
Titel des Films: |
Star Wars: Episode I - Die Dunkle Bedrohung (The Phantom Menace) |
Produktion: |
Lucasfilm Ltd |
| JAK Productions | |
Kinostart USA: |
19. Mai 1999 |
Kinostart Deutschland: |
19. August 1999 | Einspielergebnis USA: |
$ 431.088.297 |
Einspielergebnis Deutschland: |
€ 51.057.368 |
Offizielle Seite: | www.starwars.com |
Mal wieder ist ein Jahr vergangen, und ProSieben kramt die Saga einmal mehr aus dem Filmarchiv:
George Lucas schrieb mit seiner Heldensaga Star Wars Filmgeschichte: Grandiose 33 Jahre ungebrochener Erfolg und bis heute das Highlight für Science-Fiction-Fans. Einen Golden Globe, zahlreiche Oscars und Grammies gab es für die beeindruckenden Filme.
- Die Saga erneut auf ProSieben
Die ersten drei Teile erzielten im letzten Jahr erneut einen galaktischen Marktanteil von 18,3 Prozent [E 14-49 J.]. Den größten Erfolg verzeichnete die Saga bei den jungen Männern mit 30,9 Prozent [M 14-29 J.] und 23,6 Prozent [M 14-49J.].
Die Star Wars-Saga handelt vom Kampf der guten Mächte gegen das Böse. Erzählt wird die Geschichte des jungen Jedi-Ritters Anakin Skywalker [Jake Lloyd], der zur dunklen Seite der Macht wechselt und die seines Sohnes Luke Skywalker [Mark Hamill], der als Jedi-Ritter ausgebildet, die Galaxie vom Bösen befreien will.
Wieder was gelernt. Los geht es jedenfalls am 30. Juli um 20:15 Uhr.
Die diversen internationalen Nachrichtenquellen halten noch Sonntagsruhe, und so ist es mal wieder Zeit für eine Minizeitreise. Heute: George Lucas' Ankündigung der Prequels aus dem Jahr 1994:
Vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis kämpften Gut und Böse um das Schicksal des Universums. Dieser Kampf ist im Krieg der Sterne aufgezeichnet, neun Episoden, welche von der Herrschaft des Imperiums künden und erzählen, wie eine kleine, tapfere Gruppe von Rebellen wagte, sie zu stürzen.
- Ein frühes Konzeptbild für den jungen Obi-Wan
Das mittlere Drittel der Geschichte wurde in Krieg der Sterne: Neue Hoffnung, Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter erzählt. Wir haben die Erlebnisse eines jungen Bauernjungen namens Luke Skywalker im Dienst der Rebellenallianz mitverfolgt.
Wir haben zugesehen, wie Luke von Obi-Wan Kenobi und Yoda von der Macht erfuhr und seinen Schmerz gespürt, als er entdecken musste, dass Darth Vader, der angesehenste Befehlshaber der Imperialen Flotte, sein Vater war.
Doch die Saga vom Krieg der Sterne fängt in Wahrheit 40 Jahre vor Lukes schicksalhaftem Treffen mit Obi-Wan an, das ihn auf den Weg seines Schicksals führte. Die ersten drei Episoden beginnen mit der Freundschaft des jungen Ben Kenobi mit Lukes Vater Anakin Skywalker. Als Ben Anakin trifft, sieht er, dass der talentierte Pilot stark in der Macht ist und beschließt, Anakin in den Wegen der Jedi auszubilden. Doch der Imperator spürt Anakins wachsende Kraft, und - entschlossen sie dem Imperium nutzbar zu machen - zieht er den jungen Jedi auf die Dunkle Seite. Anakin Skywalker hört auf zu existieren, und an seiner Stelle betritt Darth Vader die Bühne.
Die neuen Filme werden all die Action der ersten drei enthalten. Ein Großteil des Dramas wird sich jedoch um Verrat drehen - Verrat zwischen Freunden und innerhalb des Imperiums. In diesem Teil der Geschichte sind die Dinge nicht immer, was sie zu sein scheinen, und man weiß nie so recht, wer gut ist und wer böse. Ich plane, Ende 1994 mit dem Drehbuch für Episode I zu beginnen und die Prequels bis zum Jahr 2000 zu veröffentlichen.
Jepp, da steht wirklich "das mittlere Drittel". Die Pläne für die Sequel-Trilogie waren 1994 also anscheinend noch nicht beerdigt. ;-)
Wie Quotenmeter berichtet, ist der Auftakt des Star-Wars-Marathons auf ProSieben erfolgreich gelaufen:
Zu sehen war die inzwischen schon zehn Jahre alte Produktion «Star Wars – Episode I: Die dunkle Bedrohung», die zwar gegen Günther Jauch verlor, aber mit 1,80 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern und einem Marktanteil von 17,1 Prozent beim jungen Publikum dennoch überaus erfolgreich war. Überzeugend sah es angesichts dessen auch beim Gesamtpublikum aus, wo sich ProSieben über 2,56 Millionen Zuschauer sowie 9,6 Prozent freuen konnte.
Nicht besonders gut kam "Blick in die Zukunft" an, allerdings überrascht das eher wenig.
Die weiteren Austrahlungsdaten der Saga findet Ihr in unserer damaligen Meldung.
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Bereits vor einigen Wochen berichteten wir, dass ProSieben ab dem 18. September wieder alle Star-Wars-Filme ausstrahlen wird. Die Liste ist nun komplett.
Freitag, 18. September, 20:15 - 23:00, ProSieben
Star Wars – Episode I: Die dunkle Bedrohung
im Anschluss: Ein Blick in die Zukunft
Sonntag, 20. September, 20:15 - 23:15, ProSieben
Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger
Sonntag, 27. September, 20:15, ProSieben:
Episode III - Die Rache der Sith
Freitag, 2. Oktober, 20:15 - 22:55, ProSieben:
Krieg der Sterne - Special Edition
im Anschluss:: Ein Blick in die Zukunft
Samstag, 3. Oktober, 20:15, ProSieben:
Episode V - Das Imperium schlägt zurück - Special Edition
Freitag, 9. Oktober, 20:15 - 23:00, ProSieben:
Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter - Special Edition
im Anschluss: Ein Blick in die Zukunft
ProSieben verkündete im August stolz in einer Pressemitteilung den Sendeerfolg mit der Star-Wars-Reihe im Jahr 2008:
Bei den Männern in der selben Altersklasse wurde im Jahr 2008 sogar ein Marktanteil von 36,6% erreicht.
Zur zweiten Staffel von The Clone Wars gibt es noch nichts Offizielles, allerdings ist es dafür auch noch etwas früh.
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Wie bereits vor anderthalb Woche berichtet (siehe hier), läuft die Saga im September wieder einmal auf ProSieben. Traditionell zeigt der ORF die Filme zeitgleich in Österreich, in diesem Jahr gibt es allerdings leicht abweichende Termine.
So läuft Episode I - Die Dunkle Bedrohung bereits am 5. September um 22:50 Uhr. Eine Woche später, am 12. September, folgt Episode II - Angriff der Klonkrieger um 22 Uhr.
Weitere Daten stehen zur Zeit noch aus, von einer Fortführung des Wochenrhythmus ist allerdings auszugehen. Die Terminübersicht findet ihr auf ORF.at.
Danke Lord Vader 1138 für den Hinweis.
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Am 9. Oktober veröffentlicht 20th Century Fox Home Entertainment im Rahmen einer "Großen Boxen-Aktion" Neuauflagen der beiden inzwischen vergriffenen Star Wars Trilogie-DVD-Boxen. In Umfang und Ausstattung entsprechen die Neuauflagen den Sets aus dem November 2008, bzw. im Falle der Klassischen Trilogie auch der Familybox von 2005.
Hier die offiziellen Infos von Fox:
Star Wars Trilogie - Der Anfang Episode 1-3
Laufzeit: Ca. 398 Minuten (Farbe)
FSK: Ab 12 Jahren
Bildformat: 16:9, 2.35:1
Audio: Deutsch 5.1 Dolby Surround EX / Englisch 5.1 Dolby Surround EX
Zusatzmaterial: Audiokommentar von George Lucas und anderen Crewmitgliedern zu jedem Film; Internetlink zu weiteren exklusiven Star Wars-Inhalten
- Star Wars: Episode I-III — Der Anfang der großen Saga zum allerersten Mal als 3er-DVD-Set im exklusiven Schuber!
- Das Phänomen der Filmgeschichte
- Das zweiterfolgreichste Film-Franchise weltweit nach James Bond!
- Über 30 Jahre generationsübergreifende Faszination!
- Die Sci-Fi-Saga, die die Filmwelt revolutionierte und weltweit Kultstatus erlangt!
Episode 1-3 erstmals als Box in einem exklusiven Schuber erhältlich!
Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis. Anlässlich des großen Jubiläums erscheint Episode 1-3, also der Anfang der Saga, erstmals als Trilogie im exklusiven Schuber.
Kurzinhalte
Star Wars Episode I - Die dunkle Bedrohung
Rund dreißig Jahre vor den Ereignissen in STAR WARS ist in der Galaktischen Republik ein Streit über die Besteuerung der Handelsrouten ausgebrochen. Der friedliche Planet Naboo mit seiner Königin Amidala wird von der geldgierigen Handels-föderation angegriffen. Als die Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn und Obi-Wan Kenobi im Auftrag des Obersten Kanzlers der Republik verhandeln wollen, entkommen sie nur knapp einem Attentat. Auf der gemeinsamen Flucht mit Königin Amidala müssen sie auf dem Wüstenplaneten Tatooine notlanden. Hier hilft ihnen der Sklavenjunge Anakin Skywalker, das Raumschiff wieder flott zu machen. Anakin gewinnt ein lebensgefährliches Podrennen und weckt in Qui-Gon die Überzeugung, daß er ausersehen ist, das Gleichgewicht der Macht wiederherzustellen. Zurück in Coruscant, der Hauptstadt der Republik, scheitert Königin Amidala bei dem Versuch, den Senat gegen die Handelsföderation zu mobilisieren. Sie kehrt mit den Jedi-Rittern und Anakin nach Naboo zurück, um den Kampf allein fortzusetzen. Eine gewaltige Schlacht beginnt...
Star Wars Episode II - Angriff der Klonkrieger
Zehn Jahre nach der Schlacht um Naboo entgeht Senatorin Amidala nur knapp einem heimtückischen Attentat. Um sie zu schützen, wird ihr Jedi-Meister Obi Wan und sein Padawan Schüler Anakin Skywalker zur Seite gestellt. Während zwischen Anakin und Amidala eine verbotene Liebe entbrennt, rüsten sich die dunklen Mächte für einen gigantischen Krieg, der die gesamte Republik für immer vernichten könnte... Atemberaubende Schlachten, Yodas furioses Laserschwert-Duell und bahnbrechende visuelle Effekte - dieser Film setzt neue Maßstäbe! Hier erwartet Sie das ultimative DVD-Abenteuer, denn dieses 2er-Disc Set mit über 6 Stunden Zusatzmaterial ist der Schlüssel zu den Geheimnissen der gesamten STAR WARS Saga.
Star Wars Episode III - Die Rache der Sith
Im letzten Akt der STAR WARS-Saga wüten die Klonkriege und führen dazu, dass sich die Kluft zwischen Kanzler Palpatine und dem Jedi-Rat immer weiter vergrößert. Dabei gerät der junge Jedi-Ritter Anakin Skywalker in einen schweren Gewissenskonflikt – ratlos, wem er dienen soll. Schließlich aber erliegt er, geblendet von deren Machtverheißungen, den Versuchungen der dunklen Seite, schwört dem bösen Darth Sidious die Treue und nimmt die Identität von Darth Vader an. Zusammen beginnen die Sith-Lords einen Rachefeldzug, der in der Ermordung der Jedi seinen Anfang nimmt. Einzig Yoda und Obi-Wan überleben, vereint in ihrem Willen, die Sith zu stellen. Endlich stehen sich Anakin und Obi-Wan in einem finalen Duell gegenüber. Sie kreuzen die Lichtschwerter in dem Wissen, über die Zukunft der Galaxie zu entscheiden...
