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StarWars-Union.de

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Aaron

SWU-Staff

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Lieblingsepisode: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Wohnort: Darmstadt, Dresden, Wien

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31

Montag, 10. August 2009, 14:55

Exkurs:
1. Retcons: Nachträgliche Änderungen bereits bestehender Fakten.
Bsp: Boba Fett war erst nach Episode II nicht mehr Jaster Mereel, Darth Vader erst nach Episode V nicht mehr der Mörder von Lukes Vater, Owen Lars nach Episode II nicht mehr der Bruder von Obi-Wan Kenobi.
2. Kanon: Die festgelegte, offizielle Kontinuität. Bei Widersprüchen zwischen verschiedenen Quellen, entscheidet die Kanonstufe. Oben Filme, dann Fernsehzeugs, dann Bücher, Comics und alles andere, dann Spielestatistiken und ähnliches, ganz unten Fanfiction und anderer Kram. Filme stechen Fernsehprojekte, Fernsehprojekte stechen Bücher, Bücher stechen Spielestatistiken, etc. Auch wenn Vader in einem Spiel also durch seinen geheimen Schüler ersetzt würde oder statt Leia plötzlich Luke auf Alderaan aufgewachsen wäre, würden die Filme das widerlegen und damit die kanonische Variante darstellen.
3. EU: Das Erweiterte Universum, also entweder alles Offizielle jenseits der Filme (also auch Fernsehzeugs) oder aber alles Offizielle jenseits von George Lucas (Fernsehzeugs von Lucas wäre dann also nicht unbedingt EU). Schwammige Sache, wie so vieles.
Exkurs-Ende

Meine Meinung: Kanon ist eine persönliche Sache, und damit ist mir dieses Herumdiskutieren relativ schleierhaft. Aber gut, ich bin ein Sonderfall, für mich endet die Geschichte schließlich punktgenau auf Endor. ;)
You think a little thing like death's gonna slow us down?!
-Han Solo

JM-Talon

Ehren-Yoda

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Lieblingsepisode: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter

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32

Montag, 10. August 2009, 15:00

@ TurTl3:

Retcon: Siehe News von gestern = "nachträgliche Veränderungen von bereits existierenden Fakten"

Steht alles hier im Thread.

Kanon: http://www.starwars-union.de/sw/faq/#sw4

@ RatofDeath:

Danke für das Lob. Sorry, ich meine noch immer, Du bist auf dem falschen Dampfer. Die von Dir zitierte Passage ist lediglich die Begründung, warum sie nicht mehr weiter machen will. Fragen muss ich sie nicht unbedingt, aber wenn Du mir was lieferst, worin sie Deine Version bestätigt (also eine Mail): gern... Sie schreibt über folgende Optionen für die Zukunft: 1) Keine Star-Wars-Bücher mehr schreiben. 2) Damit leben, dass unfertige Projekte immer mal wieder umgeschrieben werden, um sie passend zu machen (Retcons). 3) In Bereichen Star-Wars-Bücher schreiben, wo der Kanon nicht in Bewegung ist ("move across to other SW areas"). Das eigentliche Thema ist aber eh was Anderes: ihr passt offenbar nicht, dass ihre Version der Geschichte über den Haufen geworfen wird und sie hat keine Lust mehr auf Änderungen.

@ Khabarakh:
Das ist die alte Diskussion und sie wird nie enden. Fakt ist, dass es ein kleines Publikum gibt, das im EU zuhause ist. Fakt ist auch, dass es eine große Masse gibt, die das nicht ist. Und Fakt ist, dass George Lucas dass EU nicht kennt und sich auch nicht dafür interessiert. Und Fakt ist, dass ihm der Laden gehört. Und ich bin offen gesagt froh darüber, denn ich teile nicht unbedingt die Ansicht, dass das, was von George Lucas kam nichts taugt, dass aber das, was von bezahlten Autoren kam, besser war... Jedem seine Meinung... Timothy Zahn hat es mal ganz gut gesagt: die Autoren müssen wissen, dass sie in einem fremden Sandkasten spielen und damit leben.

Kleiner Böser Ewok

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Lieblingsepisode: Episode IV - Eine Neue Hoffnung

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33

Montag, 10. August 2009, 15:51

Bei mir hat sich meine Sicht auf SW in den letzten Jahren grundlegend verändert:

Als in den 90er Jahren die ersten neuen Romane, Comics und Spiele herauskamen, fand ich das komplexe und einheitliche SW-Universum so viel besser als das das Star Trek-Universum, in dem die ganzen Romane nicht zum Kanon gehören. Aber dies ist nun schon 10 bis 20 Jahre her und wenn ich die letzten Jahre, gerade hier bei SWU, die Diskussionen darüber wie ein Buch, Comic oder Spiel in den Kanon passen könnte oder eher wieso es gerade NIEMALS passen kann lese, dann halte ich mittlerweile die Star Trek-Lösung für die eindeutig bessere.

Natürlich verleiht der Kanon dem SW-Universum seinen Tiefgang, aber mittlerweile finde ich, dass die ständigen Diskussionen darum den Spass an SW schmälern, wenn nicht sogar zerstören.

Deswegen habe ich mich (durch TFU) dazu entschlossen den Kanon Kanon sein zu lassen und Spiele oder Comics (Romane lese ich kaum) zur reinen Unterhaltung zu nutzen. Dadurch habe ich, mittlerweile, wieder sehr viel mehr Spass an SW.

Wie weit diese endlosen Kanon-Diskussionen gehen können, sieht man ja nun sehr schön an dieser Karen Traviss-Sache.

Ich kann die Frau verstehen. Sie schreibt gemaäss den Vorgaben von Lucas Lizening Romane und bekommt dafür Richtlinen und Rahmeninfos. So bereitet sie eine Reihe von Büchern vor, die miteinander zusammen hängen werden. Doch während sie an diesen Büchern arbeitet, werden die Rahmenbedingungen geändert und sie steht nun vor dem Problem dass das Ende der Geschichte nun so gar nicht mehr in den Kanon passen will. Wie soll sie nun vorgehen? Denn das "falsche" ist das logische Ende ihrer Geschichte...
Mitglied der letzten Stunde!

34

Montag, 10. August 2009, 16:38

Zitat

Original von JM-Talon
Aber wenn Du mir was lieferst, worin sie Deine Version bestätigt (also eine Mail): gern...

Ich werd fragen, ob ich sie hier öffentlich zitieren darf, ansonsten schreib ich dir eine PN.
Reboot im Sinne von, Hard Contact, Triple Zero, True Colors, Order 66 und die beiden Kurzgeschichten werden Infinities. Und Imperial Commando fängt komplett neu an. Kein Darman und Niner in der 501st, kein Skirata auf Keldabe, keine Nulls auf der Suche nach dem Heilmittel, etc. Also dass sie alle Republic Commando Bücher neu schreiben müsste, ob Neuveröffentlichungen von Lucas Licencing gefordert werden würden, ob sich diese Verkaufen werden würden bzw ob diese überhaupt geschrieben werden würden, weiss ich nicht.
Also, kurz gefasst (Ich kann schlecht Dinge erklären :(): Reboot im Sinne von Republic Commando müsste komplett neu geschrieben werden, damit es zum aktuellen, veränderten, Canon passt. Und Karen dachte halt darüber nach, ob dies vielleicht eine Möglichkeit wäre.

Zitat

Das eigentliche Thema ist aber eh was Anderes: ihr passt offenbar nicht, dass ihre Version der Geschichte über den Haufen geworfen wird und sie hat keine Lust mehr auf Änderungen.

Einverstanden. Du hast damit das Thema ziemlich konkret auf den Punkt gebracht.
Deswegen finde ich an der ganzen Sache auch eher traurig, dass sie das Handtuch wirft, und es nicht trotzdem versucht. Wobei ich sie, wie gesagt, durchaus verstehen kann.

Zitat

Timothy Zahn hat es mal ganz gut gesagt: die Autoren müssen wissen, dass sie in einem fremden Sandkasten spielen und damit leben.

Hat Karen selbst auch so gesagt. Nur halt, dass es ihr schwerfällt, damit leben zu können. Sie wisse, dass man als tie-in Autor sich nicht emotional an die Werke binden sollte, aber sie hat dies trotzdem getan, weswegen wir jetzt wohl auch dieses Drama haben.


