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Produktion aktuell ausgesetzt, Drehbücher liegen vor (Stand Mai 2010) |
Ausstrahlung: |
ursprünglich geplant ab 2012 (Stand September 2009) |
Geplanter Umfang: |
100 Folgen |
Seit der Disney-Übernahme ist es komplett ruhig um die seit mehreren Jahren auf Eis gelegte Realserie geworden, aber nun deutet sich eine mögliche Realisierung durch den Disney-Sender ABC an. Entertainment Weekly berichtet exklusiv wie folgt:
ABCs Unterhaltungschef Paul Lee sagt, er werde sich die „Star Wars“-Realserie ansehen, nun da Disneys Übernahme von Lucasfilm abgeschlossen ist.
„Wir fänden es toll, etwas mit Lucasfilm zu machen, wir wissen momentan nur noch nicht was“, sagte Lee gegenüber EW. „Wir haben uns mit ihnen noch nicht zusammengesetzt. Wir sehen uns die Realserie an, wir sehen uns alles an und schauen, was für uns richtig ist. Wir konnten mit ihnen noch nicht darüber reden, bis die Übernahme abgeschlossen war, und das ist erst kürzlich passiert. [Die Realserie] wird definitiv ein Teil des Gesprächs sein.“
Selbst viele Hollywood-Insider wissen nicht, dass seit einigen Jahren eine „Star Wars“-Realserie im Regal schlummert. Das Projekt wurde vom langjährigen Produzenten Rick McCallum in Auftrag gegeben, der Autoren wie Ron Moore („Battlestar Galactica“) an Bord holte und sie zur Verschwiegenheit hinsichtlich der Handlung verpflichtete. 50 Drehbücher wurden geschrieben. McCallum nannte sie einmal das „provokativste und mutigste Material, das wir je gemacht haben“.
Und dann passierte… nichts.
Die Drehbücher sammelten Staub an, der Umfang der Produktion und die Vielzahl der für die Serie notwenigen Spezialeffekte waren zu kostspielig fürs Fernsehen. Der Präsident eines Premium-Kabelsenders erzählte mir letzten Sommer, dass das Projekt einfach keinen finanziellen Sinn gemacht habe. Der am ehesten zulässige Vergleich wäre HBOs „Game of Thrones“, wobei HBO dabei allerdings die Kontrolle über einen großen Teil des „Thrones“-Imperium in die Hand bekam, darunter die DVD-Auswertung und den internationalen Vertrieb, wodurch die hohen Produktionskosten wieder aufgefangen werden konnten. Das Budget einer Folge der „Star Wars“-Serie läge hingegen bei 5 Millionen US-Dollar, wobei Lucasfilm alle Rechte behalten hätte.
Jetzt aber hat Disney Lucasfilm für 4 Milliarden US-Dollar gekauft und Disney verfügt über mehr als nur ein paar Fernsehsender. Die Finanzierung einer teuren Fernsehsendung ist leichter zu handhaben, wenn die Lizenzgebühren und andere Einnahmen in der Familie bleiben. Eine „Star Wars“-Fernsehserie ist bereits für den Kindersender Disney XD in Arbeit. Cartoon Networks beliebte und innovative Animationsserie „The Clone Wars“ wird wohl zu Disney XD wechseln, nachdem der Vertrag mit Cartoon Network ausgelaufen ist. Könnte also auch die Realserie das Licht der Welt erblicken? Eine schwierige Frage, da ein neuer „Star Wars“-Film für 2015 geplant ist. Vorsichtige Markeninhaber wollen manchmal keine Real-Fernsehserie parallel zu ihren Kinofilmen haben – so wie Warner Bros. keine Batman-Serien wollte, während die Nolan-Trilogie gemacht wurde.
Lee sagte, er sei sich nicht sicher, ob das Projekt noch realisierbar sei. "Viel wird von den Lucasfilm-Marken abhängen und davon, wie damit gearbeitet werden soll", erklärte er. "Mit Marvel sind wir an diesem besonderen Punkt angelangt, wo wir im Marvel-Universum drinstecken und relevantes Material produzieren, ohne allerdings direkt mit den Avengers zu arbeiten. Stattdessen konzentrieren wir uns auf S.H.I.E.L.D. und damit einen Teil der Avengers. Vielleicht wäre es auch [beim Umgang mit dem „Star Wars“-Universum] sinnvoll, eher indirekt als direkt damit zu arbeiten."
Aus verschiedenen Quellen heißt es, die Realserie drehe sich um die Geschichte rivalisierender Familien, die miteinander um die Kontrolle über die zwielichtige Unterseite des „Star Wars“-Universums ringen und um die Menschen, die auf der unterirdischen Ebene und in den Lüftungsschächten des Stadtplaneten Coruscant (der mit einer einzigen großen Metropole überzogenen Heimatwelt des Imperiums) leben. Die Hauptfigur könnte ein Kopfgeldjäger sein. Die Serie soll zwischen der klassischen und der Prequel-Trilogie spielen, einer Zeit, die alle möglichen Gastauftritte bekannter Figuren aus dem „Star Wars“-Universum denkbar machen würde.
Von einem Spitzenteam aus Konzeptzeichnern und Designern, die über ein Jahr im Designstudio im dritten Stock des Haupthauses auf George Lucas' Skywalker-Ranch arbeiteten wurden umfangreiche Zeichnungen und Bilder erstellt, darunter Figurenkonzepte, Kostümskizzen und Kulissenpläne. McCallum und Lucas waren eng in die Projektentwicklung einbezogen.
Wenn all das seltsam vertraut wirkt, mag es daran liegen, dass diese Beschreibung der des anstehenden „Star Wars“-Videospiels 1313 ähnelt. Verschiedene Quellen erklären dazu, Handlung- und Designaspekte des TV-Projekts seien bei der Entwicklung des Spiels verwendet worden. Wer also wissen will, wie die Realserie einst aussehen soll, sollte sich die Zeichnungen zu 1313 ansehen. Gleichzeitig könnte dieses kreative Recycling die Chancen der Serie erhöhen, da Hollywood nicht dafür bekannt ist, Mischprojekten aus Videospielen und Filmen aus dem Weg zu gehen.
Ein Hinweis noch zum Schluss: Erst vor wenigen Wochen hat Entertainment Weekly mit falschen oder zumindest unsauberen Recherchen rund um die Sequels für Aufsehen gesorgt (wir berichteten hier). Dies mag hier anders sein - der bislang noch nie genannte Name Ron Moore deutet auf eigene Quellen hin -, aber gerade das Thema Handlung und 1313-Verknüpfung sollte mit Vorsicht betrachtet werden, da derartige Gerüchte und Vermutungen schon seit der Ankündigung des Spiels durchs Netz geistern und EW in der Vergangenheit nicht davor zurückgeschreckt hat, spekulative Artikel zu Quellen hochzustilisieren.
