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Die Mandalorianischen Kriege (auch bekannt als Der Mandalorianische Krieg) begannen etwa 20 Jahre nach dem Großen Sithkrieg und setzten einer Periode relativer Ruhe ein blutiges Ende. Auslöser des Konfliktes war die mandalorianische Ideologie, Ehre und Ruhm über alles zu stellen, auch und gerade über das Leben selbst. Aus diesem Glauben erwuchsen später Kriegsverbrechen ungekannten Ausmaßes, als die Mandalorianer damit begannen, Millionen abzuschlachten, nur um dadurch eine Reaktion "würdiger Gegner" zu provozieren.
Die Geschichtsschreibung ist in der Frage gespalten, wann genau der Krieg begann. Zu ersten Gefechte zwischen Flotten der Mandalorianer und der Republik kam es bereits 3976 Jahre vor der Schlacht von Yavin, wirkliche Schlachten entbrannten aber erst, als die Mandalorianer 3963 Jahre vor der Schlacht um Yavin republikanisches Gebiet angriffen. Erst nach diesem Vorstoß rief die Republik den Kriegszustand aus, und erst zu diesem Zeitpunkt traten auch einige Jedi, wenn auch nicht der Jedi-Orden an sich, in den Krieg ein.
Die Ursachen der Mandalorianischen Kriege lassen sich bis in das Chaos des Großen Sithkrieges zurückverfolgen. Die mandalorianischen Klans hatten sich auf der Suche nach würdigen Gegnern weit von ihrer Heimatwelt Mandalore entfernt und damit begonnen, die Galaxis auszukundschaften. 3996 vor der Schlacht um Yavin führte sie ihre Suche in das Kaiserin-Teta-System, das zu diesem Zeitpunkt von der Sekte der Krath beherrscht wurde. Geschichten über die militärischen Erfolge eines jungen Anführers der Krath, eines gefallenen Jedi namens Ulic Qel-Droma, hatten Mandalore den Unbezähmbaren angelockt. Nun forderte er Ulic, der zu diesem Zeitpunkt bereits den Titel eines Dunklen Lords der Sith angenommen hatte, zum Zweikampf heraus.
Der neue Mandalore machte Dxun zu seiner Hauptbasis und vereinte die wenigen übriggebliebenen Klans unter seinem Banner. Um sein Heer zu vergrößern warb er Krieger aller Völker an und leitete damit eine neue Ära mandalorianischen Daseins ein. Der Begriff "Mandalorianer" beschrieb nun kein einzelnes Volk mehr, sondern eine Ideologie, eine Kriegersekte, die dem mandalorianischen Grundsatz anhing, Ruhm und Ehre im Kampf zu suchen.
Nach diesen ersten Erfolgen, stießen die Mandalorianer schnell weiter vor. In ihren Augen waren die Verteidigungsstrategien der Republik unehrenhaft, beruhten sie doch oftmals darauf, sich hinter Zivilisten zu verstecken, indem wichtige Verteidigungsanlagen in zivilen Zentren errichtet wurden. Die Hoffnung der Republik war es, die Mandalorianer dadurch von Bombardements und Großangriffen abzuhalten, doch die Mandalorianer enttäuschten die Erwartungen ihrer Gegner. Ohne Erbarmen setzen sie Massenvernichtungswaffen auch und gerade gegen derartig befestigte Großstädte ein.
Die Mandalorianer kannten dabei nur ein Ziel: Kampf und Sieg. Der Preis war ihnen egal. Erbarmungslos und ohne Skrupel legten sie ganze Welten in Schutt und Asche. Serroco, Duro und Eres III wurden zu Synonymen eines Krieges, der keine Gnade, kein Mitgefühl und keine Zivilisten kannte. Die Ausmaße der Massaker auf Welten, die es gewagt hatten, dem mandalorianischen Ansturm Widerstand zu leisten, erschütterten die Galaxis bis ins Mark.
In den ersten Schlachten genügte den Mandalorianern dabei oftmals allein ihre Verbissenheit, um die Republik zu zermalmen. Wieder und wieder wurden ganze Flotten der Republik aufgerieben. Doch der Hohe Rat der Jedi reagierte nicht. Auch die verzweifelsten Hilferufe der ganzen Republik schienen die Ohren der Jedi nicht zu erreichen. Doch einige Angehörige des Ordens vernahmen die Rufe und wollten kämpfen. Ihre Meister aber verweigerten ihnen die Erlaubnis. Sie spürten, daß eine unbekannte Macht in den Schatten dieses Krieges am Werk war.
Die Schlacht von Cathar sollte alles ändern. Unter der Führung von Cassus Fett, dem größten Taktiker Mandalores, wurde Cathar erobert und seine Bewohner versklavt oder abgeschlachtet. Später vermuteten einige, daß der brutale Angriff in Wahrheit von den Sith geplant worden war, um die Jedi in den Krieg zu zwingen. Doch wer immer in Wahrheit verantwortlich war, das Spiel ging auf: der Völkermord an den Cathar veranlaßte die jungen und charismatischen Jedi-Ritter Revan und Malak, sich über die Anweisungen des Rates hinwegzusetzen und eine Gruppe von Jedi-Rittern in den Krieg zu führen.
Doch er selbst war nicht vor Ort. Eine Aufklärungseinheit der Mandalorianer unter der Führung Mandalores stieß außerhalb des Malachor-Systems auf Revans Flotte. Die beiden Oberkommandierenden trafen im Nahkampf aufeinander, der große Anführer der Mandalorianer starb von Revans Hand. Nur Revan wußte, was danach aus Mandalores Maske wurde. Wenig später traf Revan über Malachor ein, doch die Mandalorianer hatten seine Abwesenheit ausgenutzt und erfolgreich die Initiative ergriffen. In diesem Augenblick setzte Revan die Sith-Energien des Planeten unter ihm ein und beeinflußte die Jedi im Orbit mit der Macht von Malachor. Er nutzte ihre Kampfeslust, ihre Angst und ihren Zorn aus, überwältigte ihren Geist und führte sie zur Dunklen Seite. Mit neuer Energie griffen seine Truppen an. Schnell begann sich das Blatt zu wenden. Der Angriff der Mandalorianer kam erst zum Stillstand, dann wurden sie zurückgetrieben, hinunter nach Malachor V.
Als die spätere Verbannte erkannte, daß die Mandalorianer in die Falle gegangen waren, gab sie Bao-Dur den Befehl, die Geheimwaffe zu aktivieren. Nur Augenblicke später mußte sie entsetzt mit ansehen, wie ein großer Teil beider Flotten von einem gigantische Gravitationssog aus dem Orbit gezogen wurde und auf der Oberfläche des Planeten zerschellte. Die Welt selbst wurde bis in ihren Kern gespalten.