Star Wars Trilogie – Episode 4-6
Laufzeit: Ca. 375 Minuten (Farbe)
FSK: Ab 12 Jahren
Bildformat: 16:9, 2.35:1
Audio: Deutsch 5.1 Dolby Surround EX / Englisch 5.1 Dolby Surround EX
Zusatzmaterial: Audiokommentar von George Lucas und anderen Crewmitgliedern zu jedem Film; Internetlink zu weiteren exklusiven Star Wars-Inhalten
- Star Wars: Episode IV-VI — Die 3 Filme, die die Saga unsterblich machten, im neuen attraktiven Schuber als 3er DVD-Set!
- Das Phänomen der Filmgeschichte
- Das zweiterfolgreichste Film-Franchise weltweit nach James Bond!
- Über 30 Jahre generationsübergreifende Faszination!
- Die Sci-Fi-Saga, die die Filmwelt revolutionierte und weltweit Kultstatus erlangt!
Episode 4-6 ist jetzt in einem neuen Schuber erhältlich!
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Star Wars-Saga erscheint diese Collection mit den 3 Filmen, die diese Reihe unsterblich machten. In neuem Design, das neue und alte Fans begeistern wird!
Kurzinhalte
Star Wars Episode IV – Eine neue Hoffnung
Seit der Vernichtung der Jedi-Ritter steht die Galaxie unter der grausamen Herrschaft des Imperiums. Nur eine kleine Gruppe von Rebellen, angeführt von der schönen Prinzessin Leia, widersetzt sich der dunklen Macht. Als es ihnen gelingt die geheimen Baupläne für den gefährlichen Todesstern zu entwenden, gerät das Imperium in Aufruhr. Durch Zufall gelangen die Pläne ausgerechnet in die Hände des Farmersjungen Luke Skywalker der spürt, dass er sein bisheriges Leben hinter sich lassen muss. Gemeinsam mit dem weisen Obi-Wan Kenobi, den Weltraumabenteurern Han Solo und Chewbacca sowie den Droiden R2-D2 und C-3PO nimmt er den Kampf gegen das mächtige Imperium auf. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, denn der Kampfstern kann nur vor seiner Fertigstellung zerstört werden... und der finstere Darth Vader ist ihnen dicht auf den Fersen
Star Wars Episode V – Das Imperium schlägt zurück
Nach einer verheerenden Niederlage in der Schlacht um ihren Stützpunkt auf dem Eisplaneten Hoth sind die Rebellen auf der Flucht vor den imperialen Truppen. Während sich Han Solo mit Prinzessin Leia in die Wolkenstadt Bespin rettet, reist Luke Skywalker zu den düsteren Sümpfen von Dagobah. Nur hier kann er von Jedi-Meister Yoda in die Geheimnisse der Macht eingeweiht werden. Lukes neu erlernte Fähigkeiten werden jedoch schnell auf eine harte Probe gestellt, denn Darth Vader setzt alles daran ihn zur dunklen Seite der Macht zu ziehen. Ein Duell auf Leben und Tod bringt die Entscheidung... und enthüllt die unglaubliche Wahrheit über Lukes Familie.
Star Wars Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter
Im spektakulären letzten Teil der Star Wars Saga rüstet sich das Imperium zur alles entscheidenden Schlacht. Die Rebellen sollen mit Hilfe des neuen Todessterns für immer vernichtet werden. Obwohl sie sich größter Gefahr aussetzen, begeben sich Luke Skywalker und Prinzessin Leia zum Wüstenplaneten Tatooine. Hier gelingt es ihnen, Han Solo aus den Klauen des widerlichen Gangsters Jabba the Hutt zu befreien. Wieder vereint reisen sie zum Mond des Planeten Endor, um dort gemeinsam mit ihren Verbündeten, den Ewoks, der imperialen Übermacht entgegenzutreten. Das schwerste Gefecht von allen steht jedoch dem jungen Luke bevor: Ein Zweikampf mit seinem Erzfeind und Vater Darth Vader, der das Schicksal der gesamten Galaxie für immer besiegeln könnte.
Wer die Prequels oder die Klassische Trilogie in ihrer 2004er-Fassung also noch nicht besitzt und auf Zusatzmaterial verzichten kann, ist mit den Neuauflagen gut bedient. Für alle anderen geht das Warten auf die Blu-rays weiter.
Eine Übersicht über die Prequel-DVD-Veröffentlichungen findet ihr hier bei uns, Infos zu den DVD-Auswertungen der Klassischen Trilogie haben wir hier für euch aufbereitet.
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Alle Jahre wieder ist es soweit: ProSieben rückt die Augen der Fernsehöffentlichkeit auf Star Wars. Auch dieses Jahr bildet keine Ausnahme. ProSieben beginnt die Ausstrahlung der Star-Wars-Filme am Freitag, den 18. September - fast auf den Tag genau ein Jahr nach der letzten Ausstrahlung.
Freitag, 18. September, 20:15 - 23:00, ProSieben
Star Wars – Episode I: Die dunkle Bedrohung
Die bösen Sith-Lords haben den Planeten Naboo besetzt. Dessen Königin Amidala widersetzt sich den Invasoren. Im Jedi-Ritter Qui-Gon Jinn und dessen Lehrling Obi-Wan Kenobi findet sie Mitstreiter.
Sonntag, 20. September, 20:15 - 23:15, ProSieben
Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger
Die Galaktische Republik wird von Konflikten geschüttelt. Neue Gefahren kommen auf die Jedi zu. Separatisten und mächtige Bündnisse stellen eine Bedrohung für die Galaxie dar.
Vielen Dank an Melanie, die auf dem Schweizer Portal Fernsehen.ch die Listings gesichtet hat. Sicherlich wird in den Wochen danach auch der Rest der Filme ausgestrahlt werden. Und wer weiß: vielleicht läuten die Filme dann ja auch schon so langsam den Start der zweiten Staffel auf von The Clone Wars auf ProSieben ein!
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Püntklich zum Geburtstag der ersten Episode der Prequeltrilogie gibt es heute den letzten Teil unseres Rückblicks (die anderen Teile findet ihr hier, hier und hier). Darin enthalten sind ein Artikel über die Arbeit von John Knoll am Lauftext von Episode I und ein Interview mit George Lucas über Episode I. Zum Schluss gibt es noch einen ganz persönlichen Rückblick auf Die Dunkle Bedrohung von mir (Ronen). Vielleicht haben wir es ja geschafft Euch mit dieser kleinen Artikelserie an die aufregende Zeit am Beginn der Prequels zu erinnern oder aber den jüngeren zu vermitteln, was Episode I für die Fans bedeutete.
Den Anfang vom Ende macht John Knoll:
Vor 10 Jahren berichtete die offizielle Seite über etwas scheinbar extrem Simples: Die Konvertierung des Film-Lauftexts von der optischen in die digitale Ära. Dass es doch nicht so einfach war, erzählt im Folgenden ILM-Mitarbeiter und Oscarpreisträger John Knoll:
Es war einmal vor langer Zeit...
Als die Zuschauer 1977 in dunklen Kinosälen überall in Nordamerika saßen, um sich erstmals Krieg der Sterne anzusehen, tauchten 10 Worte in großen, blauen Buchstaben vor ihnen auf - die erste Einstellung des Films. Es gibt viele Methoden, die Tür zu einem Film zu öffnen und die Kinobesucher hereinzubitten: Einführende Worte eines Erzählers, eine lange Aufnahme einer Landschaft, die sowohl den Schauplatz vorstellt, als auch die Atmosphäre der zu erwartenden Geschichte einfängt, oder auch zwei Figuren, die miteinander reden und dabei ihre Persönlichkeit und ihre Beziehung zueinander zeigen können. Für Krieg der Sterne hatte sich George Lucas entschieden, einen Text zu verwenden. Erst einige Titel, dann ein paar kurze Absätze, die in den Sternen im Bildhintergrund verschwinden sollten. Lucas empfand, dass ein Medium, welches seit der Erfindung des Tonfilms in Filmen kaum noch verwendet wurde, die beste Methode war, die Zuschauer zu fesseln und mit seiner Geschichte gleich zur Sache zu kommen, anstatt sich mit der üblicherweise langen Einleitung eines normalen Films aufzuhalten.
Lucas' Technik funktionierte hervorragend und zog das Publikum mitten ins Geschehen. Bei seinen beiden folgenden Krieg der Sterne-Filmen, Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter, wandte er sie wieder an. Jedesmal änderte sich einzig der Text, alle anderen Details blieben gleich, als ob der Zuschauer ein Buch durchblätterte, um ein Kapitel nach dem anderen einer fortlaufenden Handlung zu lesen.
Durch diese Konstante erhielt die Saga Kontinuität, und daran hat sich auch sechzehn Jahre nach dem Ende der Klassischen Trilogie nichts geändert. Während der Nachbearbeitung von Episode I, des jüngsten Kapitels der Geschichte, war es die Aufgabe von John Knoll, des Leitenden Verantwortlichen für die Visuellen Effekte, dafür zu sorgen, dass der traditionelle Lauftext exakt aussah wie in den früheren Filmen. Einmal mehr sollten diese Worte das Erste sein, das eine neue Publikumsgeneration am 19. Mai 1999 von der neuen Episode des Kriegs der Sterne sehen sollte, und selbstverständlich sollte der Anfang des ersten Kapitels genauso aussehen wie die anderen des großen Märchenbuchs.
"Bei der klassischen Trilogie", erklärt Knoll, "wurde ein hochkontrastiver Film mit dem Text flach auf ein langes Leuchtpult - also einen durchsichtigen Tisch, der von unten angeleuchtet wurde - gelegt. Die Kamera lief auf Gleisen an diesem Pult vorbei, wobei sie per Computer gesteuert wurde, um eine gleichbleibende Geschwindigkeit zu garantieren. Wir nennen so etwas eine 'Motion-Control-Kamera'. Um die Illusion zu erzeugen, dass der Text am Horizont verschwand, neigten die Spezialeffektjungs die Kamera leicht und ließen sie dann auf den Gleisen entlangfahren. Danach wurde mit optischen Mitteln noch ein Sternenhimmel dahintergelegt, und fertig war das Material." Diese äußerst effektive Methode wurde bei allen drei klassischen Filmen eingesetzt.
Zurück in die Vergangenheit
Da die digitale Technik viele der traditionellen Effekttechniken ersetzt hat, hatten Knoll und seine Mitarbeiter viel Spielraum bei der Vorbereitung des Lauftexts für Episode I. Doch bevor Knoll mit Computern den Anfang des neuen Krieg der Sterne-Films erstellen konnte, galt es zunächst, die vielen Details der klassischen Lauftexte genau nachzuempfinden. Denn auch wenn die Technik absolut nichts mit ihrem Vorläufer zu tun hat, muss das Ergebnis den Vorbildern der klassischen Trilogie exakt entsprechen.
"Das Problem war, dass damals niemand genaue Aufzeichnungen gemacht hat.", erklärt Knoll. "Deshalb mussten wir fast jedes Element nach Augenmaß abstimmen." Zunächst löste Knoll das Rätsel um die Schriftart. "Wir wussten, dass drei verschiedene Schriftarten verwendet worden waren", enthüllt er, "und zwar die gleichen drei für die ganze klassische Trilogie. Eine Schriftart für das 'Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis...', eine weitere für den Filmtitel am Anfang des Lauftexts, und die dritte für den Lauftext selbst. Aber diese Schriftarten mussten wir erst einmal finden." Dazu schickte Knoll Bilder der alten Lauftexte an die Künstlerische Abteilung von Industrial Light & Magic, wo Typografieexperten begannen, ihre Handbücher zu durchkämmen. Die Schuldigen waren bald gefunden.
"Aber das ist nur eines von vielen Rätseln.", fährt Knoll fort. "Der nächste Schritt war, herauszufinden, welche Art von Linse sie verwendet hatten." Denn verschiedene Linsen ergeben verschiedene Ergebnisse. "Da hatte ich großes Glück.", erzählt Knoll weiter. "Ich habe Peter Daulton ausfindig gemacht, der als Kameraassistent an Die Rückkehr der Jedi-Ritter gearbeitet hatte. Er meinte, es müsste wohl eine 24mm-Linse gewesen sein, und tatsächlich, meine 24mm-Computerlinse passte zu den Einstellungen der klassischen Lauftexte."
