
Titel des Films: |
Star Wars: Episode V - Das Imperium Schlägt Zurück (The Empire Strikes Back) |
Produktion: |
Lucasfilm Ltd |
Kinostart USA: |
21. Mai 1980 |
Kinostart Deutschland: |
11. Dezember 1980 | Einspielergebnis USA: |
$ 290,475,067 |
Einspielergebnis Deutschland: |
€ 19.121.607 |
Offizielle Seite: | www.starwars.com |
Wie mein Kollege JM-Talon unlängst so richtig bemerkte, ist Star Wars aktuell nicht forever, wie von offizieller Seite so gerne betont, sondern der reinste Kadaver. Mit anderen Worten: Es tut sich nix, aber so überhaupt nix (mal davon abgesehen, dass Star Wars in Concert unlängst über Irland hineingebrochen ist und umfassend bejubelt wurde; Nächste Haltestelle: Großbritannien und danach Oberhausen und Hamburg).
Gehen wir also - für die etwa 3,5 Leser, die es interessiert ;-) - zum gefühlt 1138. Mal in die Vergangenheit zurück, als es noch Neuigkeiten gab. Heutiges Reiseziel: Der Mai 1980, als Das Imperium schlägt zurück bewies, dass Krieg der Sterne mehr war als nur ein One-Hit-Wonder und die Washington Post die vielleicht ehrlichste und bodenständigste Filmkritik veröffentlichte, die Krieg der Sterne je bekommen hat:
Das Imperium schlägt zurück
von Judith Martin
Das Imperium schlägt zurück einen guten Trashfilm zu nennen, ist keine Beleidigung, denn es gibt auch jede Menge schlechten Trash. Und wir wollen uns doch nicht der Versnobtheit hingeben, es sei undemokratisch zu behaupten, Kultur kenne keine Hierarchie oder es wäre gar unmöglich, dass ein und dieselbe Person sowohl die Erzeugnisse der oberen wie auch der unteren Qualitätsstufe mögen könnte.
Aber wenn seichte Unterhaltung gut gemacht ist, wird irgendwer mit Sicherheit die extravagante und unhaltbare Behauptung aufstellen, es handle sich in Wahrheit um große Kunst. Man wird hören, dass diese Fortsetzung von Krieg der Sterne Teil einer großen, neuen Mythologie wäre, als handelte es sich um die Orestie des Dichters Aischylos. Ihr Schöpfer George Lucas hat enthüllt, die beiden Filme seien in Wahrheit die Teile vier und fünf einer neunteiligen Saga, als ob die Zuschauer eines Tages auf die gleiche Weise zu einer Gesamtaufführung strömen würden wie Wagnerianer heute nach Bayreuth pilgern, um Wagners Ring von Anfang bis Ende zu erleben.
Alles Unfug! Das Imperium schlägt zurück ist kein monumentales künstlerisches Werk, sondern ein Science-Fiction-Film, der allerdings bissiger auftritt als die meisten, selbst als sein eigener Vorläufer. Ein Schokoriegel ist eine wunderbare Süßigkeit, auch ohne so zu tun, als ob er in Wahrheit eine Mousse au Chocolat wäre, Musicals bieten wundervolle Unterhaltung auch ohne sich mit Opern zu messen und Jeans sind perfekte Kleidungsstücke, die dennoch nichts mit der Haute Couture zu tun haben. Es gibt Zeiten, wo man einen wirklich guten Hot-Dog jedem Steak vorzieht, und trotzdem ist man sich dabei doch bewusst, dass es sich bei der einen Speise um Junk Food handelt und bei der anderen nicht.
Das Imperium schlägt zurück verfügt weder über eine Handlungsstruktur, noch über Charakterstudien, geschweige denn eine Charakterentwicklung, noch über eine emotionale oder philosophische Linie. Der Film bietet auch keine eigenständige Vision der Zukunft, sondern vielmehr ein Potpourri aus anderen Trashsubkulturen, darunter Western, Kostümfilme und Kriegsepen. Sein Alleinstellungsmerkmal sind "Spezialeffekte", visuelle Tricks, einige davon verspielt, kreativ und beeindruckend, andere hingegen klassische Weltraumfilmklischees.
Die Gesamtwirkung ist dennoch wild, reizvoll und manchmal auch amüsant. Wie ein guter Hot-Dog, ist das auf einem Feld durchaus eine Leistung, auf dem mehrheitlich ungenießbarer Schrott zu finden ist.