Bezüglich des Visual Guides: "Meine" Buchhandlung bekommt ihn erst nächste Woche rein, bla, dabei bin ich jetzt ziemlich neugierig, was so verbockt wird.
"No lesson is truly learned until it has been purchased with pain" - Vergere

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »RatofDeath« (10. August 2009, 16:39)


Mad Blacklord

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Lieblingsepisode: Episode IV - Eine Neue Hoffnung
Episode V - Das Imperium schlägt zurück

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35

Montag, 10. August 2009, 16:48

In letzter Zeit verändert sich das Star Wars Universium in sehr großen Schritten. Und langsam habe ich das Gefühl das bald wirklich George Lucas Aussage wahr wird dass das gesamte EU in einer Art Paralleluniversum spielen wird. Mit verschieden Universum die sich dann nach Zeit und Art der Publikation ordnen und wann sie erschienen sind.
Und davor habe ich angst das dies in ein paar Jahren wirklich mal so ablaufen wird.
Es mag ja gut und schön sein das George Lucas nur wenig bis nichts vom EU hält. Und auch die Sache so sieht dass die Filme nur die Basis fürs EU sind. Aber dann soll er auch die EU Schauplätze nicht in seine/r neuen Serie/n aufgreifen und so den bestehenden Kanon verändern. Da muss ich RatofDeath und auch anderen einfach Zustimmen. Auf diese weise erreicht er wohl wirklich nur dass die Kontinuität verloren geht. Was gar nicht notwendig ist. Weil Mandalorianer werden in den Filmen selbst nie erwähnt und auch nicht das Boba ein solcher ist, auch von Jango wird nur gesagt das er Kopfgeldjäger ist. Und wenn jetzt George Lucas, Filoni und andere diese Mandalorianer einbauen dann sollten sie in dieser Hinsicht das EU achten und den bestehenden Canon einhalten und nicht so verändern das ihnen die Autoren davonlaufen. Dann lieber eine neue Rasse, Kult oder Planeten Gründen. Wie Beispielsweise die Death Watch welche ja auch irgendwie Mandalorianer sind aber sich von den richtigen Mandos losgesagt haben.

Was Boba Fett angeht so ist dieser Charakter aber nunmal ein Charakter der von George Lucas erschaffen wurde und er hat ihn in der Sarlac Grube sterben lassen. Im EU lebt er trotzdem weiter. Im EU war er Marel, in den Filmen ein Klon eines Kopfgeldjägers.
Das EU hat eine komplexe Geschichte über diesen Charakter aufgebaut. Eine Geschichte die mehr als einmal umgeschrieben wurde. Wenn jetzt aber gleichzeit zwei Geschichten geplant werden die den selben Charakter unterschiedlich beschreiben. So muss nun einmal der Autor der geringeren Instanz weichen und sein unveröffentlichtes Buch umschreiben damit es zu der neuen Geschichte der Serie passt.
Wenn nun dass der Beweggrund für Traviss ausscheiden sein sollte. Was man aber jetzt noch nicht eindeutig sagen kann. So scheint mir Karen nur aus trotz ausgetreten zu sein.
Wenn es aber so sein sollte das in der Serie nun die gesamten Hintergründe ihrer Bücher umgestellt werden, nicht nur der eines Charakters, sondern so ziemlich aller, besonders der der Mandalorianer. (Welche ja Karen Traviss besonders liebt.) Ist es verständlich, und schon fast Rechtmassig, das Sie nicht mehr für solche Leute schreiben will.
So sehe ich das jedenfalls.

mfg M.Bl.
Das Gedachte ist nicht immer das Geschriebene, das Geschrieben nicht immer das Gelesene,
das Gelesene nicht immer das Verstandene, das Verstandene nicht immer das Getane!

OhSeven

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Lieblingsepisode: Episode III - Die Rache der Sith

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36

Montag, 10. August 2009, 16:49

Su'cuy und Hi!

Ich finde es gut, dass Bücher, Comics...zum Kanon gehören, da die Filme alleine irgendwie unvollständig wären. Natürlich kann GL alles nach Belieben verändern, denn ihm gehört das Star Wars-Universum (wie JM-Talon bereits in seiner Kolumne geschrieben hat).Meist sind diese Änderungen nur gering und man nimmt sie hin. Die aktuelle Sache mit Karen Traviss trifft mich mehr, weil sie zu meinen drei Favouriten unter den Autoren zählt und RC meine absolute lieblings Buchserie ist. Andere sehen es eher positiv, dass sie sich von SW abwendet. Ich denke das genau die Tatsache, dass sie polarisiert, sie zu einer guten Autorin macht. Gerade mit den Mandaloreanern hat sie die Fangemeinde gespalten. Viele haben ihre Mandophilie mit der Zeit nicht mehr gemocht, ich fand ihr Mando-Engagement gut, aber über Geschmack lässt sich nicht streiten. Egal, was TCW zeigen wird, muss man es hinnehmen da es Kanon ist. Außer man entscheidet für sich persönlich, dass für einen das EU gilt, allerdings hat dies Meinung in der Öffentlichkeit kaum mehr Bedeutung, wie JM-Talon in seinem Chewbacca, Mon Mothma Beispiel gezeigt hat.

Jetzt würde mich nur noch brennent interessieren was in diesem Visual Guide steht!
07: Peng - Du bist tot!

Wer zuletzt kommt, kommt als letzter 8)!!

Yavarin

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Beiträge: 14

Wohnort: Komme vom Planet Dudweiler im Saarland-System

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37

Montag, 10. August 2009, 17:08

Also ich kann mich da unserem kleinen bösen Ewok nur anschließen.
Unser Expanded Universe ist mittlerweile so groß geworden das man kaum noch durchblicken kann. Sieht man da nur The Force Unleashed oder RC Order 66.
Es werden so viele Widersprüche aufgerufen und Zeitabläufe nicht eingehalten das es echt lästig wird.

Nehmen wir doch nur mal die ganzen Geschichten über Luke, Han und Leia. Also die Comics mit eingeschlossen. Die haben soviel zu tun, so viele Schlachten zuschlagen in der kurzen Zeit die ihnen laut Kanon zur verfühgungsteht, das wenn sie ohne auf den weg zum Klo nicht mindestens ein Obermotz umlegen nicht mal dort ankommen würden.

Ich weis echt nicht mehr wo dass alles hinführen soll. Vor ein paar Jahren waren wir Fans froh wenn wir mal ein Buch im Jahr neu dazu bekommen haben. Heute werden die am Fließband gemacht. Ich Lese echt gerne die SW Bücher und habe auch fast alle deutschsprachigen Romane bei mir im Regal stehen, aber wenn ich jetzt solche Reihen wie Legacy of the Force lese wo einfach zu viele Autoren an einem Thema schreiben und alles aus unterschiedlichen Richtungen und Motiven erzählen, wird das einfach nix mehr. Ich warte dann Lieber einige Jahre das ein Autor seine Geschichte erzählt, wie Michael Stackpole mit seiner X-Wing Reihe als ein bunt zusammen gemischter Haufen der am Ende sich doch nicht einig wird.

SW ist einfach zu groß geworden, besonders in der Zeit der Klonkriege und zwischen EP IV bis VI.
Sollen Lucas Books doch mal mehr zu der zeit um KOTOR, Nomi Sunrider oder Darth Bane raus bringen. Da hätten wir fast 4000 Jahre freie entfalltung für jeden Schreiberling.

Aber wahrscheinlich bringt das nicht genügend Geld ein, da die Kidz nur CW kennen und das jetzt geschröpft werden muss bis zum austrocknen.
Genug gemeckert ich liebe SW immer noch und das wird sich so schnell auch nicht ändern.
Who is the more foolish, the fool or the fool who follows him. :ben

Reelo Baruk

unregistriert

38

Montag, 10. August 2009, 17:15

Mad Blacklord hat es schon sehr gut formuliert, weswegen ich mir schonmal einen Großteil an Text sparen kann :)
Ich persönlich kann über diese Canon-Abweichungen nicht hinweg sehen, kleine Abweichungen kann man natürlich nicht vermeiden, aber langsam nimmt es zu große Ausmaße an wie ich finde. Eben da alles nur Fantasie und somit frei erfunden ist, sollte es doch gut möglich sein alles einigermaßen passend hinzubiegen. Canon und nicht Canon sind zwar schon ewig eine Diskussion, aber wenn ich überlege was noch alles an Serien von GL kommen soll kriege ich schon Angst.

