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Mittwoch, 8. Juli 2009, 12:27


Tagebuch eines Padawan XVIII: Die Großen und Kleinen der Machtsensitiven
Mittwoch, den 08. Juli 2009 um 12:27 Uhr von Ronen Tal-Ravis

Es ist Mittwoch und damit wieder Zeit für eine Ausgabe des Blogs von Maya Bohnhoff zu ihrem Buch Holostar. Im achtzehnten Eintrag geht es diesmal um die verschiedenen Machtsensitiven, die in der Star Wars-Galaxis ihr Unwesen treiben:

Ich habe eigentlich immer gedacht, die Jedi wären die einzigen Machtsensitiven. I schätze für mich hatte die Macht eine Art An/Aus-Schalter. Entweder war man eine Eins oder eine Null, sensitiv oder nicht. Jedi/Sith oder normalsterblich. Ende der Geschichte.

Als ich mich dann mehr mit der Kultur von Star Wars vertraut machte, habe ich erfahren, dass da noch viel mehr war. Da die Macht ja etwas elementares ist, das durch alles hindurchfließt, durchdringt es auch alle intelligenten Lebensformen und die Fähigkeit sie zu nutzen hängt mit den Midi-Chlorianern zusammen. Das transportierte die Macht vom Reich der Magie ins Reich der Wissenschaft.

Wir erfuhren auch, dass man ein gewisses Maß an Midi-Chlorianern im Blut braucht, um las Jedi zugelassen zu werden. Das führte zur Erkundung einiger interessanter emotionaler Konsequenzen, die wir zum ersten Mal in Ep. I sehen, als Qui-Gon Jin Anakin Skywalker von seiner Mutter fortholt. Michael Reaves [Anmerkung: Mrs. Bohnhoffs Co-Autor bei Holostart] fand dieses Konzept so interessant, dass er sechs Bücher darüber geschrieben hat. In Schattenjäger begleiten wir den Protagonisten Lorn Pavan in seinem Konflikt die Tatsache betreffend, dass sein Sohn Jax eine große Menge dieser kleinen Lebensformen in sich trägt. Als er den zweijährigen Jax an die Jedi Akademie verliert, stürzt sein ganzes Leben in sich zusammen. Er verliert auch seine Frau und den Jedi misstraut er fortan, obwohl sein Sohn selbst ein Jedi-Ritter wird.

Später in der Reihe Coruscant Nights sehen wir die Auswirkungen auf Haninum Tyk Rhinann, dem Elomin Gefolgsmann von Vader, der darunter leidet nicht genug vom richtigen Zeug zu haben, um besondere Fähigkeiten zu besitzen. Dieser Mangel und seine Unfähigkeit mehr in Vaders Anwesenheit zu spüren als ein gewöhnlicher Muggel (um von einem anderen fiktionalem Universum zu klauen) gipfelt schließlich in einer regelrechten Obsession und treibt den armen Kerl in die Verzweiflung.



Aber obwohl vielleicht jedes fühlende Wesen ein wenig Talent haben kann - sie können vielleicht Stimmungen spüren oder Entwicklungen im Kampf vorhersehen - gibt es ganze Alien-Spezies (ich bevorzuge es sie als "Andere Sorte Menschen" zu sehen - Asms, um es kurz zu machen) die ein tieferes Gespür für die Macht haben. Nehmen wir zum Beispiel die Nautolaner. Diese Amphibien sind genug mit der Macht gesegnet, um die Gefühle anderer Wesen zu spüren. Das funktioniert für sie am besten unter Wasser, aber es geht auch auf Land oder im All. Das wiederum gibt einem Autor in der weit, weit entfernten Galaxis einige interessante Möglichkeiten. Es gab laut Archiven mindestens einen großen Jedimeister unter den Nautolanern. Dieser war Kit Fisto, der ein rebellischer General in den Klonkriegen war und ein Mitglied des Hohen Rates der Jedi.

Togrutaner haben angeblich ebenfalls eine natürliche Begabung für die Macht und spüren sie am besten, wenn sie in Kontakt mit einer Planetenoberfläche sind. Daher gehen sie am liebsten barfuß über Erde. Das hat ein gewisses Potential für die Erkundung der Psychologie - was passiert, wen ein Togrutaner für längere Zeit im Weltraum lebt? Haben sie vielleicht kleine Container mit ein wenig Erde von der Heimat dabei? Da wären auch noch die Hexen von Dathomir, die ebenfalls als natürlich machtsensitiv gelten, wobei es noch nie einen Jedi aus ihren Reihen gegeben hat, jedenfalls nicht das ich wüsste...mmmhhh.

Immer mal wieder, gibt es außerdem Individuen mit mysteriösem Ursprung, die ebenfalls Machtfähigkeiten besitzen. Dazu fällt mir die Attentäterin Aurra Sing ein. Sie war zur Hälfte Mensch, aber so weit ich weiß, wurde nie enthüllt, was die anderen Hälfte war (Notiz an mich: Würdest Du das mal prüfen, ja?).

Terra incognita ist natürlich der liebste Spielplatz für Autoren. Kajin Savaros für Patterns of Force zu schreiben war eine Herausforderung, denn in ihm wir (und unsere Charaktere) mit einer völlig unbekannten Größe konfrontiert: Ein extrem machtstarkes Kind, dessen Fähigkeiten bis zur Pubertät brach gelegen hatten und dann explodierten. In gewisser Weise war er die Kehrseite von Rhinann. Der Elomin war vom Verlangen nach der Macht verschlungen worden und der Junge wurde von der Macht selbst verschlungen, ohne die Möglichkeit sie zu steuern. Kajin war quasi die Verkörperung von Meiter Yodas ironischer Frage: "Nach meiner Größe beurteilst Du mich?"

Es macht zwar Spaß über Figuren zu schreiben, die gigantische Bauwerke mit einem Satz überspringen oder auf einem Stecknadelkopf tanzen können, aber das führt auch zu einigen einzigartigen Herausforderungen für einen Autor. Aber darüber gibt es mehr in meinem nächsten Blog.

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Mittwoch, 8. Juli 2009, 13:39

Zitat


Da wären auch noch die Hexen von Dathomir, die ebenfalls als natürlich machtsensitiv gelten, wobei es noch nie einen Jedi aus ihren Reihen gegeben hat, jedenfalls nicht das ich wüsste...mmmhhh.


Waren da nicht zumindest Tenel-Ka (auch wenn Sie nicht zu 100 % von Dathomir kommt weil im Hapes Kluster geboren und aufgewachsen)?
Und irgendwie hatte ich jetzt immer Tionne vor Augen als Hexe von Dathomir?!

