieb Ahsokas Lichtschwert stiehlt, zieht sie die Hilfe eines alten Jedi heran, um ihre Waffe zu finden und ihre Ehre wieder zu erlangen.
Mehr zu der Folge findet Ihr in unserem Episodenführer, den Ihr über den obigen Link oder durch einen Klick auf das Bild erreicht. Los geht es um 17:30 Uhr; wer schon um 17:25 Uhr einschaltet, verpasst auf keinen Fall etwas.
StarWars.com hat den ausführlichen Episodenführer zu The Mandalore Plot online gestellt.
Erwähnenswert ist, dass im Episodenführer dieses Mal eine ganze Reihe außergewöhnlicher Inhalte zu finden sind, darunter ein MP3 von der Fanvorführung, über welche wir vor einigen Tagen berichteten. Zu hören ist unter anderem Dave Filoni.
Unsere Fassung des ausführlichen Episodenführers findet Ihr hier.
Ebenfalls online ist der Episodenkommentar via Video.
Und wer noch mehr Mandalorianer haben oder über sie in The Clone Wars wissen möchte, für den gibt es eine Zeichenanleitung und einen Artikel, in welchem Kilian Plunkett im Gespräch darauf eingeht, wie man die Mandalorianer vom Design her "übersetzt" hat für The Clone Wars.
IGN veröffentlichte jetzt ein weiteres Interview mit Dave Filoni über die anstehenden Mando-Folgen. Aus Zeitgründen können wir Euch das Interview ausnahmsweise nicht auf deutsch bieten.
Außerdem gibt es ein Video:
Spät kommt sie, doch sie kommt, die Übersetzung des oben angekündigten Interviews:
Heute hat The Clone Wars etwas ganz Großes am Start. Können Sie uns etwas darüber erzählen, wie die Mandalorianer in der Serie gelandet sind?
Wer ein Fan von Krieg der Sterne ist, weiß, was Mandalorianer sind. Wer sich nur am Rande für die Saga begeistert, wird vermutlich glauben, dass es einfach ein Haufen von Boba Fetts sind. Für Fans, die tief in der Materie stecken, sind sie aber eine wichtige Sache, und noch dazu eine, die im [Erweiterten Universum] viel diskutiert und über die viel geschrieben worden ist. Bislang hat George [Lucas] aber meines Wissens noch nie seine visuelle Geschichte der Mandalorianer gezeigt oder wirklich enthüllt, wie die mandalorianische Kultur eigentlich tickt. Das werden wir [heute] also zu sehen bekommen. Wir werden den Planeten sehen, wir werden die Leute sehen. Wir werden ein Stück weit erfahren, woher der berühmte T-Visierhelm stammt und woher die Rüstung kommt, und damit werden wir einen kleinen Einblick in die Gesamtgeschichte einer kleinen Nische der Saga wagen.
Die The Clone Wars-Mandalorianer ähneln Jango Fett sehr stark, auch sie tragen blaue Kleider. Haben Sie über ihre äußere Erscheinung lange diskutiert? Das EU bietet da, wie Sie schon sagten, ja eine ganze Reihe von Interpretationsvarianten.
Mandalore ist einer jener Fälle, bei denen ich von George eine Menge Informationen haben wollte, und glücklicherweise war er bereit, sie mir auch zu geben. Eine mandalorianische Geschichte zu erzählen, war Georges Idee. Als es dann darum ging, wie die Mandalorianer aussehen sollten, haben wir uns zunächst überlegt, sie aussehen zu lassen, wie die ursprünglichen mandalorianischen Superkommandoeinheiten, die in Das Imperium schlägt zurück auftauchen sollten. Das hätte eine weiße Rüstung bedeutet, aber wegen der Klonsoldaten ging das nicht. Für unsere Zuschauer, wäre das zu verwirrend geworden. George hat uns dann gesagt, wir sollten sie silberfarben, schwarz und blau machen, ähnlich wie Jango. Der Gedanke dahinter ist der, dass Jangos Superkommandorüstung den Rüstungen dieser Jungs ähneln sollte, da der Zeitrahmen ja auch fast der gleiche ist. Wegen der Klon war es nicht möglich, sie weiß auszustaffieren, wie das noch in den 70ern angedacht gewesen war.
