So habe jetzt den "Geist des dunklen Lords" durchgelesen. Ich sehe den Roman auf einem ähnlichen Niveau wie den Vorgänger, also durchaus positiv.
Die Jedi-Akademie hat endlich ihren Alltag aufgenommen und schon nach kurzer Zeit bekommen die Schüler die dunkle Seite der Macht zu spüren. Den Charakter des Exar Kuns finde ich klasse beschrieben. Sehr misteriös und geheimnissvoll. Er versteht es Gantoris und Kyp geradezu zur dunklen Seite zu verführen. Mit letzterem habe ich leider so ein wenig meine Probleme. Meiner Meinung nach wird er viel zu stark dargestellt. Ich hatte beim Lesen den Eindruck, dass er nach ca. 3 Tagen im Praxeum bereits alles zur Machtbeherrschung gelernt hatte. Klar ist er stark in der Macht und Exar Kun hat ihm auch geholfen, aber das ging einfach zu schnell. Zumal meiner Meinung nach keiner der Schüler stärker sein sollte als Luke Skywalker. Das ist schließlich der Held der OT. Und er hat ja noch Jahre gebraucht um zu dem Wissensstand zu kommen, über den er zu diesem Zeitpunkt verfügt. Na ja, ich erkläre mir das am Besten mit dem Geist Exar Kuns, der Kyp geholfen hat.
Die Verschwörrungen, die von dem Imperialen Botschafter Furgan ausgehen, finde ich auch sehr interessant. Er versucht halt die Führung der Neuen Republik zu treffen. Die Vergiftung Mon Mothmas, die Manipulation von Ackbars B-Wing und der Plan den kleinen Anakin zu entführen sprechen schon für einen intelligenten Schurken, der auch einen Plan hat. Diesen vermisse ich weiterhin bei Daala. Die Frau überfällt mit ihren drei Sternenzerstörern Mon Calamari und benutzt dabei eine Taktik von Tarkin. Der ist aber schon über 11 Jahre tot. Die Wahrscheinlichkeit ist doch auf jeden Fall gegeben, dass Offiziere der Neuen Republik die Taktik kannten. Sowas gehört doch zur Ausbildung. Und so verliert die Dame mal wieder einen Sternenzerstörer. Zumal sie anscheinend nicht damit gerechnet hat, dass die Neue Republik so schnell Verstärkung schicken würde. Für mich ist diese Frau einfach unfähig und ich bin der Meinung, dass sie mit ihrem Coruscant-Plan auch gescheitert wäre. Soweit wird es jetzt ja nicht mehr kommen können. Ich weiß ja schon, dass sie die Supernova am Ende überlebt hat, aber mit ihrem einzigen verbliebenen Sternenzerstörer ist sie nun wirklich keine Bedrohung mehr.
Ansonsten haben mir noch die Streitereien zwischen Han und Lando um den Millenium-Falken gefallen (zum Glück gehört das Schiff am Ende wieder Han). Außerdem Landos Versuche bei Mara Jade zu punkten. Gut vorstellen konnte ich mir auch 3PO in seiner Rolle als Babysitter, das Abenteuer der Zwillinge in der Unterstadt kommt mir aber ein wenig merkwürdig vor. Das scheint für 2jährige doch ein bischen viel zu sein. Na ja, die sind wohl schon mit 2 unglaublich machtbegabt.
Alles in allem überwiegen für mich aber die postiven Aspekte und das OT-Star Wars-Feeling kommt erneut bei mir rüber. Das offene Ende zwingt mich jetzt dazu direkt mit "Die Meister der Macht" weiterzumachen.