Davon einmal abgesehen machen die Aussagen des ABC-Verantwortlichen zum ersten Mal seit Jahren Hoffnung in Sachen Realserie. :-)
Die Celebration VI konnte einen außergewöhnlichen Gast begrüßen: Ian McDiarmid, der den Convention-Betrieb für gewöhnlich meidet und sogar dafür bekannt ist, gelegentlich vor foto- und autogrammsuchenden Fans die Flucht zu ergreifen. An Krieg der Sterne liegt das allerdings offenbar nicht, denn wie er in Florida erklärte, sei er durchaus bereit, noch einmal in seine finsterste Rolle ("Es gibt Schwarz und Weiß, und Sidious ist der Schwarzeste von allen.") zurückzukehren:
McDiarmid kam darauf zu sprechen, dass die digitale Filmproduktion unerschwinglich teuer und widersinnig sei. Das sei auch der Grund, weshalb Lucas die Realserie verschoben habe: Sie sei einfach zu teuer. Auf eine Fanfrage erklärte er später, er wäre bereit, in einer derartigen Serie aufzutreten. Wenn er noch am Leben sei und Palpatine im Drehbuch stünde, würde er nur sehr ungern jemand anderen in seiner Rolle sehen.
Eine nette Anekdote gab er auch noch zum Besten: Selbst er habe zunächst nicht gewusst, dass er gleichzeitig Palpatine und Darth Sidious spielte, sondern geglaubt, es handle sich bei den beiden um zwei verschiedene Figuren. Neben ihm habe dieser Punkt allerdings auch seine Kollegen irritiert.
Von zahllosen Fans mal ganz zu schweigen.
Den of Geek hatte die Gelegenheit, mit Produzent Rick McCallum über die Realserie und George Lucas' Gang in den Ruhestand zu reden - und wie sich das eine auf das andere auswirken könnte.
[...] Wie ist der Status der Star Wars-Realserie?
Wir haben dreieinhalb Jahre mit der Fernsehserie verbracht und es gibt Drehbücher für 50 Stunden.
Also kann es damit dann losgehen?
Nun, es sind alles Drehbücher im zweiten Entwurf und es würde wahrscheinlich ein Jahr Vorbereitung dauern, bevor wir mit den Dreharbeiten beginnen könnten. Das liegt aber daran, dass sie alle sehr komplex sind.
Wenn die Entwicklung also schon so weit fortgeschritten ist, warum dann jetzt diese Sackgasse?
Die einzelnen Episoden sind zu teuer und... na ja, wir haben es eigentlich mit zwei Dingen zu tun. Erstens steht das Fernsehen, so wie wir es kennen, kurz davor zu implodieren. Es gibt Netzwerkfernsehen, in dem wir wirklich laufen sollten, da es hier die nötigen Dollars zur Finanzierung und eine Zuschauermasse gibt. Allerdings hat man hier die Last, dass man wegen der Werbung statt einer Stunde nur 42 Minuten bekommt.
Und dann gibt es das Kabelfernsehen, das das provokativste und gewagteste Programm, dafür aber nur eine Zuschauerzahl von 1 oder 2 Millionen Leute hat. Hier gibt es auch nur eine begrenzte Menge an Geld, dass die Sender bereit sind auszugeben, ohne Mitspracherecht oder Kontrolle in Bezug auf das Material zu wollen, was uns aber zu wider ist, da wir so einfach nicht arbeiten.
Das Argument ist also, dass Sie weniger Kontrolle über Star Wars im Fernsehen hätten als bei einem Kinofilm?
Das könnten wir umschiffen. Unser größtes Problem ist, dass diese Geschichten sehr erwachsen sind... sie sind wie Deadwood im Weltall. Es ist so anders als alles, was man bisher mit George in Sachen Star Wars in Verbindung gebracht hat. Die sind nicht für Kinder. Ich meine, wir hoffen dass sie zuschauen werden, es ist aber nicht auf 8- bis 9-jährige Jungs ausgerichtet. Unsere Situation sieht so aus, dass jede Episode - oder wenn man zwei einstündige Episoden zusammen nehmen würde - größer sind als jeder Film, den wir je gemacht haben. Sie sind auf einem Level mit Avatar und wir haben nur $5-6 Millionen, die wir pro Episode investieren könnten.
[...]
Angenommen die Star Wars-Serie geht in Produktion, und wenn man Georges' Gang in den "Ruhestand" und seine Pläne, seine eigenen Filme machen zu wollen im Hinterkopf behält, würde das bedeuten, dass er mit der Fernsehserie nicht viel zu tun hätte?
Nein, ich denke er würde das wie bei Die Abenteuer des jungen Indiana Jones machen. Man engagiert die besten Regisseure, man kreiert die beste Geschichte, die man kreieren kann und tut dann alles, um sie im Schnittprozess zu unterstützen. Noch mal, wenn George für irgendetwas bekannt sein möchte, dann als Cutter. Das ist sein Traum und das ist der Teil, den er am meisten liebt. Ich glaube, ich habe das schon mal gesagt, aber das Schreiben ist für ihn so schmerzhaft und er weiß ganz sicher, dass einige von euch seine Drehbücher nicht mögen. Es sind aber seine Geschichten und so macht er das eben, es ist aber hart für ihn.
Und Regieführen ist nicht der Mittelpunkt seines Lebens. Er möchte all das Material sammeln, am liebsten würde er aber einfach in den Schneideraum gehen und dort arbeiten. Das Beste an Young Indy war, dass das Filmemachen für ihn hier wie eine Postbestellung war. Er war am Schneiden und rief mich dann an - und ich war immer neun oder zehn Stunden vor ihm - und sagt: "Ich brauche eine breitere Aufnahme, wenn er in Shanghai herauskomt." Nur waren wir zu dem Zeitpunkt schon in Frankreich. Wenn wir an einem Ort fertig waren, ging es direkt zum nächsten. Wir haben das Filmemachen also aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt, indem wir einen Flur in Paris, die Treppen in Prag und einen Ballsaal in Mauskau filmten usw.
Haben Sie nicht das gleiche Produktionsmodell für die Star Wars-Prequels verwendet?
Ja, weil das der einzige Weg war, die Filme bei diesem Budget zu realisieren. Noch mal, wir mussten sie 60-70% billiger machen, als es ein Studio getan hätte. Und der einzige Weg das zu erreichen ist, indem man die Leute darum bittet Abstriche zu machen. Und sie dann, wenn es funktioniert, so zu belohnen wie sie es sich nie hätten vorstellen können.
So langsam ist die Realserie nicht mehr nur von Eis, sondern auch von drei Metern Erde und einem Urwald bedeckt, aber IGN gibt trotzdem nicht auf. In einem weiteren Interview mit Rick McCallum gab es das Bekannte in mehr oder weniger neuen Formulierungen. Interessanter Punkt: Underworld ist wohl doch nicht der Arbeitstitel, und die StarWars1313-Sache scheint etwas Größeres zu sein, da sich McCallum weigerte, auch nur ein Wort darüber zu sagen.
Wir stecken in einer komplizierten Sackgasse. Wir haben 50 unglaubliche Drehbücher für 50 Stunden, das kontroverseste, gewagteste und mutigste Material, das wir je produziert haben.
Das Problem ist nur, dass sie so kompliziert sind: In jeder Stunde stecken mehr visuelle Effekte und digitale Animationen als in allen unseren Filmen. Im Moment vollzieht sich in der Fernsehindustrie ein massiver Wandel, mit den Kabel- und Nicht-Kabelsendern, etc. Deshalb versucht George aktuell verzweifelt, einen Weg zu finden, um jede Folge für vier oder fünf Millionen Dollar zu realisieren. Das ist unsere größte Herausforderung, unser größtes Problem. Sie sind einfach so groß, so kompliziert, dass wir einfach nicht die technischen Mittel dafür haben.
Aber wartet einfach nur ein paar Jahre, er wird schon einen Weg finden, und wenn das passiert, wird er sich [der Serie] bestimmt wieder zuwenden.
Über Underworld
Was ich gemeint habe ist, dass die Geschichte unter einer Welt stattfindet, in einem Planeten, also stimmt das mit Underworld technisch gesehen sicher, aber das ist nicht der Arbeitstitel, sondern nur der Versuch, euch eine Vorstellung zu geben. Diese Leute sind auf Coruscant, unter der Planetenoberfläche, und dort spielt sich die Geschichte ab. Und es ist phantastisch, ein faszinierender Blick auf all diese Figuren, die es zwischen Episode III und Episode IV gibt, in den 20 Jahren, in denen Luke aufwächst und mit denen Luke nichts zu tun hat.
Hoffentlich schaffen wir es eines Tages, [die Serie] zu machen, aber sie sind ehrlich so groß, dass wir es uns aktuell einfach nicht leisten könnten, 2 Folgen - also den Gegenwert eines Kinofilms - zu machen.
Daneben sprach McCallum noch kurz über George Lucas' weitere Pläne, die sich in diesem Jahr aus seiner Sicht herauskristallisieren müssten und erteilte den absurden Boba-Fett-Filmgerüchten des letzten Jahres eine recht deutliche Absage, bevor er - auf Star Wars 1313 angesprochen - fluchtartig den Raum verließ. Das gesamte Interview findet ihr im Video.
Das Gerücht des Tages betrifft die Realserie. AICN wurde folgender Bericht über die ersten fünf Folgen der Serie zugespielt:
[Spoiler-Warnung] markieren:
Dem Bericht zufolge, soll es in diesen Folgen um eine Gruppe von Banditen gehen, welche die Fähigkeit erlangen, durch die Zeit zu reisen und diese mit dem Ziel nutzen wollen, die Existenz von Darth Vader zu verhindern.
[Spoiler-Ende]
Wie AICN betont, ist der für den Bericht verantwortliche Informant ein Unbekannter, der allerdings eine halbwegs überzeugende Geschichte abgeliefert haben soll, wie er an diese Informationen gekommen ist. So möge es jeder mit sich ausmachen, ob er dieser Variante glauben möchte oder nicht..
Nur wenige Tage nach seinem Gespräch mit IGN hat Rick McCallum anlässlich der Premiere von Red Tails erneut einige Aussagen zur Realserie zu Underworld getätigt. Gegenüber Entertainment Weekly erklärte er:
Auf den Titel Underworld angesprochen, bestätigte McCallum: "Nein, das ist nicht der endgültige Titel, sondern nur ein Arbeitstitel." Zum Inhalt sagte er: "Geht davon aus, eine Menge Schmuggler, Verbrecher, Kopfgeldjäger und einige Wall-Street-artige Typen an den Schalthebeln der Macht zu sehen. Und nichts über Luke oder die Skywalker-Saga." Ein breites Spektrum von Geschichten steht zu erwarten, denn wie McCallum betonte, stammen "unsere Drehbuchautoren aus Europa, Australien und Nordamerika."
Bis die Serie umgesetzt wird, dürften allerdings noch Jahre vergehen. Auf eine drei- oder vierjährige Wartezeit angesprochen, sagte McCallum: "Es wird noch länger dauern, weil ich nicht glaube, dass wir schon über die Technologie verfügen, die es uns ermöglichen würde, die Serie im Rahmen des nötigen Budgets umzusetzen. Außerdem befindet sich die Fernsehwelt im Umbruch. Niemand weiß, ob es besser wäre, die Serie für die traditionellen US-Sender oder für die Kabelsender zu produzieren."
Sein Enthusiasmus ist trotzdem ungebrochen: "Ich freue mich richtig auf die Serie, und ich hoffe, dass George [Lucas] sie verwirklicht. Das hoffe ich wirklich."
Vorerst steht aber noch Seth Greens Comedyserie im Raum: "Die entwickelt sich blendend", so McCallum. "Ich habe einige Sketche daraus gesehen, und die sind toll."
In diesem Jahr wird es die Serie, so lässt McCallum erahnen, wohl nicht mehr auf Sendung schaffen, aber sie könnte gut und gerne im nächsten Jahr kommen.
IGN hatte unlängst Gelegenheit, mit Rick McCallum ausführlich über den Stand der Realserie zu sprechen. Hier das Video und ein Gesprächsprotokoll:
Die [Drehbücher und Geschichten] sind zeitlos, spielen sie doch in den 20 Jahren zwischen Episode III und IV, in denen Luke erwachsen wurde. Natürlich geht es nicht um Luke, aber es geht um diese Zeit, in der das Imperium versucht, die Unterwelt unter seine Kontrolle zu bekommen - und deshalb heißt der Arbeitstitel auch Underworld. Die Handlung spielt unter der Oberfläche, es geht um die Kriminellen und Verbrecherbanden, die quasi die Wall Street kontrollieren und damit den ganzen Staat.[lacht]
Die Drehbücher könnten nicht besser sein, der Punkt ist wirklich das Budget. [...] Den meisten Leuten ist das gar nicht klar, aber jedes der Prequels hat uns 100 Millionen Dollar gekostet, und für Hollywood ist das gar nichts. [Mit unseren Produktionsmethoden] konnten wir schon damals für ein Drittel der üblichen Kosten arbeiten und hatten deshalb auch Erfolg. Aber was jetzt so schwierig ist, ist, dass wir versuchen, jede Woche einen einstündigen Film auf diesem Niveau abzuliefern und das für 5 Millionen Dollar. Aber wir werden das schon schaffen, ich hoffe bloß, dass ich es noch erleben werde. [...] Natürlich könnten wir zu US-Kabelsendern wie HBO gehen, die uns 8 Millionen Dollar geben und ein weltweites Vertriebsnetz zu bieten hätten, aber dann müssten wir diesen oder jenen Schauspieler einsetzen, und so wollen wir einfach nicht arbeiten. Das wäre das letzte, was George will. Also müssen wir uns etwas einfallen lassen, um bei einer schwarzen Null herauszukommen - es ging hier nie darum, tonnenweise Geld zu scheffeln -, aber dazu braucht man eine klare Richtungsvorgabe. Aktuell klammern sich die Sender an Einschaltquoten, die unaussagekräftig und völlig unsinnig sind, aber sie können diese auch nicht aufgeben, weil sie dann keine Grundlage mehr für Werbepreise hätten. Ich bin mir sicher, dass wir in den nächsten 4 Jahren Möglichkeiten erleben werden, jeden Abend 50 Millionen Menschen zu erreichen. Die Frage ist nur, wie man das kapitalisieren kann, wie man das Geld an die Produzenten zurückfließen lässt.
[...]Aktuell haben wir 50 großartige Drehbücher. Jedes dieser Drehbücher ist umfassender als die Prequels, sie sind dunkel, komplex und auf Erwachsene ausgerichtet, aber technisch können wir sie für die 5 Millionen Dollar pro Folge, die wir maximal investieren können, einfach nicht umsetzen. Der Grund dafür ist die Masse an digitalen Trickeffekten, wir haben einfach so viele digitale Figuren. Deshalb werden wir einfach warten, ob es in den nächsten 1-2 Jahren einen technischen Durchbruch gibt. Wenn es eine Software für virtuelle Kulissen gibt, die wirklich funktioniert und die es uns ermöglicht, weltweit zu arbeiten, werden wir uns an die Umsetzung machen. Wenn wir dann noch leben.
[...] Das zweite große Problem neben dem finanziellen ist die Tatsache, dass der Fernsehmarkt aktuell im Umbruch ist. Die klassischen US-Sender sind immer ungeduldiger und sägen Serien nach wenigen Wochen ab, wenn die Einschaltquoten nicht stimmen, und das obwohl niemand die tatsächlichen Zuschauerzahlen bestimmen kann. Die Kabelsender sind da geduldiger und geben ihren Serien Zeit, ein Publikum zu finden. Mad Men hat beispielsweise zwei Jahre gebraucht, um wöchentlich auch nur eine Million Zuschauer zu haben. Auf der anderen Seite ist gerade HBO enorm auf Kontrolle aus und macht strikte Vorgaben. So oder so muss man also Kompromisse eingehen. Und das ist auch ein Grund, weshalb wir noch warten wollen, weil aktuell niemand weiß, was aus dieser Gemengelage noch entstehen wird. Wenn Apple TV groß herauskommt, weiß keiner, wie das den Fernsehmarkt verändern wird. iTunes hat sich zwar nicht als der große Heilsbringer erwiesen, den manche erwartet hatten, aber zumindest gibt es damit einen alternativen Vertriebskanal. Wie gesagt: Es geht nicht darum, Millionen zu verdienen, sondern darum, am Ende bei Null herauszukommen, denn tun wir das nicht, war's das für uns.
Insgesamt sind es also drei Sachen: Das Budget, was aktuell das größte Problem ist, der US-Fernsehmarkt und die Frage, wie wir möglichst viele Zuschauer erreichen.
Schon seit Monaten ist die Zeit für umfangreichere Zeitreisen leider nicht mehr gegeben, aber zum Blu-ray-Start - und, wie weiter unten klar werden wird, auch zum Stichwort Realserie - wollen wir noch einmal in die Vergangenheit surfen, genauer gesagt in den April 1990, als das Millimeter Magazine über große Veränderungen bei Lucasfilm berichtete:
Auf der Skywalker-Ranch, seinem einstigen Zufluchtsort und heutigen Unternehmenssitz in Marin County, macht George Lucas in Jeans von der Stange und Turnschuhen einen unscheinbaren Eindruck. An diesem Ort - mit dem weißen Haupthaus in einem grünen Tal, das unbefahrene Wege durchziehen, die zu kleineren Gebäuden führen, dem Stall, der Remise, dem Torhaus und dem Bachhaus - ist "Hollywood" weit, weit entfernt. Hier scheint es nur passend, dass Lucas erklärt, die Schaffung von erfolgreichen Filmen "war nichts, das ich für mich erwartet hatte. Nie. Für mich war das im Grunde undenkbar."

Doch verschiedene Anpassungen seiner Lebensplanung haben den notorisch öffentlichkeitsscheuen Produzenten und Regisseur zu einem äußerst öffentlichen Menschen werden lassen. Nach mehr als einem Jahrzehnt, in dem Lucas' Weg nach festen Bahnen verlief - und das die Krieg der Sterne-Trilogie und die Indiana-Jones-Filme hervorbrachte und Lucasfilm zu einem profitablen Großunternehmen mit mehreren Tochterfirmen machte, das inzwischen definiert, wo die vorderste Front in der Entwicklung der amerikanischen Filmindustrie verläuft - ist Lucas bereit, sich neuen Zielen zu widmen. Und wenn Lucas beschließt, seine Energie auf neue Projekte zu lenken, ist es Zeit, aufzuhorchen.
"Ich will unabhängiger operieren", erklärt er. "Ich werde wieder Filme machen, und die Firma wird als Firma ihren Weg gehen. Schon in den letzten Jahren habe ich mich Stück für Stück von ihr entfernt, und die [einzelnen Abteilungen] sind mehr als nur in der Lage, über ihre eigene Zukunft zu bestimmen. Alle Unterabteilungen sind auf ihrem jeweiligen Feld die Besten der Besten; sie arbeiten sich auf Gebiete vor, mit denen ich nicht mehr vertraut bin."
Als Regisseur hat George Lucas nur drei Filme begleitet: THX-1138, American Graffiti und Krieg der Sterne. Doch seine Vorstellungskraft hat, unbeeindruckt von technischen Schranken, ein Segment der Filmindustrie hervorgebracht, wo alte Grenzen angesichts neuer und verbesserter Spezialeffektlösungen keine Bedeutung mehr haben. Zwar waren nicht alle Lucas-Projekte erfolgreich (Willow konnte nur durchschnittliche Einnahmen erzielen, Howard the Duck war schlicht und ergreifend eine totale Enttäuschung), doch sein kreativer Einfluss - als Produktionsleiter von Das Imperium schlägt zurück, Die Rückkehr der Jedi-Ritter, Jäger des verlorenen Schatzes, Indiana Jones und der Tempel des Todes und Indiana Jones und der letzte Kreuzzug - beschränkt sich nicht auf das Filmgeschäft, sondern hat die amerikanische Psyche durchdrungen.

Lucas beschreibt die Filme, die er ursprünglich drehen wollte, als "alternative Filme im Stile symphonischer Dichtungen". Ihm war allerdings klar, dass er mit Berufung allein kein Geld verdienen konnte. Nachdem er an der Filmakademie der Universität von Südkalifornien seinen Abschluss gemacht hatte, "dachte ich mir, ich würde nach San-Francisco zurückgehen, um Filme zu drehen, die denen von James Broughton [der Patriarch der Independent-Szene von San-Francisco, der Filme wie Mother's Day und The Bed drehte] und den anderen Jungs, die hier oben arbeiten, ähneln würden. Danach glaubte ich, ich würde als Dokumentarfilmer und Schnitttechniker Arbeit finden. Das wollte ich machen, daran hing mein Herz."
Vielleicht war "die Macht" schon mit ihm, bevor ihm Krieg der Sterne überhaupt einfiel. Ein Praktikum brachte Lucas mit Francis Ford Coppola zusammen. "Er spornte mich dazu an, schreiben zu lernen, und er ist die Art Regisseur, die mit Schauspielern arbeitet", so Lucas. "Ich habe auf diesem Wege ein ganz neues Gebiet kennengelernt und auf diesem Wege begonnen, Drehbücher zu schreiben. Irgendwann bekam ich dann die Chance, eines davon umzusetzen, und so wurde ich zum Kinoregisseur."
Sein erster Ausflug ins normale Filmgeschäft war 1971 THX-1138, eine erweiterte Fassung seines gleichnamigen, preisgekrönten Science-Fiction-Kurzfilms von 1967. "THX war damals der kinotauglichste Film, den ich machen konnte. Und er landete zwischen allen Stühlen, den experimentellen Filmen, die ich gemacht hatte, auf der einen Seite und dem, was ich für klassische Erzähltechniken hielt auf der anderen. Daraus entwickelte sich dann die Herausforderung, etwas wirklich normales zu machen, einen ganz normalen Film, der lustig war und gute Figuren zu bieten hatte. Vor diese Herausforderung wurde ich gestellt, und ich sagte mir: 'Klar, ich kann das hinkriegen.' Also habe ich American Graffiti gedreht, und der wurde so erfolgreich, dass mir in diesem Moment klar wurde, dass ich auf diese Weise mein Geld verdienen konnte."