Nun galt es, die Geschwindigkeit des Lauftexts genau festzuhalten. "Dafür habe ich mir die alten Lauftexte angesehen", erklärt Knoll, "und dann die Einzelbilder zwischen dem Moment, wenn eine Zeile unten ins Bild kommt und dem Moment, in dem die nächste Zeile dort auftaucht gezählt." Damit wusste Knoll genau, wie schnell der Eröffnungstext in Episode I sein musste.
Zwei entscheidende Faktoren musste Knoll nun noch per Augenmaß bestimmen, zunächst einmal die Farbe. "Wir haben mehrere Farbbeispiele nebeneinander gelegt und sie dann mit den alten Lauftexten verglichen.", fährt Knoll fort. "Wir mussten genau den richtigen Farbton aus der klassischen Trilogie finden." Damit blieb eine letzte Variable, der Neigungswinkel, der mit einer ähnlich altmodischen Technik ermittelt wurde. "Ich habe ein Einzelbild aus dem Lauftext für Krieg der Sterne eingelesen und es dann als Hintergrundbild gesetzt. Danach musste ich nur noch die Kamera neigen, bis die Perspektive stimmte.", erklärt Knoll stolz.
"Die Galaktische Republik wird von Unruhen erschüttert..."
Nachdem nun alle Grundelemente entschlüsselt waren, stand Knoll und seinen Mitarbeitern trotzdem noch harte Arbeit bevor. Denn es galt nicht einfach, den Computer mit Daten zu füttern. Ein hinterleuchteter Text, der mit einer traditionellen Kamera gefilmt wird, erzeugt einen sehr natürlichen Effekt, während sich virtuelle Objekte, die nur im Elektronengehirn eines Computers existieren, ganz anders verhalten. "Wir mussten dreidimensionale Modelle der Buchstaben erstellen", erklärt Knoll, "damit sie ganz nah genauso scharf aussehen wie in der Ferne und dann auch mit der richtigen 3D-Perspektive am Horizont verschwinden können."
Als das erledigt war, blieb nur noch ein letzter Pinselstrich. "Das Sternenmeer war recht einfach zu realisieren.", erzählt Knoll. "Wir benutzen dafür unseren Sternenfeldgenerator. Ich habe mir eine Einstellung aus Das Imperium schlägt zurück gesucht, in der ich fand, dass die Sterne besonders gut aussahen und dies als Vorlage verwendet." Auf diese Weise war sichergestellt, dass alles ideal aussah: Die Distanz zwischen zwei Lichtpunkten, die relative Helligkeit der Sterne, und so weiter. "Ein per Zufallsgenerator erstelltes Sternenmeer sieht nie hundertprozentig richtig aus.", findet Knoll. So konnte von diesem Zeitpunkt an mit Knolls Vorlage ein Sternenmeer generiert werden, wann immer dies nötig war.
Es ist keine Seltenheit, dass Effekteinstellungen, die nur wenige Sekunden zu sehen sein werden, eine Menge Arbeit machen. Doch für einen Effekt, dessen Übergang ins digitale Zeitalter so offensichtlich scheint, ist die Anzahl der nötigen Schritte überraschend. "Egal, wie sehr sich die Instrumente des Filmemachens technisch auch weiterentwickelt haben, sie bleiben immer noch Werkzeuge.", meint Produzent Rick McCallum. "Und Werkzeuge brauchen immer Künstler, die mit ihnen umgehen können und deren kreative Visionen ihnen den Weg weisen. Für uns gibt es kein besseres Beispiel für einen solchen Künstler als John Knoll. Egal, vor welches Problem wir ihn auch stellen, er findet immer eine Lösung, die nicht nur den technischen Anforderungen oder Einschränkungen des Projekts genügt, sondern auch innerhalb der Gesamtgeschichte Sinn ergibt. Gib John eine unmögliche Aufgabe, und er wird sie erfüllen."
Im Wired-Magazin äußerte sich George Lucas im Mai 1999 zu Episode I, zur Rückkehr in den Regiestuhl und zur inzwischen eingetretenen Zukunft des Internets (jepp, der Mann hat die Bezeichnung "Visionär" mehr als verdient):
Eine große Illusion - Der Meister der Mythen schreibt die Geschichte neu.
"Ich will, dass der Typ rechts stärker reagiert.", sagt George Lucas und deutet auf einen großen, dünnen Gunganerkrieger auf einem Kaadu. Neue Torbögen am Wall eines Schlosses will er, weitere Mechanikerdroiden an einer anderen Stelle, die Vegetation auf einem von Naboos Plätzen will er neu angeordnet haben, und das Kostüm des zweiköpfen Podrennkommentators soll geändert werden. Ein ganz normaler Tag in der Nachproduktion des neuen Kriegs der Sterne.
Der Mann hinter dem Mythos sitzt wieder hinter dem Steuer und nutzt die ganze Macht von ILMs neuer Generation: Das nonlineare 3-D-Filmemachen, das er bei der Produktion der Fernsehserie Die Abenteuer des jungen Indiana Jones erfand, die revolutionären Computerbilder und Gesichtsanimationssysteme, die für Jurassic Park und Dragonheart entwickelt wurden, die Steuerungssoftware, mit der ganze Brigaden fotorealistischer Figuren auf einmal verändert werden können, beispielsweise die Droidenarmee in der Bodenschlacht von Die Dunkle Bedrohung. Und von den übergangslosen Ausschneide-und-Einfüge-Tricks, die er mit Realmaterial anstellen kann, wollen wir gar nicht anfangen.
Nach zwei Jahrzehnten wachsender Erwartungen, zwei Jahren Vorbereitung, zwei Jahren Nachproduktion, 65 traditionellen Drehtagen und etwa 2000 digital veränderten Einstellungen, ist Krieg der Sterne - Episode I: Die Dunkle Bedrohung ein Platz in den Geschichtsbüchern sicher. Und Lucas klingt, als sei das erst der Anfang.
Herr Lucas, wie war es, nach 20 Jahren wieder Regie zu führen?
Es war unglaublicher, als ich es mir je erträumt hatte, wie die Erfindung des Ton- oder Farbfilms. Ich weiß nicht, wie die nächste Revolution aussehen wird und mich interessiert es auch nicht. Aber jetzt habe ich endlich die Freiheit, die Geschichten zu erzählen, die ich erzählen will.
Totaler kreativer Freiraum also?
Nun, früher hatte man ein paar Optionen - hier ein Schnitt, da ein Schnitt. Jetzt verlangt diese unendliche Freiheit weit mehr Disziplin. Aber wenn man sich erstmal auskennt, verschwendet man keine Zeit mehr mit unnötigen Spielereien. Man weiß, was man will und holt es sich.
Wieviel von diesem Film ist im Computer entstanden?
95 Prozent. Es gibt nur 200 Einstellungen, die wir nicht digital verändert haben, und auch die mussten wir in den Computer einspeisen, um eine komplett digitale Mastervorlage zu erstellen.
Sie haben vor 10 Jahren erklärt, sie wollten binnen eines Jahrzehnts einen komplett digitalen Film ohne Zelluloid drehen.
Nun, wir haben auf Zelluloid gedreht - aber eben nicht nur. Im Film ist komplett digital gedrehtes Material zu sehen, und ich denke nicht, dass irgendwer den Unterschied bemerken wird. Beim nächsten Film, drehen wir alles digital, wir schneiden ihn digital, und hoffentlich können wir ihn auch digital in einige Kinos bringen. Dann ist überhaupt kein Filmmaterial mehr nötig.
Drehen Sie zur Sicherheit zusätzlich mit Zelluloid?
Nein, das werden wir nicht machen.
Sie sagten einmal, wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wäre das eine "unendliche Bandbreite". Haben Sie die inzwischen?
Je mehr man hat, desto mehr will man. Wir arbeiten seit sieben oder acht Jahren mit Avid zusammen, seit wir EditDroid [die revolutionäre, nonlineare Schneidesoftware, die Lucasfilm in den 80er Jahren erfand und die bis heute gerade im Fernsehbereich tonangebend ist, Anm. d. Übers.] an sie verkauft haben. Sie meinten, "Wieviel Speicherkapazität braucht ihr? Wir können im Moment etwa 6500 Meter Film speichern und arbeiten daran, auf über 30.000 Meter aufzustocken." Und wir sagten, "Wir können jetzt schon über 150.000 Meter speichern. Wir brauchen aber 300.000." Inzwischen können wir 400.000 Meter unterbringen. Wir arbeiten weiter mit ihnen an einem besseren Zugriffssystem und versuchen, die Ton- und Bildsysteme miteinander kompatibel zu machen. Unser Wunschzettel wird also immer länger.
Die Dunkle Bedrohung ist ein wahres Epos geworden, sowohl hinter den Kulissen, als auch auf der Leinwand.
Der Film ist wirklich ziemlich groß. In den 60ern wurde das Filmemachen zu teuer, um riesige Kulissen und Massenszenen zu drehen. Also hörten sie auf Filme wie Vom Winde verweht und Lawrence von Arabien zu machen. Die Leute meinten, "wir können keine großen Filme mehr machen, es ist zu teuer". Aber Dank der digitalen Technik, beginnt sich die Gleichung von Teuer und Episch aufzulösen. Mit der digitalen Technik wird es möglich, mit den verfügbaren Ressourcen größere Szenarien zu verwirklichen. Meine früheren Filme wurden als Epen bezeichnet, aber sie waren eigentlich recht kleine Filme, die nur auf Episch getrimmt waren. Bei meiner Fernsehserie - Die Abenteuer des jungen Indiana Jones - haben wir versucht, Kinofilme für weniger als 4 Millionen Dollar zu produzieren, inklusive großer Massenszenen, zeittypischer Straßensequenzen, Schlachtpanoramen und ähnlichen wahrhaft epischen Elementen.
Welche Einstellung in Die Dunkle Bedrohung war am teuersten?
Ich will es mal so sagen: Die Spezialeffekte von Titanic haben etwa 50 Millionen Dollar gekostet, und es gab etwa 500 Einstellungen. Bei Starship Troopers sah es ähnlich aus, 500 Einstellungen, 50 Millionen. In Episode I gibt es fast 2000 Einstellungen, und wir geben dafür etwa 60 Millionen Dollar aus. Rechnen Sie es sich aus.
Ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich also ausgezahlt.
Die Durchlaufrate ist inzwischen sehr sehr hoch, und wir haben Dutzende Programme entwickelt. Ein sehr ausgeklügeltes Echtzeit-Gesichtsanimationssystem, viele Motion-Capture-Programme, die uns ebenfalls ermöglichen, in Echtzeit zu arbeiten, Software, um Stoffe realistisch zu simulieren, und natürlich auch Sachen wie Haut und Haare, die wir schon vor Episode I hatten. Alles ist darauf konzentriert, den Prozess schneller und effizienter zu gestalten.
Was gut ist, denn schon jetzt arbeiten Sie ja bis zur letzten Minute.
Wir stellen mehr als 50 Einstellungen pro Woche fertig, sehr komplexe Einstellungen, die weit komplizierter zu realisieren sind als alles, was es bisher in Filmen zu sehen gab. Wir könnten noch bessere Ergebnisse erzielen, wenn wir doppelt soviel ausgeben würden, aber ich versuche ja gerade, gute Ergebnisse für vergleichsweise wenig Geld zu bekommen. Beim nächsten Film werden wir besser werden, und beim dritten noch etwas besser. So haben wir das auch schon bei den ursprünglichen Krieg der Sterne-Filmen gemacht.
Und Sie arbeiten immer noch an der Special Edition. Werden wir eines Tages erleben, dass sich die Filme von Vorführung zu Vorführung verändern?
Nein, aber mit dieser ganzen Technik können Filmemacher ihre Filme kontrollieren, und damit haben sie auch die Möglichkeit, sie zu verbessern. Man bringt eine Kinofassung raus, und dann verbessert man sie für die Videoversion.
Was passiert, wenn es Konflikte zwischen Ihrer Vision und den Visionen der anderen am Film beteiligten Künstler gibt?
