
Ian Abercrombie, der in The Clone Wars die Rolle des Palpatine spricht, verstarb leider am vergangenen Donnerstag im Alter von 77 Jahren.
Dave Filoni schrieb auf Facebook ein paar Worte zum Tod seines Freund und Kollegen...
Anfang vergangener Woche äußerte sich George Lucas im Rahmen seiner Red Tails-Interviewkampagne über seine Zukunftspläne. Ein Interview mit der New York Times beeindruckte viele von euch so dermaßen, dass unsere Postfächer seither mit Hinweisen überquellen. Weshalb? Schwer zu sagen. Hier die offenbar ungemein wichtige Aussage:
Ich gehe in Rente. Ich ziehe mich aus dem Filmgeschäft zurück, aus meinem Unternehmen, von all diesem Zeug.
Und hier die gleiche Aussage aus dem Jahr 1983:
Ich bin jetzt an einem Punkt angelangt, wo ich sagen kann: Na schön, ich gehe in Ruhestand. Denn jetzt habe ich wirklich die Mittel dazu.
Und die gleiche Aussage von 2005:
Im Grunde gehe ich schon in Rente. Ich habe meinen Teil getan und [...] werde mich von der Filmerei zurückziehen.
Hier das gleiche nochmal in Langform. Und die gleiche Aussage von 2006:
Ich bin bereits in einer Art Ruhestand. [...] Ich muss kein Geld mehr verdienen. Ich kann es einfach ausgeben. Ich nenne das Hobby-Filmemachen, wo man nur das macht, was man machen will, und man sich keine Gedanken darüber machen braucht, was irgendwer darüber denkt.
Und die gleiche Aussage nochmal von 2006:
Er bezeichnet sich als "Halbruheständler", verweist jedoch weiterhin auf seine Pläne, "kleine Filme esoterischer Natur" zu drehen, sobald seine anderen Projekte fertig sind.
Und, verklausuliert, gab's das Ganze noch einmal 2008:
Ich kann ein halbes Dutzend Filme wie THX machen. Ich werde alles verlieren, was ich investiere. Aber ich kann dabei viel Spaß haben.
Heißt das nun, George Lucas geht gar nicht in Ruhestand? Nein. Es heißt nur, dass er eigentlich schon seit 1983 im Ruhestand ist und seither tut, was immer er will, beispielsweise Regie führen bei einer Prequeltrilogie. Oder Produktionsleitungsaufgaben bei Young Indy, Red Tails, Indy 4, etc. pp. Dieser Stand ist also nicht neu und insofern relativ bedeutungslos. Wenn er nun behauptet, Lucasfilm hinter sich zu lassen, ist das zwar eine neue Sprechblase, aber inwieweit die glaubhaft ist, bleibt abzuwarten. Bislang war immer nur heiße Luft dahinter. Die realistischste Version der Ruhestandserklärung ist insofern die von 1983:
Im Moment glaubt mir keiner, dass ich es ernstmeine, vor allem Francis [Ford Coppola] nicht. Er will nicht akzeptieren, dass ich Schluss machen werde. Schluss... Ruhestand...
Alle denken, ich will mein Leben von nun an in Hawaii verbringen. Will ich nicht. Ich steige gerade ins Spielzeuggeschäft ein. Ich mache meine experimentellen Filme. Und gleichzeitig werde ich die Produktionsleitung der Krieg der Sterne-Fortsetzungen übernehmen, was im Grunde nur meine Methode ist, meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Aber zur selben Zeit werde ich einige Projekte zum Abschluss bringen, die ich schon gestartet habe. Und wer weiß? Vielleicht passiert eines Tages etwas, und ich führe wieder Regie, aber ich denke, ich kann als Produktionsleiter viel effektiver sein.
