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JM-Talon

Ehren-Yoda

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1

Samstag, 16. Februar 2008, 07:50

Lucasfilm verklagt GEN CON, den Veranstalter der US-Celebration-Convention


Lucasfilm verklagt GEN CON, den Veranstalter der US-Celebration- Convention
Samstag, den 16. Februar 2008 um 07:49 Uhr von JM-Talon

Lucasfilm Ltd. hat Klage gegen GEN CON eingereicht, wie GamesChicksRule.com berichet. Gen Con ist traditionell Ausrichter der Celebration in den USA. Damit sollten die Feierlichkeiten in diesem Jahr wohl eher weniger stattfinden, was nicht zu erwarten war. In der Klageschrift finden sich interessante Details über dieses Wirtschaftsunternehmen, das unter dem Namen Celebration seit Jahren weltweite Aufmerksamkeit erregt.

In der Klage moniert Lucasfilm:

  • Gen Con habe die Verpflichtungen gemäß Vertrag gegenüber Lucasfilm nicht eingehalten in Sachen Berichterstattung Finanzen, Buchführung und Zahlungen (500.000 USD Schaden)
  • Gen Con habe keinerlei Erlöse aus Auktionen an die Make-A-Wish-Stiftung überwiesen, wie es vereinbart war (150.000 USD Schaden)

Lucasfilm begehrt den Ersatz des Schadens aus diesen beiden Punkten in der genannten Höhe und zum Teil gerichtliche Schadensaufklärung. Außerdem begehrt Lucasfilm den Ersatz sämtlicher mit dem Verfahren entstehenden Kosten. Die Klageschrift datiert vom 10. Januar 2008. Lucasfilm begehrt einen Prozess vor Geschworenen. Gen Con hat zwischenzeitlich Gläubigerschutz in den USA begehrt - nicht wirklich vergleichbar mit der deutschen Insolvenz, aber eine ähnliche Vorschrift.

Soweit das rechtliche Getrommel. Interessant ist übrigens, was die Con so an Einnahmen hat - laut Klageschrift sind es mehr als 4 Millionen USD. It's a Celebration... Wohooo! ;) Oder: It was a Celebration?


Kay Katarn

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2

Samstag, 16. Februar 2008, 08:53

RE: Lucasfilm verklagt GEN CON, den Veranstalter der US-Celebration-Convention

Upsi...;)

Das dürfte 2007 dann wohl die letzte Celebration gewesen sein die von GEN CON 'ausgerichtet' wurde...

Weitere Hintergründe wären da mal interessant zu erfahren...

Ich verstehe irgendwie nicht, wie man als Firma so, man verzeihe mir den Ausdruck, 'blöd' sein kann sich mit Lucasfilm 'anzulegen' (im Sinne von...öhm...läuft das unter Vertragsbruch? :thinking: )..

'Wir' wissen ja, wie gewisse Abteilungen bei LF manchmal drauf sein können... ;)
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Skywalkers son

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3

Samstag, 16. Februar 2008, 09:31

Naja also an sich ist das ja alles LucasFilms Problem. Celebrations in den USA sind für mich sowieso im Moment zielich unerreichbar. Also schlimm find ich nur das die Auktion-Erlöse nicht an die Stuftung weitergeleitet wurden. Das ist ja wie wenn man spendet und der liebe UNICEF-Chef sich davon einen neuen Porsche kauft...

Ansonsten denke ich ist das ja wohl kein Verlust für die Star Wars Gemeinde. Dann wird es eben einr andere Firma ausführen.

JM-Talon

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4

Samstag, 16. Februar 2008, 09:58

Ob schlimm oder nicht: es ist interessant. ;) 4 Mio USD. Das ist die interessanteste Info. Alter Schwede. Kein Wunder, dass Star Wars forever ist ;) Ich habe nichts dagegen, im Gegenteil. Ok, interessiert vielleicht in erster Linie die älteren Semester.

Wegen Auktion: ja, bemerkenswert, dass die Stiftung nichts bekommen hat, obwohl unter der Voraussetzung vermutlich Gebote abgegeben wurden (aua, Imageschaden). Lustig finde ich, dass Lucasfilm das gleiche bekommen sollte wie die Stiftung. Auch dagegen habe ich nichts. Aber es zeigt halt die Realität. Dienst ist Dienst. Schnaps ist Schnaps. PR ist PR. Geschäft ist Geschäft.

Also gilt in diesem Jahr mehr denn je: Come to Comic Coooonnnnnnn! ;) (Insiderwitz)

Kwarrush

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5

Samstag, 16. Februar 2008, 10:51

4 Millionen... Nicht schlecht! Das ist ne Überraschung. Hätte nicht gedacht dass die Einnahmen so hoch liegen.
Es gilt natürlich erstmal die Unschuldsvermutung... Aber wenn dass mit der Make-A-Wish Stiftung stimmen sollte... das wäre ein Hammer!
Willst du den Charakter eines Menschen kennenlernen, so gib ihm Macht.

