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Darth Zizous

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481

Montag, 19. April 2010, 19:19

@Chrissi: Nein zu zu dem Zeitpunkt habe ich sie noch nicht gelesen, außerdem wollte ich noch ein paar Zusatzinfos geben (Grund für Erlaubnis, 13 Kinder usw. fleissiges Kerlchen dieser Sam). So langsam bekomme ich das Gefühl du spionierst mir nach;)
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Chrissi

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482

Montag, 19. April 2010, 19:31

Ich meinte eigentlich eher die Sache mit der Wetterspitze und die Tatsache, dass Sam letztendlich auch rüber segelte. Aber wahrscheinlich meintest Du, dass doppelt gesagtes besser halten würde. Verständlich, wenn auch in manchen Augen nicht überzeugend.
Jedoch kam direkt danach dann die Nachricht.

Und hey, was heißt hier spionieren :whistling: . Ich nenne das ein gesteigertes Interesse an Deiner Person. 8)
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Lord Kaan

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483

Montag, 19. April 2010, 20:06

Verzeihung Chrissi und an all euch anderen.Ich habe mich getäuscht, zuerst war ich mir sehr sicher, doch als ich eure Beiträge las wusste ich das ich mich wohl getäuscht habe.Und regt euch nicht so auf, bitte. ;)

Wer ist denn euer Lieblingscharakter in HdR ?

Meiner ist Saruman, da er ein charismatischer und machtbesessener Istari ist.Und nebenbei noch weil er von Christopher Lee, meinem lieblings Schauspieler gespielt wurde.
"Wenn dass nicht die glatzköpfige Hapie ist." Ahsoka Tano
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ARC N-11 ORDO

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484

Mittwoch, 21. April 2010, 21:47

Mein Lieblingscharackter ist:
GIMLI! der einzig ware! xD
ich liebe diesen Charackter aus folgenden Gründen:
1. Er hat immer nen guten Spruch auf lager
2. die beste Durchschlagskraft
3. Ist voll aufgedreht wenn es kurz vor kampfbeginn ist...
4. Seine stetig besser werdende Beziehung zum "Langohr" =)
5. Das er so klein ist
6. seine waffen sind der wahnsinn
7........
einfach genial =)
was ich an den Filmen blöd finde ist, dass der letzte Teil des letzen buches völlig weg ist,^^ im buch wird nämlich noch beschrieben, dass Saruman das Auenland angreift... sowas hab ich im Film noch net gesehn xD
„Wir haben eine Abmachung - ich lache nicht über seinen Rock und er reißt mir nicht den Kopf ab.“
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Lord Kaan

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485

Donnerstag, 22. April 2010, 14:44

Das mit Sarumans Angriff auf das Auenland hätten sie im Film auch schlecht machen können.Das hätte einfach nicht in den Film gepasst.Außerdem war Sarumans Tod im Film auch ziemlich cool. :thumbup:
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Darth Pevra

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486

Donnerstag, 22. April 2010, 14:57

Bitte lyncht mich nicht, aber mir hat HDR nicht gefallen. Zum Teil hatte ich auch Schwierigkeiten, mir die Filme ohne Unterbrechung anzusehen, obwohl ich es versucht habe.

1) Langatmigkeit
Die Filme waren für mich sehr langweilig, obwohl ich lange Filme sonst immer wieder gerne sehe, wenn sie ausgezeichnet gemacht sind (der Pate, das Boot). An der Länge alleine kann es also nicht liegen, sondern eher daran, womit sie gefüllt wurde.

2) Authenzität
Es wurde versucht, den Figuren Tiefe zu geben, und ja, sie haben auch Konflikte. Aber die gezeigten Emotionen waren für mich zu unecht, zu stilisiert. Die Figuren wirkten auf mich in etwa so echt wie Ken und Barbie. Ein Beispiel dafür ist der Dialog zwischen Theoden und Grima, der wohl der überzeichnetste Verräter aller Zeiten ist. Wo sind außerdem die Ängste? Kommen kaum durch.

3) Krieg
Am besten sieht man das an dem Zählwettbewerb von Gimli und Legolas. Das ist Krieg, verdammt, und nicht nur ein Spässchen! Da sterben Menschen und nicht zuletzt Orks, bei denen mir die Entmenschlichung auf die Nerven geht. Dazu kommt dann noch das unerträgliche Ehre und Tapferkeit Gelabere. Ich habe Massenmörder in meinen Geschichten, die mehr Selbstreflexion zeigen.

Aber hin und wieder gab es Szenen, die mich etwas mit den obengenannten Schwächen versöhnt haben. Sam und Frodo schaffen es manchmal, der Story etwas mehr Leben einzuhauchen. Außerdem sind die Bilder wirklich sehr spektakulär und schön anzusehen. Der Soundtrack ist ebenfalls ein Traum.

Chrissi

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487

Donnerstag, 22. April 2010, 17:29

Warum sollte man dich lynchen, nur weil dir Der Herr der Ringe nicht gefällt?
Vielleicht nehme ich einfach mal zu deinen aufgelisteten Punkten Stellung.

1) Langatmigkeit
Du empfandest die Filme also langweilig. Könntest du vielleicht auf die genauen Stellen eingehen, die dich ganz besonders haben gähnen lassen? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass du alle drei Filme von vorne bis hinten zum Einschlafen fandest. Vor allem im dritten Teil sehe ich auf Anhieb keinen längeren Abschnitt, der besonders langweilig wirkt. Im ersten Teil hingegen mit dem etwas längeren Anfang und einigen Rohan-Szenen im zweiten möchten doch welche auftreten.

2) Authenzität
Hmm, Tiefe der Figuren, ihre Ängste und Sorgen. Auch wenn ich in der Hinsicht nicht der mit dem geschultesten Auge bin, so denke ich doch, dass z.B. Frodos, Sams und Gollums (Smeagols) Gefühle und Konflikte rüber kamen. Wer genau wirkt denn auf dich wie Ken und Barbie?
Und welchen Dialog von Theoden und Schlangenzunge meinst du? Etwa den, als er ihn rauswirft und töten möchte? Bei allen anderen war es ja nicht wirklich Theoden.