Jeder Mitarbeiter ist unter der Prämisse mit dabei, die Vision des Regisseurs umzusetzen - so werden Filme gemacht, früher wie heute. Die eigentliche Frage ist, ob ein Unternehmen, das den Film in 10 Jahren kauft das Recht hat, ihn zu ändern, und meine Antwort ist und bleibt: Nein.
Ist es schwer, das heutige Publikum, das sich an Filme wie Starship Troopers gewöhnt hat, noch zu beeindrucken?
Es ist nicht meine Aufgabe jemanden zu beeindrucken, meine Aufgabe ist es eine Geschichte zu erzählen.
Ihre neueste Geschichte scheint ernsthafter zu sein - eine ambivalente Chronik von Anakins Abgleiten hin zur Dunklen Seite der Macht. Sind Sie jemals von der Dunklen Seite in Versuchung geführt worden?
Jeder hat seine Dunkle Seite, deshalb müssen wir uns ständig bemühen das Richtige zu tun. Die Gute Seite kommt in Mitgefühl und der Sorge um andere Menschen zum Ausdruck, die Dunkle Seite in Gier und Egoismus.
Was halten Sie von der Rebellenallianz inoffizieller Webseiten?
Das Internet weiß noch nicht so recht, wie es sich in der Öffentlichkeit zu verhalten hat. Es ist faszinierend das zu beobachten, wie ein kleines Dorf, in dem jeder versucht, Regeln aufzustellen, nach denen er leben kann, um die gemeinsame Existenz aufrechtzuerhalten und sich nicht selbst zu zerstören.
Kompliziert wird es in Zukunft werden, in Punkto Urheberrecht und geistiges Eigentum. Es wird interessant zu sehen, wie und ob die Software-, Musik- und Filmproduzenten diesen Angriff überstehen werden. Glücklicherweise denke ich, dass es das Filmgeschäft erst ganz zum Schluss erwischen wird.
Wie sieht also Ihre Internetstrategie aus?
Wir haben schon ewig mit dem Web zu tun, aber wir haben uns dort lange bewusst zurückgehalten. Ich bin häufig zu früh auf neue Technologien aufgesprungen, und das bringt einfach keine Vorteile. Man brennt aus, bevor der Markt sich gefestigt hat, und das nur um sagen zu können, "Ich war Erster!". Aber da die Verwirklichung von Episode I ein so großes Ereignis war, haben wir angefangen, aus der Webseite Nutzen zu schlagen. Aber es ist nicht nur eine Werbeseite für die Filme, sondern ein potentielles Tochterunternehmen wie Lucas Learning und LucasArts, und entsprechend wird die Webseite auch wie eine Firma gemanaget. Wir haben einen Webstore und weitere Pläne, ein erfolgreiches Unternehmen daraus zu machen.
Krieg der Sterne wird sicherlich viel Aufmerksam auf sich ziehen, aber können Sie darüber hinaus wirklich wachsen?
Krieg der Sterne ist unsere Basis, und wir haben jetzt noch zwischen 6 und 10 Jahren solide - und vermutlich steigende - Zugriffszahlen vor uns, mit denen wir kalkulieren können. Wenn die Bandbreite und die Geschwindigkeit erst einmal groß genug sind, werden wir zusehen, dass wir die Seite zu einem Vertriebsmechanismus für unsere eher softwareartigen Produkte machen, also Spiele, Filme und Musik. Wir haben gerade erst die Zehen ins Wasser gesteckt und warten noch darauf, dass die Technik zu uns aufholt. Wir wollen nicht zu früh zu große Schritte wagen.
Voraussagen gehen davon aus, dass Die Dunkle Bedrohung mehr Geld einspielen wird als Titanic und die praktisch tote Spielzeugindustrie wieder zum Leben erweckt. Es ist praktisch sicher, dass Sie am Startwochenende 100 Millionen Dollar verdienen werden.
Mit solchen Erfolgsmeldungen habe ich mich nie besonders beschäftigt. Ich hoffe, dass der Film genug einspielt, um den nächsten zu machen. Aber ich bewerte meine Filme nicht auf der Basis öffentlicher Anerkennung. Mir ist nur wichtig, dass ich den Prozess genieße und ich auf die Ergebnisse stolz bin.
Das Leben führt einen eben auf gewisse Pfade. Wenn ein Spielzeugunternehmen bei mir anklopft und sagt, sie wollen Spielzeug produzieren, und dann wird dieses Spielzeug unglaublich erfolgreich, soll ich da Nein sagen? "Nein, ich vertraue Euch meine Schätze nicht an?" Wenn sich mir solche Gelegenheiten bieten, ergreife ich sie beim Schopfe, aber das heißt nicht, dass ich mich darauf konzentriere. Ich habe mir meine Freiheit erkauft, indem ich der geschäftlichen Seite meine Aufmerksamkeit gewidmet habe. Wäre ich einfach nur ein Regisseur ohne die finanzielle Sicherheit, meine eigenen Filme machen zu können, würde ich heute bei Emergency Room arbeiten. Die Geschichten eines Anderen zu erzählen, interessiert mich nicht.
Sie haben Ihr Schicksal in einem Maße in der Hand, von dem andere Filmemacher nur träumen können. Das ist lustig, denn auch wenn Sie Hollywood geographisch verlassen haben...
Ich war geographisch nie in Hollywood.
Okay, aber Sie sind auf die Universität von Südkalifornien in Los Angeles gegangen.
Die liegt in der Innenstadt, das ist ziemlich weit von Hollywood weg. Und als ich zur Uni ging, war es ausgeschlossen, dass ein Filmstudent jemals im Filmgeschäft arbeitet. Deshalb sind viele von uns weggegangen. Wir sagten uns, wenn wir nicht in Hollywood arbeiten können, ziehen wir halt in San Francisco unsere eigene Produktionsfirma auf.
Wer tritt in Ihre Fußstapfen? Wer übernimmt die Fackel?
Es gibt eine große Gruppe junger Filmemacher, die alle in unserem Unternehmen gearbeitet haben und jetzt ihre eigenen Filme als Regisseure, Produzenten und Autoren machen. Und dann gibt es unzählige Leute, die mich ansprechen und sagen, ich sei der Grund, wieso sie überhaupt im Filmgeschäft arbeiten. Immer, wenn man solche Sachen macht wie ich - beliebte Filme also, während man gleichzeitig ein großes Unternehmen leitet - hat man viele Gehilfen und eine Menge anderer Leute um sich, die man beeinflusst, entweder indem sie selbst beim Film anfangen oder sich die Lektionen der Filme im täglichen Leben zu Herzen nehmen. An Episode I haben 2000 Menschen gearbeitet, und ich würde sagen, etwa 200 davon haben ich und mein Produzent Rick McCallum persönlich ausgewählt.
Können Sie sich vorstellen, einem Anderen den Krieg der Sterne anzuvertrauen?
Nein. Selbst an Episode 5 und 6, bei denen ich nicht selbst Regie geführt habe, war ich beteiligt - faktisch als Mitregisseur. Krieg der Sterne ist meine Sache.
Sie werden also persönlich Episode 2 drehen?
Das ist unausweichlich.
Wie steht es um die Berichte, dass Episode 7, 8 und 9 - die als Romane vorliegen - es nie auf die große Leinwand schaffen werden?
Die Fortsetzungen sollten nie wirklich gedreht werden, anders als bei 1, 2 und 3, deren Geschichte seit 20 Jahren existiert. Die Sache mit 7, 8 und 9 kam dadurch zustande, dass mich Leute nach Fortsetzungen gefragt haben, und ich sagte, "Ich weiß es nicht. Vielleicht irgendwann einmal". Dann kamen meine Lizenznehmer und fragten, "Können wir Romane schreiben?", und ich sagte ihnen, sie sollten Fortsetzungen machen, weil ich die vermutlich nie machen werde.
Das ist also ein endgültiges "Nein", oder doch eher ein "Vielleicht, vielleicht auch nicht"?
Wenn ich nach Episode 3 ein paar Jahre Pause machte, wäre ich 75, wenn ich mit den Fortsetzungen fertig wäre. Ich will nicht für den Rest meines Lebens Krieg der Sterne machen, es gibt andere Filme, die ich noch drehen will.
Herr Lucas, wir danken für dieses Gespräch.
- Ein persönlicher Rückblick auf Die Dunkle Bedrohung-
1999 war ein schicksalhaftes Jahr für die Star Wars-Saga – und die Fans gleichermaßen. Es markierte den Beginn der zweiten, neuen Trilogie, der Prequels, die uns zum Anfang der Saga führten und den Aufstieg und Fall von Anakin Skywalker zeigen sollten.
Meine persönliche Saga begann allerdings schon eine ganze Weile früher. Ich bin ein Fan der ersten Stunde... der ersten Stunde seit ich die Saga gesehen habe, was ungefähr Stunde 122.724 nach Erscheinen der Alten Trilogie sein dürfte, also gut 14 Jahre.
Als ich Anfang der Neunziger zum ersten Mal Star Wars – oder viel mehr “Krieg der Sterne” (KdS statt SW), wie es damals noch in Deutschland hieß – auf einer VHS-Aufnahme sah (Ihr wisst schon, diese rechteckigen Kästchen mit Magnetbändern drin), war ich sofort gefesselt von der Magie der Filme und dem Märchen, das sie erzählten. Es war eine klassische Erzählung: Gut gegen Böse mit Prinzessinnen, Rittern, Zauberern und natürlich eine Menge Dramatik und auch Action mit dabei. Aber der ein oder andere mag es nachfühlen können, mit der Lautstärke und der Qualität eines Kinosaals können es der heimische Fernseher und ein altes Magnetband nicht aufnehmen und daher die Saga lange nicht in der Pracht wiedergeben, die die Fans der echten ersten Stunde hatte genießen können.
Mitte der Neunziger kam dann die Special Edition in die Kinos und das war die Chance für die Fans der 122.724sten Stunde Luke Skywalker und Co KG endlich einmal so zu erleben, wie man sie erleben sollte – auf einer Leinwand, die in kein Wohnzimmer passt und mit einer Soundanlage, bei der man sogar fühlt, dass der Sternzerstörer durch das Bild rast. Die Tatsache, dass wir bei der Premiere lediglich zu dritt im Kinosaal waren, tat dem Vergnügen nicht wirklich Abbruch, aber es war auch nicht genau das selbe, wie das Erlebnis der ersten Fans, denn natürlich waren Handlung und die (meisten) Bilder bekannt – den Text konnte ich auswendig mitsprechen.
Das sollte sich drei Jahre später ändern. Die Aufregung der damaligen Zeit kann man kaum beschreiben – das Erscheinen des Trailers wurde unter uns KdS-Fans aufgenommen wie das Erscheinen der Prequels selbst, denn das waren die ersten bewegten Bilder eines KdS-Kinofilms seit 15 Jahren und jede noch so kleine Information analysiert, diskutiert und spekuliert. Alleine das Machtthema in dem Trailer ließ Gänsehaut aufkommen und Horden von Fans stürmten nur ins Kino, um sich den Trailer anzusehen und daraufhin den Saal wieder zu verlassen – egal welcher Film gerade lief. Es war eine aufregende Zeit voller Spannung und Erwartungen.
Die herbe Enttäuschung für uns deutsche Fans war natürlich, dass wir drei Monate länger auf den Film warten mussten, der die bisher verschlossenen Kapitel der Saga offenbaren sollte, als die amerikanischen Fans, die Glücklichen. Aber schon vorher gab es das ein oder andere zu ergattern – z.B. den Soundtrack zum Film, den ich am Erscheinungstag kaufte und natürlich sofort rauf und runter spielte und dessen Musiktitel erneut die Diskussionen entfachte. Für die Fans, die den Film unverdorben genießen wollten, war das Netz nach dem 19. Mai natürlich so sicher, wie die Mos Eisley Cantina für einen Droiden – überall stieß man bereits auf Diskussionen über den Film selbst, die Handlung und die Charaktere und drei Monate können lang sein, um das zu alles zu vermeiden. Aber ich hatte Glück: Ich musste keine drei Monate warten, es waren für mich nur sechs Wochen...
