Früher, in den 70ern, lag die Postergestaltung noch nicht in den Händen der übermächtigen Lucasfilm-Supervisoren. Und so waren die Poster in verschiedenen Ländern durchaus unterschiedlich gestaltet.
Den Bock hat allerdings die Sowjetunion geschossen, wo die Star Wars-Filme Ende der 80er synchronisiert und limitiert in die Kinos gebracht wurden. Die Filme trugen allesamt einen Untertitel "Ein Galaktischer Western", vermutlich man den sowjetischen Zuschauern keine "SciFi-Opera" zumuten wollte - und schließlich war alles, was aus Amerika kam (trotz Perestrojka) entweder Western, oder Gangster.
Dafür durften sich die Posterdesigner damals so richtig austoben.

Hier hat der Maler an Infos wohl nur den Filmtitel samt "Galaktischer Western"-Untertitel bekommen. Und zu Herzen genommen.

Diese drei Kreaturen hätten das Tüpfelchen auf dem I in der Mos Eisley Cantina sein können. Schade irgendwie.

Hier hat der Maler wohl auch den Film sehen dürfen. Zumindest der Todesstern und der Hypersprung sind einigermaßen erkennbar. Aber bei den Charakteren hat er sich wohl verguckt - das Gesicht unten erinnert eher an "The Thing" von den Fantastischen Vier (dem Comic, nicht der Band).

Hier hat der Maler wohl ebenfalls zumindest bei der Technik aufgepaßt. Die TIE Fighter sind zumindest erstaunlich gelungen, auch der X-Wing ist trotz fröhlicher gelbroter Lackierung zu erkennen, ebenso
die Fliegende Untertasse der Millenium Falcon. Aber bei dem Technischen ist es auch geblieben - oder ist das gefiederte Vieh links oben etwa auch ein übersehener Statist aus der Cantina?

Und hier das letzte Leckerbissen. Was passiert, wenn man C-3PO, Chewbacca, Darth Vader und 7 Lichtschwerter miteinander kreuzt? Richtig.
Bonus:
Dass in Osteuropa die Plakatkunst seit je her als eigenständige Kunst und nicht als bloßes Marketinginstrument galt, beweist auch das Beispiel aus dem benachbarten Polen: