
Laut Filoni bilden die Klonkriege die Kulisse für die Geschichte eines Kampfes, durch den sich die Republik in ein Imperium wandelte - er führte zum Bürgerkrieg, der der Galaxis schließlich die Freiheit brachte. "Hier geht es zwar nur um ein kleines Zeitfenster, aber die Ausmaße des Krieges - denn es handelt sich um einen galaktischen Krieg - haben ungeheure Dimensionen", sagt er. "Es passiert eine ganze Menge - Helden wie Schurken intrigieren und erleben Abenteuer. Das alles gehört zu der Geschichte, die uns vertraut ist, doch bisher hat sie immer nur den Hintergrund gebildet. Das wird jetzt anders."
Bei der Aufbereitung von "STAR WARS: THE CLONE WARS" für die Kinoleinwand ging es zunächst um den richtigen Einstieg. Die früheren Filme hatten sich auf die Skywalker-Saga beschränkt, doch mit "THE CLONE WARS" ergaben sich fast grenzenlose Optionen.
"Ein Krieg besteht natürlich immer aus einem Geflecht nie erzählter Geschichten", sagt "STAR WARS"-Schöpfer George Lucas. "Mich fasziniert immer wieder, wie einzelne Personen Ereignisse mit weitreichenden Konsequenzen auslösen, doch diese Betroffenen werden ständig vom Gesamteindruck, von den Ereignissen selbst in den Schatten gestellt. Wir wissen zwar, wie sich die Galaxis entwickelt, bekommen aber nie genau mit, wie das im Einzelnen tatsächlich passiert ist. Hinter der einen Story verbergen sich viele Storys."
Lucas ging bei der Fortführung der Filmserie, die Generationen von Fans unauslöschlich geprägt hat, von einem völlig neuen Ansatz aus: Er wollte eine unverwechselbare Optik schaffen, die sich zwar an das Konzept der bisherigen Filme anlehnt, trotzdem aber für den ersten animierten "STAR WARS"-Film einen ganz einzigartigen Look schafft.
"Den Fotorealismus wollten wir vermeiden", erklärt Lucas. "Wir animieren die Geschichte und wollten die Möglichkeiten dieser Technik voll ausschöpfen. Dadurch bekommt unser Denkansatz eine neue Richtung. Die Erzählstruktur verändert sich völlig und erlaubt uns Freiheiten, die bei einem Realfilm unmöglich wären."
In seiner Funktion als Executive Producer holte Lucas Dave Filoni als Regisseur an Bord - der hatte sich bereits mit zahlreichen Animationsprojekten wie "Avatar: The Last Airbender" (Avatar - Der Herr der Elemente) profiliert. Filoni ist ein eingefleischter Fan und ein wandelndes Lexikon des "STAR WARS"-Universums - es lag also auf der Hand, ihm die Regie anzuvertrauen.
"Schon als Kind träumte ich von ,STAR WARS- - mein Bruder und ich haben mit den Action-Figuren im Garten gespielt", berichtet Filoni. "Dass ich nun tatsächlich an einem ,STAR WARS--Film mitwirken darf, hätte ich mir allerdings in meinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. Daher ist es wunderbar, in dieser Welt, die ich so sehr liebe, nun arbeiten zu dürfen - noch dazu mit George Lucas. Und aus der Sicht des Fans ist mir auch die Verantwortung voll bewusst, diese Arbeit besonders gut zu machen."
Im Hinblick auf die ganz neue Geschichte und das Personal, das um wichtige Figuren erweitert wird, berichtet Filoni, dass sich "STAR WARS: THE CLONE WARS" nahtlos in die früheren Filme einfügt, der "STAR WARS"-Galaxis aber auch eine neue abenteuerliche, spannende Dimension eröffnet: "Eines war von vornherein klar: Wir müssen einen ,STAR WARS--Film liefern. Die Figuren sind deutlich stilisiert, während wir ihre Umgebung fast fotorealistisch zeigen - so schaffen wir genau jene Welten, die die Zuschauer von einem "STAR WARS"-Film erwarten und in die sie vollständig eintauchen können."
Was sind die Klonkriege-
"General Kenobi, vor Jahren haben Sie meinem Vater in den Klonkriegen gedient."