Ende Juni 1999 bekam ich die Gelegenheit zu einem Trip nach New York City, USA. Besonders das Anhängsel war da wichtig: USA, denn das hieß: Episode I vor dem Deutschlandstart sehen!!! Natürlich war dies nicht das einzige Highlight der Reise in die Vereinigten Staaten, aber es war das Sahnehäubchen oben drauf. Meine Freunde beneideten mich um die Chance und ich genoss sie. Schon auf dem Flug habe ich natürlich den Soundtrack zu Episode I bis mir die Ohren abfielen gehört – damals noch auf dem Walkman und nicht auf einem Discman oder gar einem MP3-Player (womit wir wieder bei antiken Magnetbändern wären).
Selbstverständlich war die Stadt beeindruckend und unser Hotelzimmer im 20. Stock am Times-Square bot einen nächtlichen Anblick, der einen den Stadtplaneten Coruscant zumindest erahnen ließ, quasi Little-Coruscant. Die ganze Stadt war noch geziert und geschmückt von diversen Ankündigungen, Werbeplakaten und Aktionen zum Start der Prequels – Actionfiguren, Spielzeugbeigaben zum Kindermenü einer bekannten Fastfoodkette, Bücher an jeder Ecke, etc. Kurzum: Das Paradies für einen KdS-Fan. Am zweiten Abend dann (d.h. am eigentlich ersten Tag, denn wir sind abends in New York eingetroffen) haben wir dann das Kino gestürmt. Es war ein eher kleines, traditionelles Kino – eine rote Ballustrade war über dem Eckeingang aufgestellt und das Kino war unweit des Hiltonhotels. Eine gewisse Aufregung und Erwartung machte sich breit. Popcorn und Fanta in der Hand ging es ab in den mittelmäßig gefüllten Kinosaal.
Und schließlich war es soweit: Die Fanfare von Krieg der Sterne schallte durch den Saal, des ersten Films der Saga, den ich nicht mitsprechen konnte (zumindest nicht komplett, selbstverständlich waren mir die Passagen aus den Trailern schon lange in Fleisch und Blut übergangen), dessen Handlung noch völlig neu für mich gewesen war. Die Zeit verging wie im Fluge und der Film war einfach atemberaubend – Schnell, mit grandiosen Bildern und Jedi-Rittern en mass (zumindest für die Verhältnisse der Alten Trilogie). Qui-Gon und Obi-Wan kämpften mit fauchenden Lichtschwertern gegen die Droiden der Handelsföderation, die grandiosen Landschaften von Naboo, all das war einfach überwältigend. Als R2 zum ersten Mal auftauchte ging Applaus durch das Publikum (von dem ich mich natürlich sofort anstecken ließ) und das obwohl die meisten der Zuschauer den Film wahrscheinlich zum fünften Mal sahen, aber das kleine tapfere Kerlchen war der erste Vertraute aus der Alten Trilogie und dementsprechend willkommen. Der erste Auftritt von Darth Maul, seine berühmten Zeilen im Gespräch mit Darth Sidious: grandios, düster, böse. Gungan City: ein magischer, fremder Ort. Die Trennungsszene des kleinen Anakin von seiner Mutter: herzerweichend. Die Ankunft auf Coruscant: ein wahrlicher Augenöffner. Schließlich kam der finale Kampf im Duell der Schicksale, der Kampf Qui-Gon und Obi-Wan gegen Darth Maul.
Schon die Lichtschwertkämpfe der alten Trilogie hatten eine eigene Magie und Spannung, aber die Dynamik dieses Duells war einfach nur atemberaubend. Man konnte den Figuren kaum mit den Augen folgen und es fauchte, blitzte und zischte im ganzen Kinosaal, dazu erscholl die Musik der Chöre des williams'schen Orchesters.
Als wir den Kinosaal verließen war ich einfach nur hin und weg von diesem Film. Am letzten Abend in New York habe ich ihn mir noch einmal angesehen und vorher die Gelegenheit in den USA genutzt, um mich mit diversen Merchandise-Artikeln, z.B. dem Filmplakat, Actionfiguren, etc. eingezudecken. Nachdem ich dann wieder zu Hause war, wurde ich mit Fragen zum Film bombardiert, die ich mit Vergnügen beantwortete.
In Deutschland habe ich den Film dann selbstverständlich noch einmal gesehen – das erste Mal in der Premierennacht in Jedigarderobe, die ich einige Zeit vorher eigens für die Gelegenheit samt eigenem Lichtschwert zusammengenäht und gebastelt hatte. Insgesamt war ich fünf mal im Kino und man kann sicherlich sagen, dass Episode I einer der Höhepunkte meines Fandaseins war. Es gab und gibt viele Kritiker des Films, die ihm zu viel Effekthascherei, zu viel Komik und zu wenig Star Wars vorwerfen. Für mich bleibt Episode I aber der perfekte Beginn der Saga. Sicherlich durch die Brille des beeindruckenden Ersterlebnisses geprägt, finde ich dennoch, dass Die Dunkle Bedrohung es schafft ein idyllisches Bild der Republik zu zeichnen, wie man sie sich vorgestellt hat, als Obi-Wan einst Luke davon erzählte, eine Zeit schilderte bevor es dunkel wurde in der Welt. Episode I ist fröhlich, hell und am Ende gewinnen natürlich die Guten. Hier und da ziehen ein paar Gewitterwolken auf, aber die Größe und Erhabenheit der Republik und ebenso des Jedi-Ordens kann man deutlich spüren. Humor gehörte schon immer zu Krieg der Sterne und ebenso atemberaubende Effekte – gerade die waren auch in der Alten Trilogie schon ein Markenzeichen der Filme und der Grund warum man dies nicht mehr merkt ist einfach:
Die Alte Trilogie hat den Maßstab für Effekte neu gesetzt und ihr wurde entsprechend nachgeeifert. Wahrscheinlich hat Episode I ein paar Schwächen und Mängel, aber sie hatte auch einen ganz großen Bonus: Episode I war der erste neue Kinofilm, den die jüngeren Fans der Saga selbst im Kino sehen durften, sie einte das Fandom in der Erfahrung des sternenkriegerischen Kinoerlebnisses und rückte einmal mehr die Saga in die Aufmerksamkeit - ja man darf es wohl sagen - der Weltöffentlichkeit. Gab es bessere Filme, epischere, dramatischere? Sicherlich. Aber im Gesamtwerk der Saga betrachtet, war Episode I genau so, wie sie sein sollte: Fröhlich, kindlich, unschuldig. Nur so konnte die brutale Machtübernahme der Sith am Ende von Episode III überhaupt richtig dargestellt und in ihrer Finsternis verstanden werden und der Fall Anakins und sein düsteres Auftreten in der Alten Trilogie wiegt um so mehr, wenn man sich daran erinnert, dass er einst der nette, hilfsbereite kleine Junge auf Tatooine war.
1999 war der Beginn der Saga, über 20 Jahre nach dem ersten Film und heute? Episode I hat die Saga wiederbelebt und ihr viele neue Fans beschert. Zehn Jahre sind seitdem vergangen und wirklich „neu“ ist die „Neue Trilogie“ auch nicht mehr. Langsam aber sicher hört man diese Unterscheidungen auch sehr viel weniger und man scheint zu beginnen die Saga als ganzes zu sehen. Und auch wenn es sicherlich immer Leute geben wird, die dem Film nicht so viel abgewinnen können, wird Episode I und die Erfahrungen, die ich in ihrem Zusammenhang gemacht habe, immer etwas Besonderes für mich bleiben. Eine Krieg-der-Sterne-Saga ohne Die Dunkle Bedrohung kann ich mir jedenfalls nicht mehr vorstellen...
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Und hier sind wir, zum dritten und vorletzten Teil unseres Episode-I-Rückblicks (Teil 1 und 2 gibt's hier und hier). Heute wollen wir uns die Arbeit von Szenenbildner Gavin Bocquet, Stuntkoordinator Nick Gillard und Tonmeister Ben Burtt betrachten.
Los geht's mit Gavin Bocquet und seinen vielen Kulissen:
Bei der Arbeit an Krieg der Sterne: Episode I sah sich Szenenbildner Gavin Bocquet der ungewöhnlichen Herausforderung gegenüber, Ideen und Konzeptzeichnungen in dreidimensionale Kulissen verwandeln zu müssen. Doch auch die Größe und Komplexität von Episode I, mit ihren vielen außerirdischen Schauplätzen, stellten Bocquet und seine Mitarbeiter vor einige außergewöhnliche Aufgaben. Viele der Schauplätze von Episode I mussten im Studio als Kulissen realisiert werden, da sich auf der Erde nichts Vergleichbares findet. Diese fremden Welten für die Kamera zum Leben zu erwecken, war Bocquets Aufgabe.
"Allgemein besteht meine Rolle darin, die real angefertigten Hintergründe zu bauen, die man hinter den Schauspielern sieht, egal ob es sich nun um Studioszenen handelt, oder ob wir draußen an einem Drehort sind. Desweiteren zählen Requisiten und die Kulissendekoration zu meinen Aufgaben, wir kümmern uns also kurz gesagt um alle unbelebten Objekte.", erklärt Bocquet. Insgesamt haben er und seine Gestalter und Handwerker etwa 55 Kulissen gebaut. "40 davon haben wir in den Leavesden-Studios errichtet, die Übrigen an den Drehorten.", fügt er hinzu.
Bocquet hat selbst einige dieser Kulissen entworfen, bei anderen mit dem Künstlerischen Leiter Doug Chiang zusammengearbeitet, und bei manchden war Bocquet dafür verantwortlich, Konzepte von Chiang und seiner Künstlerischen Abteilung zum Leben zu erwecken. Außerdem war Bocquet für die Suche nach den Drehorten für Tatooine und Naboo zuständig, zwei Welten, die in Tunesien und Italien Wirklichkeit wurden.
Dabei erhielt der Szenenbildner viel Unterstützung von George Lucas und Produzent Rick McCallum. "George hatte jahrelang über dieses Projekt nachgedacht und mit den Konzeptzeichnern bereits mehrere Monate lang zusammengearbeitet, bevor ich dazu kam. Genau wie bei den meisten Filmen, war es unsere Aufgabe, die Vorstellungen des Regisseurs zu interpretieren und ihnen irgendeine visuelle Form zu geben.", erzählt Bocquet.
Mit Lucas und McCallum war Bocquet bereits gut bekannt, nachdem er als Szenenbildner an den Abenteuern des jungen Indiana Jones mitgewirkt hatte. Für seine Arbeit wurde er mit dem Emmy ausgezeichnet. Außerdem war er bereits an der klassischen Krieg der Sterne-Trilogie beteiligt. Bei Die Rückkehr der Jedi-Ritter arbeitete er als Konzeptzeichner in der Künstlerischen Abteilung. Danach wirkte er an Filmen wie Radioland Murders - Wahnsinn auf Sendung und Kafka im Szenenbild mit.
Bei manchen Filmprojekten unterscheidet sich das Aussehen der fertigen Kulissen dramatisch von den Konzepten der Künstlerischen Abteilung, zumeist aus Zeit- und Kostengründen, oder weil sich ein Konzept als wenig praktikabel erweist. Bei Episode I änderten sich in der Bauphase hingegen nur Kleinigkeiten. "Die Entwicklung jedes Schauplatzes war ein organischer Prozess.", erklärt Bocquet. "Mit ersten Skizzen und einfachen Modellen ging es los, dann kamen Referenzfotos oder Bilder der Drehorte hinzu, und in einem kreativen Gedankenaustausch sind wir so schließlich zu sehr viel klareren Vorstellungen gelangt."
Eine Herausforderung bestand darin, bereits im Vorfeld festzulegen, wieviel von einer Kulisse tatsächlich gebaut werden sollte, und wieviel digital von Industrial Light & Magic beigesteuert werden würde. "Da wir einen Teil des Films produzierten, bevor die digitale Arbeit beginnt, mussten wir uns genau überlegen, was wir bauen sollten, und was ILM zu leisten imstande war.", erzählt Bocquet.