Edit: ich mag meine Tastatur nicht. Brauch eine neue :evil:
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Mittwoch, 8. Juli 2009, 14:20

Kirana Ti war die erste der Hexen von Dathomir die eine Jedi wurde.
Der Fantasie eines Menschen sind keine Grenzen gesetzt, außer die die er sich selber setzt.
Menotar

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Aaron

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Mittwoch, 29. Juli 2009, 14:20

Padawan-Tagebuch XXI: Was treibt ein Holostar?


Padawan-Tagebuch XXI: Was treibt ein Holostar?
Mittwoch, den 29. Juli 2009 um 14:19 Uhr von Aaron

Es ist Mittwoch, ergo Zeit für den nächsten Eintrag in Maya Kaathryn Bohnhoffs Padawan-Tagebuch. Thema heute: der Holostar aus Holostar.

Bohnhoff als Holostar Als ich begann, über jenen Holostar zu schreiben, der im Verlauf unserer Geschichte Dash Rendars Pfad kreuzen wird, wurde mir schnell klar, dass ich mir dafür zunächst einen Begriff davon machen musste, was ein Holostar überhaupt ist.
Seit mehr als 10 Jahren schreibe ich nun Science-Fiction-Geschichten, und damit besteht meine Arbeit hauptsächlich darin, über die Zukunft nachzudenken, insbesondere über Zukunftstechnologien und den Umgang der Menschen mit ihnen. Als ich anfing, über Holostars nachzudenken, fragte ich mich zunächst, was ein Holostar, angesichts der ihm zur Verfügung stehenden Technologien, wohl überhaupt tun würde. Würde er singen, tanzen, schauspielern oder Gedichte vortragen?

Diese und weitere Aktivitäten, wären denkbar gewesen, aber natürlich gab es zumindest zwei wichtige Überlegungen, die ich anstellen musste: 1. musste ich für die Geschichte eine Darbietungsform finden, mit der ich und meine Leser bereits Erfahrung hatten und 2. musste ich diese Darbietungsform mit den technischen Gegebenheiten der weit, weit entfernten Galaxis in Einklang bringen.

Der erste Schritt war recht einfach. Ich bin selbst Musikerin und trete mich meinem Mann bei Science-Fiction- und Filk-Messen auf. Wir produzieren Alben für uns und andere Künstler, also ist die Bühne für mich ein natürlicher Lebensraum. Daneben habe ich Theatererfahrung, weswegen ich unseren Holostar im Musik- und Theaterbereich eingeordnet habe. Musikdarbietungen mit einem Erzähler vielleicht, wobei der Holostar eine oder mehrere Rollen darstellt und damit seine Geschichte erzählt. Die Möglichkeiten sind hier so endlos wie die weit entfernte Galaxis: Was ich mir für seine Vorstellungen ausmalen kann, kann dort auch auftauchen.
Holostar
Der zweite Schritt betraf nun die technische Grundlage innerhalb der Krieg der Sterne-Welt. Was ließe sich damit wohl anstellen? Nun, wir wissen bereits, dass die weit, weit entfernte Galaxis mittels eines riesigen Holonetzes untereinander in Verbindung bleibt. Die Leute verwenden also keine Flachbildschirme oder ähnliches, um Nachrichten zu verschicken, nach Informationen zu suchen oder sich Unterhaltungsinhalte anzusehen, sondern greifen auf holographische Projektionseinheiten zurück, mittels derer sie dreidimensionale Inhalte empfangen können. Und weil diese Projektoren so allgegenwärtig sind, muss man sie als Autor im Grunde nicht einmal mehr besonders beschreiben.

Das größte Dilemma stellten damit Live-Darbietungen dar. Vom technischen Standpunkt, gab es dafür keine Notwendigkeit. Aber hieß das auch, dass es tatsächlich keine gibt? Meine Antwort war: Aber natürlich gibt es Live-Shows. Unser Holostar tritt selbstredend auf verschiedenen Veranstaltungen auf, und die Leute bezahlen, um sich diese Auftritte anzusehen, aus dem einfachen Grund, weil dies in der Natur aller Menschen liegt, und mit "Menschen" meine ich Menschen und andere nichtmenschliche Wesen. Wir wollen zu den wenigen Glücklichen zählen, die direkt vor Ort mit dabei sind. Um ein Beispiel aus dem wahren Leben zu wählen: Jeder Baseball-Fan wird begeistert mitbekommen haben, dass der Pitcher der San Francisco Giants Jonathan Sanchez kürzlich einen No-Hitter geschafft hat (und ganz knapp an einem fehlerlosen Spiel vorbeigepitcht ist). Im Baseball ist das ein Riesensache, weil es enorm selten vorkommt. Als meine Freunde, die es also für eine Riesennummer hielten, dieses Spiel im Fernsehen gesehen zu haben, über das Spiel diskutierten, konnte ich damit angeben, dass ich es im Stadion gesehen hatte. Ich war direkt vor Ort.

Es ist also einfach toll, sagen zu können: "Hast Du diesen oder jenen Auftritt gesehen? Nun, ich war dort!"
Holostar
Und damit ist klar: Unser Holostar tritt live auf und nimmt Musikholos für neue Alben und Tourneen auf. Er gibt Interviews und Autogramme, man schreibt Artikel über ihn, er ist ein gefeierter Künstler. Und er reist stilvoll mit einer Weltraumjacht durch die Galaxis und lebt eine Art Doppelleben, weil es in der Natur seiner Kunstrichtung liegt, dass die Zuschauer nie den Menschen hinter der Bühnenpersönlichkeit wahrnehmen. Was auf die Bühne projeziert wird, auch bei einer Live-Darbietung, ist immer größer und prächtiger und glitzernder als die echte Person hinter der Vorstellung. Was bedeutet, dass man unserem Holostar auf einer Straße auf Coruscant (Verzeihung, im Imperialen Zentrum) begegnen könnte und ihn beim besten Willen nicht erkennt...

Und übrigens, falls ihr euch wundert: Unser Holostar ist ernsthaft begabt. Und attraktiv. Und mehr erzähle ich euch für heute nicht über ihn.

Mad Blacklord

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Mittwoch, 29. Juli 2009, 15:33

RE: Padawan-Tagebuch XXI: Was treibt ein Holostar?