Ist es eher spannend oder nervenaufreibend, etwas zu machen, von dem jetzt schon klar ist, dass es im Fandom viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen wird?
Es ist immer ein bisschen was von beidem. Ich habe hier wirklich das große Glück gehabt, dass George die Sache leitet, es ist also nicht so, dass ich mir das alles ausdenke und dann sage: Dave Filoni meint, dass das so aussehen sollte. Was wir hier machen, ist, was George Lucas für richtig hält, und ich nehme dann die dazugehörigen Informationen aus dem EU und sage ihm: Das hier sollten wir uns ansehen, denn Du solltest wissen, dass wir diesem oder jenem widersprechen werden, wenn wir die Sache so oder so angehen.
Wir versuchen also, möglichst viel zu berücksichtigen, aber das darf uns nicht davon abhalten, eine möglichst vollständige Vision dessen zu erstellen, was George sehen will. Und das macht wirklich Spaß. Die Fans reagieren auf alles, was wir machen, ganz unterschiedlich. Die Mandalorianer sind nur ein Beispiel unter vielen von Dingen, die vielen Leuten unwichtig vorkommen, aber in Wahrheit eine Riesensache sind. Genau wie die Farben der Lichtschwertklingen. Ich behandle all diese Dinge mit größtem Respekt und glaube, dass wir im Endeffekt ein gutes Gesamtprodukt abliefern.
Sie haben die Lichtschwertklingen angesprochen: Wir haben jetzt einen exklusiven Ausschnitt aus der neuen Folge gesehen, in dem erstmals ein ganz besonderes Schwert vorkommt.
Das Dunkelschwert. Das war für uns eine große Sache. Und basiert wiederum auf einer Idee von George. Pre Vizsla sollte urprünglich mit etwas herumlaufen, das sich im EU eine Vibroklinge nennt, eine Art elektrisches Schwert. In der frühen Designphase, hat George das durchgehen lassen, aber als wir die erste Version in Farbe vorgeführt haben und er die Szene sah, in der es einen Kampf Lichtschwert gegen Vibroklinge geben sollte, hat er auf die Bremse getreten und gesagt: Das funktioniert einfach nicht. Ausgeschlossen, dass ein Nicht-Lichtschwert eine Lichtschwertklinge abblocken kann. Also mussten wir ziemlich spät in der Entwicklung der Folge die Vibroklinge herausnehmen, und stattdessen hat er etwas gefunden, dass er das Dunkelschwert genannt hat, ein Energieschwert mit schwarzer Klinge und weißem Rand. Die Klinge knistert vor lauter Elektrizität, das Ganze sieht also so aus, wie ein sehr frühes Lichtschwert, und wir stellen es in der Folge so dar, dass es wirklich einmalig ist und Pre Vizslas Vorfahren es einem Jedi in den Tagen der Alten Republik gestohlen haben. Wir liefern die Geschichte des Dunkelschwerts also gleich mit, und es klingt auch anders als ein Lichtschwert.
Dave Acord and Matt Wood haben einen besonderen Toneffekt für den Kampf gegen ein Lichtschwert entwickelt. Es brummt anders, singt ein wenig mehr, wie eine Stimmgabel. Und wenn man direkt von vorn auf eine Lichtschwertklinge sieht, ist die Klinge rund wie ein Energiestrahl. Das Dunkelschwert ist flach wie ein wirkliches Schwert, es ist also an einer Seite dünner und breiter, wenn man es umdreht. George hat diesem Mandalorianer da eine wirklich interessante Waffe in die Hand gedrückt.
Und es gibt noch einen weiteren interessanten Neuzugang: Satine, durch die Sie eine ganz neue Seite von Obi-Wan zeigen.