Ein weiterer ungewöhnlicher Aspekt der Arbeit an den Kulissen von Episode I war der, dass viele Sets nach den Hauptdreharbeiten stehen bleiben konnten, da Lucasfilm die Leavesden-Studios für eine längere Zeit gemietet hat. "Normalerweise wird erwartet, dass die Studios ihre Kulissen sofort wegräumen, damit der nächste Film hereinkommen und wiederum Miete zahlen kann.", erklärt Bocquet. "Bei Lucasfilm haben wir den großen Vorteil, dass das Studio für längere Zeit angemietet worden ist. Damit konnten wir unsere Kulissen stehenlassen, um später zurückzukommen und, wenn nötig, neu geschriebene Teilszenen zu filmen."
Auf die Frage, ob es eine bestimmte Kulisse oder sogar einen bestimmten Raum in Episode I gibt, auf den er besonders stolz ist, verzieht sich Bocquets Gesicht zu einem Grinsen. "Nein, und man hat mir diese Frage schon öfter gestellt.", meint er. "Es gibt fünf oder sechs Hauptschauplätze, die jeweils völlig unterschiedlich sind. Und selbst die kleinste Kulisse kann eine ganz eigene Form von Befriedigung geben. Es geht nicht nur um die Größe oder das möglichst Ungewohnte. Allgemein kommt der meiste Stolz, die meiste Befriedigung aus dem Gesamtwerk.
Und ich denke, ein besserer Zeitpunkt für diese Frage wäre, wenn wir alle den Film gesehen haben. Denn bis dahin, wissen wir nie, was zu sehen ist und was nicht.", fügt Bocquet hinzu.
Der Szenenbildner weist darauf hin, dass Lucas selbst bei extrem ungewöhnlichen Schauplätzen eine Verbindung zu solchen schätzt, die dem Publikum vertraut sind. "Deshalb entwickeln wir geographische und landschaftliche Gegebenheiten wie Wälder oder Wüsten oder architektonische Stile, die allgemein bekannt sind, darunter klassische Architektur oder Jugendstilbauten, um den Zuschauern den Einstieg zu erleichtern. Wenn man etwas völlig Abstraktes gestaltet, etwas, das mit dieser Welt nichts zu tun hat, besteht ein erhöhtes Risiko, dass das Publikum dies nicht als real annimmt. Die Zuschauer brauchen etwas, an das sie sich klammern können, und wenn es bloß unterbewusst geschieht."
Die Arbeit an den Drehorten ähnelte der in den Leavesden-Studios sehr, erzählt Bocquet. "Natürlich ist man schon rein geographisch weit weg, und das bringt Kommunikationsprobleme mit sich, weil man Informationen nicht so schnell bekommt, wie man das gerne hätte, vor allem wenn es um Bildmaterial geht. Da muss man einfach delegieren und seinen Mitarbeitern vertrauen, ihre eigene Kreativität richtig einzusetzen. Ich war zum Beispiel nur einmal alle zwei oder drei Wochen in Tunesien, als wir dort unsere Kulissen bauten."
Die Aufnahmen an den Drehorten waren zwischen zwei Studiodrehs in Leavesden anberaumt, nicht zuletzt, um den Handwerkern in Leavesden Gelegenheit zu geben, die erste Welle der Kulissen ab- und die zweite aufzubauen. "Da wir in vielen Kulissen nur einen oder zwei Tage drehten, wäre es ohne Pause mittendrin unmöglich gewesen, alle Kulissen fertigzubekommen, und das obwohl Leavesden ein sehr großes Studio ist. Ein Vorteil, den diese Größe mit sich brachte, war, dass wir den Platz hatten, viele Kulissen aus der zweiten Welle bereits vorher an anderer Stelle zu bauen."
Entscheidungen über Kamerapositionen und besondere Kulissenteile wurden während der Kulissenkonzeption gefällt. MAnchmal entschied sich Lucas aber auch, hinterher einen anderen Kamerawinkel zu verwenden. "Das Filmemachen ist, genau wie der Designprozess, keine exakte Wissenschaft.", findet Bocquet. "Alles muss so flexibel wie möglich sein, und man muss alles einfach so vorbereiten, dass man der Einstellung, die der Regisseur will, so nahe wie möglich kommt."
An einem Film wie Episode I zu arbeiten, ist für Bocquet ein ständiger Lernprozess. "Jeden Tag gibt es etwas Neues, ob es nun etwas Kleines wie die Wahl des richtigen Schraubenziehers oder etwas Großes wie die Konzeptionierung, Planung und Finanzierung ist.", erklärt er. "Wenn man nicht ständig dazulernt, ist ein Beruf nicht so interessant wie er es sein sollte."
Episode I war der Beginn einer neuen Ära und das nicht zuletzt für die Kampftechniken der Jedi. Fernöstliche Kampfstile hielten Einzug in ihre Kampfesweisen und das unter der Regie von Nick Gillard, dem Stuntkoordinator der Prequels.
Dazu gab es seinerzeit auf der offiziellen Seite folgendes zu lesen:
"Ich hasse Stunts, die wie Stunts aussehen," erklärt Episode I Stuntkoordinator Nick Gillard. Er strebt nämlich einen glaubwürdigen, realistischen Eindruck für seine Arbeit an und in Episode I wird man seine ausgefeilte Choreografie bewundern dürfen. Der einzig wahre Jedi-Meister hat sich dabei auf seinen ausgiebigen Kenntnisse der Kampfkünste verlassen und so Kämpfe kreiert, die mehr als aufregend sind.

"Jede Parade ist gut durchdacht," sagt Gillard. "Wir machen das nicht nur für die Leinwand, keine sinnlosen Gesten. Es gibt keine Bewegungen, die die Deckung des Kämpfenden öffnen. In einigen Fällen sind die Kämpfe so schnell, dass man ihnen kaum folgen kann, aber wenn man es in Zeitlupe ansieht, erkennt man, dass alle Bewegungen realistisch sind. Sowohl Ewan als auch Liam haben sich so gut vorbereitet, dass sie genauso schnell waren, wie die Stuntleute. Sie waren unglaublich."
Gillard hat sich bemüht all die üblichen Fallen von Kinokämpfen zu vermeiden. "Im Film wissen die Kontrahenten immer, von wo der nächste Angriff kommt und das sieht man meistens," stellt er fest. Genau das hat Gillard versucht aus seinen Kämpfen herauszuhalten. "Jeder Schlag ist auf ein Ziel gerichtet und wir haben alle einiges einstecken müssen, um das richtig hinzubekommen. Wir tun nicht nur so, als wenn wir zuschlagen." Wahrscheinlich ist das der Grund, warum so viele Lichtschwerter während der Dreharbeiten zerbrochen sind.
Abgesehen von der Tatsache, dass die Kämpfe so komplex wie Schachspartien sind, ist Gillard vor allem stolz darauf, dass sie auch die Handlung vorantreiben. "Es ist alles recht subtil und wahrscheinlich wird es niemandem auffallen, aber hinter jedem Kampf steckt eine Geschichte. In jeder Konfrontation lernen die Kämpfer mit wem sie es zu tun haben und die Bewegungen verändern sich entsprechend je nachdem ob die Figur zur hellen oder sunklen Seite der Macht gehört.
Um die alles echt wirken zu lassen, hat Gillard die Konfrontationen der ebenbürtigen Gegner so realistisch wie möglich geschrieben. "Das war ungefähr so, wie Porsche Turbos gegeneinander antreten zu lassen," meint er grinsend. "Kein Kampf wurde mit einem unausweichlichen Ende geschrieben," fügt er hinzu. "Darum sind die Ergebnisse auch überraschend, wenn sie eintreffen. Selbst für uns auf der Bühne."
"Man kann es in so einer Situation auch schnell übertreiben," findet Gillard. "Aber diese Arbeit schreit danach kontrolliert zu werden, subtil. Die Jedi bewegen sich so, dass sie überleben. Dadurch, dass die Kämpfe realistisch sind, werden die Jedi menschlicher und glaubwürdiger, sie sind keine Übermenschen mit Superkräften, trotz ihrer Machtfähigkeiten. Sie werden wie Du, sie könnten verlieren und deswegen fühlt man mehr mit ihnen mit, hoffe ich."
Und da der Jedi sein Lichtschwert und das Lichtschwert seinen unverwechselbaren Brummton braucht, beenden wir unseren heutigen Episode-I-Rückblick mit der Stimme von R2-D2, der Lunge von Darth Vader und dem Triebwerk der TIE-Jäger, Ben "Wall-E" Burtt höchstpersönlich:
1976 prägte Ben Burtt mit seiner preisgekrönten Arbeit an Krieg der Sterne die Berufsbezeichnung "Ton-Designer". Zuvor hatte noch niemand die Schaffung und Entwicklung von Toneffekten so weit getrieben wie Burtt. Seine Arbeit schuf ein ganzes Tonuniversum, voller Figuren, die sich fast ausschließlich durch Toneffekte ausdrückten - bei der Oscarverleihung 1978 brachte Burtt dies einen Sonderpreis ein. Bei mehreren Folgeprojekten verfeinerte Burtt seine Künste, so an Das Imperium schlägt zurück und Die Rückkehr der Jedi-Ritter, sowie bei der Arbeit an allen drei Indiana-Jones-Filmen. Seither hat sich Burtt auch anderen Aspekten der Filmkunst zugewandt, doch die Fans werden froh sein zu hören, dass er sein besonderes Talent erneut in den Dienst des Kriegs der Sterne stellt, als Ton-Designer von Episode I.
1990 verließ Burtt Lucasfilm, um am freien Markt anderen Interessen nachzugehen: Er arbeitete als Autor, Regisseur und Cutter. Und auch wenn der Kontakt zu seinen früheren Kollegen nie abriss - Burtt arbeitete beispielsweise an Die Abenteuer des jungen Indiana Jones -, kehrte er erst in Luke Skywalkers Universum zurück, als Produzent Rick McCallum ihn bat, an der Special Edition als Ton-Designer mitzuwirken. "Ich war der Einzige, der noch wusste, wo der ganze Kram war, wo die Bänder waren, was wir überhaupt gemacht hatten.", meint er lächelnd. "Es war aufregend zurückzukehren und wieder auf diesen Film zu treffen, auf all die alten Freunde, die dort waren. R2-D2 und die Lichtschwerter." Nach der Special Edition machte McCallum Burtt ein Angebot, das dieser nicht ablehnen konnte, und so blieb Burtt für Episode I an Bord.
Und obwohl er auf seine umfangreiche Tonbibliothek hätte zurückgreifen können, die Toneffekte aus der Krieg der Sterne- und der Indiana Jones-Trilogie enthält, machte sich Burtt für Episode I erneut auf die Suche nach frischen Tönen. Außerdem griff er auf seine umfangreiche Tonsammlung zurück, die er in den vergangenen 10 Jahren aufgebaut hat. Auf all seinen Reisen, ob nun in seinen Garten oder in die wilde Natur eines fernen Landes, nimmt Burtt stets sein Aufnahmegerät mit, um jedes nur denkbare Geräusch digital festzuhalten. "Man muss ständig einsatzbereit sein.", meint Burtt. "Gute Geräusche entstehen häufig ganz zufällig: Gewitter, seltsame Fahrzeuggeräusche, auseinanderbrechende Gletscher... Das kann überall passieren." Diese Aufnahmen, von denen er die meisten noch nie verwendet hat, liefern Burtt jetzt frisches Rohmaterial für neue Krieg der Sterne-Geräusche.
Bei der Schaffung innovativer Stimmungen, ist Burtt sehr bemüht, der ursprünglichen Krieg der Sterne-Atmosphäre treu zu bleiben. "Einige Dinge verwenden wir natürlich wieder.", meint er. "Wir haben Lichtschwerter, wir haben Laser, wir haben so viele Erkennungsgeräusche in diesem Film, und ich denke, es ist nur angemessen, die auch zu verwenden, weil sie den Fans so vertraut sind." Und wirklich war es stets eines von Burtts Zielen, eine Tonkulisse zu erzeugen, die wahrhaft zeitlos sein würde. "Ich denke, mit Krieg der Sterne haben wir das erreicht.", sagt er. "Wir haben eine Tonwelt geschaffen, die in sich geschlossen ist und dabei dem Zahn der Zeit widerstehen kann. Krieg der Sterne ist jetzt über 20 Jahre alt, und noch immer ist seine Geräuschwelt unglaublich unverwechselbar."