Der Tag wird kommen, an dem George Lucas zu Gunsten einer Kinderserie sogar Thrawn kaputt machen wird! *übertreib*

39

Montag, 10. August 2009, 19:05

Diese "Kolumne" hilft einem ein bisschen eher nachzuvollziehen was hinter dem ganzen steckt, aber im Ernst: Lucas scheint den lizensierten SW-Büchern (mit denen ER schließlich auch Geld verdient) keinen höheren Stellenwert zu geben als irgendeiner dahergelaufenen Fanfiction. Vergleicht man mal, wie die einzelnen Autoren aufeinander aufbauen und wie Lucas anschließend alles auf einmal in Grund und Boden schreibt ist schon erschütternd. Es ist ja nicht so, als ob Traviss das Ganze mit Mandalore als Dschungelplaneten selber erfunden hatte, schon vor vielen Jahren wurde es schließlich bereits von anderen Autoren in Büchern und Comics so beschrieben und gezeigt und später konnte man es sogar noch im Empire at War - FoC Addon so sehen. In LotF hat sie auf den "alten" Jango- und Boba Fett-Büchern und Comics die im Anschluss an Episode II entstanden sind, auf allen möglichen anderen Klonkriegsromanen und -Comis und sogar Handlungsteilen aus Battlefront II aufgebaut, wiederum ihre Ideen der Mandalorianer sowie der mandalorianischen Sprache wurden in den Kotor-Comics aufgegriffen. Im EU läuft also alles super und kaum mischt sich Lucas ein, schon bricht alles zusammen. Klar, Lucas hat das Ganze erfunden und hat das Recht daraus zu machen was ihm am liebsten ist, aber wie wär's denn dann mal wenn du dich mit deinen Autoren so absprichst wie die das selbständig untereinander auch tun anstatt sie einfach mal machen zu lassen und einige Jahre und Dutzende Bücher später alles für falsch zu erklären, lieber Gottvater? Und wenn du dafür zu faul bist, dann könntest du vielleicht wenigstens auch zu faul sein das alles neu zu erfinden und statt dessen die Ideen deiner offenbar für dich wertlosen Autoren verwenden statt sie einfach zu ignorieren? Will sagen, wenn Lucas eine bestimmte Vorstellung von Mandalore und Boba Fett im Vornherein hatte und ihm die von Traviss nicht passt, hätte er das mit ihr nicht abklären können BEVOR sie die Bücher geschrieben hat? Und kommt mir jetzt nicht mit "Er hat keine Zeit auf alle Bücher aufzupassen die da geschrieben werden", die Autoren schreiben sehr viel tiefgängigere Geschichten als er und es gelingt ihnen trotzdem sich nicht gegenseitig so immens zu widersprechen.

Es hätte so perfekt sein können wenn sie das Mandalore des bisherigen EU behalten und in der Serie visualisiert hätten, mit Traviss' Unterstützung oder sonstwem aus dem Bereich...

EDIT:
Ich will noch hinzufügen dass ich hoffe, dass Traviss in ihren letzten beiden Büchern sich nicht von der Kanonänderung stören lässt und weiterschreibt als hätte es nie TCW sondern nur ihre Bücher gegeben. Aber davon gehe ich mal aus. Außerdem bin ich froh, dass sie nicht zu einem kompletten Neuanfang bereit war.
Verd ori'shya beskar'gam - Ein Krieger ist mehr als seine Rüstung.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Fordo K« (10. August 2009, 19:13)


40

Montag, 10. August 2009, 19:27

Mal abgesehen davon das dieses "Blut und Ehre" Geschwafel in den RC Büchern mir auf den Geist ging, verstehe ich das Problem von Traviss nicht. :thinking:
Wenn die Geschichte gut ist, dann ist es auch vollkommen unwichtig ob Orte etc im Buch anders beschrieben werden als in einer TV-Trickserie. :!:

PS: Und diese Kanondiskussionen ist sowieso etwas für Nerds. :nerd
Liberate tute me ex inferis.

JM-Talon

Ehren-Yoda

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Lieblingsepisode: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter

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41

Montag, 10. August 2009, 19:30

Erstmal ein riesiges Dankeschön für die Kommentare hier. Ich weiß, dass das Thema für viele nicht so leicht ist - trotzdem ist fast alles wohlüberlegt und sachlich. Finde ich toll!

Ich denke, es ist nicht ganz richtig - oder besser gesagt nicht ganz genau - wenn man sagt, George Lucas gibt einen Dreck auf das EU etc. Oder dass er das EU nicht mag etc.

Es ist einfach so, dass er mit dem EU insofern nichts am Hut hat, weil er es nicht kennt. Und er macht keinen Hehl daraus, dass er einiges von dem, was er kennt, nicht unbedingt mag. Von daher ist es auch immer etwas seltsam, wenn Fans beispielsweise Serieninhalte mit "Hintergrundinformationen" aus dem EU erklären. Der Vergleich hinkt - Hintergrundinfos wären es nur, wenn die Macher der Serie sie in Betracht gezogen hätten. Das wird zwar auch getan - aber nicht immer. George Lucas lässt die Autoren und seine Leute in Sachen EU machen - bis zu einer Grenze: er lässt sich von ihnen nichts sagen. Er tut das, was er möchte und will sich nicht behindern lassen von dem, was wir EU nennen. Ich denke, es ist richtig. Zunächst einmal wurde schon wiederholt herausgestellt, dass es auch innerhalb des EU Widersprüche ohne Ende gibt und davon abgesehen: selbst wenn er alles gemäß EU handhaben würde - es würde nicht funktionieren. Klar, für die Personen, welche die Serie sehen UND die Bücher gelesen haben, würde alles einen Sinn ergeben. Für die restlichen 99% der Zuschauer nicht. Da muss er und da müssen seine Autoren fesselnde Geschichten erzählen, die ins Format passen und alles, was sie daran hindert, muss zur Not weg. Auch bestehende Bücher. Denn es läuft nicht, wenn man jemandem sag: lies erst die 24 Bücher und dann verstehst Du auch die Serie... Ich weiß, es ist von mir jetzt ziemlich "übertrieben" formuliert...

Wenn ich ein Buch lese, das von irgendeinem Autor kommt und wo Star Wars draufsteht, dann kann ich das tun und es genießen. Ich kann mich freuen usw. usw. Es mag ein tolles Buch sein usw. Aber es ist nicht Gesetz. Es ist nicht die Bibel. Und es kann irgendwann mal überholt sein. Wenn ich damit nicht leben kann, dann hat meine Kollegin von ClubJade.net leider recht: Finger weg von den Büchern! Falsches Franchise! Pech gehabt!

Die Bücher zu Star Wars sind nicht für die Ewigkeit. Auch aus dem Grund, weil sie nach 10-20 Jahren vergriffen sind (weil sie keiner mehr kauft und Neuauflagen uninteressant sind) und die nächste Generation Fans gar nicht weiß, was in ihnen steht. Das tut weh und ist in einigen Fällen sehr, sehr schade. Aber das ist nicht zu ändern. In einigen Jahren werden wir an einem Punkt sein, dass ein Normalsterblicher bald gar nicht mehr alle Bücher lesen kann, so viele sind es. Alle paar Wochen erreichen uns "verzweifelte" Mails von neuen Fans, die gern anfangen würden, Bücher zu lesen, aber nicht wissen wie und wo. Ich sage immer dasselbe: einfach anfangen mit Büchern, die interessant erscheinen und ansprechend sind. "Chronologisch" alles zu lesen etc., das schaffen nur noch die wenigsten. Mal abgesehen davon, dass es so etwas wie "Chronologie" de facto auch nicht gibt: ständig erscheint in allen möglichen Epochen etwas...

Wer sich über die Bücher freuen kann, ohne die Auffassung zu vertreten, hier in der Bibel zu lesen oder in einem Gesetzbuch, dem bietet das EU einen wahren Schatz, was den Umfang angeht. Ich kann meiner Kollegin von ClubJade.net nur beipflichten und es in eigene Worte fassen: wird ein Buch im Nachhinein schlechter, wenn sich etwas ändert?

Vergleichbare Situationen gibt es in vielen Franchises - Batman beispielsweise. Buffy hat es im Urban Dictionary sogar zu einem Eintrag hin geschafft: "Jossed" (siehe Kolumne). In Sachen Star Trek haben wir beim neuesten Film auch so einiges Geschrei hören können.

Ich denke, wir müssen solche Dinge einfach etwas lockerer nehmen...

Zitat

Original von Fordo K

Ich will noch hinzufügen dass ich hoffe, dass Traviss in ihren letzten beiden Büchern sich nicht von der Kanonänderung stören lässt und weiterschreibt als hätte es nie TCW sondern nur ihre Bücher gegeben. Aber davon gehe ich mal aus. Außerdem bin ich froh, dass sie nicht zu einem kompletten Neuanfang bereit war.


Das wird sie nicht dürfen. Die Autoren haben sich an den Vorgaben von Lucas Licensing zu halten. Wenn also bekannt wird, dass George Lucas in der Serie etwas anders handhabt, dann ist das Gesetz, was zukünftige Publikationen angeht. Siehe ihren Blogeintrag: sie wurde im Januar informiert und nun hat sie entweder alles umzuschreiben (=Retcon) oder aber sie kann die Bücher komplett sein lassen.

42

Montag, 10. August 2009, 19:47

Als Beispiel: "Der Kristallstern" existiert in meinem persönlichen Kanon einfach nicht, ich hab das Buch gelesen, für nicht gut befunden und aus meiner Erinnerung versucht zu streichen ^^
Es gibt noch weitere Tatsachen die ich einfach ignoriere.

Wem Änderungen am Kanon nicht passen, muss sie für sich selbst nicht annehmen.

Khabarakh

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43

Montag, 10. August 2009, 20:30

Zitat

Und langsam habe ich das Gefühl das bald wirklich George Lucas Aussage wahr wird dass das gesamte EU in einer Art Paralleluniversum spielen wird.


Ich fände das nicht verkehrt. Man hätte 2 Storyuniversen, eine von GL himself und eine, die von den Lizenzautoren entwickelt wird. Beide hätten als Ursprung oder Gabelungspunkt die OT oder meinetwegen auch alle 6 Filme, wenns denn sein muss. Auf dieser Basis hätte man wunderbar ein in sich geschlossenes, (bis auf kleine Fehler, die bei Projekten dieser Größe zwangsläufig auftreten) konsistentes "Papier"universum und ein visuelles Universum mit den Filmen, Serien etc.
Überschneidungen können da gern auftreten, das Problem zur Zeit besteht ja darin, dass im Papier-EU Dinge entwickelt wurden, die dann in den Filmen/Serien umgeschrieben wurden, und die DARAUFHIN in neueren Büchern/Comics anstatt der "Papier"-Version weiterverwendet wurden.
Problematisch ist halt, dass das EU mittlerweile wirklich groß und unglaublich detailliert geworden ist (gibt es andere Franchises, die diesen Umfang erreichen?), und dass die aus den Filmen übernommenen Änderungen mittlerweile auch weit verbreitet sind und darauf auch schon wieder aufgebaut wurde.

Nur muss GL sich da mal entscheiden. Die bisherige Linie führt jedenfalls bei den Fans, die alle Medien und Storys mitnehmen, zunehmend zu Unmut. Und sieht man sich die Verkaufszahlen der einzelnen Titel an, kann das nicht nur eine Minderheit sein. Ich jedenfalls wurde schon mehrfach von irritierten Gelegenheitslesern und Neueinsteigern aus meinem Bekanntenkreis auf diverse Unstimmigkeiten angesprochen (Bobas Vorgeschichte ist hier ganz weit vorn...). Und ich rede hier nicht von den Jugendlichen, die gerade das Lesen gelernt haben, sondern von Leuten, die die OT damals auf der großen Leinwand gesehen haben und sich seitdem nicht mehr oder nur sporadisch mit Star Wars beschäftigt haben.

Zitat

"Der Kristallstern" existiert in meinem persönlichen Kanon einfach nicht

Okay, bis auf die Callista-Story und Nyax in der NJO fällt mir da auch nicht wirklich etwas ein, was später groß weiterverwendet wurde. Die anderen Autoren haben da wohl nachvollziehbar ähnlich geurteilt :)
Lese gerade: 501st
Bibliothek: 160 Romane, 38 Comicbücher, 16 Sachbücher, div. Hefte + Magazine
We will die before we surrender!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Khabarakh« (10. August 2009, 20:33)


44

Montag, 10. August 2009, 20:52

Zitat

Original von Khabarakh

Zitat

Und langsam habe ich das Gefühl das bald wirklich George Lucas Aussage wahr wird dass das gesamte EU in einer Art Paralleluniversum spielen wird.


Ich fände das nicht verkehrt. Man hätte 2 Storyuniversen, eine von GL himself und eine, die von den Lizenzautoren entwickelt wird.

Genau das würde ich mir sogar wünschen da Lucas keine Anstalten macht die Existenz des EUs zu berücksichtigen, aber er wiederum erlaubt den Autoren nicht später etwas zu schreiben was IHM widerspricht - wenn ich Imperial Commando lese würden mich Unstimmigkeiten mit den früheren Büchern sehr viel mehr stören als Unstimmigkeiten mit TCW.

Zitat

Original von JM-Talon

Zitat

Original von Fordo K
Ich will noch hinzufügen dass ich hoffe, dass Traviss in ihren letzten beiden Büchern sich nicht von der Kanonänderung stören lässt und weiterschreibt als hätte es nie TCW sondern nur ihre Bücher gegeben. Aber davon gehe ich mal aus. Außerdem bin ich froh, dass sie nicht zu einem kompletten Neuanfang bereit war.

Das wird sie nicht dürfen. Die Autoren haben sich an den Vorgaben von Lucas Licensing zu halten. Wenn also bekannt wird, dass George Lucas in der Serie etwas anders handhabt, dann ist das Gesetz, was zukünftige Publikationen angeht. Siehe ihren Blogeintrag: sie wurde im Januar informiert und nun hat sie entweder alles umzuschreiben (=Retcon) oder aber sie kann die Bücher komplett sein lassen.

Aber ich dachte, eben weil sie sich später nach der Serie richten müsste will sie nach Imperial Commando 2 aufhören? Daraus lässt sich doch schließen dass die noch veröffentlichten Bücher unberührt bleiben?
Verd ori'shya beskar'gam - Ein Krieger ist mehr als seine Rüstung.

Jagged Fel

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45

Montag, 10. August 2009, 21:07

Also ich muss sagen, ich gehöre ebenfalls zu den EU-Fanatikern. Allerdings gehöre ich nicht zu den Leuten die George Lucas verurteilen, weil er seine Ideen umsetzen möchte, das möchte ich im vorhinein klarstellen ;)
Ein bisschen Kritik kann er denke ich dennoch vertragen (um mit dem "Meckern" anzufangen):
Da für George Lucas ja die FIlme und Serien oberste Priorität haben (was ja auch durchaus angebracht und sinnvoll ist!!) wäre es doch schlichtweg am einfachsten (wie auch schon zuvor von Anderen erwähnt) das EU nicht zu beachten bzw. ihm aus dem Weg zu gehen. Ein kleines Problem dabei könnte sein, dass viele Dinge, die im EU ausgebreitet wurden, ihren Ursprung in Konzeptzeichnungen und Vorüberlegungen für die Filme haben. So kann es beispielsweise für einen der Filme im Ursprung eine Handlung auf Ryloth gegeben haben, welche dann allerdings nicht umgesetzt wurde. George Lucas möchte jetzt (verständlicher Weise) diese Idee erneut aufgreifen und sie in seinem Sinne ausarbeiten. Aber ich denke, dass man für soetwas auch eine gute Lösung finden kann. naja...


Nun also zu meinem eigentlichen Anliegen:
Wie bereits oben Erwähnt, gehöre auch ich ein Stück weit zu den EU-Fanatikern. Ich möchte einfach alles so gut wie möglich unter einen Hut bringen, einfach desshalb, weil ich das Star Wars Universum einfach so absolut genial finde! Ich bin einer der Leute, die versuchen alle aufkommenden Fragen innerhalb des Star Wars Universums zu klären und logische und sinnvolle Antworten zu finden (und Fragen nicht eifnach mit: "...weil GL das so wollte und dadurch die Spannung gesteigert wird!" beantworten will). Für mich ist ist Star Wars zu einem großen Teil Herzenssache und ich finde es einfach unglaublich schade, wenn bestehende Kontinuität durcheinandergewirbelt wird, vor allem wenn es auch andere Wege gibt. Doch es ist nunmal die Welt der George Lucas und daran ist nichts zu rütteln.
Um für mich selbst eine vertretbare Lösung und einen Mittelweg (was meiner Meinung nach die einzige Lösung in dieser Disskusion ist: ein Kompromiss) zu finden habe ich folgenden Leitgedanken entwickelt:

Wir alle kennen den Satz: Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis...
Meistens liegt die Betonung in diesem allerseits bekannten Satz auf dem "weit, weit entfernt". Doch meiner meinung ist der vordere Teil ebenso entscheidend:
"Es WAR einmal VOR LANGER ZEIT"
Dies bedeutet, dass sich die Star Wars-Geschichte in all ihren Facetten, sei es die KorOR-Zeit, die Ära der alten Republik, des Imperiums, oder die Post-Imperiale Zeit oder welche auch immer, in der Vergangenheit abgespielt hat. Dazu noch in einer Vergangenheit die weit VOR der Zeit des Erzählers liegt.
Wenn man diesen Gedanken weiterdenkt, kommt man zu dem Schluss, dass der Erzähler (achtung: der ERZÄHLER, nicht der Autor!!!!!) irgendwelche grundlegenden Informationen für das erzählen seiner Geschichte hat. Diese Informationen müssen aus Chroniken und anderen Erzählungen über diese Zeit stammen. Und ebenso wie bei uns auf der Erde, Stimmen diese Chroniken und Erzählungen nicht immer überein, sind veraltet oder schlichtweg falsch. Und ebenso wie bei uns auf der Erde dürfte es in der weit weit entfernte Galaxis äußerst schwer sein, diese Chroniken und erzählungen hinsichtlich wahr oder falsch zu überprüfen. Daher ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass unterschiedliche Versionen einer Geschichte existieren, erst recht wenn man eine so von Wirren gekennzeichnete Zeit wie die Klonkriege zur hand nimmt. Dementsprechend sind die Ungereimtheiten innerhalb der Kontinuität durch unklare oder unterschiedliche Überlieferungen INNERHALB des Star Wars Universums zu erklären.

Ich hoffe ihr konntet mir alle folgen, denn cih neige oft dazu mich in sehr komplizierten Erklärungen zu verlieren. Wer Fragen zu meinem Umgang mit dem Problem hat möge sich bitte (hier oder per PM) melden. Ich möchte auchnoch hinzufügen, dass diese "Methode" für mich nur der "Letztmögliche Schritt zur Ausräumung von Ungereimtheiten" ist.
Also...wer mich verstanden hat, den segne der Herr! Allen anderen wünsche ich dass sie es irgendwann verstehen. Kommentare sind gern gesehn, Kritik kann ich auch vertragen...und JA, ich weiß, dass ich mich ien bisschen extrem in die Sache hineinsteigere, aber da hängt wirklich ein Teil meines Herzens dran ^^ ...Fan halt..:rolleyes:

MfG
Euer
Jag
Die Macht mag keine helle und keine dunkle Seite haben, wir aber schon ! Wir müssen uns nur entscheiden!
STAR WARS-UNION 4 LIFE! Ihr seid die BESTEN!
Für alle Star Wars Battlefront Begeisterten: Tactical War Association - N-11 Ordo'Lead{...}

46

Montag, 10. August 2009, 23:13

Hi,

kann mich in gewissem Umfang meinem Vorredner anschließen. Auch was weiter oben schon jemand meinte spielt für mich eine große Rolle. Star Wars hat mittlerweile eine gigantische Größe erreicht und ich wundere mich seit einiger Zeit wie gut das ganze noch abläuft. Viele Bücher greifen ineinander und eine grundsätzliche Kontinuität (von 25000 Jahren vor den Filmen bis 130 danach) ist gegeben. Das bei einer derart großen und ausführlichen Geschichte einzelne Teile nicht übereinstimmen.......egal oder? Ich lese gerne die Bücher und kann behaupten alle in Deutschland erschienenen plus einige Englische Bücher gelesen zu haben.
Jetzt frag mich aber mal nach der genauen Handlung von Einzelbüchern. Da habe ich doch gar keine genaue Vorstellung mehr von einem Buch was ich vor 10 Jahren gelesen habe. Geschweige denn von allen Comics....Die wirklich "wichtigen" und entscheidenden Randbausteine der Star Wars Geschichte, die Teile die man in einer sagen wir halbstündigen Zusammenfassung erzählen könnte,sind doch identisch. Wieviele Ungereimtheiten würden einem erst gar nicht auffallen, wenn nicht hunderte Leute gemeinsam suchen würden.

Und wenn die Ideen einer Autorin über den Haufen geworfen werden und sie dann keinen Bock mehr hat ist das halt so. Auch wenn sie gute Bücher schreibt.
Zu dem Thema habe ich allerdings auch noch immer nicht gerafft was eigentlich für sie das Problem ist. Vielleicht klärt mich einer etwas genauer auf....

Cheers....

JM-Talon

Ehren-Yoda

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47

Dienstag, 11. August 2009, 08:48

Zitat

Original von Fordo K
Aber ich dachte, eben weil sie sich später nach der Serie richten müsste will sie nach Imperial Commando 2 aufhören? Daraus lässt sich doch schließen dass die noch [nicht] veröffentlichten Bücher unberührt bleiben?


Lange Rede, kurzer Sinn:
Variante 1: IC 2 stimmt überein mit TCW - keine Änderungen nötig
Variante 2: IC 2 stimmt nicht überein -> Retcon

@ xChewiex:
Sie schreibt es in ihrem Beitrag. Vorgeblich Zeitgründe: sie hätte keine Zeit, ständig Dinge umzuschreiben. Das gefährde ihre anderen Projekte, mit denen sie mehr Geld verdient als mit Star Wars, so ihre Aussage. Vielleicht ist sie aber auch einfach eingeschnappt, dass ihre "Hintergrundgeschichten" zu Klump verarbeitet wurden... ;)

@ Khabarakh:
GL wird sich nicht entscheiden, weil GL das EU nicht kennt und er sich nicht dafür interessiert. Nicht, weil er was dagegen hat, sondern weil es einfach so ist. Seine Aussagen sind bekannt: nicht meine Welt. Auf der anderen Seite hat er aber auch kein Problem damit, dass es Leute gibt, welche zum Thema Star Wars schreiben. Nicht mehr und nicht weniger... Die Alternative wäre höchstens, wenn er verbieten würde, dass Bücher erscheinen... Das wäre sowohl kommerziell als auch für die vielen Buchliebhaber nicht intelligent. Seine Leute sind wohl eher das Problem: sie versuchen es den EU-Liebhabern ständig recht zu machen, indem sie alles erklären/biegen etc., so dass vorgeblich die Dinge zueinander passen. Aber es gibt halt irgendwann Reibungsverluste. So wie jetzt. Ich fände es manchmal besser, wenn einfach offen gesagt würde, dass das alles keine Gesetzbücher sind und auch nicht die Bibel: es sind nette Geschichten, die unterhalten und hoffentlich gute Bücher sind. Mehr nicht. Ich denke, das Hauptproblem sind eher Fans, die den Leseinput wollen - in der Masse, wie es ihn gibt - und dann irgendwann später nicht damit leben können, wenn - auch bedingt durch diese Masse - "größere Projekte" wie aktuell die Fernsehserien dafür sorgen, dass ein Buch inhaltlich nicht mehr zum Rest passt.