Satine spukt schon seit einer Weile als Idee herum. In der ersten Staffel sollte sie schon auftauchen, und wir haben uns lange überlegt, wie wir diese sehr starke Frau vorstellen könnten. Am Ende meinte George, wir sollten sie auf Mandalore plazieren, und er hat sie zur Herzogin von Mandalore gemacht und diese ganze Pazifismusgeschichte entwickelt, in der sie die Rolle dieser Anführerin oder leitenden Beamtin spielt. In Satines Auftreten und auch ihr Aussehen ist eine Menge von Cate Blanchetts Darstellung der Königin Elisabeth eingeflossen. Ich fand es großartig, wie sie in diesem Film aufgetreten ist, und sie war eine echte Inspiration für Satine, weil wir eine Frau wollten, die Obi-Wan ebenbürtig ist und mindestens so schlau wie er. Im direkten Vergleich, sollte sie sogar vielleicht noch ein bisschen weiser wirken als er, und ich denke, das ist uns auch gelungen.
In den weiteren Folgen, werden wir mehr ihrer gemeinsamen Geschichte enthüllen und auch, woher sie sich überhaupt kennen. So etwas macht wirklich Laune. In der ersten Staffel haben wir Obi-Wan Kenobi als Persönlichkeit kaum weiterentwickelt. Aber das ist eines dieser großen Themen: Alle Welt glaubt, schon alles über diese Figuren zu wissen und was mit ihnen passieren wird. Ich denke, das hier ist so ein Fall, wo dies eben nicht so ist. Es gibt noch Neues über Obi-Wan Kenobi zu erfahren.
Die Frage muss ich einfach loswerden: Ihr Name... Ist das nun eine Anspielung auf Moulin Rouge?
Das ist eine lustige Geschichte... Ich hatte erst überhaupt keine Ahnung, dass die Leute einen Zusammenhang zwischen Obi-Wan Kenobi, Ewan McGregor und dieser Frau namens Satine sahen. Mir war das überhaupt nicht bewusst. Dann habe ich Henry Gilroy gefragt, der ihr diesen Namen verpasst hat, ob er dies dessen bewusst war. Er behauptete, er wüsste von nichts und hätte nicht darüber nachgedacht. Und ich meinte nur: Ist Dir klar, dass praktisch jeder, der den Trailer gesehen hat, über nichts anderes redet? Tja, jedenfalls, er behauptet, es ist reiner Zufall. Ein Synergieeffekt, wenn man so will. Aber es ist schon reichlich eigenartig. Ich muss Gilroy da nochmal in die Mangel nehmen, denn mal ehrlich: Von allen nur denkbaren Namen, wählt er ausgerechnet diesen? Seltsamer Zufall.
Ich fand die Geonosis-Geschichte am Anfang der Staffel großartig. War das so ein Fall, wo auch für Sie einfach alles zusammenpasste?
Die Geonosis-Geschichte war für uns auf jeden Fall eine Herausforderung. Wir haben sie uns gestern abend noch einmal auf der großen Leinwand angesehen, und was wir da für eine Fernsehserie an Schlachteindrücken geliefert haben, ist schon Wahnsinn, selbst für mich. Wenn wir mittendrin sind und daran arbeiten, erreichen wir inzwischen einfach so ein Level. Und wir versuchen uns auch mit jeder Folge noch einmal zu übertreffen. Aber jede Woche kriegen wir das auch nicht hin: Riesige Schlachten, das geht nicht. Wenn es passiert, ist es dafür aber umso besonderer, finde ich. Und die Qualität der Trickillusion wird aus meiner Sicht immer besser.
Trotzdem glaube ich, dass die Folgen, an denen wir jetzt arbeiten, stilistisch sogar noch besser sind. Wir wollen die Qualität einfach immer weiter steigern und die Sachen, die in der Geonosis-Geschichte funktioniert haben nehmen und nächstes Jahr noch viel besser abliefern. Wir werden uns nie auf unseren Lorbeeren ausruhen, so nach dem Motto: Das ist für die Serie gut genug so. Wenn wir es besser machen können, machen wir das auch. Aber zu sehen, wie diese Kanonenboote geflogen sind wie Bomber aus dem Zwieten Weltkrieg, war für uns schon wirklich inspirierend. Ein wichtiger Faktor dabei ist immer Georges Führung und der Zusammenschnitt der ersten Krieg der Sterne-Trilogie.