In diesem Film werden, genau wie in Krieg der Sterne, drei gut, aber durchschnittlich aussehende junge Leute (Mark Hamill als Luke Skywalker, Harrison Ford als Han Solo und Carrie Fisher als Prinzessin Leia) von einer finsteren Gestalt in schwarzer Maske und Mantel namens Darth Vader verfolgt. Es fällt schwer, Skywalker dabei nicht für einen Schwachkopf zu halten - aus verschiedenen Gründen hängt er die meiste Zeit kopfüber in der Gegend herum und muss ständig von anderen Leuten gerettet werden -, aber tapfere Helden sind traditionell nicht besonders helle.
Es gibt neue böse Roboter, sowie die guten Roboter C-3PO und R2-D2, deren menschliche Attitüde die Zuschauer im ersten Film bezaubert hat. Ein neue Puppe, die einen großen Guru darstellt, aber eher wie ein ältliches ostasiatisches Nagetier aussieht, ist ein großer Erfolg, ein Reittier, das dem hinteren Teil eines billigen Kamelkostüms gleicht, hingegen nicht. Die Mönchsfigur, die von Alec Guinness dargestellt wird, ist zurück und diesmal mit funkelnden Lichtern auf den Schultern und transparentem Körper unterwegs, beides Zeichen dafür, dass der Charakter in Krieg der Sterne gestorben ist.
Die Zukunft gehört nicht länger allein weißen Männern und einer Alibiprinzessin in einem weißen Kleid. Die Prinzessin hat sich für den Krieg passendere Kleider gesucht, und es gibt neben ihr noch eine weitere Frau im Universum, die man bei der Arbeit im Hauptquartier sehen kann. Es gibt einen Schwarzen, Billy Dee Williams, der als jemand zu sehen ist, der anscheinend vom Verband für kleine und mittelständische Betriebe einen Planeten zugewiesen bekommen hat und sich ständig darüber geklagt, dass er ja "keine Wahl" hätte, wenn er alle Leute in seinem Umfeld verrät.
Zu Anfang und Ende des neuen Films, steht es zwischen dem bösen Imperium und der guten Rebellion gleichermaßen unentschieden, denn Tatsache ist, dass es keinen Anfang und kein Ende gibt, sondern nur verschiedene Verfolgungsjagden, die in die Mitte eines Films passen würden - eine im Eis, verschiedene mit Raumschiffen in Weltraumkämpfen und einige klassische Duelle, bei denen die Schwerter durch Laserstrahlen ersetzt wurden und die Verwendung der mystischen "Macht" bedeutet, dass es möglich ist, sich seine Waffe zurückzuholen, nachdem sie einem aus der Hand geschlagen worden ist.
Was das Konzept der Macht angeht, ist sie ein Mischmasch aus verschiedenen Aspekten der aktuellen Sektenmode ohne ideelle Grundlage. Sie scheint weder an ethische Normen, noch an einen Verhaltenskodex geknüpft zu sein. Skywalker wird nie dafür gemaßregelt, dass er seinen Guru zunächst unfreundlich behandelt, als er noch nicht weiß, mit wem er es da eigentlich zu tun hat und dabei dem hungrigen Gnom sogar das Essen aus der Hand schlägt. Wieviele Religionen würden es dulden, dass sich ein Schüler weigert, mit seinem getarnten spirituellen Führer Essen zu teilen?
Andererseits sieht man sich Trashfilme allerdings auch nicht an, um philosophische oder religiöse Erkenntnisse zu gewinnen, oder?
Am 7. Tag ruhte der Herr und heute mit ihm offenbar auch die Nachrichtenwelt. Greifen wir also mal wieder tief in die Schatztruhe wundervolle historischer Texte zu unserer Lieblingssaga. Heute im Angebot: Die begeisterte Originalkritik der Washington Post zum allerersten Krieg der Sterne vom 25. Mai 1977:
Krieg der Sterne
von Gary Arnold
George Lucas' wunderbarer Science-Fiction-Abenteuer-Fantasyfilm Krieg der Sterne ist seit heute im Uptown-Kino zu sehen, ein neuer Klassiker in bester Kinotradition: Ein Weltraum-Mantel-und-Degen-Film!