3) Krieg
Nun ja, wenn du schon auf den Zählwettbewerb ansprichst, so muss du auch bedenken, dass die Schlacht bei Helms Klamm eigentlich schon verloren war, bevor die erste Leiter stand. Die Uruks waren in einer schier unüberwindlichen Überzahl, die Verteidiger zu einem großen Teil Bauern, Hufschmiede und Kinder. Hättest du es denn lieber gesehen, Gimli und Legolas wären mit vollen Hosen in den Kampf gegangen? Sie sind ein Zwerg und ein Elb, kein Mensch. Ein Elb, der ziemlich unerschrocken ist, und ein Zwerg, dessen Einstellung schon durch seine Geburt gegeben ist.
Dass Menschen, Elben und Zwerge, von Uruks, Orks und anderem Getier gar nicht zu sprechen, in diesem Krieg sterben würden, war klar und ist unvermeidlich. Möchte man aber trauern und die Toten ehren, so sollte man dies machen, nachdem die Schlacht geschlagen ist, nicht währenddessen, da man sonst wahrscheinlich selber erschlagen wird.
Und wo geht dir die Entmenschlichung der Uruks und Orks auf die Nerven? Die sind einfach so. So wurden sie gezüchtet. Ihre einzige Bestimmung ist es ihrem Herren zu gehorchen. Sie sind böse.
Weiterhin weiß ich nicht, was dein Problem mit der Ehre und der Tapferkeit ist. Die Wesen dieser Welt haben nicht viel. Somit haben diese beiden Attribute dort ihren Wert und ihre Berechtigung. Es ist ja nicht so, als ob in den Filmen auch nur darüber gelabert wird.


Na ja, dass die Bilder schön sind, kann ja auch wirklich keiner verneinen. Da haben die Macher sich ein schönes Fleckchen Erde ausgesucht.

Zitat

Sam und Frodo schaffen es manchmal, der Story etwas mehr Leben einzuhauchen

Und das, obwohl der Tod ihr ständiger Begleiter war...


Was auch noch interessiert, hast du die normalen Kinofilme gesehen oder die SEE?
Was eine geistreiche Signatur...

Darth Zizous

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Donnerstag, 22. April 2010, 20:19

Gerade in der SEE kommt der Respekt und das Mitgefühl für den Gegner durchaus ans Licht. NAch dem Hinterhalt der Waldläufer in Ithilien auf den Kriegszug der Haradrim spricht Faramir dieses Thema an, auch wenn es dort natürlich nicht um Orks geht. ABer das liegt schlicht daran, dass der Herr der Ringe nicht als Charakterstudie oder ähnliches konzipiert ist, sondern als Epos, der aus den bekannten Stereotypen besteht und damit sind die Figuren in ihrem Handeln und Denken eigentlich schon vorgegeben. DAs deckt sich auch sehr stark mit dem Schreibstil der Bücher, die eigentlich kaum Einsicht in die handlenden Personen bieten oder Dinge aus deren Sicht beschreiben, sondern vielmehr wie die Odysse, die Ilias, die deutschen Heldensagen oder was sonst noch in diese Kategorie fällt von außen dargestellt.

Gleichzeitig entfällt dadurch auch alles, was grau ist. Es gibt die Guten, die um ihr Überlebn kämpfen und die Bösen, die schlichtweg böse sind, weil sie es nun mal sind und beide Mächte prallen in einem epochalen Endkampf aufeinander, der aber letzten Endes von einigen wenigen Helden entschieden wird, die durch Tugenden wie Freundschaft, Treue, Mut und Tapferkeit gegen das Dunkel bestehen.

Der Herr der Ringe ist nicht mehr und nicht weniger als das, doch finde ich, dass man ihn auch genau danach beurteilen soll.
Die Dunkelheit ist großzügig und geduldig und gewinnt immer, aber im Herzen ihrer Stärke liegt ihre Schwäche: Eine einzelne Kerze genügt, um sie zurückzudrängen.
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Darth Pevra

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Donnerstag, 22. April 2010, 21:43

1) Langatmigkeit
Du empfandest die Filme also langweilig. Könntest du vielleicht auf die genauen Stellen eingehen, die dich ganz besonders haben gähnen lassen? Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass du alle drei Filme von vorne bis hinten zum Einschlafen fandest. Vor allem im dritten Teil sehe ich auf Anhieb keinen längeren Abschnitt, der besonders langweilig wirkt. Im ersten Teil hingegen mit dem etwas längeren Anfang und einigen Rohan-Szenen im zweiten möchten doch welche auftreten.
Die genauen Stellen? Die Schlachten zum Beispiel, aber ansonsten kann ich dir das auch nicht so exakt definieren. Ist doch schon ein Weilchen her, dass ich die Filme gesehen habe. Und allzu konzentriert habe ich sie auch nicht geschaut.
2) Authenzität
Hmm, Tiefe der Figuren, ihre Ängste und Sorgen. Auch wenn ich in der Hinsicht nicht der mit dem geschultesten Auge bin, so denke ich doch, dass z.B. Frodos, Sams und Gollums (Smeagols) Gefühle und Konflikte rüber kamen. Wer genau wirkt denn auf dich wie Ken und Barbie?
Und welchen Dialog von Theoden und Schlangenzunge meinst du? Etwa den, als er ihn rauswirft und töten möchte? Bei allen anderen war es ja nicht wirklich Theoden.
Oh, es ist sehr genau ersichtlich, welche Gefühle und Konflikte da sein sollten. Aber sie wirkten auf mich eben nicht überzeugend. Mit Smeagol beispielsweise konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren, weil er sich nur über seine gespaltene Persönlichkeit definiert. Insbesondere Gimli, Schlangenzunge, Legolas, Aragon, Merry, Arwen und Pippin machten auf mich einen plastikartigen Eindruck.