Diese Aussage mag gut und gern die Untertreibung des Jahrtausends sein. Die liebevolle Nostalgie und der scharfzüngige Humor von American Graffiti fingen den Geist der späten 50er und frühen 60er Jahre genau ein und waren an der Kinokasse ein Riesenerfolg. Mit seinem nächsten Projekt, Krieg der Sterne, knackte er dann den Jackpot. In dem Film lieferten sich außerirdische Wesen einen mythischen Kampf zwischen Gut und Böse, stritt das Gute auf einem intergalaktischen Schlachtfeld gegen seinen mächtigen dunklen Feind. In Lucas' Universum gingen die Außerirdischen zur Entspannung einen heben, beherrschten phantastische Flugmaschinen die Sternensphären und summten Lichtschwertklingen in der Nacht. Um seine Ideen umzusetzen, ließ Lucas das filmische Handwerkszeug seiner Zeit hinter sich.

"George Lucas klopfte bei den Überresten der alten Effektstudios an und hörte überall das Gleiche: 'Keine Chance, die Technik gibt es nicht her. Sie müssen wohl träumen.'" So beschreibt Rose Duignan, die Marketingchefin von Industrial Light & Magic, der Spezialeffektabteilung von Lucasfilm, die Lage vor Krieg der Sterne. Deshalb versammelte Lucas eine Gruppe junger, technisch einfallsreicher Leute unter Leitung des Effektspezialisten John Dykstra um sich, um neue Geräte zu entwickeln, mit denen die nötigen computergesteuerten Einstellungen produziert werden konnten. Nach zwei Jahren und für den Preis von über 2 Millionen USD waren die gröbsten Probleme aus der Welt geschafft. Als Krieg der Sterne 1977 die Kinos stürmte, erweckte der Megaerfolg die sterbende Kunst der Spezialeffekte zu neuem Leben. Computer und Kameras verschmolzen miteinander zu "Motion Control", und das VistaVision-Format fand neue Anhänger.
1981, nach der Krieg der Sterne-Fortsetzung Das Imperium schlägt zurück und der Lucasfilm-Produktion Jäger des verlorenen Schatzes, begann ILM damit, auch firmenfremde Projekte zu übernehmen, darunter Der Drachentöter, Poltergeist, Star Trek II: Der Zorn des Khan und E.T. - Der Außerirdische. 1983 war der dritte Teil der Krieg der Sterne-Trilogie, Die Rückkehr der Jedi-Ritter, in Arbeit, und die Effektabteilung arbeitete wieder exklusiv für Lucasfilm. Über 500 Einstellungen wurden für den Film fertiggestellt, über 200 Menschen arbeiteten daran. 1984 öffnete sich ILM erneut fremden Projekten und erwarb sich noch mehr weltweites Ansehen. 11 Oscarnominierungen, neun Oscars und vier Sonderpreise für herausragende technische Leistungen waren der Lohn. In diesem Jahr wetteiferten gleich zwei ILM-Projekte, Abyss - Abgrund des Todes und Zurück in die Zukunft II um einen Oscar.
In Lucas' Reich ist ILM heute nur eine Abteilung unter vielen. Lucas selbst stutzt auf die Frage, wieviele es insgesamt davon gibt und schätzt schließlich, dass es wohl etwa 16 sein müssten, darunter in der Öffentlichkeit eher unbekannte wie die Spieleabteilung, Learning Systems, LucasArts Luminaire, LucasArts Attractions, LucasArts Licensing und die sichtbareren Gruppen THX und Skywalker. "Bis zu einem gewissen Zeitpunkt habe ich die Entwicklung des Unternehmens sehr genau kontrolliert, weil ich nicht wollte, dass es wächst, da mir das nicht genug Zeit gelassen hätte", erklärt Lucas, der versucht, nur drei Tage pro Woche zwischen 11 Uhr vormittags und 4 Uhr nachmittags zu arbeiten. Er selbst gibt allerdings zu: "Das funktioniert nicht immer.", meint aber, "Ich arbeite nicht mehr so hart wie früher."

Doch "das Unternehmen wird immer größer", so Lucas, "und um effektiv weiterwachsen zu können, werden wir es aufspalten. Der Geschäftsbereich, auf den ich mich hauptsächlich konzentriere, die Produktion von Kinofilmen also, gerät dadurch in meine engere Einflusszone. Die anderen Teile des Unternehmens sollen wachsen und gedeihen, und deshalb lasse ich sie gewissermaßen von der Leine."
Das allerdings bedeutet nicht, dass sie den Weg von Pixar gehen werden, das 1986 an Steve Jobs verkauft wurde. Der ursprüngliche Zweck der Computerabteilung war es, Hardware für die Grafikabteilung von ILM zu entwickeln sowie Computertechnik wie EditDroid für andere Teile des Unternehmens. "Sobald diese Technik entwickelt war, brauchten wir keine Abteilung mehr, die Computerhardware herstellte", so Lucas, "also haben wir sie verkauft."

Der EditDroid hat seine eigene Geschichte. Der erste Versuch, das auf optischen Platten fußende Schnittsystem am Markt zu platzieren, scheiterte vor drei Jahren. Eine überarbeitete Version ging dann Anfang des Jahres an den Start. "Wir beschlossen, dass es keinen Sinn hatte, den EditDroid auf klassische Weise [durch den Verkauf] zu vermarkten. Also ließen wir es sein und entwickelten einen neuen EditDroid [der nur angemietet werden kann]. Die neue Version ist dem Original weit überlegen, und wir werden weiterhin versuchen, [ihn an Produktionsfirmen zu vermieten]. Das macht es einfacher, ihn zu warten und die Qualitätskontrolle sicherzustellen, was ein echtes Problem darstellte, als wir noch versuchten, ihn einfach zu verkaufen."
Ausgangspunkt der technischen Entwicklungen von Lucasfilm sind die allgemeinen Ziele seines Gründers: Die kreativen Werkzeuge für Filmemacher zu erweitern und zu verbessern. Und genau wie die ursprünglichen Entwicklungen von ILM ein Nebenprodukt von Lucas' eigenem Bedarf bei Krieg der Sterne waren, haben seine Anfänge als Schnitttechniker die Räder in Richtung EditDroid in Bewegung gesetzt.
"In der Nachbearbeitung ermöglichen es einem Geräte wie der EditDroid, schneller zu arbeiten. Man verliert weniger Zeit mit dem plumpen Schneiden von Filmmaterial und hat deshalb mehr Zeit für den eigentlichen Filmschnitt", sagt Lucas. "Das Vokabular [des Filmemachers] wird dadurch nicht erweitert, aber es ist für ihn einfacher, seine Arbeit zu leisten, wenn er sich nicht mit stumpfsinnigen Nebenbeschäftigungen herumschlagen muss."