Der junge amerikanische Filmemacher Lucas, der mit American Graffiti erste Berühmtheit erlangte, hat vier Jahre lang am Drehbuch, den Vorbereitungen, der Regie und dem Schnitt von Krieg der Sterne gearbeitet. Er hat eine clevere und erfrischende Mischung von Themen und Klischees aus den Flash Gordon- und Buck Rogers-Comics und -Serien zusammengestellt und damit in Zusammenhang stehende, aber gleichzeitig nicht unbedingt naheliegende Quellen wie Western, Piratendramen, Luftkampffilme und Samuraiepen in die Komposition hineingenommen.
Der unwiderstehliche stilistische Charme des Films ist allerdings der Tatsache geschuldet, dass Lucas es versteht, mit unfehlbarer Geschicklichkeit und viel Humor auf eine Reihe von Actionfilmquellen zurückzugreifen. Das Fantasy-Leben, das sein Film zur Welt bringt, hat er in allerhöchstem Maße im Griff.
In American Graffit gelang es Lucas, eine Zeit im Leben und eine Epoche der amerikanischen Sozialgeschichte in einer einzigen Nacht zu komprimieren.
In Krieg der Sterne hat er nun bekannte Szenen, Erwartungen und Bauteile einer Reihe von Actionfilmhelden neu aufpoliert und zu einer Szenerie vereint, die durch liebevolle Parodie und wundersame Frische überzeugt.
Die junge Hauptfigur namens Luke Skywalker ist ein aufrichtig naiver und gleichzeitig unerschrockener, mechanisch begabter Junge, der sich einem bösen intergalaktischen Reich entgegenstellt. Als Filmemacher konstruiert Lucas eine intergalaktische Vergnügungsfahrt erster Güte in einem hochfrisierten und individuell aufgemotzten Flitzer, der von einer Investition in Höhe von 8 bis 10 Millionen US-Dollar angetrieben und von Dutzenden talentierter Handwerker und Techniker gewartet wird.
Der Film beginnt mit einem Prolog in Textform, der uns in eine frühe Folge einer alten Fernsehserie einzuführen scheint. Lucas treibt dieses Motiv im Laufe des Films in grandiosen Szenen auf die Spitze, die von einer gefährlichen Situation zur nächsten, von einem sagenhaften Kampf zum anderen führen und damit erahnen lassen, wie ein 12teilige Serie aussehen würde, wenn man sie auf ihren actionreichen Kern verdichten könnte.
Krieg der Sterne beginnt mit einem Paukenschlag. Das Raumschiff der Heldin Prinzessin Leia (Carrie Fisher), einer Rebellin, die sich für die Wiederherstellung der intergalaktischen Republik engagiert, wird vom Todesstern aufgebracht, einer scheinbar unzerstörbaren Raumfestung, die als ultimative Waffe des totalitären Weltraumreiches entwickelt worden ist. Bevor die Wachen der Prinzessin besiegt werden und sie selber gefangengenommen wird, gelingt es ihr noch, in den Speicherbänken eines dicken kleinen Roboters namens R2-D2 einen Hilferuf und die geheimen Blaupausen des Todessterns abzusetzen.
Der kleine Botschafter, der in Piep- und Pfeiftönen spricht und diese wie Harpo Marx auf witzige Weise einsetzt, flieht in einer Rettungskapsel zusammen mit seinem sprechenden Robotergefährten, einer schlaksigen, pingeligen, goldfarbenen Maschine namens C-3PO, deren Persönlichkeit an eine überspezialisierte Kreuzung des Schaupielers Edward Everett Horton mit dem 2001-Computer HAL denken lässt. Die Roboter landen auf dem kargen Planeten Tatooine, wo sie schließlich Luke (Mark Hamill), der als Bauernjunge mit seiner Tante und seinem Onkel lebt, und den anderen Figuren, die der Prinzessin zur Hilfe kommen werden, in die Hände fallen.
Zu diesem Zeitpunkt setzt eine Sequenz von Erläuterungen ein, in der das Geplapper von C-3PO zu einer nervtötenden Plage zu werden droht. Die Lage bessert sich wieder, als die gestrandeten Roboter von den kapuzenumhüllten, rotäugigen Zwergenwesen namens Jawas gefangen werden, die auf Tatooine ein Entführungs- und Schrottwiederaufbereitungsgewerbe zu betreiben scheinen. Gut für die Galaxien, dass sie die Roboter an Lukes Onkel verscherbeln.
Der Film scheint sich zu diesem Zeitpunkt über seinen Grundton und seine Orientierung ein wenig im Unklaren zu sein, zumindest bis zum Auftritt von Alec Guinness, der als Eremitenkrieger Ben Kenobi zu sehen ist, ein früherer Kampfgefährte von Lukes totem Vater und der Mentor des Jungen.
Die Prinzessin hat ihren Hilferuf an Ben abgesetzt, und als Guinness die Bühne betritt, ist klar, wie der Film ausgehen wird. Seine Gegenwart zeichnet sich durch eine humorvolle Ernsthaftigkeit aus, die den Anfangsteil des Films zu stabilisieren scheint. In dem entscheidenden Augenblick, da man schon fürchten musste, Lucas' Einfallsreichtum könnte bereits am Ende sein und seine Ideen unausgegoren bleiben, liefert Guinness das nötige emotionale Gleichgewicht und bietet als Respektsperson einen Anker für die Filmhandlung.
Der endgültige Durchbruch gelingt dem Film als Luke und Ben in die Stadt gehen, um sich ein intergalaktisches Transportmittel zu verschaffen, wobei sie auf das unvergleiche Gespann aus Han Solo und Chewbacca treffen, ein schneidiger Söldnerpilot und sein zotteliger, riesiger, knirrender Ungeheuermaat vom Volk der Wookies. Diese Figuren erweisen sich schon allein als wundervolle und amüsante Gefährten, doch ihr Auftritt wird durch den phantastischen und urkomischen Ort ihres Zusammentreffens noch verstärkt: Eine futuristische Cantina, in der alles menschliche, halbmenschliche und nichtmenschliche Gesindel der Gegend zusammenströmt.
Dieser Hang zu Monstern und Ungeheuern ist ein genial übernommenes Comicelement, und ich vermute, dass Szenenbildner John Barry zumindest teilweise von einem privaten Scherz inspiriert worden ist, arbeitete er doch in der gleichen Funktion an Stanley Kubricks Version von Uhrwerk Orange, ein Film, der in einem futuristischen Gefängnis begann. Die Tatooine-Cantina ist die Art Schauplatz, an der sich die gleiche Art von Halbstarken einige Mutantengenerationen später treffen würde. Die blasenköpfigen, langschnäuzigen Besucher aus der Werkstatt von Stuart Freeborn, der bereits an David Leans Oliver Twist, Kubricks Dr. Seltsam und 2001 und der Hercule-Poirot-Maske für Albert Finney in Mord im Orientexpress arbeitete, stellen einige faszinierende Fragen über die Zivilisation auf Tatooine, die leider nie beantwortet werden.
Han Solo ist die extravaganteste menschliche Rolle des Films, und Harrison Ford, der als jener Rennfahrer in American Graffiti zu sehen war, der Paul Le Mat herausforderte, genießt es offensichtlich, den unwiderstehlichen Charme zynisch abgeklärten Heldentums voll auszukosten. Es wäre beruflich fatal, ein so ideale Rolle, die dazu taugt eine ganze Karriere zu befeuern, zu verpfuschen, und auch wenn Ford seinen Han Solo entspannt und nuschelnd anlegt und damit zeitweise an Jack Nicholson erinnert, nutzt er seine einzigartige Chance doch voll aus. Millionen Kinder und Erwachsene wird er mit seinen trotzigen Aussagen begeistern, zum Beispiel mit "Die sollen nur kommen. Ein offener Kampf ist mir lieber als dieses heimliche Getue!"
In der Cantinasequenz gibt es einen entzückend neckischen Augenblick, in dem wir kurz sehen, wie ein Monster anfängt zu lachen, nachdem ein anderes Monster offenbar einen Witz erzählt hat. Für eine Sekunde wirkt es, als wäre ein Comicstrip von Illustrator Ed Koren plötzlich zum Leben erwacht. Von diesem Moment an, hatte ich volles Vertrauen in und viel Vergnügen an Lucas' Regieführung.