Man darf das alles nicht so ernst nehmen. moses hat es etwas hart gesagt hier im Thread, aber ich habe heimlich nicht ganz viel anders gedacht. Star Wars ist eine Saga mit Märchencharakter - so ist es von George Lucas intendiert. Daher der aus Märchen geborgte und leicht abgewandelte Satz "Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit ...". Siehe Robot Chicken und die Szene, wo der "Fan" auf der Con vor George Lucas springt und ihn mit seltsamen Fragen tyrannisiert und welcher dann verzweifelt flüchtet. Das ist lustig und jeder Fan kann darüber lachen - aber es gibt einen Hintergrund dafür... ;) Einen Teil davon diskutieren wir hier gerade. Ist auch in Ordnung, wenn man Spaß daran hat, alles auf den OP-Tisch zu legen und zu sezieren usw. Wie gesagt: wir haben ja selbst ein Lexikon - warum auch nicht? Nur muss man damit leben, dass man - wenn es macht - akzeptieren muss, dass Dinge sich ändern können. Mal abgesehen davon, dass das EU im Kern auch so voller Widersprüche steckt...

So, bin eigentlich im Urlaub und verabschiede mich daher erstmal aus der Diskussion. Viel Spaß noch und "haltet die Ohren steif"!

TurTl3

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48

Dienstag, 11. August 2009, 10:46

Huhu

erstmal Danke für die gute Aufklärung.

Also ich habe die Filem natürlich gesehen und TCW S01 und auch die Animated Serie. Dazu bin ich großer Fan der Bücher (keine Comics) und versuche mich da gerade mehr oder weniger chronologisch durchzulesen.
Bei dieser Diskussion ist mir aufgefallen, dass die PC/Konsolenspiele, von der Story her kaum Beachtung bei mir finden, ob sie im Kanon sind oder nicht und ich gehöre wohl eher zu den Leuten die die Bücher als "bestehenden Kanon" ansehen, daher hatte ich letztens auch das Problem bei einem Buch und einer Folge von TCW. Aber selbst das konnte man mir dann plausibel erklären, dass es doch noch passte.
Wenn GL sagt, dass das EU nen parralleles Universum sei, dann sehe ich das eher anders, all die Serien sehe ich eher als PU die nicht ganz in meine Büchersammlung passen.
Ich finde, jeder muss für sich selbst entscheiden in wie weit er/sie über Retcons etc hinwegsehen kann oder eben nicht. Bei einem Autor/in ist es natürlich etwas ganz anderes. Da steckt viel mehr persönliches hinter. daher kann ich ihre Entscheidung verstehen. In wie weit dem SW Universum etwas nun verloren geht und dies vielleicht ein Fingerzeig ist für die Zukunft, kann ich nicht beurteilen.

Ich habe glaube ich meinen Mittelweg gefunden Bücher und TV zu verbinden und darauf kommt es glaube ich auch an!
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Yavin4

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49

Dienstag, 11. August 2009, 11:17

Zitat

Original von Mad Blacklord
...Was das Mando angeht so spreche ich es auch nicht, desshalb muss ich Ronen zustimmen, ein Glossar mit den Begriffen, oder Index wären sehr Hilfreich gewesen. Aber in den RC Büchern fehlt dies ebenfalls. Wobei sich die meisten Begriffe irgendwie erahnen ließen...


@Mad Blacklord: Das mit dem fehlenden Glossar dürfte aber am deutschen Verlag liegen. Ich habe "Triple Zero" in englischer Sprache zuhause, da gibt es am Ende des Buches 9 Seiten mit den Übersetzungen der gängigsten Mando-Wörter.

Delta 1138

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Dienstag, 11. August 2009, 11:48

Zitat

Variante 1: IC 2 stimmt überein mit TCW - keine Änderungen nötig
Variante 2: IC 2 stimmt nicht überein -> Retcon

Allerdings frage ich mich wie man in Imperial Commando 2 dann diese (gravierenden) Abweichungen erklärt und in die Handlung der bisherigen Reihe integriert bzw. so anpasst das diese halbwegs sinnvoll bleibt..

Zitat

Vielleicht ist sie aber auch einfach eingeschnappt, dass ihre "Hintergrundgeschichten" zu Klump verarbeitet wurden... ;)

Das wäre ich allerdings auch wenn meine Arbeit der letzten 4-5 Jahre zu Klump verarbeitet würde. ;)

@topic:

Zitat

Bezüglich des Visual Guides: "Meine" Buchhandlung bekommt ihn erst nächste Woche rein, bla, dabei bin ich jetzt ziemlich neugierig, was so verbockt wird.

Ich denke das ist im Moment die beste Alternative. Man könnte zwar spekulieren warum es soweit gekommen ist. Aber das würde letztendlich nur Chaos auslösen und niemand wüsste mehr was Tatsache ist, was wiederum unzählige Diskussionen hervorrufen würde.

Vielleicht sind die betreffenden Änderungen wirklich nicht allzu groß und betreffen, siehe RatofDeath Bild, wirklich nur Mandalore bzw. die Gestaltung des Planeten.
Mit Sicherheit kann man das aber erst sagen wenn der Visual Guide erschienen und die betreffende(n) Episode(n) der Serie ausgestrahlt wurde. Danach kann man immer noch versuchen die Sache irgendwie hinzubiegen wie Sue Rostoni hier erklärt:

Zitat

Leland arbeitet daran, die Auswirkungen auf alte und neue Bücher abzumildern, aber bevor die Fernsehserie nicht komplett fertig ist, wird er das Ausmaß nicht kennen, woran er zu arbeiten hat.
Wir sterben alle! Nehmt euch vor der letzte zu sein der stirbt!
Eine Armee, die aus nur einem einzigen Mann besteht ... aber dem richtigen für diese Arbeit.

51

Dienstag, 11. August 2009, 12:10

Ich finde es sehr schade, dass Karen Traviss aufhört. Falls sich in dieser Hinsicht nichts mehr ändert, dann hoffe ich wenigstens, dass Imperial Commando II die Geschichte um Darman, Skirata und den anderen zu einem coolen Ende verhilft.

Was die ganze Zankerei um Canon und Expanded Universe betrifft:

Dinge ändern sich eben. Das ist manchmal ärgerlich und traurig, aber das bedeutet nicht, dass man keinen Spaß mehr an Star Wars haben kann.

Ich zum Beispiel erinnere mich tatsächlich noch an eine Zeit, in der Boba Fett's echter Name angeblich Jaster Mereel war, in der der Imperator ( oder Luke Skywalker, kommt aufs Buch an! ) Vader eines seiner Arme entledigte. Irgendwo hieß es auch, die Höhle auf Dagobah hätte eine dunkle Aura, weil Yoda dort mal einen Dunklen Jedi gekillt hätte. Alles Dinge, die später mit Retcons ausgebügelt wurden.

Was die Bücher von Karen Traviss und eventuelle Änderungen betrifft:

Der Planet Mandalore ist groß. Nur weil eine Siedlung aus komischen Würfeln besteht, muss das doch nicht gleich heißen, dass alle Bücher von Karen nun für die Katz sind!

George Lucas hat das Recht, mit seinem Universum zu machen, was er will. Dazu gehören leider auch weniger tolle Ideen und widersprüchliche Neuerungen. Aber er meinte auch, man solle das Expanded Universe als alternative Realität sehen!

Ich mag Karen Traviss' Bücher sehr. Finde es schade, dass sie aufhört. Aber deshalb gleich rumzumeckern geht da zu weit. Ich freue mich lieber über jedes bisschen gute Unterhaltung hinsichtlich Star Wars. Wobei auch ich nicht mit manchen Aspekten zufrieden bin. Das schöne ist ja, dass Star Wars breit gefächert ist. Wenn mir eine Buchreihe nicht gefällt, lese ich eben eine andere. Nicht alle Bücher sind toll.

Ich hoffe nun, dass die letzten Bücher von Karen Traviss richtig cool werden und das sie danach weiterhin andere schöne Bücher schreiben wird. Vielleicht kommt davon dann ja auch mal was auf deutsch raus.

Ätzende Ideen, Änderungen, Retcons müssen wohl toleriert werden. Ansonsten verdränge ich sie, wie ich es bei schlechten Fortsetzungen auch mache. Haha.. vielleicht bringt uns so ein irrer Retcon ja irgendwann Großadmiral Thrawn zurück.