Eines dieser unverwechselbaren Geräusche ist die Stimme von R2-D2. "R2 war im ersten Film das schwierigste Tonprojekt.", erinnert sich Burtt. "Er taucht in Episode I wieder auf und hat sich fast gar nicht verändert." Auch die alten Lichtschwertgeräusche tauchen in Episode I auf, doch Burtt hat sie überarbeitet, um den schnelleren Kampfsequenzen des neuen Film Rechnung zu tragen. Jedes neue Lichtschwert wird seine eigene Tonart erhalten, die sich von den übrigen unterscheidet." Ich habe stets versucht, einer einzigartigen Waffe ein Geräusch zu verpassen, das der Persönlichkeit ihres Trägers entspricht.", erklärt Burtt. "Die Jedi-Lichtschwerter haben einen warmen Klang, eine fast musikalische Note. Das Lichtschwert des Schurken klingt viel gefährlicher und gemeiner, etwas wie eine Kreissäge. Es hört sich an, als sei der Typ, der es benutzt, wirklich verkommen."
Diese Geräusche sind bereits Teil einer vorläufigen Tonmischung, die für den Rohschnitt von Episode I erstellt wurde. "Enthalten sind die einfachen Sachen, Schiffsgeräusche, Explosionen, Hintergrundgeräusche.", erklärt Burtt. "Dies ist eine Fortführung des Vor-Visualisierungsprozesses, den wir mit Animatics realisieren, nur passiert dies hier mit Tönen. Eine Vor-Audioalisierung, wenn man so will." Alle Toneffekte sind zunächst bloße Platzhalter. Wenn die fertigen Geräusche entwickelt und vervollkommnet worden sind, werden die Probegeräusche schrittweise durch ihre endgültigen, offiziellen Gegenstücke ersetzt. "Beim ersten Film hatten wir mehrere experimentelle Tonmischungen. Das war natürlich alles nur vorläufige Versionen, und einige davon waren richtig schlampig gemacht. Aber wir konnten uns den Film von Anfang bis Ende mit einer Tonspur ansehen, und er wirkte zumindest recht fertig.", erzählt Burtt. Mit diesem Prozess ist eine interne Revision der Filmgeräusche auf Basis von Toneffekten möglich, die ihren Endversionen relativ nahe kommen.
Mit der digitalen Revolution ist die Bearbeitung und Manipulierung von Geräuschen, sowie die Mischung von Tönen verglichen mit den Anfängen von Krieg der Sterne vor 20 Jahren einfacher geworden. "Da wir jetzt mit Dateien arbeiten, ist es technisch einfacher geworden, die Töne zu manipulieren und sie hin- und herzubewegen.", erklärt Burtt." Geräusche für einen Film zu erstellen, der noch umgeschnitten wird, ist, als würde man ein Haus anstreichen, das ständig umgebaut und verändert wird. Wenn jemand einen Balkon anbaut oder eine Mauer einreißt, muss man von vorne anfangen, und so war das auch in den Anfängen der Tonmischung."
Mit der heutigen Technik ist es hingegen möglich, per Computer alle Änderungen zu verfolgen, was die Geräuschproduktion und Tonmischung sehr viel problemloser macht. "Jetzt können wir eine sehr komplexe vorläufige Tonmischung erstellen, die viel reichhaltiger und umfassender ist.", meint Burtt. Auch der Übergang von dieser vorläufigen Tonspur zur Endfassung ist einfacher geworden. "Früher war es so, dass man die vorläufige Mischung komplett rausgenommen hat, wenn die fertige Schnittfassung des Films vorlag. Danach hat man eine neue Tonspur erstellt. Heute kann man alles beibehalten, weil alles digital ist und damit sehr viel leichter zu handhaben. Etwa 80 Prozent der vorläufigen Mischung landen damit auch im fertigen Film."
Doch trotz des technischen Fortschritts, ist die Tonarbeit nicht notwendigerweise einfacher geworden als vor zwanzig Jahren. "Der kreative Prozess ist noch genauso umfangreich und genauso anspruchsvoll.", betont Burtt. "Dank der Technologie kommt man allerdings mit weniger Mitarbeitern aus und kann effektiver arbeiten. Die Tonmannschaft von Episode I ist zwei Drittel kleiner als die von Die Rückkehr der Jedi-Ritter, obwohl der Arbeitsumfang gleichgeblieben ist." Der umfassende Einsatz der neuen Technik schafft mehr Freiraum für Experimente und Tonentwicklung und ermöglicht es Burtt und seinen Mitarbeitern, sich mehr auf den künstlerischen, denn auf den technischen Aspekt ihrer Arbeit zu konzentrieren.
In der letzten Zeit hat Burtt viele Arbeitsstunden auf die Tonmischung des Teasertrailers von Episode I verwendet. Obwohl ein Trailer weit kürzer ist als ein Kinofilm, stellt er den Tonmeister vor einzigartige und faszinierende Herausforderungen. "Während der letzten Jahre, ist eine Tendenz hin zu schnell geschnittenen Trailern erkennbar geworden, deren Szenen eng miteinander verwoben sind, um eine möglichst rasante Gesamtwirkung zu erzielen.", analysiert Burtt.
"Im Tonbereich ist das sehr schwierig, weil das Gehirn zwar in der Lage ist, eine schnelle Bildfolge zu verarbeiten, nicht aber ähnlich schnelle Tonfolgen. Das Gehirn braucht einfach viel länger, kurze Tonbeispiele zu entschlüsseln. Platziert man sie zu eng hintereinander, ergeben sie für das menschliche Ohr keinen Sinn mehr." Der Ton kann also nicht so sprunghaft sein wie die Bilderflut, muss zur gleichen Zeit aber der Handlung und dem Tempo der schnellen Bildwechsel folgen. Burtt und seine Mitarbeiter arbeiten hart daran, das richtige Gleichgewicht zwischen Klarheit und Geschwindigkeit zu finden. "Meine Mannschaft ist erst seit kurzem zusammen, und wir lernen noch, richtig zusammenzuarbeiten. Wir erarbeiten uns im Moment ein Gespür dafür, was wir tun können, was wir nicht tun können, und wo die Grenzen unserer Zusammenarbeit liegen, das heißt ab welchem Punkt Teamarbeit nicht mehr effektiv ist. Der Trailer war für uns deshalb eine großartige Probefahrt. Jetzt biegen wir auf die Zielgerade ein, mit der fertigen Tonmischung des Films."
George Lucas hat schon häufig erklärt, dass der Ton 50 Prozent der Kinoerfahrung ausmacht, und Ben Burtt steht bereit, die Tonentwicklung für Episode I an ihre Grenzen zu bringen. "Der Film steckt so voller Aktivität, voller Leute und Orte.", meint er. "Vom Vorder- bis zum Hintergrund, überall passiert immer etwas, sogar außerhalb des Bildbereichs. Es ist eine tolle Umgebung, um Töne alle Grenzen überschreiten, sich voll ausbreiten und diese ganze Welt ausfüllen zu lassen."
Noch einmal schlafen, dann wird Episode I 10 Jahre alt. Wir hoffen, unser Rückblick hat bisher zumindest ein ganz klein bisschen das Bauchkribbeln von damals wieder in Erinnerung gerufen, das große Zusammengehörigkeitsgefühl der Fans und die gespannte Erwartung. :-)
Morgen folgen - neben einigen DVD-Abenden bei euch, vielleicht? ;-) - voraussichtlich ein Kurzinterview mit Regisseur George Lucas, ein Produktionsporträt und ein persönlicher Episode-I-Rückblick unseres hauseigenen Ronen Tal-Ravis.
Yousa should follow us now, okeeday? :-)
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Im heutigen zweiten Teil unseres kleinen Episode-I-Rückblicks zum anstehenden 10. Geburtstag von Die Dunkle Bedrohung, wollen wir uns der Entwicklung des Films widmen, der Vorproduktion, der visuellen Dimension und zum Abschluss kurz dem berühmten Teaser-Plakat.
Beginnen wir mit einem kurzen StarWars.com-Interview, das noch vor Beginn der Hauptdreharbeiten 1997 mit Produzent Rick McCallum geführt wurde:
Wie steht es mit der Besetzung des neuen Films?
Wir haben ein wunderbares Ensemble zusammengebracht. Die Rollen zu besetzen ist ein ungeheuer komplizierter Prozess, weil die Zuschauer einige der Figuren bereits aus den klassischen Krieg der Sterne-Filmen kennen. Robin Gurland, unsere Besetzungsleiterin, arbeitet seit zweieinhalb Jahren an Episode I. Ihre harte Arbeit und lange Suche hat sich ausgezahlt, und wir sind mit unserem Ensemble sehr glücklich. Ich denke, die Fans werden es auch sein.
Wir stehen kurz davor, Liam Neeson, Ewan McGregor, Natalie Portman und Jake Lloyd als Hauptdarsteller bekanntzugeben. Wir sprechen außerdem mit Pernilla August, die Anakins Mutter spielen soll, Ian McDiamird, den Imperator der klassischen Filme, Adrian Dunbar [er spielte Bail Organa in einer Szene von Episode I, sein Auftritt wurde allerdings geschnitten. Bilder von ihm in seiner Rolle wurden später für die Figur des Bail Antilles verwendet, Anm. d. Übers.], Terence Stamp und Oliver Ford Davies.

Was ist mit Charlton Heston. Wir hören, er könnte Yoda in Episode I sprechen?
Nein, nein, absolut nicht. Yoda würde das niemals erlauben. Er hat darauf bestanden, wieder mit Frank Oz zusammenzuarbeiten, wenn wir Yoda schon wieder mit dabei haben wollen. Wortwörtlich sagte er: "Frank Oz! Oder helfen werd ich Dir nicht!"
Wann werden Sie mit den Dreharbeiten beginnen?
Wir stecken zur Zeit mitten in der Vorbereitung. Wir werden im Sommer in den Leavesden-Studios außerhalb von London drehen. Dort bauen wir im Moment etwa 50 Kulissen. Davon einmal abgesehen, werden die meisten Schauplätze digital realisiert werden. Dazu muss man verstehen, dass viele Szenen, die wir brauchen, ohne digitale Effekte gar nicht zu machen wären. Man kann nicht einfach rausgehen und auf Coruscant drehen, so etwas gibt es nicht, und die Leute haben so etwas noch nie gesehen. Viele unserer Drehorte existieren nur digital.
Passend zu dieser Aussage hier ein kurzer, teilweise recht lyrischer Bericht von den Nachdrehs 1998:
Hier draußen ist die Welt blau. Nein, ehrlich, eine vollständig blaue Welt. Für einige der Nachdrehs, die diese Woche in Leavesden anfallen, sind die Schauspieler nur von blauen Leinwänden umgeben und manchmal von nichts anderem: Keine Kulissen, keine Hintergründe, nichts. Damit ist es möglich, die Schauspieler in bereits bestehende Szenen einzufügen und sie an die Seite von Figuren zu bringen, die bereits vorher gedreht wurden, bzw. sie in Schauplätze einzufügen, die gänzlich mit visuellen Effekten realisiert werden - Städte und exotische Planeten, die erst noch erschaffen werden müssen.
Im Moment sehen wir die Welt deshalb ziemlich blau. Gigantische Vorhänge, teilweise zwei Stockwerke hoch, bedecken die Wände auf 30 Metern Länge. Riesige Gerüste sind damit bedeckt. Sogar Teile der Decke sind blau verhüllt. Einige Fahrzeuge oder Kulissenelemente, auf denen die Schauspieler stehen oder sitzen, sind einfachste Konstruktionen, die blau angemalt worden sind. Während des visuellen Effektprozesses wird das allgegenwärtige Blau verschwinden, um vom Rest der Szenerie ausgefüllt zu werden.