Doch genau wie Lucas' persönliche Interessen sich nicht auf Filme beschränken, beschränkt sich auch Lucasfilm nicht auf die Arbeit an Kinoprojekten. Lucas' Interesse an der Bildungsfrage veranlasste ihn, sich mit interaktiven Lernsystemen zu beschäftigen. "Bildung und Ausbildung haben mich schon immer interessiert, und ich habe auch seit jeher Bildungseinrichtungen unterstützt", erklärt Lucas, der die Entwicklung interaktiver Lösungen schon seit Jahren vorantreibt. "Die Zeit ist reif für einen funktionstüchtigen Prototypen, damit den Menschen die Möglichkeiten dieses Mediums endlich klar werden." Das Interactive-Projekt hält er insgesamt für mehr oder weniger nicht gewinnorientiert.
Das erste größere Produkt, das aus der Learning-Systems-Abteilung hervorging, entstand in Zusammenarbeit mit Apple Computer und National Geographic. "GTV: A Geographic Perspective of American History" wurde im Februar von der National Geographic Society veröffentlicht und besteht aus zwei Videodisks und einer Begleitsoftware, die es den Nutzern ermöglicht, aus den Videobildern kurze Sendungen zu erstellen, die bestimmte Themen behandeln. Craig Southard, der Chef von Lucasfilm Learning Systems erklärt dazu: "Das Tolle daran ist Showmaker, eine Art Einsteiger-Videoschnittsystem."
Showmaker kann auf 1600 Bilder und einige Hundert Landkarten zugreifen, um daraus Videopräsentationen zu erstellen, die mit einem Textverarbeitungsprogramm kommentiert werden können. "Die meisten Schulen verfügen bereits über Computer, aber die wenigsten nutzen deren Möglichkeiten voll aus", meint Southard. Produkte wie GTV und ähnliche Projekte, die Lucasfilm für die Audubon Society und das Smithsonian entwickelt, widmen sich dem Potential von Computern als Bildungswerkzeuge. Ebenfalls auf dem Plan steht die Entwicklung eines Lernsystems für den Geschäftsbetrieb. Southard erklärt, dass Learning Systems "wie viele Abteilungen von Lucasfilm über den Tellerrand schaut und sich andere Geschäftsfelder erarbeitet".
Eine weitere Abteilung von Lucasfilm ist die umfassende Büchersammlung, die in einer getäfelten Bibliothek zuhause ist, welche von einer Kuppel mit Buntglasfenstern gekrönt wird. Zwischen 15.000 und 20.000 Bände stehen hier, in 400 Schubladen liegen Fotos, die bis 1920 zurückdatieren und aus der ganzen Welt stammen. 1987 übernahm Lucasfilm eine "große Studiosammlung aus Hollywood", wodurch sich der Buchbestand mehr als verdreifachte. Seit die meisten Studios nicht mehr über eigene Bibliotheken verfügen, ist die 1978 gegründete Lucasfilm-Bibliothek eine von kaum einer Handvoll derartiger Einrichtungen, die ganz und gar auf visuelle Recherchen ausgerichtet sind. Die Forschungsdirektorin Deborah Fine erklärt dazu: "Recherchen bringen keine Einnahmen. Im Gegenteil, sie verursachen Unkosten, und die Betriebsausgaben kann man nie wieder hereinholen. Deshalb zögern so viele Studios, sich diesen Luxus zu leisten."

In der Hoffnung, sie profitabler zu machen und die Nutzerzahlen zu erhöhen, hat Lucasfilm die eigene Bibliothek Außenstehenden geöffnet und unterstützt jedes Projekt bei der Recherche, egal ob es dabei um eine Kinoproduktion geht oder um einen Werbefilm. Zu den Nutzern zählen Kameraleute, die um Abzüge der Arbeiten eines bestimmten Künstlers nachsuchen, künstlerische Leiter, die für eine bestimmte Epoche oder einen bestimmten Ort visuelles und textliches Anschauungsmaterial finden wollen, sagen wir für die Lower East Side von New York um die Jahrhundertwende, Drehortfahnder, die nach dem marokkanischen Ort mit der höchsten Moscheendichte suchen, Drehbuchautoren, die inspirierende Einzelheiten zu einem bestimmten Thema brauchen oder ganz einfach: ILM-Modellbauer, die für die Kreation phantastischer Wesen visuelle Vorlagen suchen.
Aber auch wenn nicht jede Aktivität von Lucasfilm allein durch das Gewinnstreben bedingt wird, schreibt das Unternehmen schwarze Zahlen. 1988 steigerten sich die Einnahmen aus der Produktion von Kinofilmen um 75 Prozent, 1989 um weitere 70 Prozent. Eine ganze Reihe von Faktoren war für diesen Erfolg verantwortlich: 1988 beispielsweise waren für Falsches Spiel mit Roger Rabbit mehr Effektaufnahmen nötig als für alle Krieg der Sterne-Filme zusammen. Das jedenfalls berichtet Scott Ross, der Vizepräsident und Hauptgeschäftsführer von ILM. Und neben den wirklich großen Projekten, an denen ILM mitwirkte, gab es auch noch Nichteffekt-Filme wie Tucker - Ein Mann und sein Traum (bei dem ILM die Splitscreen-Einstellungen beratend begleitete) und Die Reisen des Mr. Leary (für den ILM Einstellungen für die Titelsequenz kreierte), bei denen das besondere Händchen von ILM in einem realeren Kontext gefragt war.

Trotzdem, sagt Ross, "stellen wir fest, dass viele Studios und viele Produzenten und Regisseure nicht verstehen, was wir tun und wie wir es tun. Für sie stellen [Spezialeffekte] einen erschreckenden blinden Fleck dar." Und er fügt hinzu: "Wir sagen den Regisseuren und Autoren, dass sie ihre Drehbücher nicht auf Basis ihres Verständnisses für die Technik schreiben sollen, sondern sich ungebunden kreativ austoben sollten." Denn auch wenn ILM von Betriebs wegen für Spezialeffekte zuständig ist, sieht Ross "unsere Aufgabe darin, visuelle Effekte aus einem Film herauszuhalten". Außerdem will ILM bei den zeitlichen Erwartungen für mehr Transparenz sorgen. "Es ist, als würde man Vincent Van Gogh sagen, er solle Sternennacht noch einmal malen, nur diesmal bitte in Rot und bis morgen früh. [Spezialeffekte] sind eine Kunstform. Man kann sie nicht mal so eben von heute auf morgen abliefern."
Die komplexesten, zeitraubendsten und revolutionärsten ILM-Effekte, so Lucas, hätten mit der Computergrafikabteilung zu tun, die aus Pixar entstanden ist und die Arbeit fortführt, die dort begann. Nancy St. John, die Produktionsleiterin und Managerin der Computergrafikabteilung (die erst kürzlich von der Pharmafirma PDI zu Lucasfilm gewechselt ist), findet, dass die meisten Regisseure "nicht wissen, wie eine Kamera im Innern funktioniert, aber sie haben Selbstvertrauen und geben ihrem Kameramann deshalb Anweisungen. Um ihre Arbeit zu machen, müssen sie auch gar nicht mehr wissen. Dummerweise kommen sie aber zu uns und denken sich, 'Himmel hilf, jetzt muss ich wissen, wie man programmiert'. Stimmt nicht, sie brauchen das überhaupt nicht. Alles, was sie den Tricktechnikern und den technischen Leitern sagen müssen, ist, was sie eigentlich wollen. Und wir überlegen uns dann, wie man das hinbekommen kann."