Nun scheint es ja mal langsam zur Sache zu gehen. Mit diesem Blogeintrag kommen wir endlich dem eigentlichen Protagonisten ein Stück näher. Und wie es sich ließt scheint es sich um eine vollkommen neue Person zu handeln. Und nicht um einen schon bekannten Holostar.

Im übrigen sollte man noch die #XX und #XIX in diesem Thread nachreichen. Die #20 wurde ja letzte Woche, am Freitag in einer Nachricht von der CC gepostet. Den betreffenden Teil sollte man vielleicht noch hierher verschieben :D.

Zu diesem letzten Eintarg frage ich mich in wiefern die Macht wohl eine Rolle spielen wird in diesem Buch. Vielleicht entdeckt ja der Holostar eine labiles Machtpotenzial in sich. Oder es kommt doch noch ein Jedi, oder Inquisitor vor. Weil sonst ergibt der letzte, sowie der XVIII un XIX Blogeintrag von Frau Bohnhoff nur wenig Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches.
Außer es geht wie Frau Bohnhoffer in #19 andeutet darum einem mächtigem Machtnutzer zu entkommen. Aber hoffentlich keine sinnlose Hetzt mit Vader, weil das würde dem ganzen ziemlich die Spannung nehmen. Da ja dann sowohl der Böse und der Smuggler/Söldner überleben müssen und nur das Schicksal des Holostars wäre dann noch ungewiss.

mfg M.Bl.
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Aaron

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Dienstag, 11. August 2009, 14:39

Padawan-Tagebuch XXII: Slang


Padawan-Tagebuch XXII: Slang
Dienstag, den 11. August 2009 um 14:38 Uhr von Aaron

Es ist noch nicht einmal Mittwoch, da ist Maya Kaathryn Bohnhoffs nächster Eintrag im Padawan-Tagebuch bereits online. Thema heute: Slang.

Jeder Mensch verwendet Slang-Ausdrücke. Zumindest fast jeder. Und ich vermute, all diejenigen, die behaupten, niemals Slang-Ausdrücke zu verwenden, haben ihre ganz eigene Slang-Variante. Wenn wir keinen Populär-Slang verwenden, erfinden wir selbst Ausdrücke. Wie sonst erklärt es sich, dass im englischsprachigen Raum das Wort "Shizzle" Verwendung findet, wenn nicht, um dadurch einen eindeutigeren Kraftausdruck (für natürliche Abfallprodukte) zu vermeiden. Meine Mutter nahm immer Begriffe wie "dammity-hellity" (statt eines gepflegten Verdammt!), son of a beach (statt eines weniger gepflegten Verdammt!) und den beliebten Jiminy Christmas (für den ebenfalls beliebten, aber aus religiösen und Anstandsgründen als Kraftausdruck ungeeigneten Jesus Christus) in den Mund. Außerdem verwendete sie gerne den Ausdruck "going to hell in a hand-basket", wenn Dinge ihrer Ansicht nach eine beschleunigte und unwiderrufliche Höllenfahrt rechtfertigten.

Wer Science-Fiction- oder Fantasy-Romane schreibt, lernt den Slang bald als Problem kennen. Unter Druck oder in überraschenden oder nervtötenden Augenblicken, platzt den Leuten halt der Kragen. Das gilt auch für die Bewohner der weit, weit entfernten Galaxis, wobei es dort nicht genügt, eine Sammlung menschlicher Erwiderungen für erschütternde, gefährliche oder einfach nur genervte Gelegenheiten aufzubauen, sondern stets gilt es auch, nichtmenschliche Kulturen zu berücksichtigen.
Lach Du nur
Lach Du nur, Du dämliches Pelzvieh!
Wenn ich Dialoge für Dash Rendar und seine Begleiter schreibe, könnte ich mir im Grunde einfach etwas aus den Fingern saugen, aber ich ziehe es vor, nach Begriffen Ausschau zu halten, die bereits fest etabliert sind. Auch Michael verwendet lieber bestehenden Slang oder bekannte Kraftausdrücke, als sich eigene auszudenken. Die Frage ist, woher nehmen, wenn nicht stehlen? Da bietet sich eine Reihe von Möglichkeiten, an erster Stelle natürlich die klassischen Kinofilme. Wer erinnert sich nicht gerne an Han Solo, der Chewbacca einmal sagte: "Lach Du nur, Du dämliches Pelzvieh!" Den Satz "lach Du nur" kann man also verwenden, genau wie die Bezeichnung "Pelzvieh". Krieg der Sterne-Romane, -Comics und -Spiele bieten ebenfalls einen Glossar bereits abgesegneter Wörter und Phrasen, die Krieg der Sterne-Autoren verwenden können.

Eine Reihe dieser Wörter und Begriffe stammt ursprünglich nicht aus der weit entfernten Galaxis. "Frack" und "Frell" zum Beispiel (wobei ich letzteres für zu schwach halte, um ein gutes Schimpfwort zu sein) wurden in anderen Fernseh- und Filmuniversen geschaffen und später in Krieg der Sterne-Werken gewissermaßen als Verneigung vor den anderen Serien aufgegriffen. "Frell" (aus der Serie Farscape) wurde im Videospiel Republic Commando verwendet, während Michael Kube-McDowell "Frack" aus Kampfstern Galaktika bereits 1996 in seinem Roman Shield of Lies (Aufmarsch der Yevethaner) unterbrachte. Außerdem taucht der Kraftausdruck in den Legacy-Comics auf.

Galactic Phrase Book Und natürlich gibt es auch noch Del Reys offizielles Phrasenbuch, den Galactic Phrase Book and Travel Guide. In diesem Werk sind Slangausdrücke in einer Vielzahl von Sprachen aufgeführt, unter anderem auf Sullustanisch, Huttisch und Ewokisch. So bin ich beispielsweise glücklich, dass einer meiner Lieblingsausdrücke, "dwarf-nut" (den auch Michael amüsant zu finden scheint) ein echter Lucas-Begriff ist, der natürlich im Galactic Phrase Book auftaucht. Auch das Wort "Floob", ein sullustanischer Kraftausdruck, den Michael Reaves und Steve Perry für ihr gemeinsames Werk Death Star - Die Macht des Todessterns erfunden haben, schätze ich sehr.

Viele Begriffe verwenden wir in unserem alltäglichen Slang-Wortschatz, während andere nur von gewissen Personen eingesetzt werden. Eine Figur, die für "Fangen wir an" lieber "Dann lassen wir die Party mal steigen" sagt, könnte auch dazu neigen, anstatt "I don't give a rat's ass" (also "das ist mir schnurzegal") lieber "I don't give a Psadan’s patoot” zu sagen. Außerdem könnte diese Person ihr Gegenüber als "gonzo" bezeichnen, ein Begriff, der sich auch in dieser Galaxis gewisser Beliebtheit erfreut [der englische Ausdruck "gonzo" bedeutet in erster Linie "wahnsinnig" und "irre", allerdings gibt es eine Reihe schwer übersetzbarer Konnotationen; dem wahren und volljährigen Sprachliebhaber sei hierzu das Urban Dictionary empfohlen, Anm. d. Übers.].

THX übrigens demjenigen, der sich noch erinnert, wo der Begriff "gonzo" in einem Krieg der Sterne-Werk auftaucht.

Das Galactic Phrase Book gibt's bei Amazon.de für aktuell 6,99 €.

Beim nächsten Mal, geht es dann um das Thema "Nach dem ersten Kapitel". Und die Spannung steigt...


Mad Blacklord

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Dienstag, 11. August 2009, 15:42

RE: Padawan-Tagebuch XXII: Slang

Also diesen Teil des Tagebuchs finde ich so klasse und witzig das ich mir mal gleich das Phrase Book bestellt habe :D. Auch wenn das mal wieder mit dem eigentlichen Roman nur wenig zu tun hat, sondern gerade mal allgemeingut darstellt. ;)
Mal sehen welche Kraftausdrücke wohl Dash in den Mund gelegt werden. Ich hoffe ja auch den klassiker Nerv Herder, zu deutsch Wookieetreiber für ihn. Oder etwas ähnlich einfallsreiches.

mfg M.Bl.
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Dienstag, 11. August 2009, 19:39

Zitat

Außerdem könnte diese Person ihr Gegenüber als "gonzo" bezeichnen, ein Begriff, der sich auch in dieser Galaxis gewisser Beliebtheit erfreut [der englische Ausdruck "gonzo" bedeutet in erster Linie "wahnsinnig" und "irre", allerdings gibt es eine Reihe schwer übersetzbarer Konnotationen; dem wahren und volljährigen Sprachliebhaber sei hierzu das Urban Dictionary empfohlen, Anm. d. Übers.].


Ich wollte schon sagen, für mich is Gonzo eigl nen "Filmgenre" :D
Jedenfalls wieder ein netter Blogeintrag, auch wenn der mit dem Buch an sich nicht viel zu tun hat ...
Naja, jedenfalls gehören Slangausdrücke zu einem Charakter wie Dash einfach dazu, passt einfach ;)
Man muss nicht sterben, um in der Hölle zu sein.

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Mittwoch, 12. August 2009, 10:25


Tagebuch eines Padawan XXIII: Weiter geht's nach Kapitel I
Mittwoch, den 12. August 2009 um 10:25 Uhr von Ronen Tal-Ravis

In der neuesten Ausgabe von Mrs. Bonhoffs Blog über ihren Roman Holostar erklärt die Autorin, wie ein Buch weiter entwickelt wird, wenn der Anfang einmal steht:

Ich habe vor einiger Zeit über Einleitungen geschrieben - also wie ein Autor entscheidet, wie die Geschichte beginnen soll.

Ich entschied Holostart mit einem Knall zu beginnen, wobei "Knall" ein Fachbegriff ist, der Aufregung, Spannung und Überraschung, etc. bedeutet.

Aber wie geht es weiter? Beim Fortschritt eines Romans, muss ein Autor eine Heerschar von Dingen berücksichtigen, die da wären:

Rendar Charakterentwicklung: Man muss den Leser mit den Leuten bekanntmachen, mit denen sie einige Stunden in Realzeit und einige Monate im Roman verbringen sollen. Also fängt man damit an den Charakter des, tja, Charakters zu beschreiben. Ich persönlich bevorzuge da die "Zeigen nicht sagen"-Methode, d.h. ihr erfahrt, wie Dash auf verschiedene Situationen und Leute reagiert, damit ihr ein Gefühl für ihn und seine Gefährten bekommt.

Aufbau des Plots: Im Groben wissen wir wo die Reise hingeht, wenn wir ein Buch beginnen. Also bauen wir die Handlungselemente auf, wie sie im Buch vorkommen sollen, um Konflikt, Gefahr und Intrigen darzustellen.

Leebo Vorahnung: Das hängt eng mit dem Aufbau der Plotelemente zusammen, aber es geht vor allem darum auf zukünftige Ereignisse hinzuweisen. Und nein, liebe Bücherfreunde, "Dash konnte nicht ahnen, dass er diese Worte bald bereuen würde" gilt nicht als Vorahnung. Das ist einfach die Überraschung verderben. Vorahnungen verursachen Vergnügen, weil er denken kann "Ha, das wusste ich, das war der Hinweis". Es kann etwas sein, was der Charakter sagt oder hört oder sieht oder tut und ja es macht viel Spaß soetwas zu schreiben.

Die Atmosphäre aufbauen: Es gibt vieles an einer Geschichte, das man nicht richtig in Worte fassen kann. Eine Stimmung der Angst oder Heiterkeit kann man nicht dadurch erzeugen, dass man schreibt "Dash fühlte eine plötzlich Furcht" oder "Leebo war ein lustiger Roboter, der ständig Witze riss". Man muss versuchen den Leser die Angst von Dash spüren zu lassen oder ihn dazu bringen über Leebos Witze und Späße zu lachen.

Die Welt hinein lassen: Da es ja ein Star Wars-Roman werden soll, muss man auch Elemente einbauen, die einen erinnern, dass man in einer weit, weit entfernten Galaxis ist. Aber das muss gehen ohne dass man die Handlung unterbricht, um einen Hintergrund darzustellen, einen Kalender zu erklären oder die Hierarchie des Imperiums in einem Diagramm zu beschreiben.

Eigentlich klingt das ja alles nach einem Kinderspiel, oder? Ja, klar. An dieser Stelle ist es dann meine Aufgabe, dass ihr Interesse an dem draufgängerischen Dash Rendar und seinen Freunden bekommt und dass die Handlungselemente zusammenpassen, wie die Zutaten einer leckeren Currysauce (mhh, ich bin wohl hungrig), ein paar Hinweise auf die Zukunft hier und da, die Welt ausbauen und den Leser die weit, weit entfernte Galaxis so spüren lassen, wie alle sie kennen und lieben... hoffentlich noch mit ein paar Überraschungen, die dann ebenso gut ankommen.