Ja, der verzauberte Theoden war für mich auch kein Problem (dass mit der Beeinflussung kam ganz gut rüber), aber Schlangenzunge...
3) Krieg
Nun ja, wenn du schon auf den Zählwettbewerb ansprichst, so muss du auch bedenken, dass die Schlacht bei Helms Klamm eigentlich schon verloren war, bevor die erste Leiter stand. Die Uruks waren in einer schier unüberwindlichen Überzahl, die Verteidiger zu einem großen Teil Bauern, Hufschmiede und Kinder. Hättest du es denn lieber gesehen, Gimli und Legolas wären mit vollen Hosen in den Kampf gegangen? Sie sind ein Zwerg und ein Elb, kein Mensch. Ein Elb, der ziemlich unerschrocken ist, und ein Zwerg, dessen Einstellung schon durch seine Geburt gegeben ist.
Dass Menschen, Elben und Zwerge, von Uruks, Orks und anderem Getier gar nicht zu sprechen, in diesem Krieg sterben würden, war klar und ist unvermeidlich. Möchte man aber trauern und die Toten ehren, so sollte man dies machen, nachdem die Schlacht geschlagen ist, nicht währenddessen, da man sonst wahrscheinlich selber erschlagen wird.
Und wo geht dir die Entmenschlichung der Uruks und Orks auf die Nerven? Die sind einfach so. So wurden sie gezüchtet. Ihre einzige Bestimmung ist es ihrem Herren zu gehorchen. Sie sind böse.
Weiterhin weiß ich nicht, was dein Problem mit der Ehre und der Tapferkeit ist. Die Wesen dieser Welt haben nicht viel. Somit haben diese beiden Attribute dort ihren Wert und ihre Berechtigung. Es ist ja nicht so, als ob in den Filmen auch nur darüber gelabert wird.
Ja, ein bisschen volle Hosen hätte ihnen gutgetan. Angst bzw. Kampf oder Flucht-Instinkt ist einer der elementarsten Triebe überhaupt. Fehlt das, fehlt ein ziemlich großes Stück der Charakterisierung (Ausnahme sind psychisch gestörte Figuren). Und ich bin nun mal Charakterisierungsfetischist, das ist mein Spleen.

Ich habe ein Problem damit, einem intelligenten Wesen seine Lebensberechtigung abzusprechen, nur weil es gezüchtet wurde. Das widerspricht meinen innersten Überzeugungen.

Weil Ehre und Tapferkeit fast ausschließlich eine Entschuldigung für Gräueltaten ist und nicht unreflektiert stehengelassen werden sollten? "Ehre und Tapferkeit" ist die Motivation, die Soldaten eingedrillt wird, um ihre Feinde zu töten. Menschen zu töten. Aber hier wird es stilisiert, um den Heroismus der Protagonisten zu zeigen.
Was auch noch interessiert, hast du die normalen Kinofilme gesehen oder die SEE?
Die Kinofilme. Da ich HdR nicht mag, wollte ich mir nicht unbedingt die länger Version ansehen.

Zitat

Gerade in der SEE kommt der Respekt und das Mitgefühl für den Gegner
durchaus ans Licht. NAch dem Hinterhalt der Waldläufer in Ithilien auf
den Kriegszug der Haradrim spricht Faramir dieses Thema an, auch wenn es
dort natürlich nicht um Orks geht. ABer das liegt schlicht daran, dass
der Herr der Ringe nicht als Charakterstudie oder ähnliches konzipiert
ist, sondern als Epos, der aus den bekannten Stereotypen besteht und
damit sind die Figuren in ihrem Handeln und Denken eigentlich schon
vorgegeben. DAs deckt sich auch sehr stark mit dem Schreibstil der
Bücher, die eigentlich kaum Einsicht in die handlenden Personen bieten
oder Dinge aus deren Sicht beschreiben, sondern vielmehr wie die Odysse,
die Ilias, die deutschen Heldensagen oder was sonst noch in diese
Kategorie fällt von außen dargestellt.



Gleichzeitig entfällt dadurch auch alles, was grau ist. Es gibt die
Guten, die um ihr Überlebn kämpfen und die Bösen, die schlichtweg böse
sind, weil sie es nun mal sind und beide Mächte prallen in einem
epochalen Endkampf aufeinander, der aber letzten Endes von einigen
wenigen Helden entschieden wird, die durch Tugenden wie Freundschaft,
Treue, Mut und Tapferkeit gegen das Dunkel bestehen.



Der Herr der Ringe ist nicht mehr und nicht weniger als das, doch finde
ich, dass man ihn auch genau danach beurteilen soll.
Das ist auch okay. Aber ich lege wie gesagt sehr großen Wert auf sowas, es macht Filme für mich unterhaltsam und interessant. Ohne dem ... ist es für mich einfach nicht so ein Vergnügen.
Für euch offensichtlich schon und ich wünsche euch noch gute Unterhaltung beim HdR schauen.

Aaron

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Donnerstag, 22. April 2010, 21:50

Ich kann diesen Verfilmungen auch nicht viel abgewinnen, weil ich allzu viele Schauspieler für eine komplette Fehlbesetzung halte, aber die erweiterte Fassung lohnt sich trotzdem. Einige Logikfehler werden beseitigt, einige Figuren bekommen den Schuss Tiefe, der gefehlt hat, und einige nette Szenen aus den Büchern tauchen - in teils seltsamer Version - doch noch auf. Ist ein bisschen wie bei Kingdom of Heaven: Die Kinofassung kann man nicht ernstnehmen. Bei Kingdom of Heaven ist die erweiterte Version allerdings richtig toll, und hier... Tja, Frodo ist leider auch in der Langfassung noch eine komplette Fehlbesetzung. ;)
Da bleibe ich lieber beim (deutschsprachigen ;)) Zeichentrick: Zum einen wegen der tollen Bilderwelten, zum anderen, weil der die Essenz der Figuren und der Geschichte sehr viel besser abbildet. Und weil die rüpelhaften, hässlichen Elbenkerle aus der Realfilmversion auch in 300 Jahren nicht an das reine Licht ihrer Zeichentrickvettern heranreichen werden. Und der Zeichentrick-Aragorn erst... Ein wahrer König. Der Landstreicher von Herrn Jackson hingegen... Eieieiei... (und ja, am Anfang soll er ein Landstreicher sein, aber am Ende halt nicht mehr ;))
Egal, Schwamm drüber, in 20 Jahren kommt mit Sicherheit die nächste Neuverfilmung. :)
You think a little thing like death's gonna slow us down?!
-Han Solo

Chrissi

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491

Donnerstag, 22. April 2010, 23:09

@Darth Pevra
Nun ja, 'ne richtige Schlacht gab es im ersten Teil ja nicht (mal abgesehen vom Prolog). Die Kämpfe in Moria oder auf dem Amon Hen waren ja nicht so lang. Gut, dass Helms Klamm und die Schlacht auf den Pelennor-Feldern (Minas Tirith) länger gehen, liegt halt daran, dass sie zu den Höhepunkten der Filme gehören. Kürzer geht es nicht wirklich, wenn man die ganze Sache halbwegs realistisch darstellen möchte.

Zitat

Mit Smeagol beispielsweise konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren, weil er sich nur über seine gespaltene Persönlichkeit definiert. Insbesondere Gimli, Schlangenzunge, Legolas, Aragon, Merry, Arwen und Pippin machten auf mich einen plastikartigen Eindruck.