Doch nicht nur die generelle Vorgehensweise will ILM der Industrie verständlich machen, sondern auch die Fähigkeit, Spezialeffekte zeitlich und finanziell zu planen. Und das nicht nur für die Filmindustrie, denn ILM wendet sich zunehmend auch und gerade an die Nicht-Kino-Welt. Aus dem Unternehmen wird ein organisches Studio, das alle möglichen Kunden bedient und insbesondere Spezialeffekte für die Werbeindustrie produziert.
Lange Zeit gingen bei ILM Anfragen von Werbefirmen ein, bis das Unternehmen schließlich beschloss, darauf zu reagieren. Ursprünglich sollte ILM nur dann Werbespots betreuen, wenn gerade keine Kinofilme anstanden. Damals, so berichtet Scott Ross, der vor zwei Jahren von One Pass Film & Video zu ILM stieß, "herrschte entweder Hunger oder Überfluss. Entweder arbeiteten wir gleichzeitig an acht Filmen oder wir hatten gar nichts zu tun. Wir mussten uns neue Geschäftsfelder erarbeiten, um einen kontinuierlichen Auftragseingang garantieren zu können."
Allerdings wurde entschieden, dass Werbeproduktionen ihre eigene "Mentalität" besaßen und deshalb - abseits der Kinofilme - eigenständig betreut werden sollten. "Uns wurde klar", meint Andrea Merrim, die leitende Studiogeschäftsführerin von Lucasfilm Commercial Productions, "dass Werbefilme nichts sind, dass man mal so eben zwischendurch bewerkstelligen kann. Der ganze Arbeitsablauf ist ein anderer, und auch die Auftragsvergabe läuft anders ab." Schließlich wurde aus der Idee, Werbefilme mit Spezialeffekten zu versehen, viel mehr als nur das. "Wir wollten eine Gruppe hochtalentierter Regisseure anlocken, die alle möglichen Werbefilme machten: Einige mit Spezialeffekten, aber auch viele mit unveränderten Aufnahmen, mit Humor, mit Dialogen und schönen Bildern. Wir wollten das Beste aller Welten bei uns vereinen: Großartige Regisseure (darunter Barry Sonnenfeld, Haskell Wexler und Vilmos Zsigmond) und die beste Spezialeffektfirma weit und breit. Wir hatten einfach das Glück, uns zurücklehnen zu können und zu sagen: 'Hey, machen wir eine Firma auf.'" Und genau das taten sie. Lucasfilm Commercial Productions hat Büros in New York, Chicago, Los Angeles und im Hauptquartier in San Rafael und wird nächsten Monat ein Jahr alt.
Lucasfilm ist inzwischen sogar schon 19 Jahre alt, und der Chef wird zunehmend rastlos. Unabhängig davon, welchen Weg George Lucas bislang beschritten hat, aus seiner Sicht "bin ich weiter in Richtung des unabhängigen Filmschaffens gegangen, wo ich ursprünglich einmal angefangen habe. Jetzt ist es [Zeit für eine Wende], indem ich es der Firma ermögliche, weiter zu wachsen, zu expandieren und aufzublühen, weil sie genau das tun sollte. Mir lässt das mehr Zeit, mich auf die Bildungssysteme zu konzentrieren, die ich entwickele und auf die Filme, die ich schreiben und drehen will. Ich will einfach nur zurück zu dem, was ich einmal angefangen habe."
Sie scheinen die Rolle des Produzenten der des Regisseurs vorzuziehen?
Ich bin nicht lieber Produzent, das ist einfach nur das, was ich dieser Tage so mache. Ich habe da keine bewusste Entscheidung getroffen, sondern ich war als Produzent nur effektiver, weil sich in diesem Bereich in den letzten Jahren für mich Möglichkeiten geboten haben. Irgendwann werde ich zurückgehen und wieder Regie führen, denn im Herzen bin ich Regisseur. Ich habe viele andere Dinge gemacht, aber daran hängt mein Herz.
Viele Ihrer Filme sind in Ihrem Wissen um mythologische Entwicklungen verankert. Ist das ein Bereich, der Sie noch immer interessiert? Ist das etwas, dass weiterhin in Ihrer Arbeit eine Rolle spielen wird?
Ja. Alle Themen, die ich in meinen Filmen behandelt habe, waren solche, die mir emotional etwas bedeutet haben, auf die ein oder andere Weise. Ich mache Filme nicht nur, um Filme zu machen, sondern schaffe mir alles selbst. Ich habe nicht jeden Tag sechs Drehbücher im Briefkasten und sage mir, 'Das hier nehme ich und mache daraus einen Film'. Mir fällt etwas ein, dann gehe ich hinaus und drehe einen Film, schreibe das Drehbuch, begleite den gesamten Prozess. Es ist einfach eine andere Herangehensweise.
Werden Sie noch einmal Filme wie American Graffiti drehen, die eher wirklichkeitsbezogen sind?
Wahrscheinlich ja. Es ist schwer zu sagen, wo die Trennlinie zwischen Wirklichkeit und Phantasie verläuft. American Graffiti, Indiana Jones und Krieg der Sterne könnten alle als Phantasiefilme angesehen werden, obwohl einige davon eher in der Realität verankert sind als andere.
Sie haben eine große Zahl von Kassenschlagern hervorgebracht. Bedeutet Ihnen das etwas?
Nein. Es amüsiert mich eher, dass Menschen meine Arbeit als Synonym für erfolgreiche Filme betrachten. Ich hoffe immer nur darauf, dass ich unterm Strich bei plus/minus Null herauskomme. Natürlich besteht immer die Möglichkeit, erfolgreich zu sein und mehr einzunehmen, aber ich mache keine Filme, um Erfolgsfilme hervorzubringen. Mir geht es darum, gute Filme abzuliefern, und gute Filme haben nunmal Erfolg. Geplant war das allerdings so nicht.
Sie haben einmal erklärt, die Krieg der Sterne-Filme seien so teuer geworden, dass Sie in Zukunft einen Weg finden müssten, um sie wieder finanzierbar zu machen. Haben Sie daran gedacht, die nächsten Filme wie Zurück in die Zukunft II und III direkt hintereinander weg zu drehen?
Nun... Ja. Wenn ich die nächste Krieg der Sterne-Trilogie in Angriff nehme, werde ich alle Drei auf einmal drehen. Das war gewissermaßen von Anfang an der Plan. Und wir haben uns verschiedene Studien angesehen, in denen es um die Finanzierbarkeit von Filmproduktionen geht: Wie könnte all das realisiert werden und wo könnten wir es drehen. Auf der anderen Seite haben wir auch bei ILM die technische Entwicklung vorangetrieben, um die Kosten zu reduzieren. Und wir haben die Nachbearbeitung verbessert. Wenn ich am Ende zu dem Punkt komme, wo ich die Geschichten schreibe und die Technik in Position bringe, und wenn mir die Inflation nicht einen Strich durch die Rechnung macht, glaube ich, dass wir die Filme zu einem angemessenen Preis realisieren können.
Und das heißt in Zahlen?
Etwas unter 35 Millionen Dollar.
Sehen Sie bei Ihrer Arbeit Anwendungsmöglichkeiten für HDTV? Interessieren Sie diese Entwicklungen?