Und der Sinn von allem? Um Euch in den Bann der Geschichte zu ziehen. Euch dazu zu bringen weiter die Seiten umzublättern, begierig darauf, was als nächstes passiert. Wegen all dieser Dinge ist es das wichtigste eine interessante Geschichte zu erzählen, damit ihr gierig den Brotkrumen bis zum Ende folgt.
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Mittwoch, 19. August 2009, 09:48


Tagebuch eines Padawan Teil XXIV: Die Realität steckt in den Schrauben und Nieten
Mittwoch, den 19. August 2009 um 09:47 Uhr von Ronen Tal-Ravis

Wie üblich bringen wir mittwochs den neuesten Blogeintrag über Heimwerker-Fragen in der Star Wars-Galaxis... Nein, natürlich nicht. Wie jeden Mittwoch gibt es auch diese Woche einen neuen Blogeintrag von Maya Bohnhoff, Autorin des Romans Holostar.

Die Realität steckt in den Schrauben und Nieten

R2D2 Nein, ich meine damit nicht, dass die Realität von Star Wars und der weit, weit entfernten Galaxis in den mechanischen Mitgliedern des Ensembles steckt (Nun, tut sie vielleicht doch, aber das ist eine andere Geschichte).

Ich beziehe mich stattdessen auf etwas, was die Prosaautorin Anna Quindlen einmal gesagt hat und ich nicht mehr loswerden kann. Sie sagte, dass es in der Fiktion so ist, dass die "Realität in den Tellern steckt".

Mal ehrlich - niemand wäscht in Star Wars Teller ab, aber es gibt eine Menge Schrauben und Bolzen und so, glaube ich, lässt sich das übertragen. Was Anna meint, ist folgendes: Wenn man eine Geschichte schreibt, muss man mit dem Leser auf einer menschlichen Eben kommunizieren, denn die meisten von ihnen sind Menschen in dem Sinne, dass sie von diesem Planeten stammen (im Moment zumindest). Das bedeutet, dass man die kleinen, i-Tüpfelchen-Details richtig inbekommen muss.

Welche Details? Behalten wir die Frage im Hinterkopf.

Also Anna ist eine Prosaautorin. Sie arbeitet weder mit Droiden, Aliens, Raumschlachten oder bösen Imperien oder anders gesagt, sie schreibt nicht über viele Dinge, die es nötig machen, dass der der Leser seinen Unglauben vergisst. Star Wars-Romane - oder irgendwelche Sci-Fi oder Fantasy Bücher und Sub-Genre davon - enthalten aber viele Elemente, die ein willentliches Aussetzen des Unglaubens erforderlich machen. "Willentliches Aussetzen des Unglaubens" ist übrigens eine Idee des Lyrikers und Autors Samuel Taylor Coleridge, der damit den Einsatz von fantastischen und unrealistischen Elementen in der Literatur erklärte. Er war der Meinung, dass man als Leser bereit ist, solche Dinge zu akzeptieren, wenn sie funktionieren andernfalls nicht.

Die Realität in den Tellern, bzw. Schrauben und Nieten, setzte genau dort an. Damit Ihr glaubt, dass ein Jedi aus einem drei Kilometer hohen Gebäude springen und auf einer Plattform landen kann, die fünzig Stockwerke tiefer liegt, muss ich die Schrauben und Nieten schon sehr gut hinbekomme, um das Fantastische wieder auszugleichen.

Es ist beinahe das literarische Gegenstück von Ockhams Rasiermesser, das vereinfachend fordert, dass außergewöhnliche Behauptungen auch außergewöhnliche Beweise erfordern [Anmerkung des Übersetzers: Als Ockhams Rasiermesser wird die Aussage von William von Ockham bezeichnet, die besagt, dass bei zwei Theorien über ein Phänomen, die einfachere zu bevorzugen ist]. In der Fiktion braucht Außergewöhnliches gewöhnliche Gegengewichte. Man akzeptiert den oben genannten Himmelsstürmer einfach bessern, wenn die Schrauben und Nieten an anderer Stelle stimmen - z.B. wenn er eine glaubhafte Beziehung zu anderen Figuren hat, oder der Jedi-Kodex stimmig eingehalten wird, wenn er zu einem dreidimensionalen Charakter wird, der beständig ist, bzgl. dem, was ich über ihn erzähle. Wenn ich den Charakter nicht richtig entwickle oder er sich anders verhält, als ein Jedi es sollte, werdet ihr Euch nicht für seine Flugkünste interessieren mit denen er böse Killer-Ninja-Droiden bekämpft und sie schon gar nicht akzeptieren. Wenn er also dem Jedi-Sein in Sachen Schrauben und Nieten nicht gerecht wird, dann werdet ihr nicht für einen Moment glauben, dass er die Macht ausreichend gut beherrscht, damit er nicht zu einem Fettfleck auf dem Boden verkommt, wenn er aus einem Hochhaus auf Coruscant springt.

Die Schrauben und Nieten von Holostar sind also die Charakterisierungen, Beziehungen und Fakten der weit, weit entfernten Galaxis und die kleinen "mundanen" Dinge, die wir über Star Wars wissen. Auf diese Weise, werdet ihr willentlich glauben, dass Dash unglaubliches vollbringen kann, weil bei ihm die Schrauben und Nieten an der richtigen Stelle sind.

Hm, das klingt jetzt irgendwie komisch, oder? Wie auch immer, Ihr werdet trotzdem Euren Unglauben aussetzen, nicht wahr?
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Mittwoch, 19. August 2009, 15:30

Mal wieder ein sehr schöner Bolgeintrag zu Holostar.
Das gerade die Jedi schon sehr dreidimensional sein muessen sehe ich uebrigens genau so, ansonsten wirken sie mit ihren Machteinsätzen wie billige, unglaubwürdige Actionhelden aus irgendeinem Comic.
Die Blogeinträge gefallen mir echt von mal zu mal besser, ich hab mitlerweile echt große Hoffnungen in das Buch ...
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Aaron

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Mittwoch, 26. August 2009, 15:41

Tagebuch eines Padawan Teil XXV: Außerirdische


Tagebuch eines Padawan Teil XXV: Außerirdische
Mittwoch, den 26. August 2009 um 15:39 Uhr von Aaron

Es ist Mittwoch und damit Zeit für die jüngsten geistigen Ergüsse von Holostar-Autorin Bohnhoff. Thema der heutigen 25. Runde: Außerirdische.

Man kann darüber streiten, wann erstmals Außerirdische in einem fiktionalen Werk auftraten. Eine Möglichkeit wäre H.G. Wells' Krieg der Welten, eine andere, dass es schon lange vorher dazu kam. Ich meine, man könnte argumentieren, dass die alten Aztekengötter Außerirdische waren. Und einige Leute sind sich in der Hinsicht auch ziemlich sicher.