Gut, sich mich Smeagol zu identifizieren ist in der Tat etwas schwierig. Das liegt aber auch wohl mehr an der Figur an sich...
Ob die anderen plastikartig wirken, kann ich nicht beurteilen. Legolas scheint halt immer etwas desinteressiert, Schlangenzunge ist das, wofür sein Name steht, und die kleinen Hobbits sollen halt mehr oder weniger von der ganzen Sache etwas überfordert wirken, denke ich.

Zitat

Ja, ein bisschen volle Hosen hätte ihnen gutgetan. Angst bzw. Kampf oder Flucht-Instinkt ist einer der elementarsten Triebe überhaupt. Fehlt das, fehlt ein ziemlich großes Stück der Charakterisierung (Ausnahme sind psychisch gestörte Figuren). Und ich bin nun mal Charakterisierungsfetischist, das ist mein Spleen.

Wüsste nicht, dass wir entscheiden können, mit was für elementaren Trieben Elben und Zwerge ausgestattet sind. Elben haben unter normalen Umständen kaum Furcht und Zwerge haben meist starke Charaktere und sind nicht minder furchtlos. Dass beide vor Angst erstarren, ist wohl eher unrealistisch. Nur Aragorn hatte immer wieder Zweifel und Angst und seine Freundin, was in trotz hoher Abstammung menschlicher macht als den Elb und den Zwerg.

Zitat

Ich habe ein Problem damit, einem intelligenten Wesen seine Lebensberechtigung abzusprechen, nur weil es gezüchtet wurde. Das widerspricht meinen innersten Überzeugungen.

Nun ja, innere Überzeugungen sind etwas feines, solange man in Frieden Leben kann. Und was bedeutet eigentlich Lebensberechtigung in der Welt Tolkiens? Die Orks sind böse, das kann man nicht absprechen. Sie sind nicht frei in ihrem Wesen. Würden die ein ganz normales Leben führen und sich mit den anderen Völkern verstehen, wäre alles in Ordnung. Nur ist das eben nicht so. Nicht die Menschen, Zwerge und Elben greifen an, sondern die Orks (Uruks). Sie sind es, die hilflose Wesen abschlachten, schänden und entehren.

Zitat

Weil Ehre und Tapferkeit fast ausschließlich eine Entschuldigung für Gräueltaten ist und nicht unreflektiert stehengelassen werden sollten? "Ehre und Tapferkeit" ist die Motivation, die Soldaten eingedrillt wird, um ihre Feinde zu töten. Menschen zu töten. Aber hier wird es stilisiert, um den Heroismus der Protagonisten zu zeigen.

Aber das macht doch nicht die Begriffe und ihre Bedeutung schlecht, sondern die, die sie in diesem falschen Sinne verwenden. Weiterhin scheinst du zuviel von unserer Welt nach Mittelerde zu transportieren. Diese Welt braucht "Helden", die für das Gute stehen und gegen das Böse kämpfen. Hier besteht nämlich das Problem, dass es ein wirkliches Böses -in unserer Welt bei Vielen eine Sache der Ansicht- gibt. Mit diesem kann man nicht verhandeln oder in friedlicher Nachbarschaft leben.
Da diese Welt aber nunmal nicht existiert und nur für uns gemacht worden ist, mag es natürlich stimmen, dass Begriffe wie Ehre und Tapferkeit, die in dem Film z.B. gute Sachen sind, auch so bei den Leuten hängen bleiben, was gut ist, dann aber unter dem Deckmantel solcher Tugenden, z.B. beim Militär wie du angeführt hast, falsches getan wird.

Zitat

Für euch offensichtlich schon und ich wünsche euch noch gute Unterhaltung beim HdR schauen.

Danke, werde ich haben. :)
Denke auch eigentlich, dass normale 08/15-Zuschauer nichts gegen diese Filme haben kann. Der Erfolg gibt ihnen ja recht.

@Aaron
Welche Akteure z.B. empfindest du denn als fehlbesetzt (ok, Frodo und Aragorn anscheinend). Würde mich mal interssieren.
Und was meinst du mit hässlichen Elbenkerlen? Meinst du da hässlich von deinem oder vom Elbenstandpunkt aus gesehen?
Na ja, die Zeichentrickversion kenne ich nicht. Kann daher nichts dazu sagen.
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Darth Pevra

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Freitag, 23. April 2010, 11:02

Schau, wir können noch lange im Kreis diskutieren. Aber an meiner Meinung zu dem Film wird sich deswegen nichts ändern. Die ist schließlich rein subjektiv.

Zu meinen Werten: ignorieren kann ich die halt auch nicht. Der Fantasy-Ehrbegriff und das kaltblütige Abschlachten der Gegner stößt mir sauer auf - ein Held ist für mich jemand, der Mitgefühl und Selbstreflexion zeigt (wie Luke Skywalker und auch Han und Leia). Dafür komme ich mit vielen anderen Dingen klar, die andere Leuten stören (Menschen & Aliens & Roboter als Gleichberechtigte, Cyborgs, etc.)

Aaron

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Freitag, 23. April 2010, 12:43

Welche Akteure z.B. empfindest du denn als fehlbesetzt (ok, Frodo und Aragorn anscheinend). Würde mich mal interssieren.
Und was meinst du mit hässlichen Elbenkerlen? Meinst du da hässlich von deinem oder vom Elbenstandpunkt aus gesehen?
Na ja, die Zeichentrickversion kenne ich nicht. Kann daher nichts dazu sagen.