-
Prinzessin Leia, "STAR WARS: Episode IV - Eine neue Hoffnung"
In tausend Jahren hat es die Alte Republik unter der weisen Regierung des Senats und unter dem Schutz der Jedi-Ritter zu großem Wohlstand gebracht. Doch wie so oft, wenn Reichtum und Macht zu schnell erworben werden oder zu weit führen, nistete sich durch Habgier alsbald das Böse ein. Kommerzielle Interessen rückten in den Vordergrund, im Senat griff die Korruption um sich, und ein ehrgeiziger Politiker namens Palpatine wurde zum Obersten Kanzler gewählt. Viel beunruhigender war jedoch, dass eine gefährliche Legion wieder auftauchte, nachdem sie vor tausend Jahren angeblich verschwunden war: die Dunklen Lords der Sith.
Inmitten dieser turbulenten Ereignisse gründete Graf Dooku, ein charismatischer ehemaliger Jedi, die Bewegung der Separatisten. Er versprach eine Alternative zur außer Kontrolle geratenen Korruption und Habgier - und er überredete tausende von Welten, sich von der Republik loszusagen.
Dookus Anhänger wussten allerdings nicht, dass er selbst ein Dunkler Lord der Sith war und heimlich mit seinem mysteriösen Meister Darth Sidious zusammenarbeitete. Im Lauf der Jahre hatte Sidious eine unheilvolle Allianz mit den mächtigen Handelsgemeinschaften und ihren privaten Droidenarmeen gebildet, die allein schon durch ihre unübersehbare Zahl nicht aufzuhalten waren.
Schließlich lockte Graf Dooku die ahnungslosen Jedi auf dem Wüstenplaneten Geonosis in eine Falle. Was aber die Separatisten ihrerseits nicht wussten: Die Jedi hatten inzwischen eine eigene Geheimwaffe entdeckt: ein gewaltiges Klon-Heer, das die Republik vor Jahren heimlich in Dienst gestellt hatte. Die Jedi gewannen die Schlacht von Geonosis - doch die Freude über diesen Sieg hielt nicht lange an.
Statt den Jedi wieder zur Macht zu verhelfen, war Geonosis nur die erste Schlacht in einem verheerenden Krieg, der sich wie ein Buschfeuer in der Galaxis ausbreitete und tausende unterschiedliche Sternensysteme in Mitleidenschaft zog.
Das war der Beginn der Klonkriege.
Jetzt kämpfen die Jedi um ihre Freiheit und bemühen sich, in der Galaxis Frieden zu stiften, indem sie ihr Klon-Heer gegen die ungeheure Droidenarmee ins Feld führen. Auf hunderten von Planeten ringen die Jedi mit den Separatisten um die Zukunft der Galaxis. Während sich der schreckliche Konflikt ausweitet, werden Anakin Skywalker, Obi-Wan Kenobi, Ahsoka Tano und Padmé Amidala in die Wirren des Krieges hineingezogen- und gleichzeitig lassen Graf Dooku, Darth Sidious und Asajj Ventress nichts unversucht, um die Republik zu Fall zu bringen.
Das ist "STAR WARS: THE CLONE WARS".
Ein neues Design für die Galaxis
Nach wie vor ist alles lange her und weit, weit entfernt, doch die Welt der "CLONE WARS" geht weit über alles Bisherige hinaus
Die "STAR WARS"-Saga stellt eine Galaxis vor, die inzwischen zu den markantesten Welten der Filmgeschichte zählt - mit hohem Wiedererkennungswert. Durch ikonische Versatzstücke wie Lichtschwerter, Raumkreuzer, Kostüme, Droiden und Planeten entstand ein unverwechselbarer Look, der seit drei Jahrzehnten Generationen von Fans in seinen Bann zieht. Es war also eine ganz besondere Aufgabe für die Crews von Lucasfilm Animation, die "STAR WARS"-Ästhetik in ein völlig neues Format zu übersetzen.
"Wir nahmen uns vor, einen Film zu produzieren, wie es ihn im Animationsbereich noch nie gegeben hat", sagt Dave Filoni, der "STAR WARS: THE CLONE WARS" inszeniert hat. "Trotzdem halten wir uns eng an ,STAR WARS- und erweisen allem, was George Lucas geschaffen hat, unsere Reverenz. Das sagt sich so leicht, aber wir haben sehr lange gebraucht, um den Look, den Stil und die Atmosphäre eines animierten ,STAR WARS- zu entwickeln."