Jepp, seine esoterischen Filme waren damals schon ein Thema, und bislang ist immer noch nichts daraus geworden. Wenn George Lucas also überraschen will, dann bitte mit der Ankündigung, dass ihre Produktion tatsächlich begonnen hat. Das wäre dann wirklich ein Zeichen für sein Ruhestandsverständnis. Alles darunter ist Schnee von vorvorgestern.
Beenden wir das Drama also mit einer klugen Beobachtung von Lucas' Busenfreund Steven Spielberg:
Jedesmal, wenn George einen Film macht, spricht er über den Ruhestand und dass er nie wieder arbeiten will. Aber sobald er damit fertig ist, plant er schon sein nächstes Werk. Ich kann mir vorstellen, dass er Lucasfilm leiten und drei, vier oder fünf Kinofilme im Jahr machen wird, und eines Tages wird er zurückkommen und Regie führen, denn da gehört er meiner Meinung nach hin. Sein Schicksal ist hinter der Kamera.
Amen.
Bob Anderson ist tot. Der legendäre Fechtmeister Hollywoods starb gestern im Alter von 89 Jahren.
Seine Karriere als Fechter führte ihn 1952 zu den Olympischen Spielen in Helsinki, wo er mit der britischen Mannschaft ins Viertelfinale einzog. Im Folgejahr wurde er nach Hollywood berufen, um dem größten Schwertkämpfer der Filmschmiede - Errol Flynn - bei der Arbeit an Der Freibeuter unter die Arme zu greifen.
Neben seinen Einsätzen als Stuntman in Filmen wie Liebesgrüße aus Moskau und Superman II, machte sich Anderson über die Jahre einen Namen als unangefochtene Instanz, wann immer die Filmfabrik nach aufwendigen Duellen verlangte. Nach seiner Arbeit als Fechtmeister bei Stanley Kubricks Barry Lyndon, war es seine Rolle als Meister der Lichtschwerter in Krieg der Sterne, die Anderson nicht nur zu enormer Popularität verhalf, sondern auch die Kunst des Schwertkampfs nach Hollywood zurücktrug. In der Folge wirkte Anderson, der in Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter als Darth Vader mit Mark Hamills Luke Skywalker die Klingen kreuzte, als Fechtmeister an Filmen wie Highlander, Die Braut des Prinzen und Die Maske des Zorro mit, bevor er Anfang des Jahrtausends die kämpferische Ausgestaltung von Peter Jacksons Herr der Ringe-Filmen übernahm und Johhny Depp, Keira Knightley und Orlando Bloom für Fluch der Karibik in Duellform brachte.
Noch wenige Wochen vor seinem Tod war er als Fechtmeister bei der Verfilmung von Der kleine Hobbit im Einsatz.
Am Sonntagmorgen gegen 4 Uhr Ortszeit starb Bob Anderson friedlich in einem britischen Krankenhaus.
Während uns Prinzessin Leia auf ewig in altersloser Schönheit erhalten bleibt, begeht ihr Alter-Ego Carrie Fisher heute bereits ihren 55. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!
Zur Schnapszahl blicken wir mit ihren Worten zurück auf den Anbeginn der Zeit, den 25. Mai 1977:
Tage, die die Welt veränderten
Ein Blick zurück auf einige der entscheidensten Augenblicke der WeltgeschichteMontag, 31. März 2003Die Ankunft der Jedi
Der Film sollte eigentlich nicht tun, was er dann tat - nichts auf der Welt sollte das schaffen. Von Filmen dachte man damals, dass sie auf der Kinoleinwand bleiben sollten, zweidimensional, riesig und farbenfroh, dass sie einen vorne mit dem Schwung ihrer Geschichte einfangen und einen hinterher wieder ins normale Leben entlassen würden. Nicht so dieser Film. Krieg der Sterne strömte aus dem Kino, floss von der Leinwand herab und traf viele Leute mitten ins Herz, sodass Talismane und Artefakte notwendig wurden, Sammlerartikel und Fortsetzungen.