"The dark side of the Force is the pathway to many abilities some consider to be unnatural."
— Palpatine

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52

Dienstag, 11. August 2009, 13:10

Zitat

Original von Yavin4
@Mad Blacklord: Das mit dem fehlenden Glossar dürfte aber am deutschen Verlag liegen. Ich habe "Triple Zero" in englischer Sprache zuhause, da gibt es am Ende des Buches 9 Seiten mit den Übersetzungen der gängigsten Mando-Wörter.


Also in den englischen Büchern von LotF ist kein Glossar enthalten und trotzdem wird da ständig Mandalorianisch geredet.
"We Came In Peace For All Mankind." - Apollo 11

"Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur Deine Schuld, wenn Sie so bleibt." - Die Ärzte

53

Dienstag, 11. August 2009, 13:58

Zitat

Original von Sashman
George Lucas hat das Recht, mit seinem Universum zu machen, was er will. Dazu gehören leider auch weniger tolle Ideen und widersprüchliche Neuerungen. Aber er meinte auch, man solle das Expanded Universe als alternative Realität sehen!

Warum lässt er dann EU-Autoren nicht Geschichten schreiben, die seinem Zeug widersprechen? Natürlich kann nicht alles zusammenpassen, aber mich stört vor allem, dass das Zusammenpassen der Buchreihe selbst verhindert wird. Traviss hat eine meiner Meinung nach großartige Brücke zwischen den Klonkriegen und LotF geschlagen

mit dem Auftreten von dem einen Null-ARC und Kad'ika und halt diesen Charakteren in LotF


und kann diese mit IC jetzt vervollständigen, aber wenn dazu plötzlich Mandalore in diesen Romanen nicht mehr als Dschungel, sondern als Wüstenplanet auftritt wird das etwas schwierig, ohne Verwirrung anzurichten. Wenn Lucas meint "in MEINER Geschichte ist das aber so", dann sollte er Traviss auch das Recht lassen dasselbe zu sagen. Ich bin mir sicher dass niemand auf ihn zugehen und sagen wird "wie konntest du nur zulassen dass Traviss Mandalore in IHREN Büchern weiter auf IHRE Weise beschrieben hat". Und Lucas selbst wird die Bücher wohl eh nie lesen.

Zitat

Original von Ronen Tal-Ravis
Also in den englischen Büchern von LotF ist kein Glossar enthalten und trotzdem wird da ständig Mandalorianisch geredet.

Man kann das Buch aber auch ohne Mando'a-Kenntnisse verstehen. Außerdem gibt das den Mando'a-Kundigen ein gewisses Insider-Feeling ;)
Das war jetzt übrigens endlich mein erster Smiley in dieser Diskussion :rolleyes:
Verd ori'shya beskar'gam - Ein Krieger ist mehr als seine Rüstung.

54

Dienstag, 11. August 2009, 18:13

Mal ernsthaft. Für die Masse der Zuschauer macht es doch überhaupt nichts wenn ein Lichtschwert Blau, Lila oder Grün ist oder?

Sprich, die große Masse (auf die alle Filme und Serie(n)) abziehlen, schaut sich STAR WARS an, und das was sie sieht gehört für sie zum Canon.

Ganz ehrlich. Ich bin Fan mit Leib und Seele (habe zwei 1 : 1 Vader Kostüme aufgestellt, diverse Props, Helme, Master Replicas... man könnte mich schon als Hardcore-Fan bezeichnen), und blicke teilweise selbst nicht mehr durch das EU Gewülst durch.

IMO haben die Bücher und Comics in letzter Zeit immens an Qualität verloren. Kein Vergleich zu Zeiten von LABYRINTH DES BÖSEN, oder gar der Veröffentlichungszeit um EPISODE I.

THE CLONE WARS ist toll. Für mich als fast 30 Jährigen ist es einfach fantastisch 25 Minuten in der Woche im STAR WARS Universum zu verbringen. Da stören mich Wiedersprüche mit Büchern und Comics kein bisschen.

Ganz ehrlch... das STAR WARS Universum ist inzwischen ein gigantisches Monster, und wenn man wirklich alles (und ich spreche von wirklich allem) aufarbeiten wollte, wäre man Jahre damit beschäftigt. Das das ohne Widersprüche nicht funktioniert dürfte jedem klar sein.

Also... aufhören zu meckern und einfach dankbar sein, dass es mit dem Franchise weitergeht! Immerhin fußte das ganze bisher auf "nur" 6 Filmen. :D
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Yavin4

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55

Dienstag, 11. August 2009, 20:17

Zitat

Original von JM-Talon
...Das Problem unter vielen Fans ist oft, dass sie daraus wiederum den verrückten Umkehrschluss ziehen, George Lucas müsse all diese Bücher lesen. Es gibt Fans, die meinen, dass er das sogar macht. Dass wir da demnächst über Hunderte reden, das ist egal...


George Lucas muss all diese Bücher selbstverständlich nicht selber lesen, aber der Mann hat doch Mitarbeiter, die ihm die wichtigsten Buchreihen jeweils auf einer halben DinA4-Seite zusammen fassen und ihn auf die wichtigsten Widersprüchen zu den Serien hinweisen können. Natürlich ist das sein Franchise, aber er scheint sich ja nicht mal die kleinste Mühe zu machen, die Arbeit anderer zu berücksichtigen. Ein oder zwei Bemerkungen, und es könnten viele Konflikte umgangen werden.

Ist es nicht Autoren wie Timothy Zahn zu verdanken, dass Star Wars die vielen Jahre zwischen den Trilogien überlebt hat? Hätte es ohne der EU überhaupt die Prequels gegeben?

Mad Blacklord

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Dienstag, 11. August 2009, 20:34

Zitat

Original von Yavin4
Ist es nicht Autoren wie Timothy Zahn zu verdanken, dass Star Wars die vielen Jahre zwischen den Trilogien überlebt hat? Hätte es ohne der EU überhaupt die Prequels gegeben?

Genau das ist es wohl. Die Geschichten um Thrawn und den geklonten Imperator haben Star Wars anfang der 90iger in gewisser Weise neues leben eigehaucht. In späteren Werken werden diese Ereignisse auch immer wieder erwähnt.
In gewisser Weise zeigt dieses größe Interesse auch George Lucas das er aus Star Wars noch mehr raushohlen kann, das er seine Prequels drehen und den alten Filmen einen neuen Schlief geben konnte. Im weiteren hat ihm das EU auch erstmal das nötige Kleingeld eingebracht um das zu Finanzieren, da er durch seine Scheidung viel in den Binsen lag. Ich bin davon Überzeugt das er sich deshalb 1994 an den Schreibtisch setze und anfing an Episode I und der Special Edition zu arbeiten.

mfg M.Bl.
Das Gedachte ist nicht immer das Geschriebene, das Geschrieben nicht immer das Gelesene,
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JM-Talon

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Dienstag, 11. August 2009, 20:47

@ Mad Blacklord: sei versichert, dass George Lucas mit Star Wars auch ohne die Bücher mehr als genug Geld macht und gemacht hat und rufe Dir mal in Erinnerung, was für Firmen der Mann hat. Dem Mann Geldsorgen wg. seiner Scheidung zu unterstellen, ist absurd, unter der Gürtellinie, eine nicht bewiesene Behauptung und hier nicht Thema. GL mag seit der Klassischen Trilogie kein Star Wars gemacht haben (wobei man Indy nicht vergessen sollte), aber ILM war überall... Skywalker Sound ebenfalls usw. Auch ich liebe Zahns Bücher - ich habe sie mehrmals gelesen. Aber die paar Leser (ich sage es mal bewusst so hart - auch wenn es sehr viele waren) sind nichts im Vergleich zum Publikum im TV und in den Kinos.

Zum Thema:

Ich glaube, das Kernproblem, wenn man das überhaupt Problem nennen kann, ist noch nicht bei allen durchgedrungen: Das EU ist Merchandise - nette Unterhaltung mit einem vorher nicht bekannten Haltbarkeitsdatum: kann ablaufen, muss aber nicht. Es gibt Verlage, die möchten gern Geld mit Star-Wars-Büchern verdienen. Dafür kaufen sie eine Lizenz. In Zusammenarbeit mit Lucas Licensing werden Bücher geschrieben. Die Bücher werden verkauft. Wenn sie einmal verkauft sind, sind sie Geschichte. Neuauflagen gibt es selten. Lucas Licensing (also der Laden, der die Lizenzen betreut) bemüht sich zwar, für die Fans (!) - ich wiederhole: für die Fans - und die Autoren Kontinuität zu dokumentieren und festzulegen, aber die hat nichts mit George Lucas zu tun.