Die Art und Weise, wie dieser Augenblick nur eben noch zu sehen ist, scheint der Schlüssel zum Witz des Films zu sein. Der Stil von Krieg der Sterne ist offensichtlich von Kubrick inspiriert worden - und viele Mitarbeiter haben früher entweder mit dem Meister gearbeitet oder sich sichtbar von ihm inspirieren lassen -, aber die Atmosphäre und das Tempo sind auf wunderbare Weise komplett anders als in 2001 oder Uhrwerk Orange. Lucas' Film ist da fröhlich, wo Kubrick nur unheilschwanger war. Einer der Gründe, weshalb Barrys Cantina so voller Humor steckt, ist, dass Lucas sich dort nicht lange aufhält, anders als Kubrick, der das Dekor des Nachklubs in Uhrwerk Orange minutenlang penibel abtastete. Neue Blickwinkel und Ungeheuer tauchen mit unglaublicher und amüsanter Geschwindigkeit auf, um gleich wieder zu verschwinden. Lucas' Science-Fiction-Stil baut auf spielerisch lustige Üppigkeit.
Die verschiedenen Science-Fiction-Quellen, auf die Lucas sich stützt und die er ausschmückt oder über die er sich lustig macht, sind mehr oder weniger zu erwarten. Seine Bezugnahme auf andere Actiongenres stellen allerdings einen großartigen Bonus dar. Lukes Rückkehr zu seinem brennenden Heim zum Beispiel und Han Solos Duell in der Cantina mit einem Kopfgeldjägeralien sind klassische Westernelemente, und erstere Szene scheint direkt von einer zentralen Sequenz in Henry Hathaways Nevada Smith inspiriert worden zu sein, die Lucas auf brilliante Weise in einen anderen Kontext überführt.
Einer der besten Augenblicke des Films ist Fishers Darbietung der Dialogzeile "Viel Glück" gegenüber Hamill, bevor die beiden über einen Abgrund auf dem Todesstern schwingen. Lucas konstruiert ein Dreiecksverhältnis zwischen Luke, Han Solo und der überheblichen, herrischen, unbezähmbaren Prinzessin, die absolut entschlossen zu sein scheint, in Liebesdingen möglichst unentschlossen zu wirken.
Wenn die Prinzessin jemals jemandem ihre Zuneigung schenken sollte, so scheint die poetische Gerechtigkeit es zu verlangen, dass sie sich ihren beiden Helden in gleichem Maße zuwendet. Könnte diese schelmische Anspielung auf eine mögliche Menage à trois gar für die PG-Bewertung des Films verantwortlich sein, dessen Kampfszenen zwar zahlreich, aber doch kaum realistisch sind?
Sofern man annehmen will, dass Flucht ins 23. Jahrhundert und King Kong im vergangenen Jahr die Academy-Awards für Spezialeffekte verdient haben, so reicht kein Preis unter der Sonne aus, den Beitrag von Leuten wie John Dykstra und John Stears zu Krieg der Sterne zu würdigen. Man mag vermuten, dass Steven Spielbergs Unheimliche Begegnung der 3. Art, der zu Weihnachten in die Kinos kommen soll, Effekte ähnlicher Qualität bieten wird. Die Academy könnte daher gut beraten sein, die Spezialeffektpreise des letzten Jahres zu widerrufen, bevor sie die diesjährigen verleiht.
Dykstra und Stears haben Lucas geholfen, die Raumkämpfe zum filmischen Höhepunkt auszuformen, und diese wirken mitreißender als ihre Vorbilder in alten Kriegsfilmen. Seit der Unterwasserschlacht am Ende von James Bond - Feuerball hat es keine so herrlich stilisierte Kampfsequenz mehr gegeben, und für jenes Projekt wurde Stears mit dem Oscar ausgezeichnet. Die letzte Explosion des Films ist hierbei besonders gelungen: Die melodramatischen Sorgen um die Helden werden in einem lyrischen Sternenschauer aufgelöst.
Eltern, die auf der Suche nach einem angemessen Film für ihre Sprösslinge gezwungenermaßen Flucht ins 23. Jahrhundert ertragen haben, können sich hier nun zurücklehnen und entspannen. George Lucas hat die Art von Science-Fiction-Abenteuerfilm gemacht, von dem man nur träumen kann, für Erwachsene genauso wie für Kinder.