Die Zombie-Geonosianer waren richtig klasse. Wer hat sich denn das ausgedacht? Und hatten Sie da Sorgen, ob das angenommen würde, oder war das so ein Fall von "Feuer frei"?
Auch das war George. Er kam mit all diesen Handlungsideen für die zweite Staffel zu uns. Er wollte dies machen und jenes und meinte: Das hier ist eine Zombie-Folge. Wenn man eine Serie macht, stößt man auf Dinge, an die man zuvor nie auch nur gedacht hätte, vor allem, wenn es um etwas wie Krieg der Sterne geht, das von den meisten in den Bereich Heldenerzählung und Mythos eingeordnet wird. Für eine Fernsehserie gibt es aber noch weit mehr Möglichkeiten. Die Zombies waren so ein Fall, wo wir alle nur Riesenspaß daran hatten. Und ich finde es richtig interessant, dass es ausgerechnet George ist, der uns immer wieder in neue Richtungen treibt. Aber so ist er. Er ist nicht bereit, Krieg der Sterne einfach das sein zu lassen, was es aktuell ist, er will, dass es all das wird, was es sein könnte und so gut, wie es nur eben sein könnte. Zombie-Käfer, wer hätte das erwartet? [lacht] In der zweiten Staffel steckt viel, bei dem ich nur dachte: Huch, was ist das denn? Aber es funktioniert.
Es hat wirklich Spaß gemacht. Es macht Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten.
Sie haben früher wiederholt gesagt, dass The Clone Wars die heldenhafte Seite von Anakin zeigen wird. In Brain Invaders haben wir allerdings eher seine dunkle Seite erlebt, und das auf die - für die Serie - bislang offensichtlichste Art, imperialer Marsch inklusive, ein Machtwürger... Heißt das, Sie wollen diesen Aspekt immer auch zeigen, ohne es damit zu übertreiben, oder wie stehen Sie dazu?
Wir dürfen nicht vergessen, was aus ihm werden wird. Im Laufe des Krieges, werden wir in unserer geplanten Zeitachse weiter voranschreiten, und da muss er manchmal einfach zeigen, dass er anders ist als die übrigen Jedi und Obi-Wan. Er beginnt, hier und da Dinge zu sagen, die das ausdrücken, was er schon beim Picknick mit Padmé gesagt hat, dass er kein Problem mit einer Diktatur hat und dass glaubt, die Republik könnte durch militärische Stärke und Waffengewalt wieder geradegerückt werden. Und er und Obi-Wan haben Meinungsverschiedenheiten. Das alles darf nicht ungezeigt bleiben, aber gleichzeitig müssen wir auch klarmachen, dass er kein Schurke ist, und das war in dieser Folge besonders schwierig, weil er dort ein schlechte Tat aus guten Gründen begeht, nämlich um eine Freundin zu retten. Ein Problem bei Anakin ist, dass er glaubt, der Zweck heilige die Mittel. Das führt am Ende zu dem, was er bereit ist, Mace Windu anzutun, um Padmé zu retten. Und er wiegt diese Dinge gegeneinander ab. Diese Seite seiner Persönlichkeit müssen wir zeigen, aber ich glaube, das klappt gut, weil wir ihn zuvor als Helden gezeigt haben. Er ist dreist und waghalsig, aber er ist ein Held. Und auch diese Seite zeigen wir. Er besitzt unglaubliches Mitgefühl für andere, und das ist gleichzeitig sein bester Charakterzug und sein Untergang.
Eine sehr spezifische Frage: In der Folge The Deserter, sind das Cuts leibliche Kinder oder seine Stiefkinder?