von Carrie Fisher

Doch ich wurde gebeten, über jenen ersten Tag zu schreiben. Und der war verblüffend. Der Film erhielt schwindelerregend viel Aufmerksamkeit, was gleichermaßen aufregend wie beunruhigend war. Wir Drei - Harrison Ford, Mark Hamill und ich - waren völlig nervös und hangelten uns von Fernsehinterview zu Fernsehinterview (was ungefähr so war wie ein LSD-Trip, nur mit leicht weniger gruseliger Staffage), und den ganzen Tag über versuchten wir, George Lucas' Botschaft zu verbreiten und die Zuschauer dazu zu bringen, sich an seinem "Sternenkrieg" zu beteiligen. Harrison war das offensichtlich fähigste Aushängeschild dieses Projekts, während Mark und ich noch verzweifelt versuchten, uns an diese neue Erfahrung zu gewöhnen. Schließlich waren wir noch auf der Suche nach uns selbst und mussten, vor aller Augen, unser öffentliches Gesicht, unsere nie zuvor gezeigte Seite entwickeln und auf Sendung lernen, uns entsprechend zu präsentieren. Die Aufmerksamkeit, die wir weckten, gefiel uns allerdings, aber welchem grünen Schauspieler wäre das anders gegangen. Natürlich verhielt sich Harrison vielleicht etwas reifer, aber ich bekam davon als von sich selbst völlig verzauberte 20jährige nicht viel mit, während er mit 34 praktisch über Nacht zur Ikone reifte. Wir jedenfalls kicherten viel, rannten vor Fans davon, die uns verfolgten, und waren vor allem verblüfft. Ein Schreiner, ein Fernsehschauspieler und die Tochter eines Filmstars hatten sich urplötzlich in 3 der neuen Fab Four verwandelt, wobei George Lucas unser John war. Den Rest kann man sich selbst zusammenpuzzlen.

In die Annalen ging der 25. Mai 1977 als Starttag ein, aber die lautstarke Ankunft des Todessterns hatte sich schon Tage zuvor angekündigt. Der Film lief nicht einfach nur in den Kinos an, er löste ein Erdbeben aus. Je näher wir dem Starttermin rückten, desto lauter wurden die Warnsignale, die - ähnlich einer Hundepfeife - für das menschliche Ohr nicht hörbar waren, aber von Sci-Fi-Geeks überall aufgenommen wurden und für quasi-elektrische Spannung in der Atmosphäre sorgten. In den Kinos hörte man es knistern, über meinem Kopf summte es. Ich weiß nicht genau, wie es anfing, aber plötzlich war es allgegenwärtig. Die ersten, die die Zeichen der Zeit erkannten, waren die Angehörigen des neuen Geek-Ordens, der aus begeisterten Jugendlichen mit Schlafsäcken bestand. "Es" nahte, und sie wollten dabei sein, wenn "es" einschlug, wollten in der Dunkelheit sitzen, während sich Licht und Schatten der Raumkämpfe in ihren gebannt leuchtenden Augen spiegelte. Und sie kamen wieder und wieder und immer wieder. Als ich in Westhood mit dem Auto unterwegs war, kam ich mindestens an einer Menschenschlange vorbei, und nur eben so konnte ich mich davon abhalten, laut hinauszuschreien: "Ja! Ich bin Prinzessin Leia Organa und zu euch gekommen, um euch Alles zu enthüllen!" Was ich ihnen enthüllen wollte? Ich weiß es nicht, also hielt ich den Mund. Und starrte sie voller Verwunderung an und fragte mich, was es letztlich bedeuten sollte. Und wenn heute ein alter Mann von etwa 43 Jahren schüchtern auf mich zukommt und mir beichtet, dass er als kleiner Junge in mich verliebt war, weiß ich beinahe eine Antwort darauf.
Friedrich Schoenfelder ist tot. Der erfolgreiche Bühnen- und Filmschauspieler, der sich als deutsche Stimme Gouverneur Tarkins auch im Krieg der Sterne ein Denkmal setzte, starb vorgestern im Alter von 94 Jahren in Berlin.