Und auch die Aktionäre der 20th Century-Fox können sich freuen, denn Krieg der Sterne wird mit nahezu absoluter Sicherheit ein riesiger Erfolg werden, bei Publikum und Kritikern gleichermaßen. Der Film hat sogar eine echte Chance, den phänomenalen Erfolg von Der Weiße Hai zu übertreffen, und ich wäre nicht überrascht, wenn Krieg der Sterne noch vor Ende dieses Jahres mindestens die Nr. 2 der größten Filmerfolge unserer Zeit geworden ist.
Ich weiß von zwei filmbegeisterten Spekulanten, die sofort, nachdem sie den Film gesehen hatten, ihre Börsenmakler anriefen. Mehr und mehr Studios verlassen sich auf eine Handvoll talentierter junger Filmemacher, um sich aus den Fängen von Konkurs und Vergessenheit zu befreien. Mit Krieg der Sterne hat George Lucas der 20th Century-Fox neuen Lebensatem eingehaucht.
Wer Dave Prowse auf Conventions oder besonders im Vorfeld von Episode III in Interviews gelesen oder gehört hat, der weiß, dass er gern auch in Episode III trotz Hüft-OP Darth Vader gespielt hätte. Wer kann es ihm verdenken?! Außerdem hat der geneigte Fan des öfteren gehört, dass Dave Prowse gern auch die Stimme von Darth Vader übernommen hätte, die am Ende bekanntlich von James Earl Jones gesprochen wurde.
Alltop.com hat jetzt auf YouTube ein Video ausgebuddelt, wo Dave Prowse als Vader zu hören ist. Das Video selbst ist nicht neu - ganz im Gegenteil: bereits vor beinahe drei Jahren wurde es auf der Videoplattform eingestellt, aber dennoch ist es auch heute noch hörenswert. Das Video hat den charmanten Titel "Vaders usprünglich erbärmliche Stimme".
Nun mag jeder selbst eine Meinung darüber haben, ob es nötig war, dass Dave Prowse quasi im Kinosessel erfuhr, dass jemand anderes "seine" Rolle gesprochen hat, aber verstecken muss sich James Earl Jones jedenfalls nicht vor dem Original, um es diplomatisch zu formulieren.
Eine Anmerkung in eigener Sache: Ja, Dave Prowse ist ein netter Kerl und immer interessiert an seinen Fans. Er ist ein sehr netter Umgang auf Conventions und ich habe nichts gegen ihn. Nicht im geringsten. Und trotzdem muss es erlaubt sein, auch die andere Seite zu zeigen.
Auf Schnittberichte.com ist jetzt auch ein äußerst ausführlicher Artikel zu Das Imperium schlägt zurück online gegangen.

Verglichen werden Special Edition und Kinofassung - und wie gehabt gibt es eine ganze Reihe weiterer Informationen zum Film. Viel Spaß beim Lesen!
Erst letzte Woche war die Trilogie als 3D-Version zuletzt in der Presse, wir berichteten, und nun gibt es einen neuen Kommentar zu dem Thema von George Lucas, den er im Fahrtwasser der Golden Globe Verleihung geäußert hat.
Wie die Kollegen von ClubJade.Net melden, wurde der Erfinder der Saga aufgrund des Erfolgs von James Camerons Avatar bei der Preisvergabe, wo der Streifen unter anderem als bester Dramafilm geehrt wurde, erneut nach einer Veröffentlichung von Star Wars als 3D-Version befragt und antwortete darauf:
Wir haben uns seit vielen, vielen, vielen Jahren mit der Möglichkeit beschäftigt, Star Wars in 3D umzuwandeln. Aber die Technologie war einfach nicht da. Wir haben so unsere Probleme damit gehabt, aber ich denke, das hier wird ein neuer Anstoß sein, dass es was wird.
Es ist eine zu erwartende Äußerung im Anschluss an den Erfolg von Avatar und bedeutet erst einmal nichts, außer dass George Lucas die Idee offenbar noch nicht verworfen hat.
Die offizielle Seite berichtet über ein alternatives Vader-Kostüm von 1976:
Wer das Glück hatte, bereits vergangenen Herbst eine Ausgabe von The Complete Vader in die Finger zu bekommen, dürfte von dem feschen Vader-Kostüm auf Seite 17 faszininiert gewesen sein - ein Kostüm, das auf frühen Konzeptzeichnungen Ralph McQuarries für die Figur des Darth Vader zu beruhen scheint.