Klar, George Lucas KÖNNTE sich an die Bücher halten. Er KÖNNTE sich briefen lassen von seinen Leuten. Aber er will es nicht. Warum? Er hat schon immer getan, wozu er Lust hatte. Im Zweifel werden seine Leute auch einen Teufel tun, es auch nur zu versuchen. Mit welcher Berechtigung auch? Ist sein Laden. Am Ende von Episode VI ist der Imperator tot. Vader auch. Star Wars ist vorbei. Es gibt für George Lucas nichts nach Episode VI. Keine Imperator-Klone, keine Großfamilie Skywalker. Feierabend. So ist das halt. Siehe Newsarchiv - zahlreiche Interviews. Ebenso wenig gibt es für George Lucas etwas zwischen den Episoden I und II oder II und III. Eine der wenigen Ausnahmen ist James Lucenos Vorgeschichte zu Episode III, die mit George Lucas besprochen wurde. Und das ist die Basis für alles, was George Lucas macht. Von daher: wenn George Lucas loslegt, dann rappelt es im Gebälk.

EU und George Lucas... Hätte, wäre, könnte... Alles völlig irrelevant. Fakt ist, dass es zwei Möglichkeiten gibt:

1) EU wie wir es kennen und mit den Problemen wie wir es kennen.
2) Bücher verbieten. ;)

Was George Lucas tun könnte, sollte, müsste ..., darüber können wir uns den Mund fusselig reden, denn er wird es nicht tun. Vor dem Hintergrund verstehe ich persönlich nicht, wie Lucas Licensing überhaupt auf die dumme Idee kommen konnte, Karen Traviss irgendwelche Fantasien in Buchform publizieren zu lassen, wo sie längst wussten, dass GL The Clone Wars macht. Dass da Probleme kommen werden, war vorprogrammiert. Klar, Leland Chee wird sich was einfallen lassen und es irgendwie zurecht machen... Aber es wird knirschen... ;)

Das EU war, ist und wird immer unter dem "Problem" bestehen, dass es nicht für die Ewigkeit und in ständiger Bewegung ist. Und ich wiederhole: es wird auch immer vor dem Problem stehen, dass Bücher verschwinden und gar nicht mehr zu bekommen sind. Das ist jetzt nicht neu. Das ist kalter Kaffee. War schon immer so.

Ich wiederhole die Worte meiner Kollegin von CJ.net sinngemäß: wenn ich ein Buch lese und es hat mich gut unterhalten, dann hat es seinen Zweck erfüllt. Ein gutes Buch wird nicht schlechter dadurch, dass später irgendwann einmal eine Geschichte anders erzählt wird. Wer die Bücher lesen will wie ein Lexikon oder die Bibel, der ist bei Star Wars im falschen Film. Wie es anders sein könnte, ist irrelevant. Weil es halt so ist, wie es ist.

George Lucas selbst hat mal gesagt, dass Platz genug für alle da ist: wem die Bücher besser gefallen und auch deren Handlung -> fein! Warum auch nicht? Ist doch jedem selbst überlassen. Wie Rumpelstilzchen aber zeternd um das Lagerfeuer rumzutanzen, weil es andere anders sehen, ist jedoch für meine Begriffe schlicht albern. Wir reden hier über ein Fantasieprodukt. Über Unterhaltung. Über George Lucas' "Baby"... ;) Wir reden hier doch nicht darüber, ob die Erde eine Scheibe ist oder eine Kugel... Manchmal habe ich aber genau den Eindruck: dass einige Hardcore-EU-Fans genau das meinen: dass George Lucas mit seinen Änderungen verkündet, die Erde sei eine Scheibe... Lächerlich... Sorry, ich will echt niemandem nahe treten..! :)

@Rogan: Danke, meine Gedanken! :)

Khabarakh

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Dienstag, 11. August 2009, 21:11

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EU und George Lucas... Hätte, wäre, könnte... Alles völlig irrelevant. Fakt ist, dass es zwei Möglichkeiten gibt: 1) EU wie wir es kennen und mit den Problemen wie wir es kennen. 2) Bücher verbieten.

Na ja, es gäbe da noch die Option eines vorzeitigen Ablebens von GL bzw. eine Abwendung vom Thema Star Wars seinerseits.

Das wäre ja kein Ende für Star Wars. Die Firmen würden weiterexistieren, es würden weiterhin Lizenzen vergeben und weiterhin Content produziert. Der Unterschied: Dann wäre keiner mehr über, der an Frau Rostoni und ihren Kollegen vorbeiarbeiten könnte. Ich behaupte einfach mal, dass das die Qualität der produzierten Medien in keiner Weise verschlechtern würde, und den Hardcorefans, die das EU als halbwegs konsistentes Universum lieben, wäre damit auch gedient.

Nur ist das natürlich eine äusserst unwahrscheinliche Option :|
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Findus

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Dienstag, 11. August 2009, 21:38

Zitat

Original von Khabarakh

Zitat

EU und George Lucas... Hätte, wäre, könnte... Alles völlig irrelevant. Fakt ist, dass es zwei Möglichkeiten gibt: 1) EU wie wir es kennen und mit den Problemen wie wir es kennen. 2) Bücher verbieten.

Na ja, es gäbe da noch die Option eines vorzeitigen Ablebens von GL bzw. eine Abwendung vom Thema Star Wars seinerseits.

Das wäre ja kein Ende für Star Wars. Die Firmen würden weiterexistieren, es würden weiterhin Lizenzen vergeben und weiterhin Content produziert. Der Unterschied: Dann wäre keiner mehr über, der an Frau Rostoni und ihren Kollegen vorbeiarbeiten könnte. Ich behaupte einfach mal, dass das die Qualität der produzierten Medien in keiner Weise verschlechtern würde, und den Hardcorefans, die das EU als halbwegs konsistentes Universum lieben, wäre damit auch gedient.

Nur ist das natürlich eine äusserst unwahrscheinliche Option :|


Naja, klar wäre das fuer die Hardcore-Eu-Fans toll (zu welchen ich mich auf jeden Fall zähle) ...
Aber ich sehe ein das SW GL "gehört", es ist sein Baby mit dem er machen kann was er will. Da zu verlangen das er sich des Kanon wegens von seinem Baby abwendet ist schon ziemlich dreist (ich unterstelle dir damit nicht das du das auch in der Form forderst, ist allgemein gemeint!).
Man muss als EU Fan damit leben das sich die lage da alle paar Jahre mal ändern kann, was aber nichts an meiner Meinung ändert das GL sich wenigstens ab und zu mal dem bestehenden Kanon etwas Aufmerksamkeit schenkt und sich danach richtet.
Wenn ihm das EU wirklich so wenig interessiert, wieso bedient er sich dann immer wieder Sachen aus eben diesen und verändert sie ? Wieso erfindet er dann nich gleich Sachen neu wie er sie will ? Damit wäre auch der Kanon nicht jedes mal wenn GL was neues macht durcheinander. Immerhin verdient er auch mit dem EU sein Geld, wenn auch nicht soviel wie mit den Filmen/Serien. Und er vergibt seine beschissene Lizenz, da wäre es den EU Fans, welche ihn auch reicher machen, gegenüber nur Fair wenigstens etwas rücksicht zu nehmen.
Man muss nicht sterben, um in der Hölle zu sein.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Findus« (11. August 2009, 21:41)


Menotar

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Dienstag, 11. August 2009, 21:43

Vielleicht will GL mit so einer Aktion bloss zeigen, wer im Star Wars Universum noch immer das sagen hat.
Außerdem, die Sache mit dem geklonten Imperator: Hieß es hier im Forum nicht einmal, dass dies eigentlich auf die Kappe von GL ging, da ihm ein neuer Sith Lord nicht zugesagt hat?

Ich würde aber mal sagen, wir warten einmal ab wie The Clone Wars Season 2 wirklich aussieht und wo es Reibungen gibt, dann können wir besser darüber weiter diskutieren.
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Menotar