Nein, ernsthaft. Außerdische. Aus dem Weltraum. Pfadfinder-Ehrenwort.

Twilek Sei's drum, ich habe jedenfalls keine Ahnung, wann der erste Außerirdische in einer Geschichte auftauchte, aber ich weiß genau, dass wir seit sehr langer Zeit über Außerirdische schreiben, weil uns der Gedanke eines Ersten Kontakts reizt, und in der Folge die Vorstellung weiterer Kontakte mit anderen entwickelten Spezies. Wir denken darüber nach, wie andersartig sie sein werden, wenn wir ihnen schließlich begegnen (und das werden wir). Wir malen uns aus, wie ähnlich sie uns sein werden und fragen uns, ob diese Ähnlichkeit uns - zu unserem eigenen Schaden - davon ablenken wird, unsere Andersartigkeit zu erkennen, oder ob unsere Andersartigkeit uns im Gegenteil davon abhalten wird, unsere Ähnlichkeit zu sehen - wiederum zu unserem Nachteil.

Ich persönlich glaube, dass es zu meinen Aufgaben als Science-Fiction-Autorin gehört, uns auf diesen Ersten Kontakt vorzubereiten, indem ich den so Eingestellten die Möglichkeit gebe, Begegnungen mit Wesen aus anderen Welten zu üben, damit sie an diesem großen Tag auf ihre Manieren achten. Ich glaube allerdings auch, dass uns die kleinen, unsichtbaren Aspekte des Andersseins unserer außerirdischen Besucher die meisten Probleme bereiten werden, und je ähnlicher uns eine andere Spezies sieht, desto schwieriger wird es sein, dieses Anderssein zu erkennen, es zu begreifen und es hinzunehmen.

Die weit, weit entfernte Galaxis steckt voller Außerirdischer. George Lucas hat ganz offensichtlich seine liebsten Phantasievorstellungen Wirklichkeit werden lassen, als er seine kosmopolitische, galaktische Kultur erschuf, und als Autorin, der erlaubt wurde mit dieser Kultur zu spielen, bin ich ihm für seine große Vorstellungskraft äußerst dankbar. Er hat uns Beispiele für Außerirdische gegeben, deren Gehirn durch Kopfschwänze verbessert ist (Nautolaner und Twi'leks), Außerirdische, die Pheromone einsetzen, um ihr Gegenüber zu beeinflussen (Falleen und Zeltronen) und Außerirdische, die sich aus Insekten, Reptilien, Amphibien und anderen biologischen Klassen entwickelt haben.

Science-Fiction-Autoren lieben die Vorstellung eines Außeridischen. Das bringt Vor- und Nachteile mit sich. Der Hauptnachteil ist, dass wir häufig auf Stereotypen zurückgreifen. Manchmal geschieht das, weil wir kulturelle oder politische Vorbehalte mit uns herumschleppen. In diesem Fall könnten wir dazu neigen, "böse Außerirdische" als Platzhalter für eine bestimmte Gruppe von echten Menschen zu verwenden, die wir als "böse" ansehen. Und manchmal tun wir es, weil wir unseren Lesern durch die Blume verschlüsselte Botschaften senden müssen. In diesem Fall geben wir einem bestimmten Außerirdischen eine Rolle, um die Sprech- und Denkweise der Figur in der Vorstellung der Leser unterbewusst zu steuern. In Holostar taucht beispielsweise kurz ein Toydarianer auf, weil ich meinen Lesern klarmachen wollte, dass diese Figur eine Söldnermentalität besitzt, und um das zu erreichen, wollte ich nicht endlose Seiten auf die Entwicklung einer Figur verschwenden, die dann nur kurz reinkommt, ein paar Worte sagt und wieder rausgeht (okay, flattert).

Für andere Rollen verwende ich Außerirdische, weil ich über sie schreiben und sie als fühlende Wesen kennenlernen möchte. Und weil ich sie ziemlich cool finde. Twi'leks zum Beispiel. Ich liebe Twi'leks, denn sie besitzen Grazie und Eleganz und haben mit ihren Lekku ein verbessertes Gehirn. Außerdem macht es Spaß, die Rolle der Lekku in Gesprächen näher zu beleuchten. Menschen reagieren mit einem Schulterzucken, Twi'leks (und andere Spezies mit Kopfschwänzen) können Unentschlossenheit, Freude, Zorn und eine Reihe weiterer Gefühle hingegen auf sehr viel subtilere Weise ausdrücken. Damit wird es möglich, dass Twi'leks miteinander kommunizieren, ohne dass Vertreter anderer Spezies dies auch nur mitbekommen.

I5YQ Und dann sind wir natürlich noch vom wahrhaft Andersartigen fasziniert, von Wesen, die unser Universum ganz anders wahrnehmen als wir. In der Coruscant Nights-Reihe hat Michael eine Spezies namens "Cephalonen" untergebracht, die Ereignisse in der Zeit so wahrnehmen, wie wir Objekte im Raum. Die Art, wie I-Fünf diese Tatsache Den Dhur vermittelt, der den ganzen Gedanken ernsthaft abartig findet, finde ich einfach klasse:
Auszug aus Coruscant Nights - Street of Shadows

"...siehst Du den Landgleiter hinter Dir?"
Den sah hinter sich. "Ja."
"Nennen wir ihn die Vergangenheit."
Der Sullustaner warf I-Fünf einen verwirrten Blick zu. "Wieso?"
"Weil er hinter Dir steht. Und siehst Du den Müllcontainer vor Dir? Das ist die Zukunft."
"Für Dich vielleicht. Ich versuche, das alles etwas optimistischer zu betrachten."
Das beeinflusst selbstverständlich die Art und Weise, wie Cephalonen kommunizieren. Sie sagen Dinge, die orakelhaft, abgehoben oder direkt abartig klingen. Und das macht sie für uns Autoren so "amüsant". Welche Rätsel kann man in außerirdischen Dialogen verstecken oder im Zucken einer Hirntentakel andeuten. Wie beeinflusst die Körperlichkeit eines Außerirdischen seine Beziehung zu seiner Umwelt und anderen Wesen? Und wie beeinflusst diese Beziehung zur seiner Umwelt die Art und Weise, wie der Außerirdische mit diesen anderen Wesen kommuniziert?

Das alles führt uns zum nächsten Eintrag des Padawan-Tagebuchs: Wookiee-Sprech und andere einzigartige Kommunikationserfahrungen.