Doch dieses Kostüm, das häufig irrtümlich für eine frühe Variante des Helms und der Rüstung des Dunklen Lords gehalten wird, kam nie auch nur in die Nähe der englischen Studios, in denen Krieg der Sterne damals gedreht wurde, nein, es war vielmehr ein Halloween-Kostüm, das Konzeptzeichner Joe Johnston anlässlich einer Party bei Industrial Light & Magic im Oktober 1976 anfertigte.
Der ehemalige ILM-Maskenbildner John Brosio, der ebenfalls einen recht imposanten Vader schuf, sprach unlängst mit Johnston über das mythenumrankte "McQuarrie-Vader-Kostüm" und sein Verbleiben:
Haben Sie selbst das ganze Kostüm gebaut?
Ja. Ich habe es nach der Arbeit bei ILM gebaut. Gegen Ende musste ich dann noch eine Nachtschicht einlegen.
Woraus bestand das Kostüm? Styropor? Fiberglas?
Ich habe einen Fiberglas-Abguss, der mit einer Kostümlieferung hereinkam und dann weggeworfen worden war, mit Styropor überformt. Das Styropor hat den Originalabguss, der eine leicht bräunliche Farbe hatte und nur sehr groß ausgearbeitet war, völlig überzogen. Der Helm basierte auf einem deutschen Armee-Spielzeughelm aus Plastik, an den ich Styropor- und Modellbauteile angebracht habe.
Stimmt es, dass Sie dazu Diskostiefel anhatten?
Nein. Die Stiefel habe ich aus einem alten Paar Schuhe gemacht, an die ich einen 10 cm dicken Schaumgummiblock geklebt habe. Dann habe ich die Schuhform daraus ausgeschnitten und das Gesamtergebnis mit Styropor überformt.
Wann genau haben Sie das Kostüm gebaut?
In den beiden letzten Oktoberwochen 1976. Es basierte auf dem Konzeptbild Ralph McQuarries mit dem Schwertkampf zwischen Luke und Vader [in Wahrheit zeigt das Bild Deak Starkiller und Darth Vader, Anm. d. Übers.], deshalb sieht es auch nicht so aus wie das eigentliche Filmkostüm von Vader. Damals kannte ich das Vader-Kostüm von John Mollo noch nicht. Auch farblich habe ich mich an das Konzeptbild gehalten, deshalb ist das Kostüm blaugrau.
Wann ist es kaputtgegangen?
Ich hatte es in einer Kiste mit allen möglichen Krieg der Sterne-Sachen, und dann fiel eine schwerere Kiste darauf, also ich im April 1978 nach Marin County umzog. Es war zu stark beschädigt, um es noch zu reparieren, also habe ich es weggeworfen und nur den Helm behalten.
Konnten Sie aus dem Helm gut sehen?
Sehr gut sogar. Ich habe eine Sicherheitsbrille mit getönten Gläsern in den Helm eingebaut.
Wo ist der Helm heute?
Ich habe ihn einige Jahre lang aufbewahrt, aber es fielen immer wieder Teile ab, und da es sowieso nicht der offizielle Vader war, hatte ich keine Gewissensbisse, ihn schließlich der Mülltonne anzuvertrauen.
Ein paar weitere Bilder des Kostüms findet ihr auf StarWars.com.
Restausgaben der fehlerhaften Originalausgabe von The Complete Vader sind bei Amazon.de erhältlich, die offizielle Neuausgabe soll im Oktober nächsten Jahres erscheinen.
Am Wochenende ist mit der CES in Las Vegas eine der wichtigsten Messen für Unterhaltungselektronik zuende gegangen. Die Messe stand ganz unter dem Zeichen des 3D-Heimkinos. Nicht zuletzt beflügelt durch den kommerziellen Erfolg von Avatar ist das Filmerlebnis in der dritten Dimension in aller Munde.
Und so wundert es auch eigentlich niemanden, dass die Medien direkt auch wieder Star Wars und Herr der Ringe aus der Kiste geholt und ins 3D-Spiel gebracht haben. Die eintrudelnden Nachrichten diesbezüglich haben in den letzten Stunden, was die Schlagzahl angeht, deutlich zugenommen. Den Nachrichten ist eine Sache gemeinsam: in Sachen Star Wars und 3D gibt es keine Neuigkeiten, auch wenn das Gegenteil angedeutet wird.