Schoenfelder wurde am 17. Oktober 1916 in Sorau in der Niederlausitz geboren. Er besuchte die Schauspielschule des Preußischen Staatstheaters in Berlin und lernte sein Handwerk von der Regilegende Gustaf Gründgens. 1936 schnupperte er in Berlin erstmals Bühnenluft. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte er an großen Bühnen in Stuttgart, Göttingen und Frankfurt und kehrte auch regelmäßig auf die Berliner Bühnen zurück. Während er zunächst auf, wie er fand, langweilige Shakespeare-Schönlinge festgelegt blieb, fand er sein Paradestück schließlich in My Fair Lady, in dem er über 1000 Mal zunächst als Oberst Pickering und später in der männnlichen Hauptrolle des Professor Higgins zu sehen war.
Daneben spielte er in über 140 Filmen mit und lieh als Synchronsprecher zahlreichen Leinwandlegenden seine Stimme, darunter Henry Fonda, John Gielgud, James Mason, Rex Harrison, Vincent Price, David Niven, Michael Gough, Peter O'Toole, Peter Sellers, Paul Newman, Alec Guinness und natürlich Peter Cushing in über 400 Filmen seine Stimme. Das Synchronatelier wurde ihm, so meinte er, zu einem zweiten Zuhause. 2006 würdigten seine Kollegen sein Engagement mit dem Deutschen Preis für Synchron für sein herausragendes Gesamtschaffen.
Am Sonntagabend ist Schoenfelder im Kreise seiner Familie gestorben.
Wie die US-Filmakademie gestern bekannt gab, wird James Earl Jones, der legendären Stimme von Darth Vader, in diesem Jahr ein Ehrenoscar verliehen:
Sein Filmdebüt gab Jones 1964 in Stanley Kubricks Dr. Seltsam, oder wie ich lernte, die Bombe zu lieben. 1970 wurde er für seine Rolle als Boxer Jack Jeferson in Die große, weiße Hoffnung für einen Oscar nominiert. Insgesamt war Jones in über 50 Kinofilmen zu sehen, darunter Claudine, Conan, der Barbar, Feld der Träume, Der Prinz aus Zamunda und als Vizeadmiral James Greer in Jagd auf 'Roter Oktober', Die Stunde der Patrioten und Das Kartell. Außerdem lieh Jones einigen der bekanntesten Figuren der Filmgeschichte seine Stimme, darunter Darth Vader in der Krieg der Sterne-Trilogie und Mufasa in König der Löwen.
Die Preisverleihung findet am 12. November in Hollywood statt. Neben Jones erhalten auch Oprah Winfrey und der legendäre Maskenbildner Dick Smith (Der Pate, Taxi Driver, Der Exorzist) einen Ehrenoscar. Daneben werden bei der Veranstaltung der Jean-Hersholt-Preis für humanitäre Verdienste und der Irving-G.-Thalberg-Gedenkpreis für außergewöhnliche filmische Leistungen vergeben. Letzteren Preis verlieh die Akademie George Lucas im Jahre 1992.
Der letzte - und bislang einzige - Krieg der Sterne-Schauspieler, der mit einem Ehrenoscar ausgezeichnet wurde, war 1979 Sir Alec Guinness.
