Hier einmal meine Sicht der Dinge:
"Do or do not" ist keine Schwarz-Weiß-Sicht der Dinge, es wird ja nicht verleugnet, dass es ein Scheitern gibt. Die Macht funktioniert nun einmal so, dass man das, was man mit ihr bewirken will, schon direkt vor sich sehen muss, es in jeder Einzelheit vor seinem geistigen Auge hat. Man geht davon aus, dass es sofort passieren wird. Wenn man schon mit der Einstellung ran geht, es wird wahrscheinlich nicht funktionieren, tut es das auch nicht. Zumindest der Jedi selbst MUSS überzeugt sein, dass das, was er will, sofort geschieht. Wenn man dann scheitert, dann hat man sich nichts vorzuwerfen und kann weiter daran arbeiten. Yoda meint damit, dass er seine starre Sicht "es geht eh nicht" aufgeben muss
Luke sagt ja sinngemäß: "Steine zu bewegen ist das eine, aber dieses Schiff ist etwas komplett anderes." Darauf Yoda: "Nein, NICHTS anderes, in deiner Vorstellung nur." - Deshalb kann ein Jedi die schwersten Dinge bewegen. Die Macht ist mit jedem Objekt gleichermaßen verbunden, und der Jedi bewegt nur die Macht um und in dem Objekt, nicht im eigentlichen Sinn die Materie des zu bewegenden Objekts. Daher kommt dieses energische "Tu es oder tu es nicht". "You must unlearn what you have learnt" - zB die Vorstellung, ein größeres oder schwereres Objekt wäre schwerer zu bewegen, hat keinen Platz in den Gedanken eines Jedi, er muss offen sein für das Unmögliche, damit es nicht unmöglich bleibt.
"When you're not with me, then you're my enemy" verleugnet jedoch, dass es etwas dazwischen gibt. Alles wird in eine Kategorie gepresst, dazwischen gibt es nichts. Für einen Jedi ist jegliches Leben gleich viel wert, es gibt keine Zuordnung von Vornherein.