Fehlbesetzt? Frodo eindeutig. Der Typ kann nicht schauspielern und starrt dauernd nur ohne Sinn und verstand in der Gegend herum. Es ist ehrlich traurig, und nicht im guten Sinne. Furchtbarer Typ. Bei Merry und Pippin hat das Drehbuch versagt, indem es sie zu Kaspern abgestempelt hat, und die Kasperrolle wird solide gespielt, aber irgendwo ist auch das eine Fehlbesetzung. Aragorn von vorn bis hinten. Man sollte zumindest ansatzweise erahnen können, dass da ein verlorener König vor einem steht, aber das kommt noch nicht einmal raus, als er König wird. Komplett grausig. Arwen ist einfach nur schlimm. Zum einen, weil sie nicht in die Geschichte gehört ;), aber Liv Tyler kann außer Nase-rot-rubbeln und Tränchen-rausquetschen einfach nicht schauspielern. Dann sämtliche Elben. Das sind Lichtwesen, keine abgewrackten Hippies. Ganz schlimm finde da Elrond. Galadriel ist die einzige Elbin, der ich die Rolle abnehme, Legolas... Puh... Hätte schlimmer ausfallen können. Die Durchschnittselben von der Stange find ich durch die Bank weg grauenvoll. Ehrlich, wenn ich Elben suche, dann schnappe ich mir dafür eine Modellagentur. Ich gehe nicht zum nächsten Bahnhof und frage die lokale Alkibrigade. Und wenn ich ein Weilchen drüber nachdenken würde, hätte ich bestimmt noch 2 Dutzend weitere Namen anzubieten.
Und ansonsten allgemeine Kritikpunkte: Gollum sollte schwarz sein, die Ostlinge ebenfalls, Frodo hat in Osgiliath nichts verloren, das Sauron-Leuchtturmauge ist mehr als lächerlich, Sarumans Tod ist unsinnig (und zeigt, dass Peter Jackson keine Ahnung hatte, worum es eigentlich ging), Merry und Pippin hätten wachsen müssen, was gerade in der Endszene in Minas Tirith so richtig sinnlos auffällt, die Arwen-Story war für den Hugo, die Elben in Helms Klamm waren die dümmste Idee überhaupt... Als Versuch war das Ganze ja nicht uninteressant, aber die Verfilmung über den grünen Klee zu loben, finde ich absolut unverdient. Da, wo die Verfilmung das Buch verstanden und entsprechend umgesetzt hat, überzeugt sie, wo das hingegen nicht der Fall war, versagt sie aus meiner Sicht völlig. Bestes Beispiel ist da wirklich Sarumans Tod: Dass er am Ende das Auenland übernimmt, als schon alles gewonnen scheint, ist doch der eigentliche Clou. Ein Held ist nicht jemand, der in die Welt hinauszieht und Heldentaten verrichtet, ein Held ist jemand, der das tut und danach wieder nach Hause zurückkehrt, um sein erworbenes Wissen für seine eigenen Nachbarn einzusetzen. Darum ging es bei der Auenland-Episode: Die Hobbits haben gelernt, wie sie mit Schurken umgehen und wenden dieses Wissen nun an. Und damit schließt sich dann der Kreis. In der Verfilmung gehen sie in die Welt hinaus, hängen Halbgöttern an den Rockschößen und fahren danach halt wieder nach Hause. Mit anderen Worten: Sie sind die reinen Touristen. Passt sicherlich zur Neuseeland-Vermarktung der ganzen Aktion, aber darum ging es Tolkien eigentlich nicht. ;)

Chrissi

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Freitag, 23. April 2010, 13:29

@Darth Pevra
Wir haben doch noch gar nicht groß angefangen zu diskutieren? :thinking:
Und warum sollten sich subjektive Meinungen nicht ändern können. Wenn man die Sache vor anderen Hintergründen sieht, kann man sich doch umentscheiden, außer man will es von vornherein nicht.

Und wo hast du bei den Guten ein kaltblütiges Abschlachten der Gegner gesehen. Ich sehe nur das Töten im Kampf, was in der Situation völlig legitim ist.
Auch denke ich wird Mitgefühl gezeigt. Weder töten sie Gollum, noch lässt Aragorn Grima exekutieren.

Zitat

Dafür komme ich mit vielen anderen Dingen klar, die andere Leuten stören (Menschen & Aliens & Roboter als Gleichberechtigte, Cyborgs, etc.)

Meinst du das jetzt irgendwie auf die Realität bezogen?

@Aaron
Das mit der Buch-Film-Umsetzung scheinst du dir ja richtig zu Herzen nehmen. Ich hatte die Bücher auch gelesen, bevor die Filme in die Kinos kamen, auch wenn ich erst durch sie auf die Geschichte aufmerksam gemacht wurde. So alt war ich 2001 ja schließlich noch nicht.
Dass in der Hinsicht natürlich so einiges nicht rüberkam oder dazugedichtet wurde, mag stimmen und denen, für die es nur das Buch gibt, sauer aufstoßen. Ob man nun Sauron als Auge darstellt (irgendwie muss man ihn ja symbolisieren) oder Gollum eine etwas hellere Hautfarbe gibt, finde ich eher weniger schlimm. Auch sind der Tod Sarumans, den man irgendwie erledigen wollte, da er ja auch in Wirklichkeit stirbt, und die Sache mit der Größe von Merry und Pippin ja nur Szenen der erweiterten Version. Letzteres hätte man wohl schwieriger beachten können, da man dann gegenüber der Kinoversion zuviel hätte verändern müssen, denke ich. Und hat man die Ostlinge denn überhaupt mal ohne Masken gesehen?

Wie schon gesagt, ob Schauspieler gut oder schlecht sind, kann ich kaum beurteilen. Daher kann ich zu Frodo nicht viel sagen außer, dass er oft ziemlich komisch rüberkommt, was ich aber eigentlich dem Drehbuch zuschreibe. Ob Aragorn im Buch königlich wirkt, weiß ich nicht, da ich es schon länger nicht mehr gelesen hatte. Dass er am Ende nicht so wirkt, mag vielleicht halt daran liegen, dass man ihn in den vorherigen Filmminuten nie in solchen Klamotten und solcher Position gesehen hat. Weiterhin ist wohl klar, warum Arwen und insbesondere Liv Tyler im Film in Erscheinung treten. Dafür braucht man kein Genie sein ;) .
Was du nun gegen die Elben so hast, weiß ich nicht. Die Elben, die du als Lichtwesen bezeichnest, sind meiner Meinung nach nur die Hochelben, zu denen halt Galadriel plus Mann gehören. Elrond ist größter Mischmasch und weiter gibt es von denen keine mehr. Nicht jeder Elb wäre bei uns Deutschlands nächstes Topmodel (na ja, vielleicht doch :S )
Merry und Pippin, nun gut, sie sind halt die Kasper der Filme, da kann man nichts gegen sagen.