Zur anstehenden Con-Saison in den Vereinigten Staaten hat sich Kaley Cuoco, aka. Penny aus der Big Bang Theory, etwas Zeit genommen, um Mit-Fanettes eindringlich davor zu warnen, sich für ihren Con-Auftritt einfach ins nächste Leia-Sklavenkostüm zu werfen:
Als zusätzlichen Punkt hätte sie natürlich auch noch anmerken können, dass statistisch gesehen nur einer von zehn Sklaven-Leias pro Con das Kostüm auch wirklich steht, aber das ist eine andere Geschichte... ;-)
Alternative Kostümideen findet ihr auf Padawan's Guide und an vielen anderen Stellen im Netz. :-)
Der heutige Sonntag bietet keine interessanten Berichte aus der Gegenwart, also wenden wir unseren Blick einmal mehr der Vergangenheit zu. Hier ein Artikel der New York Times zum 10. Geburtstag der Saga im Mai 1987:

Krieg der Sterne feiert seinen 10. Geburtstag und Lucas blickt zurück
von Aljean Harmetz21. Mai 1987Hollywood, 20. Mai - Genau vor einem Jahrzehnt durchsegelte der Rasende Falke erstmals den Himmel des Galaktischen Imperiums und veränderte damit die Filmindustrie.
Am 25. Mai 1977, dem Mittwoch vor dem Memorial Day-Wochenende, kam Krieg der Sterne in die Kinos und wurde zum erfolgreichsten Film in der Geschichte des Kinos. Die Saga von Luke Skywalker, Han Solo, Obi-Wan Kenobi und Darth Vader spielte allein in Nordamerika 400 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein. Der Weiße Hai lag mit 125 Millionen US-Dollar auf Platz 2.
Der nie dagewesene Erfolg jenes Films von vor langer Zeit aus einer weit entfernten Galaxis veränderte die Einstellung Hollywoods zu Science-Fiction-Projekten grundlegend, erschuf den Sommerkassenschlager, brachte die symphonische Musik zurück in die Welt des Films, erweiterte die Grenzen der Spezialeffekte, trug zur Welle von Filmen für Jugendliche in den letzten 8 Jahren bei, gab dem Ton eine neue Wertigkeit, erschuf einen Mythos der Populärkultur und machte Sammelartikel der Figuren eines Films so wichtig wie den Film selbst.
Und der Film machte aus einem zurückhaltenden 33 Jahre alten Regisseur aus dem sonnendurchfluteten Längstal Kaliforniens zu einem Filmmogul.
Wenn er nun, 10 Jahre später, zurückblickt, erinnert sich George Lucas noch genau, welche Hoffnungen er mit seinem Film verband: Dass Krieg der Sterne genug Geld einspielen würde, um eine Fortsetzung zu drehen. Krieg der Sterne war in Wahrheit "Episode IV: Neue Hoffnung" einer neunteiligen Filmsaga, die seit Jahren vor seinem geistigen Auge ablief.Irdische Heimstätte
Was damals passiert, zwar "ziemlich beeindruckend", meint er in seiner langsamen, umsichtigen Sprechweise. Wir riefen ihn auf der Skywalker-Ranch an, seiner 1200 Hektar umfassenden Filmproduktionszentrale im Nordkalifornien: 1200 Hektar aufgeforsteter Redwood-Haine, Wiesen voller Wildblumen und modernster Nachbearbeitungsausrüstung. In der Woche zuvor war Lucas in London gewesen, zwei Tage später sollte er wieder dorthin unterwegs sein.
Seit er die Arbeit an seiner Krieg der Sterne-Trilogie 1983 mit Die Rückkehr der Jedi-Ritter beendet hat, setzt er seinen Ruf und seine finanziellen Möglichkeiten für die Filme anderer Künstler ein (Howard - ein tierischer Held), wenn er nicht mit Steven Spielberg zusammenarbeitet (Indiana Jones). In London produziert er aktuell Willow, sein ganz persönliches Märchen voller Elfen, Feen und Kobolde - ein neuer Blick auf das Gut-gegen-Böse-Thema und die Frage persönlicher Verantwortung, die aus seiner Sicht die Essenz seines Kriegs der Sterne ausmachten.
"Die zugrunde liegenden Themen, die psychologischen Motive, in all meinen Filmen waren stets identisch.", erklärt er. "Persönliche Verantwortug und Freundschaft, die Bedeutung eines von Mitgefühl und nicht von Leidenschaften beherrschten Lebens."