Aber irgendwie wirkt das Blau nicht wie ein Nichts, weil wir wissen, was uns in der Produktion noch bevorsteht. Es wirkt vielmehr wie ein Irgendetwas, wie ein Alles. Sowohl für die Schauspieler, als auch für alle Mitarbeiter symbolisiert das Blau hier die unendliche Macht der Phantasie. Unter den Spezialscheinwerfern leuchtet es in einem seltsamen und einzigartigen Glanz, wie eine vibrierende, fluoreszierende Energiewand. Das Blau sieht aus, als könnte es eine Tür in eine andere Welt sein. Die Leute halten sich davon fern. Bis der Dreh beendet ist, ist innerhalb des Blaus alles möglich. Die riesigen Farbschwaden um uns herum machen deutlich, wie phantastisch dieser Film sein wird. Also ja, Episode I ist eine blaue Welt.
Und hier der heutige Hauptteil: Ein Interviewporträt des Künstlerischen Leiters von Episode I Doug Chiang aus dem Januar 1999:
Die gestalterischen Ursprünge von Episode I
Episode I schätzt sich glücklich, sich für den einzigartigen neuen Stil seiner Schauplätze, Raumschiffe und anderen Designelemente auf ein bemerkenswertes Talent stützen zu können. Der Künstler Doug Chiang macht dort weiter, wo der große Ralph McQuarrie einst aufhörte und hat in Episode I einen faszinierenden Eindruck hinterlassen. Zu Chiangs Aufgaben zählt jedoch nicht nur die Erstellung vieler eigene Bilder, Zeichnungen und Gestaltungskonzepte, sondern auch die Führung einer Gruppe außergewöhnlicher Konzeptzeichner, die zusammen die Künstlerische Abteilung von George Lucas' Episode I ausmachen. Daneben arbeitet Chiang eng mit den Effektverantwortlichen bei ILM zusammen und beaufsichtigt die Konstruktion von Miniaturen und Modellen, um sicherzustellen, dass die Arbeit der Künstlerischen Abteilung detailgetreu auf die große Leinwand übertragen wird. Dabei ist er heute so beschäftigt wie während der Vorproduktionsphase, denn für einige der komplexeren Sequenzen, die momentan geschaffen werden, läuft die gestalterische Arbeit noch.

Für jeden wäre es eine beachtliche Herausforderung, an die Spitze der Künstlerischen Abteilung von Krieg der Sterne zu treten, doch mit einer ansprechenden Mischung neuer künstlerischer Linien und großen Respekts für all diejenigen, die vor ihm den Stil des Kriegs der Sterne prägten, hat Chiang sie vorbildlich gemeistert. Hier ein Interview mit Chiang über die Einflüsse, die er Episode I zugrundegelegt hat.
Mit welchen Gedanken haben Sie Ihre Arbeit an Episode I begonnen?
Als ich mit meiner Arbeit begann, wusste ich noch nicht, ob George die gleichen Konzepte wollte wie in der ersten Trilogie und wie sie von Ralph McQuarrie und Joe Johnston geschaffen wurden. Ich habe also viel Zeit damit verbracht, den speziellen Krieg der Sterne-Stil in Ralphs Arbeit zu finden. Ich wollte seinen visuellen Stil identifizieren und analysieren, was genau diesen Stil zu etwas macht, das man auf den ersten Blick mit Krieg der Sterne in Verbindung bringt. Das wollte ich in meine eigene Arbeit übertragen.

Wie würden Sie Ralphs Stil beschreiben?
Ralphs Arbeit zeichnet sich durch die ungeheure Größe ihrer eindrucksvollen Bildwelten aus, und diese Größe habe ich versucht einzufangen. Ich habe mir Ralphs Arbeiten genau angesehen, und was mir besonders aufgefallen ist, war die Klarheit seiner Zeichnungen, wie durchschaubar seine Zeichnungen und Ideen waren. Er hat ein Gespür dafür, gewagte Ideen in ungewöhnliche Szenerien einzubetten und präsentiert diese Dinge in unbekannten Umgebungen. George schätzt das sehr, dieses Unerwartete. Diese Herangehensweise trägt zur Komplexität und Glaubhaftigkeit der Geschichte dieser Phantasiewelt bei. Außerdem sind Ralphs Farben sehr eindrucksvoll. Sein Farbspektrum ist frisch und kühn und manchmal ein wenig stilisiert.

Stilisierte Farben, was meinen Sie damit?
Nehmen wir zum Beispiel das Blau in seinen Hoth-Zeichnungen. Dieses Blau ist sehr intensiv und lebendig, ein geradezu elektrisch aufgeladenes Blau. Und weil die Bilder ihre Aufgabe so hervorragend erfüllen, bemerkt man auf den ersten Blick gar nicht, dass diese Blautöne nicht realistisch, sondern vielmehr stilisiert sind. Sie eignen sich unglaublich gut dafür, Stimmungen zu schaffen und sie sehen nicht aus wie die späteren Filmszenen, fühlen sich aber genauso an.

Haben Sie in Ihren Bildern diese Herangehensweise übernommen?
Anfangs war mir nicht ganz wohl dabei, derart kühne Farben zu verwenden, aber seither habe ich mich auf dieses neue Territorium vorgewagt und auch einige gewagtere Farbkombinationen ausprobiert.
Was an den Arbeiten von Ralph und Joe Johnston hat Sie am meisten beeinflusst?

Bei der Erstellung neuer Konzepte, ist es mir immer um die Funktionalität gegangen. Ein gutes Konzept ist eines, das funktionieren kann, das gebaut werden kann. Für George geht es im Filmdesign nicht um die Qualität der Details an sich, sondern darum, wie gut ein Design für den Betrachter beim ersten Ansehen funktioniert. Die Arbeiten von Ralph und Joe machen das sehr deutlich. Die Konzepte sind kühn, aber auf den ersten Blick verständlich, und ich habe versucht, mir diese Gabe anzueignen.
Haben Sie Ralph schon persönlich getroffen? Ich sehe gerade, dass Sie einige seiner Originalzeichnungen an der Wand hängen haben.
Er ist dreimal vorbeigekommen und war sehr freundlich. Die meiste Zeit versuche ich einfach nur, dem Standard gerechtzuwerden, den er etabliert hat.

Aber Episode I ist Ihr Film. Welche Einflüsse können wir in den Konzepten von Episode I erwarten?
Zunächst einmal George-Lucas-Einflüsse. Nachdem ich soviel Zeit damit verbracht hatte, den Kernstil von Krieg der Sterne zu finden, kam George und sagte mir, er wolle etwas, das so frisch und neu sei wie Ralphs Arbeiten, aber anders. Seit 20 Jahren sehen wir überall Abwandlungen des klassischen Krieg der Sterne-Looks, und George wollte etwas wirklich Neues. Er sagte, "brecht zu neuen Horizonten auf, entdeckt neue Dinge". Das war überraschend, aber auch wirklich aufregend. Er sagte: "Ich will Chrom und schnittige Formen, Jugendstil und moderne Kunst." Da wurde mir klar, dass wir etwas Brandneues brauchten und nicht einfach nur Neuinterpretationen früheren Materials.

Wie würden Sie den Look von Episode I beschreiben?
Der Film spielt eine Generation vor der klassischen Trilogie, und man sieht im Film Fahrzeuge und Raumschiffe, die wie Kunstwerke behandelt werden. Viele von ihnen sind romantisch und elegant. Es ist die Ära der Handwerker. Jedes Detail wird mit Sorgfalt behandelt. Verglichen mit dem späten 20. Jahrhundert, sind dies die 1920er- und 1930er-Jahre. In der klassischen Trilogie ist der Stil hingegen von Massenanfertigungen geprägt, von Fließbandproduktionen, harten Kanten und einem industriellen Stil. Alles ist auf den Verwendungszweck reduziert. Die Epoche von Episode I ist edler, individueller, teilweise sogar überstiliisert, aber immer sehr raffiniert. Diese künstlerische Auffassung spiegelt sich in Fahrzeugen wider, die reine Handwerkskunst sind, keine Ästhetik. Einige Elemente sind rein visuelle Aussagen. Etwas einfacheres würde funktionieren, aber diese Designaussagen machen aus dem Gegenstand ein wahres Kunstwerk.
Gibt es bewusste Verbindungen von Episode I zur klassischen Trilogie?
Absolut. Es gibt da ein Schiff, das bereits den Stil der klassischen Filme andeutet, und es gibt weitere konzeptionelle Verbindungen.

Worin besteht die größte Herausforderung bei der Erarbeitung neuer Konzepte?
Zwischen einem handwerklichen Look und einem Stil, der zu Science-Fiction-haft oder gar überdesignet ist, verläuft ein sehr schmaler Grad. Diesen zu Science-Fiction-haften Look bekommt man, wenn man heutige ästhetische Konventionen nimmt und versucht, sie in eine fremde Welt zu übertragen, ohne ihre Geschichte zu berücksichtigen. Damit landet man bei Konzepten, die sehr schnell überholt sind. Um das zu vermeiden, habe ich es mir angewöhnt, keine Konzepte zu erstellen, die nicht in der Weltgeschichte fest verankert sind.

Welche Kunst- oder Geschichtsepochen haben Sie für Episode I berücksichtigt?
Für die Raumjäger, den Chromlook und die schnittigen Kanten habe ich mir das amerikanische Autodesign der 1950er angesehen. Eine andere Kultur im Film beruht auf traditioneller afrikanischer Kunst. Ihre Fahrzeuge, ihre ganze Ästhetik beruht auf Andeutungen von tierischen Formen, und das gibt diesen Konzepten Persönlichkeit, was überhaupt die größte Herausforderung von allen ist.

Welche Anstöße erhalten Sie von George Lucas?
George ist immer direkt beteiligt. Er ist ein phantastischer Designer. Manchmal verlangt er spezielle Dinge, ein anderes Mal will er einfach nur etwas Andersartiges, Frisches sehen. Häufig verlangt er nach Kombinationen verschiedener Formen, die auf den ersten Blick gar nicht zusammenzupassen scheinen. Aber darin liegt sein Genie, im Gegensatz miteinander nicht verbundener Bildwelten. Ich habe eine Weile gebraucht, mich daran zu gewöhnen. Aber diese Anstöße führen die Konzeptkunst auf neues Gebiet, und einige unserer besten Ideen hatten wir, als wir uns mit Vorgaben herumschlagen mussten, die zunächst unmöglich zu verwirklichen schienen.
Abschließend, so halbwegs passend zum Design, das letzte Minifeature unseres heutigen Episode-I-Countdowns, die offizielle Bekanntmachung zum berühmten Teaserposter vom 10. November 1998:
Das Kinoteaserbanner und das Teaser-Plakat für Krieg der Sterne - Episode I sind hier. Ende dieser Woche werden sie in Kinos in ganz Amerika hängen.
Die beiden Bilder widmen sich den Ursprüngen und dem Schicksal des Kriegs der Sterne mit einem symbolischen und poetischen Bild, das ans Herz der Saga rührt, welches hier durch die einsame Gestalt eines kleinen Jungen verkörpert wird, die Anakin Skywalkers. Wie dieses Motive nahelegt, widmet sich Episode I entscheidenden Anfängen. "Wir wollen, das die Menschen verstehen, dass dies nicht einfach nur ein Film ist, sondern der Anfang einer epischen Saga.", erklärte Jim Ward, der Marketingchef von Lucasfilm. "Episode I ist ein Krieg der Sterne-Film, und selbstverständlich bietet er Aufregung und Unterhaltung, aber er ist auch besonders, weil er den ersten Teil jener großen Geschichte darstellt, die in den klassischen Krieg der Sterne-Filmen ihren Höhepunkt findet. Episode I deckt Ereignisse auf, die innerhalb der Saga einen langen Schatten werfen werden, und dies machen das Banner und das Plakat deutlich."
Die neuen Episode-I-Motive sind die Arbeit der Künstlerin Ellen Lee aus der Künstlerischen Abteilung von Episode I und entstanden unter der kreativen Leitung von Jim Ward. George Lucas war an der Fertigstellung der Motive persönlich beteiligt.
Morgen geht es voraussichtlich mit der Designumsetzung, dem Ton und den Jedi-Kampfkünsten weiter. :-)
Dissen gonna be bery messy! ;-)
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