Abraham Lincoln (382582566)

6

Montag, 18. Februar 2008, 00:47

Ähm, vielleicht hättet ihr mal die Klageschrift genauer lesen sollen. 8)

Ich hab's grad getan, und da steht ganz klar (ok, Juristen-Englisch) drin, dass es "nur" um zwei Geldbeträge geht (Folgeschäden wie Rufschädigung usw. jetzt mal aussenvorgelassen):

1. die 500.000 Dollar;
2. die 150.000 Dollar.

(Erste Anklage)

Laut Klageschrift steht Lucasfilm laut Vertrag 500.000 Dollar als Tantiemen zu, die hiermit eingefordert werden.
Die 500.000 Dollar beziehen sich auf den Grundvertrag über die Ausrichtung der Convention, und die darin festgelegten Tantiemen der Einnahmen für Lucasfilm. Im Facts-Abschnitt der Klageschrift steht's doch deutlich: Gen Con haben bei Vertragsabschluss einen nicht näher genannten Betrag dafür gezahlt, die Convention unter Lizenz durchführen zu dürfen (erster Verdienst für Lucasfilm an der Geschichte), und Lucasfilm war vertraglich ausserdem an den Einnahmen beteiligt, die durch Eintrittskarten und Celebration IV-bezogenes Merchandising herreingekommen sind. C IV hat also 4 Mio. reingebracht. Interessante Info.Und ausgehend von der geforderten Höhe macht das für Lucasfilm eine Gewinnbeteiligung von 12,5 % an den Einnahmen.
Lucasfilm hat also bis zum heutigen Tag nichts von dem ihnen zustehenden Anteil der Einnahmen gesehen.
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(Kleiner Einwand: es ist mir nicht klar, on diese 4 Mio Brutto- oder Netto-Einnahmen sind. Netto würde bedeuten, dass C IV nach Abzug aller Kosten einen Profit von 4 Mio. erwirtschaftet hätte, wovon eine halbe Mio. Lucasfilm zusteht, und Cen Con 3,5 Mio Reingewinn einstreicht. Unwahrscheinlich...
Wenn der Vertrag auf Brutto-Beträge hinausgelaufen ist, dann könnte die Situation so sein, dass die C IV vier Mio. Umsatz an den Kassen und im Handel gemacht hat, und von diesem Umsatz-Betrag tantiemenrechnerisch 500.000 Dollar als Zahlung an Lucasfilm gehen müssen, bleiben noch 3,5 Mio. Davon gehen ab: Miete für das Convention-Gebäude, Versicherungen, Steuern, Löhne und Gehälter, Kosten für Kulissen, Aufbauten, Gaststars ud so weiter und so fort. Kann durchaus sein, dass sich Gen Con da gründlich verspekuliert hat, und die das ganze wirtschaftlich gegen die Wand gefahren haben. Dazu würde passen, das Gen Con im Zuge dieser Klage eine Art gerichtliche "Anti-Insolvenz-Versicherung" zum Schutze ihres Kerngeschäftes abgeschlossen haben.
Das sind aber nur Überlegungen meinerseits. Zurück zu dem was schwarzauf weiss vorliegt.)
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Jetzt zum 2. Geldbetrag, den 150.000 Dollar. Das war eine ganz andere Geschichte, die unter einen anderen Vertrag fällt, den in der Klageschrift genannten Auktions-Vertrag. Dieser sagte aus, dass Lucasfilm wertvolle Sammlerstücke aus seinen Archiven zur Verfügung stellt, Gen Con in seiner Funktion als Ausrichter der Celebration IV für die Durchführung einer Auktion dieser Stücke verantwortlich ist, und die Gewinne aus dieser Auktion komplett der Make-a-wish-Stiftung zur Verfügung gestellt werden. Das hätte entweder so geschehen sollen, dass die Auktions-Gelder von Gen Con direkt an Make-a-Wish überwiesen worden wären, oder an Lucasfilm, und Lucasfilm die Überweisung an Make-a-wish getätigt hätte. Die zu versteigernden Sammlerstücke blieben laut Vertrag bis Auktionsende Eigentum von Lucasfilm, gingen also niemals in den Besitz von Gen Con über.

Und das ist der Punkt, wo ihr die Klageschrift komplett falsch verstanden und übersetzt habt. Es geht nur um diese eine Summe von 150.000 Dollar (das ist der Gesamtbetrag, der bei der Auktion zusammenkam). Gen Con hat sich des Verstoßes gegen den "Auktions-Vertrag" schuldig gemacht, dergestalt, dass...

(Zweite Anklage)

...Gen Con den eben genannten Vertrag gebrochen hat, indem die Auktionsgelder nicht überwiesen wurden, und Lucasfilm damit ein Schaden von 150.000 Dollar entstanden ist. (Klar, die Überweisung an die Make-a-Wish-Stiftung war ja schon im Vorfeld von Lucasfilm angekündigt worden. Und wenn da kein Geld angekommen wäre, hätte das einen Skandal gegeben. Also hat Lucasfilm die Spende erstmal aus eigener Tasche gezahlt.) (Stichwort: Vertragsbruch)

(Dritte Anklage)

...Gen Con das der Firma Lucasfilm (in seiner Funktion als Spender an Make-a-wish) zustehende Geld vorsätzlich, bewusst und widerrechtlich vorenthalten hat. Dadurch ist Lucasfilm ein Schaden von 150.000 Dollar entstanden (eben genau diese 150.000 Dollar, um die es schon in der zweiten Anklage geht, nur dass diesmal unter einem anderen juristischen Gesichtspunkt argumentiert wird.) (Stichwort: dem Eigentümer vorenthalten)

(Vierte Anklage)

... Gen Con sich an den Auktions-Einnahmen unrechtmäßig bereichert hat, da weder die Sammlerstücke aus den Lucasfilm-Archiven noch die daraus resultierenden Einnahmen jemals in den Besitz von Gen Con übergegangen sind. Die haben sich also an etwas bereichert, was ihnen nicht gehört., und damit Lucasfilm einen Schaden von 150.000 Dollar beschert. (Eben dieser Geldbetrag, um den es schon in Anklage Zwei und Anklage drei geht, nur dass das hier eben nochmal, aus einem weiteren juristischen Blickwinkel angegangen wird.) (Stichwort: unrechtmäßig bereichert)

Also, ganz klar, nochmal zum Mitschreiben: Lucasfilm hatte hatte NIE einen Anteil an den Auktionseinnahmen. Das Geld sollte komplett an Make-a-wish gehen. Allerdings steht Lucasfilm jetzt vor folgender Situation: seltene Stücke aus den Archiven weg, und das Spendengeld wurde unterschlagen und die Überweisung an Make-a-wish musste von Lucasfilm aus eigener Tasche vorgestreckt werden. Und für diese zusätzliche Aufwändung (schließlich hatten sie ja nur geplant, die Archiv-Stücke zu spenden und somit zu Geld zu machen) will Lucasfilm jetzt ein Entschädigung, sprich dass Gen Con dieses Geld, dass ihnen nicht zusteht, wieder rausrückt.

Ich bitte darum, dass eure Meldung auf SWU dementsprechend korrigiert wird. Schließlich kann man Lucasfilm viel vorwerfen, aber das eigene Bereichern an einer caritativ ausgeschriebenen Aktion nun wirklich nicht! Und wie ihr ja selbst seht, liest sich scheinbar keiner die (von euch so vorbildlich mit verlinkte) Original-Klageschrift durch, sondern jeder glaubt eurer Falsch-Übersetzung.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »SWPolonius« (18. Februar 2008, 01:14)


JM-Talon

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Montag, 18. Februar 2008, 06:50

Mir fehlt die Zeit, Deine Punkte in Ruhe zu prüfen.

Kurz und schmerzlos:

Ich habe die News geändert. ;) Auch ich habe kein Interesse an falschen Meldungen, denn das ist nicht unser Metier.

Zu Deinen Punkten in Kürze (hatte keine Zeit, den Roman komplett zu lesen). Übersetzt habe ich, was auf TFN und Gameschicksrule steht. Die Übersetzung ist insoweit 100% korrekt. Das, was ich in der News hatte, steht dort genau so und nicht anders. Sollte sich das mit der Klageschrift nicht decken, so liegt da der Hund begraben. Das soll nicht entschuldigen, dass ich die Klageschrift nicht komplett gelesen habe, aber es erklärt, warum die News so war. Der englischen Sprache bin ich wohl mächtig...

Ob 4 Mio Einnahmen oder Gewinn sind, ist in der Tat nicht klar, dafür ist das engl. Wort "proceeds" nicht konkret genug, es wird für beides verwendet. Aus dem Grund habe ich von Einnahmen und nicht von Gewinn gesprochen.

Wer nun recht hat, ob Du oder TFN, keine Ahnung... So, und nun fix weiter, die Arbeit ruft.

Gen Con hat übrigens mittlerweile Gläubigerschutz begehrt. Lucasfilm wird vermutlich gar nichts bekommen.

8

Montag, 25. Februar 2008, 12:28

Für die Celebration in Japan dieses Jahr arbeitet Lucasfilm mit nem veranstalter aus Texas zusammen... vielleicht ist das ja schon ein testlauf für die nächste celebration in amiland

http://www.starwars.com/community/event/…ws20080223.html

Zitat

The announcement of Star Wars Celebration Japan was made jointly by Lucasfilm Ltd. and the Lewis Daniel Group, a Houston, Texas-based company with expertise and operating experience in media and entertainment businesses, and which will manage the event in cooperation with Lucasfilm.


hoffentlich läufts da besser.. ich würd gern hin, aber die ankündigung für mich kommt einfach zu spät - urlaubsplanung war im Januar schon abgeschlossen *seufz*