Für ihn beruht der Erfolg von Krieg der Sterne auf der Kombination von "klassischen Themen, die auf innovative Weise neu erzählt werden". Lucasfilm hat auf dem Gebiet der Filmschnitttechnologie neue Standards gesetzt und ein neues Tonsystem für Kinos entwickelt. Industrial Light and Magic, Lucasfilms Tochterunternehmen für Spezialeffekte, hat die Welt der visuellen Effekte revolutioniert. "Film ist ein äußerst technisches Medium.", meint Lucas. "Neue Technologien - egal ob wir nun über neues Filmmaterial, elektronische Schnitttechnik oder Spezialeffekte sprechen - verbessert die zur Verfügung stehenden Werkzeuge und erweitert das Vokabular der Filmschaffenden. Aber diese Aspekte allein machen noch keinen erfolgreichen Film aus. Ein Film ist keine Frage der Technik, sondern der Ideen."Ein Phänomen für Jungs
Die Krieg der Sterne-Trilogie hat über 1,2 Milliarden US-Dollar an Erlösen aus dem Kartenverkauf erwirtschaftet. Bücher, Spielzeug, Bettwäsche, T-Shirts, Plakate und Pausenbrotboxen im Wert von 1,5 Milliarden US-Dollar wurden verkauft. E.T. - Der Außerirdische mag Krieg der Sterne den Rang als erfolgreichster Film aller Zeiten abgelaufen haben, doch Howard Roffman, dem Vizepräsident von Lucasfilms Lizenzabteilung, zufolge ist und bleibt George Lucas' Trilogie das erfolgreichste Spielzeugphänomen für Jungs.
Krieg der Sterne hat die Einsicht, die den Weißen Hai zwei Jahre vorher so erfolgreich machte, verinnerlicht. Teenager und junge Erwachsene sehen sich einen Film, der sie in befriedigendem Maße begeisterte, wieder und wieder an. Krieg der Sterne verband dies allerdings mit einer neuen Lektion: Dass ein unglaublich erfolgreicher Film keine Stars brauchte und auch nicht auf einer bereits bekannten Geschichte beruhen musste. Der Weiße Hai und Der Exorzist, die einzigen echten Rivalen des Films, basierten beide auf Romanbestsellern. E.T. - Der Außerirdische und Jäger des verlorenen Schatzes entsprangen nach Krieg der Sterne hingegen allein der Vorstellungskraft und Erzähltechnik von Steven Spielberg und George Lucas.
Zudem stellte Krieg der Sterne die Binsenweisheit in Frage, wonach Science-Fiction-Filme nur ein begrenztes Publikum ansprächen. George Lucas überwand diese Grenze, indem er den Mythos und die Figuren des Westerns, eines sterbenden Genres, aufnahm und sie in den Weltraum verpflanzte.
"George Lucas hat faktisch gesehen den Sommeranfang um zwei Wochen vorverlegt, von Mitte Juni auf Ende Mai.", meint Tom Sherak, Vertriebspräsident von 20th Century-Fox. "Der Mittwoch vor dem Memorial Day-Wochenende heißt inzwischen George-Lucas-Tag." In diesem Jahr schickte Paramount am George-Lucas-Tag seinen Film Beverly Hills Cop II ins Rennen.Kosmische Folgen
War der Einfluss von Krieg der Sterne auf die Filmindustrie schon gigantisch, waren seine finanziellen Auswirkungen auf Lucas selbst geradezu kosmisch. Die Einnahmen aus Krieg der Sterne ermöglichten es ihm, Das Imperium schlägt zurück persönlich zu finanzieren und sich mit den Einnahmen aus diesem Film die Skywalker-Ranch und sein Filmtechnologieimperium aufzubauen sowie ein Privatvermögen in Höhe von etwa 50 Millionen US-Dollar anzuhäufen - dessen Großteil er seither im Zuge der Scheidung von seiner langjährigen Ehefrau wieder verlor.