Richtig ist, dass sich Lucasfilm eine Veröffentlichung der Star-Wars-Filme in 3D vorstellen kann. Das ist seit beinahe 5 Jahren bekannt und kein Geheimnis. Ursprünglich ist sogar die Veröffentlichung zum 30. Geburtstag im Jahr 2007 angedacht gewesen. Richtig ist aber auch, dass das avisierte technische Verfahren von In-Three später wohl doch nicht mehr als so positiv angesehen wurde (siehe unten) und wir somit zumindest kurzfristig keine 3D-Veröffentlichung sehen werden. Zuletzt äußerte sich George Lucas persönlich im August 2008 zu dem Thema.
Wir versuchen, das zu tun. Wir haben an einigen Filmen gearbeitet - zusammen mit einer Firma, welche vor einigen Jahren die Technologie entwickelt hat, um Filme in 3D zu konvertieren. Das System funktioniert großartig. Es ist nur nicht besonders praktisch. Woran wir also seitdem arbeiten, ist die Entwicklung eines praktischeren Weges, das zu bewältigen. Und wir werden dahin kommen. Es ist nur eine technologische Herausforderung.
Sofern irgendwann der Markt da ist, werden wir sicherlich auf Star Wars in 3D hoffen können, aber konkret ist da aktuell gar nichts, egal was durch den Blätterwald rauscht.
StarWars.com präsentiert eine weitere Radiospot-Kampagne, die damals Werbung für die klassische Trilogie machte.
Laut StarWars.com sind damit alle Werbespots verfügbar und online (Links findet Ihr auf StarWars.com).
Die heutige Veröffentlichung betrifft vier Spots und damit die Kampagne "D", die Ende 1977 bis ca. Anfang 1978 in den Radios lief.
"Star Wars: Strictly big screen stuff"
"A billion years in the making"
"Mere words can't describe it!"
Selbst Pete Vilmur, Autor des Beitrags auf der offiziellen Seite, muss ein wenig über die Slogans schmunzeln, welche die beteiligten Schauspieler und Crewmitglieder zum besten geben (mussten).
Ein Stück Star-Wars-Zeitgeschichte!
Auf Schnittberichte.com ist zu Eine neue Hoffnung pünktlich zu Weihnachten ein äußerst umfassender Artikel zu den diversen Fassungen des Films online gegangen.

Wusstet Ihr beispielsweise, dass es eine Schnittfassung gab, wo der Film gerade mal 15 Minuten dauerte? Wie oft wurde der Film in Deutschland veröffentlicht? Könnt Ihr Euch vorstellen, dass er gleich 24x erschienen ist?
Das alles und noch viel mehr bietet der Bericht, der für sich allein beinahe schon ein kleines Buch darstellt. Ein Besuch auf der Webseite lohnt sich!
Zum Bericht kommt Ihr hier. Vielen Dank an Markus für den Hinweis auf seinen Bericht und die wirklich tolle Arbeit!
TheDigitalBits.com ist traditionell eine Seite, die den Finger recht gut am Puls der Filmemacher und Studios hat, wie sich im Nachhinein oft herausstellt, wenn dann tatsächlich eintritt, was die Seite zuvor andeutete. Dieses Mal wagt Bill Hunt den Blick Richtung Blu-rays der nächsten 24 Monate - und da ist für Indy- und Star-Wars-Fans Futter dabei:
Also, lasst uns doch mit dem anfangen, von dem wir meinen, dass es die interessantesten Entwicklungen sind. Auf Basis von Informationen von Industriequellen in den letzten Monaten haben wir ernsten Grund zur Annahme, dass Lucasfilm und Paramount planen, die klassische Indiana-Jones-Trilogie im Jahr 2010 auf Blu-ray zu bringen. Im Jahr 2011 sollen einige oder sogar alle Star-Wars-Filme folgen (entweder die klassische oder die Prequel-Trilogie oder möglicherweise sogar das lang erwartete Saga-Box-Set).
Soweit der kurze Blick in die Kristallkugel. Ob es so kommen wird, bleibt abzuwarten. Unwahrscheinlich ist es nicht, denn viel später wird es keinen Sinn machen und Lucasfilm äußerte sich in Gestalt von Steve Sansweet, dass die Blu-rays in den nächsten paar Jahren kommen werden. Erst vor rund zwei Wochen äußerte sich 20th Century Fox, dass man selbst großes Interesse habe und auf Lucasfilms Ok warte. Es bleibt spannend.
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