Dies und weiteres mehr demnächst in diesem Theater...


Mad Blacklord

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Mittwoch, 26. August 2009, 20:52

Wow ganz schön abgehoben dieser Blogeintrag. Besonders der Anfang mit den Maya-Aliengöttern, ich nehme das einfach mal als Anspielung auf Indy 4 hin.
Ansonsten würde ich wohl sagen das Imanuell Kant der erste der Modernen Literatur war der über Alien Theorien schrieb.

Mal sehen wie viele solcher Blogeinträge wir zu lesen bekommen bis wir zu wissenswerten Fakten zum Buch kommen. Bisher ist das ganze ja ziemlich allgemein gehalten. Aber sie hat ja noch gut 100 Wochen zeit bis das Buch erscheint.

Zitat

"...siehst Du den Landgleiter hinter Dir?"
Den sah hinter sich. "Ja."
"Nennen wir ihn die Vergangenheit."
Der Sullustaner warf I-Fünf einen verwirrten Blick zu. "Wieso?"
"Weil er hinter Dir steht. Und siehst Du den Müllcontainer vor Dir? Das ist die Zukunft."
"Für Dich vielleicht. Ich versuche, das alles etwas optimistischer zu betrachten."

Das ist wirklich der beste Teil des ganzen Blog Eintrags. :D

mfg M.Bl.

PS: Irgendwie passt das ja zur Zeit. Wenn an bedenkt was die Regenbogenpresse da wieder verlautbaren lässt :rolleyes:. ;)
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Mittwoch, 2. September 2009, 23:07


Tagebuch eines Padawan Teil XXVI: Aliensprachen
Mittwoch, den 02. September 2009 um 23:06 Uhr von Ronen Tal-Ravis

Wie jeden Mittwoch, gibt Mrs. Maya Bohnhoff einen Einblick in ihre Arbeit als Star Wars-Autorin mittels eines Blogeintrags. Diese Woche geht es um die Sprache der Aliens:

Außerirdische müssen sprechen. Ich meine, wenn sie nichts sagen, dann sind sie nur Zierde. Ok, manchmal sind sie das auch, obwohl sie etwas sagen. Seien wir einmal ehrlich, wir Autoren schreiben über Aliens meistens so, wie wir über andere Kulturen hier auf der Erde schreiben würden.

Chewie Dafür gibt es einen guten Grund. Die einzigen fremden Wesen, die einer von uns bisher getroffen hat, sind die auf unserem eigenen Planeten. Und einige von denen sind wirklich... fremd. Wenn ihr die Leute kennen würdet, die ich kenne, wüsstet Ihr, was ich meine. Wir sind einfach seltsam. Schriftsteller, Musiker, solche Leute eben. Science Fiction Fans. Wir haben sogar unsere eigene Sprache.

So ist das auch bei "echten" Aliens.

Aliens haben eine recht einzigartige Stellung in der Science Fiction Literatur. Sind sind wir und dann auch wieder nicht. Wir nutzen Aliens, um etwas über die menschliche Natur zu sagen. Manchmal bedeutet das, dass sie sich wie wir anhören mit kleinen Abweichungen. Sie fluchen auf andere Weise und können sonst ziemlich gleich klingen.

Wenn wir die Fremdartigkeit der Aliens nutzen, um sie von den Menschen zu unterscheiden, werden sie zu echten Charakteren. Der Ton ist dann anders. Man kann dann den Text ohne Anmerkungen lesen und weiß trotzdem, wann das Alien spricht.

Chewbacca zum Beispiel. Er war das erste Alien im Star Wars Universum, dass eine Reihe von Dialogen hatte. Man verstand natürlich nicht ein Wort, denn die meisten Wookies können kein Basic sprechen. Sie sprechen Wookiee und die Aavls (anderen Arten von Leuten) lernen einfach ihre Sprache. Aber sie verstehen das Basic, also haben wir Chewie verstanden, weil Han Solo ihn verstanden hat und für uns quasi als Dolmetscher fungierte. Ich fand das immer sehr clever, denn Han wiederholt nie wirklich, was Chewie sagt ("Was hast Du gesagt, Junge? Luke ist in den Masseschatten geraten?"). Er antwortet einfach auf eine Weise, so dass wir aus dem Kontext verstehen, was der Wookiee gesagt hat. Das ist sowohl in den Büchern, die ich mit den beiden gelesen habe, als auch in den Filmen so.

Ein anderes Beispiel in dem Aliens einfach ihre eigene Sprache sprechen ist der Dialog zwischen Jabba dem Hutten und seinem Adjutanten in Ep. VI. Im Film gibt es Untertitel, aber selbst wenn nicht, würden die Mimik und der Tonfall uns viel verraten. Ein Autor hat diese akustischen und visuellen Hilfsmittel nicht, also würden in einem Buch weit weniger Nuancen vorkommen und sicher viele Klammern.

Yoda Dann wäre da noch Yoda, der zwar Basic spricht, aber mit einer Satzstellung, die sich sehr von der menschlichen unterscheidet. Es ist ein wenig wie jemand, der Englisch mit französischer oder russischer Grammatik spricht und das macht Yodas Dialoge sofort erkennbar und zu tollen Sprüchen für T-Shirts ("Nach meiner Größe beurteilst Du mich?" ist etwas, was sich meine vertikal herausgeforderte 15 Jahre alte Tochter irgendwohin tätowieren sollte).

Bei der Arbeit an Holostar charakterisiere ich Aliens durch das Anwenden von sprachlichen Verhaltensmustern und physischen Merkmalen als Teil der Fremdartigkeit. Ich möchte, dass Ihr, die Leser, den Dialog des Aliens nur durch die Art und Weise wie es diesen spricht und die gelegentlichen, subtilen Gesten erkennt.
Ähm, nein, ich werde Euch nicht verraten, was für ein Alien er ist. Das wäre ein Sicherheitsrisiko und ich müsste die Sturmtruppler antreten lassen. Aber ich setze jeden Trick ein, um ihn echt wirken zu lassen und der Kerl hat eine Menge mit dem er arbeiten kann. Es gibt da einige interessante körperliche Eigenschaften, die ich in die Charakterisierung einbauen will und seine Spezies hat einige Entwicklungen gemacht, die für einen Autoren sehr nützlich sein und recht trickreich eingesetzt werden können. Seine Ausbildung und sein Werdegang spielen auch in seine Sprechweise hinein und das muss ich natürlich ebenfalls berücksichtigen, wenn ich seinen Dialog schreibe.
All das macht die Dialoge für ein Alien zu einer Herausforderung, selbst, wenn sie voll entwickelte Stimmbänder und Münder haben, mit denen sie sprechen können. Eine Spezies, die sich wie Sullustaner in unterirdischen Höhlen entwickelt haben, werden anders auf einen Wüstenplaneten wie Tatooine reagieren, als jemand, dessen Art sich in den Bäumen von Kashyyyk entwickelt hat. Die Sprachen würden auch andere Worte verwenden, auf andere Weise grundlegende Konzepte wie Gut und Böse, Mut und Feigheit, Liebe und Hass ausdrücken. Denkt nur an die Togruntaner, die sich durch die Verbindung ihrer nackten Füße und dem Boden spirituell konzentrieren. Wenn ein Mensch davon sprich im "siebten Himmel" zu sein oder "hohe Erwartungen zu haben", würde ein Togruntaner oder Sullustaner vielleicht sagen, dass er "zum Grund zurückkehrt" oder "höhlenartige Erwartungen" hat.

