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Sonntag, 10. August 2008, 18:50

UltraSabers' Lichtschwerter: Abhandlung eines Imports

Hallo!
mein erster Beitrag hier im Forum - vielleicht nutzen meine Ausführungen ja mal irgendjemandem von euch. Ich fange mal ganz vorne an...

Ich habe mir vor ca. einem halben Jahr gedacht, hmm, so ein Lichtschwert wär was sehr cooles, brauchte ohnehin ein Jedi Kostüm für eine Kinderzeltstadt und hab mich dann informiert. Nach einiger Zeit hab ich mich für ein UltraSaber (ultrasabers.com) entschieden. Doppelt so teuer wie die normalen Lichtschwerter, aber überzeugt von den zusätzlichen Eigenschaften wie austauschbare Klinge, stärkere Leuchtkraft, hatte ich mich für einen "UltraFX Construction Kit" und eine extra Klinge "UltraFX Blade" entschieden. Mit Versand waren das damals hübsche 275,00 Dollar.

Bezahlung problemlos per Kreditkarte, 180 Euro waren es letztenendes dann. Dann ging der Spaß los:

Versand nach Deutschland dauerte etwa 3 Wochen, in Ordnung dachte ich mir. Das Lichtschwert lag dann beim Zoll, ich musste vorbeikam, dort erfuhr ich dann das Grauen. Es hieße, es handle sich bei dem eingeführten Lichtschwert um einen Parallelimport, da der Import nicht mit Zustimmung von der - wie es der "nette" Zollbeamte aus Ansbach ausgedrückt hatte - Firma Schtarwooors" erfolgt sei. Ich hätte 2 Optionen, ich könnte die Annahme verweigern, oder das Lichtschwert würde beschlagnahmt werden. Über weiteres wurde ich vom Zollamt nicht aufgeklärt, und da ich mich wie immer im Recht sah, habe ich die Annahme der Ware nicht verweigert. Stattdessen habe ich mich zuhause über zoll.de über den Sachverhalt informiert, und beim Übergeordneten Zollamt von Ansbach, dem von Nürnberg angefragt und denn Fall geschildert. Dort erhielt ich dann endlich brauchbare Informationen:

Da ich die Beschlagnahmung der Ware eingegangen war, war diese keineswegs verloren, sondern nur in Verwahrung übergegangen. Nach dem Erhalt eines Beschlagnahmebescheids könnte ich dieser (der Beschlagnahme) wiedersprechen, würde sich daraufhin Lucasfilm nicht innerhalb von 10 Tagen melden beziehungsweise die Beschlagnahme nicht aufrechterhalten, könnte ich die Ware abholen.

Genauso tat ich es, und genauso geschah es. Lucasfilm hielt die Beschlagnahme des Zollamts nicht aufrecht, und ich konnte mein Lichtschwert nach einer Zahlung von ca. 30 Euro Zollgebühren/MWST abholen. Nach etwa 10 Wochen hielt ich das Lichtschwert in Händen, mit 3 optionalen Klingenfarbe, verschiedenen Griffen und austauschbaren Teilen, starker Klingenfarbe und austauschbarer Klinge.

Da ich nun weiß wie sich der Import verhält, und sehr zufrieden mit dem Produkt bin, würde ich es vermutlich auch wieder tun, auch wenns kein Spaß war mit der Bürokratie des ansässigen Zollamtes zu klären.

Vielleicht konnte ich mit dem Beitrag jemandem helfen der sich überlegt hat zu importieren, oder gerade in einer misslichen Lage nach einem Import steckt.

Grüße,
Huni

PS: Es gibt eine Option beim Import Stress mit dem Zollamt zu umgehen. Ich bestelle des öfteren bei thinkgeek.com, dort gibt es halt nicht die UltraSabers, aber viele andere StarWars Produkte. Die Zollabfertigung findet in diesem Fall nicht im Zollamt statt sondern so wie ich das verstanden hab, noch am Flughafen in NewYork, von wo die Ware per DHL Express dann nach Deutschland geht. So hielt ich meinen nerdigen Yoda Rucksack schnell und ohne Stress mit dem Zoll schnell in Händen, obwohl es eindeutig auch Lizenzware von Lucasfilm ist. In allen übrigen Fällen von Bestellungen meinerseits aus der USA, hatte ich gezwungenermaßen Kontakt mit dem örtlichen Zollamt. Wem egal ist dass sich die Klinge nicht austauschen lässt, der kann auch getrost in Deutschland ordern, oder sich nur das Conversion Kit von UltraSabers kommen lassen - ob das so einfach anzuwenden ist, weiß ich jedoch nicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Master Huni« (10. August 2008, 18:53)