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1

Donnerstag, 22. April 2010, 22:46

Warum keine "Gründungs"-Romane?

Hallo zusammmen,

ich hab über die Suche nichts gefunden, deswegen starte ich einfach mal so die Diskussion.

Warum gibt es eigentlich keinerlei Romane zur Gründung des Jedi-Ordens bzw. Sith-Ordens? Ich bin nicht grade der Comic-Fan, deswegen weigere ich mich eigentlich die Jedi-Chroniken Dinger zu lesen. Jedipedia-Artikel sind auch nicht wirklich so reizvoll sondern eher Trocken.In den SWTOR-Spielen erfährt man ja schon ein wenig, aber logischerweise auch nicht alles.
Warum traut sich da kein Autor an die Revan/Malak Story? Warum schreibt niemand über Exar Kun?

Vielleicht bin ich nicht der einzige der die ganzen Geschichten interessant finden würde. Schließlich freue ich mich riesig auf den dritten Bane-Roman, aber davor war doch auch ne ganze Menge interessantes...

Darth Loftus

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2

Donnerstag, 22. April 2010, 23:12

Zitat

Warum gibt es eigentlich keinerlei Romane zur Gründung des Jedi-Ordens bzw. Sith-Ordens? Ich bin nicht grade der Comic-Fan, deswegen weigere ich mich eigentlich die Jedi-Chroniken Dinger zu lesen. Jedipedia-Artikel sind auch nicht wirklich so reizvoll sondern eher Trocken.In den SWTOR-Spielen erfährt man ja schon ein wenig, aber logischerweise auch nicht alles.
Warum traut sich da kein Autor an die Revan/Malak Story? Warum schreibt niemand über Exar Kun?


Ich mache mir Sorgen, daß wenn über noch mehr Epochen aus dem SW-Universum, von noch mehr Autoren, geschrieben wird, der Kanon immer stärker beschädigt wird.
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Darth Stassen

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Lieblingsepisode: Episode III - Die Rache der Sith
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3

Donnerstag, 22. April 2010, 23:16

Das liegt nicht am Autor, sondern auf Seiten von Lucas Licensing bzw. Lucas Books. Wahrscheinlich denkt man dort einfach, dass Romane in diesem Zeitalter nicht genug Geld in die Kassen spülen würden; was ich um ehrlich zu sein verstehe, da die Gründungszeit wohl wirklich nur ein Randgruppeninteresse ist, denke ich. (Bei KotOR siehts wohl anderst aus, wopran es da leigt, keine Ahnung. :pinch: )
Und wenn es kommen würde, wäre da immer noch die Frage, ob wir im deutschsprachigen Raum überhaupt eine Übersetzung bekommen, da die deutschen Verlage auch nochmal schauen, was für diesen Markt rentabel sein könnte.
Egal ob Jedi, Sith, Soldat, Agent, Krimineller oder Mandalorianer
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Darth Stassen« (22. April 2010, 23:22)


J.J. Binks

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4

Freitag, 23. April 2010, 09:47

Also ich will jetzt nicht über KotOR schreiben, aber der Reiz der Revan-Story und folglich dieses ganzen Bioware-Komplexes liegt an der Möglichkeit über die Spiele selbst Teil eines galaktischen Konflikts und ganz eigenen "Kriegs der Sterne" zu werden. In den Prequels und Sequels ist das alles schon ziemlich vorgegeben. Dank der Spiele und deren Erfolge ergibt es sich natürlich von selbst dass der Fokus auf diese Ära gelegt wurde, immerhin will man den Fans (der Spiele wie des EU) etwas bieten (natürlich mit komerziellen Eigeninteresse).

Also SW lebt generell stark von Mythos und gewissen Lücken, die man als Fan selbst schließen soll bzw. es werden immer wieder kleine Details hinzugefügt, womit man sich Charaktere und ihre Hintergrundgeschichten wieder ganz neu ausmalen kann. Es beflügelt die Fantasie. So gesehen würde eine "Revan-Biografie" schlichtweg den Mythos dieses Charakters ruinieren, genauso wie Bücher über die Gründungszeit des Ordens, die Legionen von Lettow und Co. Abgesehen davon dass sich das alles nicht so prächtig verkaufen würde, es würde auch massive Gefühlsaufwallungen auf unserer Seite als Fans hervorrufen, also besser man lässt einiges unbeschrieben.

Nachdem was man so mit TFU erlebt hat als Umsetzung eines "Game-Plots" ist es auch fraglich wie gut ein solches Buch zu KotOR funktioniert hätte. Schließlich würde es Revan aus purer Notwendigkeit die Handlung abzuarbeiten doch nur auf einen holzschnittartigen Charakter reduzieren. Bei Exar Kun liegt das alles schon anders, über den berichten die Jedi Chroniken, er ist ähnlich wie Quinlan Vos ein Charakter der seine Wurzeln in den Comics hat und nur mal in der Jedi Akademie Trilogie einen Auftritt als "böser Geist" findet. Dass es manche "Comic-Charaktere" schaffen von den Comics in die Romane zu gelangen und vielleicht sogar wichtige Rollen einnehmen liegt weniger an einem großen Masterplan sondern personeller Kontinuität, schlichter gesagt, den Autoren. Michael Stackpole etwa hat so die X-Wing Comics in die Romane münden lassen, Timothy Zahn und er haben den Mara Jade Comic mit dem Ysard-Plot und der Thrawn-Trilogie verbunden. Ansonsten sind Comics, Games und Romane fast drei getrennte Welten, nur manchmal schlagen die Schöpfer diverser Charaktere und Handlungslinien eben Brücken wenn sie zwischen den Genres wechseln oder jemand ganz besonders tief in das EU eintaucht bei seinen Recherchen.
"The real sign that someone has become a fanatic is that he completely loses his sense of humor about some important facet of his life. When humor goes, it means he’s lost his perspective."
- Wes Janson