Während die Macht und Darth Vader als Kode für Gut und Böse in die Alltagssprache eingingen, fand sich Lucas immer häufiger im Visier von Fans und Fanatikern wieder bis er - der bereits zuvor eher ein Einzelgänger gewesen war - fast vollständig zum Einsiedler wurde.
"Mit dieser Art von Erfolg umzugehen, ist sehr schwierig und wirkt sich auf das Privatleben äußerst zerstörerisch aus.", berichtet der inzwischen 43 Jahre alte Lucas. "Es hat mich acht Jahre und eine Menge kreativer Energie und emotionales Engagement gekostet, die Filme fertigzustellen. Dann kam die Scheidung. Eine Scheidung ist eine schwierige Angelegenheit, finanziell genauso wie emotional. Die Scheidung hat mich mehrere Jahre lang ins Schleudern gebracht."
Dieses Schleudern überwand er schließlich, indem er einfach etwas reifer wurde. "Ich bin jetzt älter. Das bedeutet eine Menge. Und ich bin ein wenig weiser geworden. Mit dem Alter wird man entspannter. Wenn man 40 wird, überschreitet man eine Schwelle. Danach lernt man, sein Leben hinzunehmen und zur Ruhe zu kommen. Man kämpft nicht mehr so stark dagegen an."Perverse Befriedigung
Universal, das Lucas' American Graffiti produziert und davon profitiert hatte, und United Artists lehnten Krieg der Sterne ab, bevor Alan Ladd Jr. den Verwaltungsrat der 20th Century-Fox überzeugte, 9 Millionen US-Dollar auf einen Science-Fiction-Film zu setzen. "Wenn ich jetzt darauf zurückblicke, verschafft mir das eine quasi-perverse Befriedigung.", erzählt Lucas heute.
Ladd, der inzwischen als Vorsitzender von MGM arbeitet, schloss in dieser Woche einen Vertriebsvertrag für Willow ab, bei dem Ron Howard Regie führen und den Lucas persönlich finanzieren wird. Von Ein Sommernachtstraum, in dem Mickey Rooney 1935 als Puck zu sehen war, bis hin zu Ridley Scotts Legende und Jim Hensons Reise ins Labyrinth 1986 haben Märchen kommerziell nie Erfolg gehabt.
"Vor 15 Jahren kam mir die Idee für den Film.", berichtet Lucas über Willow, einen Film, den er "nicht als Film über Höhlenmenschen oder Ritter in strahlender Rüstung, sondern als Film, der vor Christi Geburt auf der Erde spielt" beschreibt. Die Technologie ist endlich so weit, ihm die Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, die er für die Verwirklichung dieses Projekts benötigt.
Was die nächsten sechs Teile von Krieg der Sterne betrifft, erklärt er: "Die Geschichte spukt mir ständig im Kopf herum. Ich verändere sie ständig, um sie für mich selbst interessanter zu machen und Aspekte und Details einzufügen, die mich begeistern."
Die Verleihung der 83. Academy Awards ist vorüber, und Natalie Portman hat - wie inzwischen sicher jeder weiß - den Oscar als Beste Hauptdarstellerin gewonnen. Gratulation!
Neben ihr waren aber noch eine Reihe weiterer Krieg der Sterne-Veteranen im Rennen um einen Goldjungen, also schauen wir doch mal, wie es für sie so lief.
Beginnen wir mit den technischen Kategorien. ILM ging für die Arbeit an Iron Man 2 in der Kategorie "Beste visuelle Effekte" ins Oscarrennen, musste sich allerdings den Kollegen von Inception geschlagen geben.
Skywalker Sound war gleich viermal nominiert: Doppelt in der Kategorie "Bester Tonschnitt" für Toy Story 3 und Tron Legacy und ebenfalls doppelt für die "Beste Tonmischung" mit Inception und The Social Network. Beim Oscar für den Besten Tonschnitt gingen die Skywalkers leer aus, bei der Besten Tonmischung konnten sich die Skywalker-Sound-Mitarbeiter Lora Hirschberg, Gary Rizzo (Angriff der Klonkrieger) und Ed Novick für Inception aber durchsetzen.

Und damit weiter zu den Krieg der Sterne-Veteranen mit Oscarhoffnungen: David Fincher (Die Rückkehr der Jedi-Ritter) war für The Social Network als Bester Regisseur nominiert. Der Oscar ging hier an Tom Hooper (The King's Speech). Besser lief es für die Masken-Veteranen Rick Baker (Krieg der Sterne - Neue Hoffnung) und Dave Elsey (Die Rache der Sith), die für ihre Leistungen als Maskenbildner bei The Wolfman ins Rennen gingen und bravourös gewannen.
Und schließlich und endlich gab es auch noch zwei Oscars für die Pixarproduktion Toy Story 3, die sich - zugegebenermaßen etwas indirekt - auch als verlängerte Lucasfilm-Oscars lesen lassen könnten. Wenn man das denn wollte. ;-)
Eine Komplettauflistung aller Oscar-Preisträger findet ihr bei der Internet Movie Database.
Bei der diesjährigen Verleihung der britischen Oscars wird Sir Christopher Lee am kommenden Sonntag von der britischen Filmakademie für sein Lebenswerk geehrt:
Bei der Verleihung der Orange British Academy Film Awards im Königlichen Opernhaus in London wird Sir Christopher Lee mit dem Ehrenpreis der Akademie, der Academy Fellowship, ausgezeichnet.
Der Preis wird jährlich von der Akademie vergeben und ist die höchste Auszeichnung, die in Anerkennung herausragender Verdienste um die Filmkunst verliehen wird. Unter den früheren Preisträgern finden sich Namen wie Charlie Chaplin, Alfred Hitchcock, Steven Spielberg, Sean Connery, Elizabeth Taylor, Julie Christie, John Barry, Stanley Kubrick, Anthony Hopkins, Terry Gilliam und Judi Dench. Im vergangenen Jahr ging die Auszeichnung an Vanessa Redgrave.
Der Vorsitzende der Akademie Tim Corrie erklärte: "Ich freue mich außerordentlich, dass die Akademie Sir Christopher Lee in dieser Weise anerkennt. Er unterhält mich seit vielen Jahren und gilt auf der ganzen Welt als eine Bastion britischen Filmschaffens."
Sir Christopher Lee äußerte sich überrascht: "Es ist für mich eine sehr unerwartete, aber große Ehre, mich in solch einer erlesenen Gesellschaft wiederzufinden und den Ehrenpreis zu erhalten."
Sir Christopher Lee wurde 2009 für seine Leistungen auf dem Gebiet der Schauspielkunst und sein wohltätiges Engagement zum Ritter geschlagen und hat in annähernd 200 Filmen mitgewirkt. Bekannnt wurde er in den 1950er Jahren als Frankensteins Ungeheuer, später in der Titelrolle des Dracula in zwei hochklassigen Hammer-Horrorfilmen. In seiner 8 Jahrzehnte umspannenden Karriere spielte er in Billy Wilders Das Privatleben des Sherlock Holmes den Mycroft Holmes, Lord Summerisle im Kultklassiker The Wicker Man, Scaramanga in Der Mann mit dem goldenen Colt und in Jinnah den Gründer Pakistans.
Einem neuen Publikum wurde er als Saruman in der preisgekrönten Herr der Ringe-Trilogie und Graf Dooku in den Krieg der Sterne-Prequels bekannt. Außerdem arbeitete er wiederholt mit Tim Burton zusammen, so unter anderem in Charlie und die Schokoladenfabrik und als Synchronsprecher in Alice im Wunderland und Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche.
Aktuell arbeitet Sir Christopher Lee an Martin Scorseses mit Spannung erwartetem Film Hugo Cabret an der Seite von Jude Law, Chloe Moretz und Sacha Baron Cohen.
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