In Rebellenträume wird erstmals eine neue Methode verwendet, sowohl Spannung durch eine schnelle Abfolge verschiedener Szenen zu vermitteln, als auch Wissenslücken wieder aufzufrischen. Vor jedem Szenenwechsel werden Standort, Zeit und Planet(ensystem) genannt, sodass man sich nicht immer erst zu fragen braucht, wo sich die Akteure während der jeweiligen Szene befinden.
Negativ aufgefallen ist mir, dass Rebellenträume denselben Fehler macht wie viele der Vorgänger auch. Oft werden die Situationen so ungünstig beschrieben, dass mehrdeutige Handlungen oder Dialoge stattfinden. Man muss also den Absatz zuvor nochmals lesen, um den richtigen Sinn verstehen zu können.
Selbstverständlich kommt der Humor nicht zu kurz. Lustige Sticheleien zwischen YVH 1-1A und Lando Calrissian sowie Witzeleien über die “göttliche” Jaina lockern die Kriegsstimmung auf und sorgen für gutes Gemüt beim Leser. “Wir werden das in deiner Biographie erwähnen. General Antilles war so gut, dass er nicht einmal verlieren konnte, wenn er unbedingt wollte.” – “Danke”. (Tycho Celchu zu General Wedge Antilles)
Das Beste dieses Buches ist aber die Story. Positiv zu verzeichnen ist, dass Jaina sich komplett der Dunklen Seite abgewandt hat (im Vorgänger Jainas Flucht ist sie dem Dunklen bedrohlich nahe gekommen), sowie dass eine spannende Szene der nächsten folgt. Seit langem wurde der Krieg wieder so dargestellt, wie wir ihn von Star Wars kennen und lieben: Als Abfolge gewaltiger Schlachten, verrückter Taktiken und atemberaubenden Heldentaten, und nicht als Krise mit Flüchtlingsproblemen, Lebensmittelnotständen und Familienstreitereien.
Deshalb erhählt Rebellenträume 4,5 von 5 Sterne. Hoffentlich kann der Autor Aaron Allston die Spannung im kommenden Band Aufstand der Rebellen genauso stark halten…