Wir sind daran interessiert. Wir haben hier schon einen Film auf HDTV gedreht, woran ILM beteiligt war. Das ist ein sehr spannender Themenkomplex, der die Zukunft von Film und Fernsehen bestimmen wird. An diesem Punkt wird alles ineinanderfließen, und das elektronische Medium wird am Ende das Zelluloid ablösen. Daran gibt es keinen Zweifel. Jeder, der einmal mit einer altmodischen Schnittanlage gearbeitet hat, weiß, dass es sehr viel einfacher ist, mit Magnetbändern zu arbeiten. Das geht schneller und ermöglicht mehr Flexibilität. Und es wird nicht mehr lange dauern, dann können wir damit die Auflösung von VistaVision erreichen oder die sogar übertreffen. Die Japaner sind uns in allen technischen Fragen aktuell um Lichtjahre voraus. Zelluloid ist ein Konstrukt des 19. Jahrhunderts. Jetzt stehen wir an der Schwelle des 21. Jahrhunderts.
Sprach's und verschwand.
Wer sich jetzt übrigens fragt, ob Lucas vor 21 Jahren tatsächlich HDTV im heutigen Sinne meinte: Jein. Seit den 30er Jahren ist der Begriff des "hochauflösenden Fernsehens" immer mal wieder aufgetaucht, und verschiedene Lösungen wurden auch vorangetrieben. Den Vorsprung der Japaner, den Lucas anspricht, meint das MUSE-Verfahren, ein analoges Übertragungsverfahren, das bis vor wenigen Jahren in Japan Verwendung fand und die SD-Auflösung tatsächlich schon übertraf. Vom heutigen Full-HD - und den kommenden Super-HD-Zeilenzahlen - war man aber noch ein gutes Stück entfernt.
Aus heutiger Perspektive spannender sind insofern nicht so sehr Lucas' erste digitale, bzw. "elektronische" Hoffnungen, sondern vielmehr seine Vorstellungen von der Finanzierbarkeit der Prequels.
1990 wollte er 35 Millionen pro Film ausgeben, Episode I kostete 5 bis 10 Jahre später etwa 115 Millionen Dollar. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Debatten über realistische Zahlen für die Realserie, kann man hier zwei Beobachtungen machen:
1. Zahlen sind angesichts von Inflation und Wechselkursen im besten Fall Momentaufnahmen und sollten nicht zu ernst genommen werden.
2. Lucas' Vorarbeit, gerade auch bei ILM, hat sich bezahlt gemacht. Auf dem technischen Stand und mit den Produktionsmethoden von Jurassic Park (Budget: 63 Millionen, 80 Effekteinstellungen) oder Titanic (Budget: 200 Millionen, 450 Effekteinstellungen) wäre Episode I (2000 Effekteinstellungen) unmöglich realisierbar gewesen.
Man darf insofern sicher sein, dass die Realserie genau wie die Prequels die beim Produktionsstart üblichen Budgets deutlich unterbieten wird, egal ob das dann 5 Millionen, 10 Millionen oder 20 Millionen sind. Lucas wird's schon richten. :-)
Die Kultfilmseite Den of Geek behauptet, der britische Drehbuchautor und Ko-Schöpfer der BBC-Zeitreise-Krimiserie Life on Mars (nicht zu verwechseln mit dem US-Remake) Matthew Graham sei einer der Autoren der Realserie:
Wir sprachen mit Matthew Graham und fragten ihn, ob dies korrekt sei. Er wollte uns nur bestätigen, dass er 2008 und 2009 für Lucasfilm "an etwas unglaublich Coolem" gearbeitet habe und sein Vertrag "beendet" sei. "Ich hoffe, ich kann eines Tages darüber reden.", so Graham.
Wahrheitsgehalt: Nicht unwahrscheinlich. Anfang 2008 erklärte Rick McCallum, zwei Autoren der Serie seien Briten.
Außerdem haben die Kolleginnen von Club Jade eine indirekte Verbindung von Graham zu Lucasfilm ausfindig gemacht: Graham hat unlängst an der jüngsten Neuauflage von Doctor Who gearbeitet. Sein Chef dabei war Russell T. Davies, der das Projekt auf den Weg brachte und über den Ende 2008 bekannt wurde, er habe ein Angebot von George Lucas, an der Realserie zu arbeiten, abgelehnt. Was nicht heißt, dass Graham auf diese Weise ein Angebot bekommen hat, aber klarmacht, welche Art Autoren Lucasfilm haben wollte.
Prequel-Produzent Rick McCallum hat mit der tschechischen Webseite CeskaPozice.cz über den aktuellen Status der Realserie gesprochen. Der Prequelproduzent rechnet mit 4 bis 5 Jahren Wartezeit:
Auf die Frage, ob die tschechische Hauptstadt für die neue Fernsehserie im Rennen sei, erklärte McCallum: "Oh, absolut. Dies wäre wegen der Talente hier einer der Hauptdrehorte." Bezüglich der Qualität der tschechischen Filmcrews war McCallum des Lobes voll und betonte, sie seien sehr viel effizienter als die in anderen europäischen Ländern.
[...]
"Die Fernsehserie befindet sich aktuell im Wartestand, aber das hat nichts mit Tschechien zu tun, sondern damit, dass [die Folgen] so ambitioniert sind.", so McCallum. "Wir haben Drehbücher für einen Gegenwert von 50 Fernsehstunden als dritte Entwurfsfassungen, aber das Problem besteht darin, dass sie einer Menge digitaler Animationen bedürfen. Wir haben aktuell noch nicht die Technik, um sie zu einem fernsehtauglichen Preis umzusetzen. Da wir selbst die Finanzierung übernehmen würden, wäre es selbstmörderisch, uns jetzt schon an die Arbeit zu machen. Also werden wir drei oder vier Jahre warten."
In der Zwischenzeit könnten weitere Faktoren das Projekt gefährden: "Der amerikanische Fernsehmarkt, wie wir ihn kennen, mit seinen Networks und Kabelsendern, implodiert aktuell. Wir sind nicht sicher, ob es in fünf Jahren noch einen Markt für einstündige Seriendramen gibt oder ob dann bereits alles von Realityshows dominiert wird."
McCallum plauderte auch einige generelle Informationen über die Handlung der fertiggestellten Drehbücher aus: "[Die Serie] spielt zwischen Episode III und IV, als Luke Skywalker ein Jugendlicher war, aber sie hat nichts mit Luke zu tun." McCallum betonte, dass Luke in keiner Folge vorkommen werde. [...]
"Im Grunde ist es wie im Paten: Das Imperium baut langsam seine Machtbasis in der Galaxis aus. Das passiert von Coruscant aus, der Hauptstadt. Die Geschichte dreht sich um eine Gruppe von Unterweltbossen, die dort leben und den Drogenhandel und die Prostitution kontrollieren."
Außerdem äußerte sich McCallum zu den 3D-Versionen der Krieg der Sterne-Kinofilme: "Wir fertigen 3D-Versionen aller sechs Filme an, und werden - ab Februar nächsten Jahres - einen pro Jahr machen. Wir fangen mit [Episode] I an und gehen bis zur VI, völlig chronologisch. Wenn es funktioniert, dann gibt es einen Film pro Jahr. Wenn nicht, wird es nur einen geben."
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