Dennoch denke ich, dass dies alles nur Leuten missfallen kann, die entweder die Bücher als das einzig Wahre betrachten, oder die über alle Maße kritisch sind. Allen anderen gefallen die Filme, da sie eben nicht schlecht sind. Sie bieten eine interessante Geschichte, tolle Bilder und schöne Musik. Mir gefallen sie auf jeden Fall.
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Darth Pevra

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Freitag, 23. April 2010, 14:27

@Darth Pevra
Wir haben doch noch gar nicht groß angefangen zu diskutieren? :thinking:
Und warum sollten sich subjektive Meinungen nicht ändern können. Wenn man die Sache vor anderen Hintergründen sieht, kann man sich doch umentscheiden, außer man will es von vornherein nicht.
Vor anderen Hintergründen sehen? Ist meine Interpretation denn wertloser als die deine? Erstens kann ich selber denken und zweitens ist ein Film, zu dem der unbedarfte Kinogeher für alles eine Erklärung braucht, einfach nicht gut.

Ich habe übrigens oft genug versucht, mich mit dieser Fantasywelt anzufreunden. Beispielsweise habe ich den kleinen Hobbit gelesen, und später den größten Teil der Gefährten. Dazu habe ich die Filme gesehen. Ich mag die Konzepte nicht, auf denen das Ganze beruht. Ich mag die Implementation nicht.
Und wo hast du bei den Guten ein kaltblütiges Abschlachten der Gegner gesehen. Ich sehe nur das Töten im Kampf, was in der Situation völlig legitim ist.
Auch denke ich wird Mitgefühl gezeigt. Weder töten sie Gollum, noch lässt Aragorn Grima exekutieren.
Was ist denn mit dem Zählwettbewerb? Wenn das nicht eine Verhöhnung der Toten ist, dann weiß ich auch nicht. Ich meine, ärger geht's ja wohl nicht.
Aber ja, Aragorn ist nicht so ein großes A-loch wie Gimli und Legolas. Den fand ich durchaus nicht unsympathisch, auch wenn er eher langweilig war.
Meinst du das jetzt irgendwie auf die Realität bezogen?
Nein, auf Filme. Auch wenn es Cyborgs jetzt schon gibt.

Chrissi

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496

Freitag, 23. April 2010, 15:07

Zitat

Ist meine Interpretation denn wertloser als die deine? Erstens kann ich selber denken...

8| Ui, wo liest du das denn jetzt heraus? Weder habe ich deine Interpretation abgestuft, noch dir die Fähigkeit des Denkes abgesprochen. Nur muss man ja nicht immer recht haben bei dem, was man schreibt und sagt. Das kann bei mir genauso sein.
Wenn du natürlich die Fantasywelt generell nicht magst, macht es auch wenig Sinn über solche Sachen zu diskutieren, da es dann sowieso immer zur Ablehnung kommt. Mit dem Begriff Implementation -trotz Fremdwörterduden bei der Hand- kann ich nichts anfangen. Dort wird der Begriff nur als in der EDV-Sprache genutzt beschrieben.

Das mit dem Zählwettbewerb sehe ich nicht als Verhöhnung an. Entweder du tötest, oder dir wird selber der Kopf abgehauen; ich denke da ist die Wahl klar. Da deine Chance zum Überleben auch gesteigert wird, je mehr Feinde kampfunfähig sind, klingt logisch. Und warum dann nicht gleich ein kleines "Spielchen" einbauen. Hilft vielleicht gegen die Monotonie. Töten müssen sie so oder so.
Als Verhöhnung würde ich es ansehen, wenn sie allen Leichen nachher die Köpfe abhauen und mit ihnen Bowling spielen.

Und ja, das Konzept des Ganzen ist halt eine Welt im Krieg, das, was Tolkien auch erlebt hatte.
Was eine geistreiche Signatur...

Darth Pevra

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497

Freitag, 23. April 2010, 16:26

Ich habe nur bei derlei Diskussionen schon allerlei erlebt, das ist alles. Na ja, was ich gesehen und gedacht habe, das habe ich eben gesehen und gedacht. Ob das jetzt mit dem Quellenmatieral zusammenpasst, ist doch irrelevant, oder? Ist schließlich nur ein Eindruck.

"implementieren" steht in meinem Duden als "einführen, einsetzen, einbauen". Aber das Nomen steht nicht drin, also hast du Recht.

Denkst du etwa, wenn die Amerikaner aus dem Irakis-Abknallen ein Zählspiel machen würden, wäre das okay?? Ich hab nicht prinzipiell ein Problem mit der Art von Kaltblütigkeit, aber wenn das ausgerechnet die strahlenden Helden praktizieren, dann schon.

Darth Zizous

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498

Freitag, 23. April 2010, 16:27

@Aaron: Bei den Elben muss ich dir recht geben, da habe ich mich auch das eine oder andere Mal gefragt, ob da nicht mal ein zwergischer oder menschlicher Vater seine Hände im Spiel hatte ;) , aber ich denke selbst wenn man nur Models nehmen würde, so ist es doch fast unmöglich diese Schönheit und Würde, die in sämtlichen von Tolkiens Werken beschrieben wird auch nur annähernd einzufangen.

Was die Buch-Film-Umsetzung anbelangt, so bin ich doch in vielen Dingen enttäuscht worde, gerade die Darstellung der Hobbits im Allgemeinen und die von Merry und Pippin im Besonderen. Im Film erscheinen sie immer wie Kinder, wobei alle vier die 30 schon überschritten haben (oder kurz davor stehen, bin mir nicht mehr ganz sicher) und auch wenn sie in eine für sie völlig neue und unbekannte Welt ziehen, so ist ihr Auftreten in den Büchern weitau reifer nachdenklicher, kurz erwachsener.

Deswegen habe ich es nachem ich den ersten Film gesehen habe auch so gemacht wie bei fast allen Buch-Verfilmungen, ich habe Buch und Film komplett voneinander getrennt und so erhält man dann über 10 Stunden mitreissende Fantasy-Action mit großartigen Bildern und Schlachten und über 1000 Seiten Fantasy-Literatur, die zwar die gleiche Geschichte erzählen, aber dies von zwei unterschiedliche Seiten tun und sich auf andere Aspekte konzentrieren, damit kann ich leben ohne mir die großartige Welt von Tolkien zu zerstören.
Die Dunkelheit ist großzügig und geduldig und gewinnt immer, aber im Herzen ihrer Stärke liegt ihre Schwäche: Eine einzelne Kerze genügt, um sie zurückzudrängen.
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Freitag, 23. April 2010, 19:02

Ich finde die Extandet Version natürlich besser als die Kino Version, jedoch ethält sie einige Szenen mit denen ich mich gar nicht anfreunden kann.Z.b als Legolas Grima auf dem Orthanc erschießt.Warum dass ?Grima hat sich doch nun offensichtlich gegen Saruman etschieden.
Oder noch ein Beispiel : Aragorn bringt einen unbewaffneten und unvorbereiteten Botschafter Saurons um.Damit meine ich Saurons Mund, der einfach von Aragor mitten unterm reden der Kopf abgeschlagen wurde.Diese Szenen lassen die Hleden wie Schurken wirken.Das gefällt mir überhaut nicht, da sie selbst für die Filme zu unpassend sind.

(Die Szenen die Ich genannt habe beziehen sich kaum auf die Bücher, nur dass es klar ist.) ;)
"Wenn dass nicht die glatzköpfige Hapie ist." Ahsoka Tano
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Lord Mando

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Freitag, 23. April 2010, 19:54

Die Szene mit Grima verstehe ich auch nicht so ganz, aber das mit Saurons Mund hat find ich schon gepasst. Er hat sie alle beleidigt und hat ihnen erzählt dass Frodo tot ist, da kann man schon mal ausrasten ;)
Zur Buch-Film-Umsetzung: Ich habe die Bücher erst nach den Filmen gelesen und habe daher die Bücher eher an die Filme angepasst als umgekehrt. Es sind natürlcih einige Umsetzungsfehler aber es ist überhaupt schonmal eine Leistung diese Geschichte und diese Welt überhaupt in einen Film zu übertragen. Also ich finde beides, die Filme und die Bücher, einfach spitze :D
Fi: „Hättet ihr nicht wenigstens welche in Mattschwarz besorgen können? Ich möchte nur ungern mit schlecht passendem Zubehör in den Tod springen. Was würden dann bloß die Leute denken?“
Fi ist einfach der coolste :thumbsup:

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501

Sonntag, 25. April 2010, 10:51


Was die Buch-Film-Umsetzung anbelangt, so bin ich doch in vielen Dingen enttäuscht worde, gerade die Darstellung der Hobbits im Allgemeinen und die von Merry und Pippin im Besonderen. Im Film erscheinen sie immer wie Kinder, wobei alle vier die 30 schon überschritten haben (oder kurz davor stehen, bin mir nicht mehr ganz sicher) und auch wenn sie in eine für sie völlig neue und unbekannte Welt ziehen, so ist ihr Auftreten in den Büchern weitau reifer nachdenklicher, kurz erwachsener.


Alle vier sind über dreißig, Frodo ist als er aufbricht (allerdings nicht im Film) über 50. Im Film hat sich die Zeitspanne zwischen dem 111. Geburtstag von Bilbo und Frodos Flucht ja sehr verkürzt, statt 17 Jahre wie im Buch scheint es maximal ein Jahr zu sein.
Ich glaube aber, dass dies einfach gemacht wurde, um über die Figuren leichter Mitleid erzeugen zu können. Dadurch dass Hobbits außerdem einen anderen Lebenswandel haben, passt es auch nicht, einen menschlichen 50 Jährigen oder eben 33-Jährigen zu nehmen. Ein 33- Jähriger Hobbit entspricht eben ungefähr einem 18-Jährigen Menschen und ein 50 Jähriger einem der so Ende 20 ist.


Ich hab nicht prinzipiell ein Problem mit der Art von Kaltblütigkeit, aber wenn das ausgerechnet die strahlenden Helden praktizieren, dann schon.


Also erst einmal Gimli ist alles andere als ein strahlender Held. Der ist eher der grobe Schlächter. Tapfer, treu seinen Freunden gegenüber, aber als makellosen Helden würde ich ihn nie sehen. A
Abgesehen davon ist für mich HdR kein Kinderfilm und es ist gewiss kein Kinderbuch. Besonders letzteres aber auch ersteres strotzen vor Brutalität - was ich nicht schlimm finde, denn es ist, kondensiert auf die Essenz, eine grausame Geschichte. Diese Totenzählung taucht auch im Buch auf, ist also keine Erfindung von Peter Jackson, allerdings wird sie da nicht so "slapstickartig" gemacht.
Die andere Sache ist, dass man ja im Film auch angedeutet bekommt, was die Orks vorher mit den Familien und Landsleuten der Rohirrim gemacht haben, ich will das hier nicht ausführen, aber es war nicht schön. Dass da ggf. eine gewisse Kaltblütigkeit diesen gegenüber herrscht, ist wohl nachvollziehbar.
Auch darf man die Orks nicht wirklich als "Menschen" sehen. Ich würde sie mehr als Kampfmaschinen betrachten. Sie werden "hergestellt" und leben nicht wirklich in einer Zivilisation, ich bin mir nicht einmal sicher, ob es im Film Orkfrauen gibt, ich denke nicht.
Im Buch ist das ein wenig anders.



Fehlbesetzt? Frodo eindeutig. Der Typ kann nicht schauspielern und starrt dauernd nur ohne Sinn und verstand in der Gegend herum. Es ist ehrlich traurig, und nicht im guten Sinne.


Ehrlich gesagt, finde ich mit Elijah Wood haben die den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich finde er spielt ihn perfekt, vor allem gegen Ende mit dieser Frodo typischen Weinerlichkeit und Verzweiflung, sehr gelungen, wie ich finde und nah am Buch.
Merry und Pippin - nun gut, ok, sehe ich ein. Allerdings, wie man an SW sieht schadet ein wenig Comic Relief nicht. ;) Und als sie dann selbst im Ringkrieg sind, sind sie auch definitiv keine Kasper mehr, finde ich zumindest.

Zitat


Aragorn von vorn bis hinten. Man sollte zumindest ansatzweise erahnen können, dass da ein verlorener König vor einem steht, aber das kommt noch nicht einmal raus, als er König wird.


