Komisch, aber genau dieselbe Frage hab' ich mir auch gestellt. Als Easter Egg ist die Bundeslade ja bereits in den venezianischen Katakomben in "Der letzte Kreuzzug" vorgekommen. Und in "Königreich des Kristallschädels" ist die Lade ja auch in ihrer Ursprungsform, also weder als Icon noch als Symbol zu erkennen. Dass Lucas, so etwas nicht umsonst zeigt, könnte wahrscheinlich doch eine Anspielung sein. Interessant wär's gewesen, wenn man statt der Lade, vielleicht eine Kiste mit Sankara-Steinen oder irgendein Artefakt vom Felsendom von Petra gesehen hätte, was eigentlich noch mehr Fragen aufwerfen würde. Nein, daher ist es eh schon in Ordnung, wenn man die Bundeslade - eben einfach nur als Easter Egg - sieht und sich keine weiteren Fragen mehr dazu stellt.
Was aber, wenn jetzt doch was dran wäre, dass die Bundeslade im - doch nicht unwahrscheinlich anmutenden - fünften Teil wieder eine größere Bedeutung bekommen könnte. Vielleicht haben's diesmal die Russen auf die Bundeslade abgesehen, nachdem ihnen das "Mysterium von Akator" abhanden gekommen ist.
Andererseits muss man sich wieder die Gegenfrage stellen, was an der Bundeslade noch erzählenswertes wäre. "Jäger des verlorenen Schatzes" hat sich ja zur Genüge damit beschäftigt. Das Thema ist sogar "ausgelutscht", falls die Herren Lucas, Spielberg und Ford die Bundeslade wieder auf eine lange Reise schicken wollen oder möchten.
Alles weitere wäre also nur rein spekulativ, wenn wir davon ausgehen, dass die Bundeslade in Teil 5 doch mehr als ein 'MacGuffin' ist - oder nicht. Wir wissen es nicht, noch haben Mr. Spielberg und Mr. Lucas irgendwelche Absichten gezeigt, wie ein fünfter Teil aussehen könnte, indem die Bundeslade eine Rolle spielt oder gar überhaupt welche. Meine eigenen Gedanken zu einem fünften Teil + Bundeslade hab' ich hier in einigen Sätzen "zusammengepitcht", eben nur ein kleiner Versuch, was IMO so alles noch vorstellen könnte:
Äthiopien, 1965.
Ein ereignisreiches Jahr. Der farbige Bürgerrechtskämpfer 'Malcolm X' wurde ermordet. Die Vorboten des Vietnam-Kriegs ziehen auf. Bob Dylan "basht" gegen die 'Rolling Stones', während ihre "Rivalen", die 'Beatles, sich den kreischenden Mädels stellen müssen. Franz Beckenbauer absolviert sein erstes Länderspiel und der Rapper 'Dr. Dre' wird geboren.
Mutt (Shia LaBeouf) hat zwar das College gemacht, aber nicht die akademische Leiter seines Vaters oder die seines vollakademischen Großvaters errungen. Indiana Jones (Ford) alias Dr. Henry Jones Sr. hat seine Anstellung am Marshall College mittlerweile aufgegeben - und hilft nur mehr als emeritierter Professor aus, ansonsten schreibt er viele wissenschaftliche Bücher über Archäologie etc. tlw. gemeinsam mit Marion (Karen Allen) weswegen die beiden sich sehr oft zerstreiten. Sie reisen nach wie vor sehr viel um die Welt, vor allem jetzt weil beide viel mehr Zeit haben und diese nun auch in Ruhe miteinander verbringen können.
Mutt hat natürlich die militärische Laufbahn eingeschlagen, nachdem er sein Greaser-Dasein aufgegeben hat. Einer der besten Militärkadetten, der wie kein anderer so gut mit seinem Degen umgehen kann, wie einst sein Vater mit der Peitsche. Seine Eltern Indy und Marion sind daher schon sehr stolz auf ihren Sohnemann.
Als ein Auftrag "Lt." Mutt Jones nach Afrika führt, entdeckt dieser in einem afrikanischen Dorf einige ungewöhnliche Dinge. Von Teufelsbesessungen ist die Rede, Menschen die an einem Ort gänzlich dem Teufelskult frönen und wo die Macht Gottes aufgehoben zu sein scheint. Untote treiben dort ihr Unwesen. Alles ist dort, wo es nicht sein oder geben sollte.
Natürlich haben die Russen auch Wind davon gekriegt und entsenden ein "Wissenschaftsteam" nach Afrika, genauer gesagt nach Äthiopien. Als diese bei Ausgrabungen nahezu die Existenz des Teufels offenlegen, bekommt auch Mutt Wind von der Sache und bittet wiederum seinen Vater um Hilfe. Indy, ein guter Freund des mittlerweile ebenso pensionierten General Ross (Alan Dale), erhält im Auftrag des US-Sondermilitärs eine Genehmigung an einer geheimen US-Operation in Äthiopien mitwirken zu können - und nur er! Also reist Indy diesmal gemeinsam mit Mutt über England und Marokko nach Afrika - zum schwarzen Kontinent.
Gemeinsam überwinden Vater und Sohn die russischen Schergen, bewaffnete afrikanische Freiheitskämpfer und Teufelsmächte, die man nur durch die Macht Gottes vernichten kann. Bei der Gelegenheit dürfen die Jones' diesmal sogar den Leibhaftigen selbst kennenlernen, der dann dank Einsatz der Bundeslade wieder in die Hölle verbannt wird. Die Bundeslade wird in Äthiopien an einem geheimen Ort gebracht, und nicht wieder zurück in die USA.
Dort wieder zurück, lernen Indy und Marion Mutts schwangere Verlobte kennen und lieben, die Mutts frühere Fechten-Kollegin war. Zugleich erwägt Mutt seine militärische Laufbahn aufzugeben, da ihm die Regierung eine "andere Tätigkeit" angeboten habe. Indy sagt, dass ihm - als werdender Vater - ein großes Abenteuer bevorstehe, und setzt ihm quasi als "Neo-Papa" seinen Filzhut auf, da er nach Indys Ansicht, diesen nun mehr braucht, und sollte es ein Junge werden, heißt er natürlich Henry!
Wie gesagt, nur ein Versuch!