Das hängt alles davon ab, wo und wie sie aufgewachsen sind... und diese Informationen zu finden, kann recht schwierig sein.
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Donnerstag, 3. September 2009, 00:19

Zitat

Ähm, nein, ich werde Euch nicht verraten, was für ein Alien er ist. Das wäre ein Sicherheitsrisiko und ich müsste die Sturmtruppler antreten lassen.

Hat Frau Bohnhoff damit nicht gerade zugegen das der Holostar kein Mensch ist ?!?
Wenn dem so ist ist das ja das erste mal das wir mal einen kleinen Spoiler (oder wie man das nennen soll) von ihr bekommen haben. (^.^)

mfg M.Bl.
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Sonntag, 6. September 2009, 13:51

Zitat

Original von Mad Blacklord

Zitat

Ähm, nein, ich werde Euch nicht verraten, was für ein Alien er ist. Das wäre ein Sicherheitsrisiko und ich müsste die Sturmtruppler antreten lassen.

Hat Frau Bohnhoff damit nicht gerade zugegen das der Holostar kein Mensch ist ?!?
Wenn dem so ist ist das ja das erste mal das wir mal einen kleinen Spoiler (oder wie man das nennen soll) von ihr bekommen haben. (^.^)


So hab ich das jetz jedenfalls auch verstanden ^^
Wäre mal was anderes wenn der Hauptcharakter kein Mensch ist, kann mich jetz bewusst an keinen SW Roman erinnern wo das der Fall ist (ich spreche vom HAUPTCHARAKTER auf dem das Buch aufbaut, nicht von wichtigen Begleitern etc.).
Jedenfalls freu ich mich wieder mal mehr auf 'Holostar', ist atm ehrlichgesagt mein meist erwarteter SW Roman. Ich freue mich schon auf den nächsten Blogeintrag. Und nochmal vielen dank an die Übersetzung an SWU ;)
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Freitag, 18. September 2009, 21:35

Tagebuch eines Padawan Teil XXVII und XXVIII: Recherchen und Referenzen


Tagebuch eines Padawan Teil XXVII und XXVIII: Recherchen und Referenzen
Freitag, den 18. September 2009 um 21:33 Uhr von Aaron

Lange haben wir die jüngsten Einträge in Maya Kaathryn Bohnhoffs Padawan-Tagebuch ignoriert, aber ganz unter den Tisch fallen lassen, wollen wir sie natürlich auch nicht. Hier also ein Kurzüberblick über die Teile XXVII und XXVIII:

Teil XXVII beschäftigt sich mit den Myriaden an Details, die über das Krieg der Sterne-Universum inzwischen vorliegen und die es entsprechend zu berücksichtigen gilt. Nach einer langen Vorrede über die Vorzüge des Essential Atlas, kommt Bohnhoff auf das eigentliche Thema zu sprechen: Wie geht man als Autor bei der Recherche vor?
Wenn ich schreibe, stelle ich mir zwei Arten von Fragen: 1. gibt es XY und 2. woher bekomme ich Informationen darüber?

Bei einer Frage des ersten Typs, weiß ich häufig gar nicht, wie man dieses XY überhaupt nennt. Wenn mein virtuelles Superduper-Krieg der Sterne-Lexikon nichts ausspuckt, lande ich also bei Wookieepedia oder Google. Dort suche ich dann beispielsweise nach "Handfeuerwaffen" und bekomme Informationen darüber. Aha! Laut Wookieepedia, findet sich auf S. 60 des New Essential Guide to Weapons and Technology mehr zu dem Thema. Damit habe ich einen handfesten Anhaltspunkt und kann nun direkt an die Quelle gehen, um herauszufinden, welche Art von Handfeuerwaffe eine Figur verwenden könnte und was diese Waffe so alles kann. Und ich habe zumindest den Fachbegriff gefunden, unter dem ich im Lexikon etwas finden kann.

Bei einer Frage des zweiten Typs, nehme ich mir direkt den passenden "Guide" und suche nach meinem XY. Gibt es dort nicht genügend Informationen, ist es wiederum das Internet, das mir mehr liefern kann. Häufig taucht bei dieser Suche der Titel eines Romans, Comics oder Videospiels auf, und diese Primärquelle muss ich mir dann möglicherweise besorgen (Himmel hilf, ich muss mir ein Buch kaufen). Es sei denn, ein emsiger und detailorientierter Fan hat mir die Arbeit schon abgenommen... Was sehr wahrscheinlich ist, denn die Menge an Krieg der Sterne-Detailinformationen im Netz ist ehrfurchtgebietend gigantisch.

Und woher weiß ich, ob ich nicht nur Fanphantasien aufsitze? Da bleiben mir zwei Möglichkeiten: Ich kann die Kanonquellen durchgehen, wenn ich erst einmal weiß, um welche es sich handelt. Oder ich kann meinen Lektor oder die Leute bei Lucasfilm fragen und mir die Fakten geben lassen.

Und die Moral von der Geschichte: Spring niemals ohne Rettungsreifen in den großen Ozean des Wissens, denn der ist, was das Erweiterte Krieg der Sterne-Universum angeht, extrem groß.
In Teil XXVIII geht es dann so gar nicht um irgendetwas Holostar- oder Schreibbezogenes, sondern einzig und allein um die Präsenz von Krieg der Sterne in der (hauptsächlich US-amerikanischen) Popkultur. Und die Vorschau auf den nächsten Eintrag lässt den Eindruck aufkommen, diese Holostar-Absenz könnte sich nächste Woche fortsetzen.