Finde ich nicht ganz fair. Im Film und Buch unterscheiden sich die Figuren grundlegend bei einem Punkt. Im Buch weiß Aragorn, dass er der König von Arnor ist und akzeptiert nicht nur sein Erbe, sondern fordert es regelrecht ein. Im Film ist das nicht so. Aragorn schämt sich für sein Erbe und hat sogar Angst davor, weil er befürchtet genauso schwach wie Isildur zu sein. Das wird noch dadurch verstärkt, dass Elrond Aragorn verachtet und ihn für einen "weichen" Menschen hält. Das wiederum ist nicht nur völlig abwegig, sondern auch unnötig. Abgesehen davon, dass Elrond selbst zur Hälfte Mensch ist, war sein Bruder einer der Vorfahren von Aragorn... Im Buch gibt es auch keinen Konflikt zwischen den beiden.
Die Rollen von Aragorn ist im Film anders charakterisiert, sie ist verzweifelter und beinahe ängstlich, in gewisser Hinsicht.
Allerdings, wird am Schluss des dritten Teils genau dazu der Bogen geschlagen - "die selbe Angst würde auch mich befallen", sagt Aragorn da und spricht eigentlich von genau der Angst, die er stets gehabt hat. Dass er genauso versagen würde wie Isildur. Aber er hat inzwischen begriffen, dass es nicht im Blut der Menschen liegt zu versagen oder sich dem Bösen zu unterwerfen, sondern es die Entscheidung jedes Einzelnen ist und so kann er - sehr königlich, wie ich finde - seine Mannen in den Kampf führen, für Frodo. ;)
Aber auch in der Stadt der Untoten finde ich, wirkt er sehr königlich. Alle haben Angst, selbst LEgolas und Gimli, nur Aragorn ist stolz und unerschrocken.

Zitat


Und ansonsten allgemeine Kritikpunkte: Gollum sollte schwarz sein,


Ist er im Buch schwarz? Also ich fidne die Färbung für ein Höhlenwesen genau richtig, blass und irgendwie krank.

Zitat


die Ostlinge ebenfalls,


Ostlinge sind nicht schwarz, sondern "dunkel", oder? Also ich habe die immer mehr als eher "arabisch" betrachtet oder so. Allerdings nie als Asiaten, so wie im Film.

Zitat


Frodo hat in Osgiliath nichts verloren,


Absolut richtig, fand ich im Kinofilm richtig, sch... Allerdings wird die Handlung darum in der Extended Version besser erklärt, warum Faramir erst seinem Vater gefallen will, etc., was ich eigentlich sehr gut und menschlich fand.

Zitat


das Sauron-Leuchtturmauge ist mehr als lächerlich,


Jein. Das wird auch im Buch so beschrieben, z.B. in der Szene wo Frodo sich vor Boromir versteckt, auch wenn ich das nicht als wirkliches Auge verstanden habe. Das Problem ist nur - wie willst Du es darstellen? Tolkien umgeht das ganze und Sauron wird nie als Figur charakterisiert - das funktioniert aber im Film nicht, weil man ja bildlich beschreiben muss, wie Sauron eine Gefahr darstellt und dass er eben über übermenschliche Macht verfügt, dennoch nur geisterhaft agieren kann. Mir fiele jedenfalls keine bessere Methode ein, das lidlose Auge darzustellen.

Zitat


Sarumans Tod ist unsinnig


Der Tod ist der selbe wie im Buch, nur zu einem anderen Zeitpunkt. Die Auenlandbefreiung hat zwar einen gewissen Sinn, ist aus literarischer Sicht dennoch völlig deplaziert im Buch, ein absoluter Antiklimax. Natürlich ging es darum zu zeigen, dass a) das Böse nicht von den schönen Orten fernbleibt und b) die vier Hobbits gereift sind, aber es ist trotzdem deplaziert, denn die Befreiung des Auenlandes ist ein Witz gegen das, was vorher geschehen ist. Im Film hätte das noch schlimmer gewirkt und daher finde ich gut, dass man die Sache abgekürzt hat.
Abgesehen davon ist die tolkiensche Botschaft natürlich fies: Lass keine Gnade walten, bringt eh nix. Jackson hat sich einfach nur dran gehalten. ;)

Zitat


, die Elben in Helms Klamm waren die dümmste Idee überhaupt...


Muss ich entschieden widersprechen. Mir ist klar, dass man während diese Szene im Kino lief, definitiv im Hintergrund Tolkien im GRabe rotieren hörte, aber ich fand seine "Vision" nie so toll, dass alles den Bach heruntergeht und alle Bündnisse zerschlagen werden, die Menschen auf sich gestellt sind, etc. Der Einsatz der Elben im HK hat ja am Resultat nichts geändert - ich weiß gar nicht, bo am Ende überhaupt welche überleben - und der Niedergang der Elben wird durch Haldirs Tod gelich zweifach thematisiert. Einmal: Sie sterben nicht kampflos - was sie im Buch auch nicht tun, aber man bekommt davon nichts mit, weil alles an Nebenschauplätzen passiert. D.h. hier stimmt Jackson noch mit Tolkien überein, dass also auch die Elben sich SAruman und Sauron stellen. Und die zweite Sache: Die Elben stehen zu ihren Bündnissen mit den Menschen. Das ist natürlich ein Bruch mit Tolkien, aber ich finde es ist eine viel positivere Botschaft, als die im Buch. Abgesehen davon wird damit natürlich auch Elronds Kehrtwende vorausgeahnt, der im dritten Teil sich dann ebenfalls den Menschen zuwendet.

Zitat


Als Versuch war das Ganze ja nicht uninteressant, aber die Verfilmung über den grünen Klee zu loben, finde ich absolut unverdient. Da, wo die Verfilmung das Buch verstanden und entsprechend umgesetzt hat, überzeugt sie, wo das hingegen nicht der Fall war, versagt sie aus meiner Sicht völlig.


Kann ich so nicht bestätigen. Es wurde natürlich vieles weggelassen, was daran liegt, dass Tolkien eine Welt beschreiben wollte und keine Geschichte erzählt hat. Deswegen tauchen bei ihm viele Episoden und Figuren auf, die mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun haben und so im Kino für viel Verwirrung gestiftet hätten, da es keine seitenlange Erklärung gibt.
die einzige Sache, die ich wirklich seltsam finde ist dieser "Drogentrip" von Aragorn, als er vor Helmsklamm da diese Pferdegeschichte hat. An meiner seltsamen Beschreibung, kann man sehen, dass ich mit dieser Szene einfach nicht viel anfangen kann und sie völlig überflüssig finde.

Zitat


In der Verfilmung gehen sie in die Welt hinaus, hängen Halbgöttern an den Rockschößen und fahren danach halt wieder nach Hause.


Sie machen im Film das selbe wie im Buch - sie nehmen an den entsprechenden Schlachten teil, etc. (Pippin rettet sogar Gandalf das Leben) Sie sind also definitiv keine Touristen. Der Rest, siehe oben. ;)
"We Came In Peace For All Mankind." - Apollo 11

"Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur Deine Schuld, wenn Sie so bleibt." - Die Ärzte