JM-Talon

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5

Freitag, 23. April 2010, 10:30

Wie schon von anderen hier erwähnt: Autoren suchen sich zumindest im Grundsatz in Sachen Star Wars gar nichts aus. Kein Autor kommt im Zweifel daher und schreibt ein Buch zum Thema X, weil er da eine Idee hat. Kann er gar nicht. Lucas Licensing/Lucas Books vergibt eine Lizenz an einen Verlag, der diesen ermächtigt, Bücher zu bestimmten Themen, die abgesprochen werden, veröffentlichen zu dürfen. Der Verlag wiederum stellt dann - erneut in Absprache mit Lucas Licensing/Lucas Books - Autoren ein/beauftragt Autoren, anhand der Vorgaben ein Buch zu schreiben, das dann inhaltlich - erneut - abgestimmt wird, wenn es geschrieben ist...

Warum man eine ganze Reihe von essentiellen Themen wie bspw. die Gründung des Jedi-Ordens etc. nicht thematisiert, ist für meine Begriffe eigentlich recht einleuchtend: weil man sich dann in einem Kernthema festlegt und Mysterium und Freiheit für die Zukunft einschränkt/verhindert bzw. Canon-Ärger vorprogrammiert. Und diese Festlegung würde in einem Medium passieren, das einen vergleichsweise "kleinen Kundenkreis" (ja, ich weiß, dass SW-Bücher in den USA Bestseller sind - trotzdem...) und eine begrenzte Lebenszeit hat gegenüber einem Kinofilm oder aber einer Fernsehserie (gerade auf dem deutschen Buchmarkt verschwinden Romane oft mangels Käufer für eine potentielle Neuauflage schneller, als man bis drei zählen kann, wenn sie erst erschienen sind). Und wenn dann später ein "richtiges Projekt" kommt (ich möchte damit Bücher in keiner Weise schlecht machen), dann besteht das Problem, dass man dann die Festlegungen per Buch über den Haufen wirft/werfen muss. Denn am Ende des Tages erzählt George Lucas dann seine Geschichte, wie er sie zu dem Zeitpunkt sieht. Ohne Rücksicht auf Verluste. ;) Siehe Traviss/TCW/Mando/Klone etc. (müssen wir hier nicht auffrischen). Und dann ist das Geschrei groß. Und von daher denke ich, dass sich Lucas Licensing immer vorbehalten wird, wirklich wichtige Festlegungen im Star-Wars-Universum nicht einem Lizenznehmer zu überlassen.

Dazu kommt als weiterer, im Zweifel schwerer wiegende Grund, dass - wie auch von anderen erwähnt - Star Wars auch vom Mysterium und der Tatsache lebt, dass eben nicht alles "erzählt" wird. Ebenso wenig wie im Märchen nicht immer beschrieben wird, wann und wo die Protagonisten geboren wurden, bevor sie ihre Heldentaten vollbringen und wie sie denn "glücklich bis an ihr Lebensende" gelebt haben, wird das auch nicht in allen Bereichen in Sachen Star Wars gemacht. Die Geschichte von Darth Sidious bleibt bspw. auf George Lucas' Anweisung unerzählt (= wird nicht erfunden) ebenso wie bspw. Yodas Rasse nicht in epischer Breite seziert wird (ebenfalls auf George Lucas' Anweisung).

Mad Blacklord

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Lieblingsepisode: Episode IV - Eine Neue Hoffnung
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Freitag, 23. April 2010, 10:46

Was die Gründung des Sith Ordens, oder bzw des Regel-der-Zwei Ordens angeht wird in der Darth Bane Trilogie erklärt. Sie Bilden eine Brücke zwischen den Filmen und der Alten Republik aus den Comics. Die meisten anderen Sith Orden werden in den Comics behandelt. Die Rusan-Reformen stellen sowieso nur ein einziges großes Retcon dar.

@J.J.Binks
Das Exar Kun sowohl inden TotJ Comics als auch in der Jedi-Academy Trilogie vorkommt liegt daran das sie den selben Autor, Kevin J. Anderson haben.

Zitat


Ansonsten sind Comics, Games und Romane fast drei getrennte Welten, nur manchmal schlagen die Schöpfer diverser Charaktere und Handlungslinien eben Brücken wenn sie zwischen den Genres wechseln oder jemand ganz besonders tief in das EU eintaucht bei seinen Recherchen.

Dem muss ich widersprechen, Bücher, Comics und die Plots von Spielen passen meist wunderbar zusammen. Sie sind auch alle in der selben Canonstufe. Gelegentliche, eher Zeitlichbedingt Widersprüche kommen zwar öfters vor. Aber im großem und ganzen sind aktuelle Comics und Spiele immer konform zueinander und auch auf dem aktuellem Stand zu den Filmen. Der Einzige der aus der Reihe Tanzt ist hier TCW.
Das Gedachte ist nicht immer das Geschriebene, das Geschrieben nicht immer das Gelesene,
das Gelesene nicht immer das Verstandene, das Verstandene nicht immer das Getane!

J.J. Binks

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7

Freitag, 23. April 2010, 11:47

@Mad Blacklord
Das habe ich auch gar nicht in Frage gestellt, aber erzählerisch und von der Charakterauswahl her laufen Games, Comics und Romane oft in etwas unterschiedliche Richtungen, auch weil von den jeweiligen Entwicklerstudios, Dark Horse und Del Rey eben unterschiedliche Prioritäten und Themen gesetzt werden.
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- Wes Janson