Darüber haben wir während der Produktion der Folge lang und breit diskutiert. Das Problem ist, es können nicht seine leiblichen Kinder sein, weil das nicht in den Zeitverlauf passt. Wir haben uns eine Menge Gedanken darüber gemacht, beispielsweise, dass sie schneller wachsen könnten, weil ihr Vater schneller gewachsen ist, aber das ist selbst für Science-Fiction eine ziemlich waghalsige Konstruktion. Ich habe es mir immer so erklärt, dass er auf diese Familie gestoßen ist und sie quasi adoptiert hat, weil sie zueinander passten. Beide hatten schwere Zeiten hinter sich und wurden dadurch eine echte Familie, und sie wurden seine Kinder. Als Klon hat Cut kein so striktes Verständnis für Familie, wie wir es haben, weil er nicht in einer Familie aufgewachsen ist, sondern gezüchtet wurde. Er ist in einer sehr sterilen Umgebung großgeworden und lebt jetzt am äußersten Rand seiner Empfindungsfähigkeit. Von allen Klonen, haben wir ihn auf dem Weg zur freien Lebensführung eines vollwertigen Individuums am weitesten gehen lassen. Und für Rex ist das eine Herausforderung, weil der seinen eigenen Ehrenkodex hat.
Aber mir war schon klar, dass die Familiensache ein Thema werden würde. Für mich ist es eine Adoptivfamilie.
Die Serie heißt "The Clone Wars", aber in Lightsaber Lost haben Sie dem Krieg eine Pause gegönnt. Werden wir weitere Folgen dieser Art sehen, in denen Sie verschiedene Seiten der Galaxis zeigen?
Hundertprozentig. Ich denke, es ist nötig, eine Auszeit vom Krieg zu nehmen. Nicht jede Folge kann ein großes Gemetzel wie Geonosis sein. Das würde mit der Zeit auch langweilig werden. Wenn wir uns dann wieder den größeren Konflikten zuwenden, wollen wir sie spannend und einzigartig machen. Aus dem gleichen Grund, zeigen wir nicht ständig Lichtschwertkämpfe. Wenn man etwas Besonderes nimmt und es zu häufig zeigt, ist es einfach uninteressant.
Lightsaber Lost war eine gute Gelegenheit, Ahsoka weiterzuentwickeln. Hier sehen wir ihre eigentliche Ausbildung unter Anleitung eines alten, weisen Jedi-Meisters, der ein wenig so ist wie Yoda, aber doch anders. Wenn man sich die Folge ansieht, ist Ahsoka am Anfang ein kleines Gör, also praktisch wie immer. Danach zeigt sie sich gegenüber Tera Sinube aber sehr viel aufgeschlossener und geduldiger als jemals gegenüber Anakin im Kinofilm. Sie wird älter und reifer. Ihr Selbstbild davon, wie sie als Jedi sein sollte und was ihre Rolle als Jedi eigentlich umfasst, ist im Wandel begriffen. Für sie ist das eine wichtige Episode, und die Verfolgungsjagd auf Coruscant zu zeigen - ähnlich wie in Angriff der Klonkrieger - hat wirklich Spaß gemacht. Die Folge steckt sowieso voller kleiner, netter Details.
Wie das Orwellsche Palpatine-Gesicht auf dem riesigen, schwebenden Bildschirm.
Tja, wenn die Gelegenheit für sowas hat... Im Drehbuch war das nämlich nicht vorgesehen, und als wir uns das Material im Schneideraum ansahen, dachte ich spontan: Ich glaube, wir sollten hier eine Palpatine-Rede auf einem Bildschirm einbauen, und wir lassen ihn extra für die Megafans etwas darüber sagen, wie Jedi selbstverständlich keine Absicht haben, die Macht an sich zu reißen und wie sie die Klonarmee natürlich nicht selbst in Auftrag gegeben haben.
Ich glaube, mehr brauchen Megafans nicht, die kleinen Anspielungen reichen schon. Ich liebe es, solche Eastereggs einzubauen.
Alle Fans wissen natürlich, dass Palpatine Darth Sidious ist, aber in der Serie haben Sie das bisher nicht offensichtlich gezeigt. Werden Sie also weiter so vorgehen, als wäre Die Rache der Sith noch Zukunftsmusik?
Ja, wir machen das schon bewusst so. Darth Sidious ist in der Serie bislang noch nie persönlich zu sehen gewesen, er war immer nur ein Hologramm, genau wie in den Kinofilmen. Es gab eine Szene in Die dunkle Bedrohung und eine am Ende von Angriff der Klonkrieger, wo wir ihn leibhaftig erleben konnten, aber sonst taucht er nur als Hologramm auf. Ich gehe mal davon aus, dass jeder, der ihn jemals persönlich getroffen hat, weiß, dass er Palpatine ist, denn er hat ja nur eine Kapuze übergestülpt. [lacht] Bei den Sidious-Szenen bleiben wir deshalb sehr vorsichtig.
Einige meiner Freunde, die mit mir an der Serie haben, haben Kinder, und wenn man die fragt, wer gut und wer böse ist und Palpatine als Beispiel nimmt, halten sie ihn alle für einen guten Kerl. Fragt man dann warum, sagen sie: Na, er ist doch der Chef der Jedi und der Klone. Diesen Kindern steht eine böse Überraschung bevor. Ich finde es knorke, diesen Politiker mit den Krokodilstränen an der Spitze stehen zu haben und auf der anderen Seite dann Darth Sidious. Das zeigt einfach, wie effektiv diese einfache Masche für einen so abgrundtief bösen Kerl wie Sidious ist.
Können Sie uns schon irgendwelche Andeutungen für die Zeit nach der Mandalore-Geschichte machen? Das Werbematerial vom Anfang dieser Staffel hat auf Bossk verwiesen, also nehme ich mal an, er wird noch auftauchen.
Oh, das wird er, absolut. Bossk bringt seine ganzen Kopfgeldjägerkumpel in die Staffel zurück, von denen wir uns mit einigen größeren Kriegsgeschichten erst einmal gelöst haben. In Lightsaber Lost gab es natürlich einige Kopfgeldjäger, und die Mandalorianer haben auch wieder Verbindungen zum Thema, aber ja, Bossk und seine Freunde stehen als nächstes an. Das wird spaßig.
Es ist schon eigenartig, dass ein Kerl wie er, der in Das Imperium schlägt zurück praktisch nur Staffage war, solche Aufmerksamkeit auf sich zieht. Er wackelt dort mit den Zehen, aber sonst tut er nicht viel. Und trotzdem: Wo immer ich mit Fans spreche, fragen sie nach Bossk. Weil wir alle die Bossk-Actionfigur im Kinderzimmer hatten. Wir alle kennen seinen Namen, dabei taucht der im Film nie auf. Das ist Krieg der Sterne in seiner ganzen Wirkungsmacht. Also: Demnächst kommt Bossk.
Zum Abschluss eine Frage, die Sie mit Sicherheit nicht beantworten können, aber ich riskiere es: Wir haben jetzt Mandalorianer, also wie stehen die Chancen auf einen Boba-Fett-Auftritt in ferner Zukunft?
Jepp, das ist die Art von Frage, zu der ich gar nichts sagen kann. Eines nach dem anderen. [lacht] Eine Attraktion nach der anderen, würde ich sagen.
Am kommenden Freitag werden die Mandalorianer ihren ersten Auftritt in The Clone Wars haben, in Folge 12 der zweiten Staffel: The Mandalore Plot. Grund genug für die offizielle Seite die Hintergründe für das Auftauchen der Krieger in einem Artikel näher zu beleuchten. Darin heißt es unter anderem:
"So hat sich George die Mandalorianer immer vorgestellt," erklärt der leitende Regisseur Dave Filoni. "Natürlich denken die Leute sofort an die einprägsame Fett-Rüstung, denn das ist alles, was wir für viele Jahre hatten. Sie ist geheimnisvoll und darauf haben wir Fans aufgebaut. Aber Boba und Jango Fett sind nicht unbedingt Vorzeige-Mandalorianer. Sie sind Kopfgeldjäger und Kriminelle - vollkommen unabhängig. Wenn man sich die alten Konzepte ansieht, waren die Mandalorianer eine Truppe von Superkommandoeinheiten. Aber erst jetzt werden wir das auf den Schirmen sehen. Sie sind in der Serie, weil wir ihre Kultur definieren und die Hintergründe dieser Kriegerfraktion ergründen wollen."
Einen weiteren Vorgeschmack gibt eine Videovorschau, die ebenfalls auf der offiziellen Seite zu finden ist.
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