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Aaron

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1

Mittwoch, 20. Mai 2009, 12:33

Stover nicht mehr Stover - Oder: Pseudonyme sind was Tolles ;-)


Stover oder nicht Stover, das ist hier die Frage
Mittwoch, den 20. Mai 2009 um 12:32 Uhr von Aaron

Matthew Stover. Bei dem Namen denkt der Roman-EU-Liebhaber an den letzten Kampf von Ganner Rhysode, Mace "Apocalypse Now" Windu, Anakins Drachenkampf und neuerdings die wahrste Wahrheit über Lord Shadowspawn. Verlegern scheint bei dem Namen vor allem Gänsehaut zu befallen, denn Stovers Nicht-Krieg-der-Sterne-Romane liegen aus verschiedenen Gründen wie Blei in den Regalen. Stover hat deshalb die einzig mögliche Konsequenz gezogen: Künftig schreibt er unter Pseudonym. Die Gründe dafür und einige Andeutungen auf künftige Projekte, hat er nun in seinem Blog dargelegt:

Fragen, so viele Fragen

Zunächst einmal werde ich hinsichtlich meiner künftigen Projekte keine Titelangaben machen, weil

1. ich noch keine festgelegt habe und
2. es dem Grundgedanken eines Pseudonyms zuwiderlaufen würde, der schließlich darin besteht, einfältige automatisierte Bestellsysteme von Buchläden - und ihre wohl genauso leichtgläubigen menschlichen Kunden - aufs Kreuz zu legen, um sie dazu zu bringen, mehr Exemplare zu ordern als sie es tun würden, wenn sie wüssten, dass in Wahrheit ich - ein simpler Heini mit nicht gerade berauschenden Absatzzahlen - die Bücher geschrieben habe.

Die großen Buchhandelsketten sehen meinen Namen, rufen meine jüngsten Verkaufszahlen auf und ordern dann 10 Prozent weniger Exemplare, als von meinem letzten Buch verkauft wurden, weil sie nachvollziehbarerweise (und völlig richtig) annehmen, dass sie problemlos weitere Exemplare nachbestellen können, wenn das neue Buch wider Erwarten ein Erfolg wird. Der Nachteil besteht nur leider darin, dass die Verleger auf der Basis der Vorbestellungen festlegen, wie stark sie für ein Buch die Werbetrommel rühren wollen, und da die Händler immer weniger bestellen, sind die Verleger immer weniger bereit, für eine festgefahrene Karriere Geld für Werbung aus dem Fenster zu werfen.

So wird ein Autorenname ab einem bestimmten Punkt zum Synonym für immer geringer werdende Erfolgserwartungen. Die Faustregel lautet, wenn man es bis zu seinem vierten Roman nicht geschafft hat, ist man erledigt. Also bin ich erledigt. Die einzigen Gründe, wieso weiter Bücher mit meinem Namen auf dem Titel erscheinen werden, sind, dass

1. ich einen bereits bestehenden Vertrag für zwei weitere Caine-Romane hatte,
2. mein geschätzter Herausgeber eine brilliante Idee für eine billige Werbekampagne hatte und
3. bei meinen Krieg der Sterne-Büchern die Marke Star Wars das Verkaufsargument ist und ihnen meine unterirdischen Verkaufszahlen deshalb völlig schnuppe sein können. Andererseits hat das null Einfluss auf die Verkaufszahlen meiner eigenen Werke.

Das heißt nicht, dass es nie wieder Stover-Romane geben wird. Ich habe Verträge über zwei Ablegerromane und ein letztes Caine-Buch. Sollte eines meiner neuen Projekte unglaublich erfolgreich werden, könnte ich wieder unter dem Namen "Matthew Stover" schreiben.

Wieso wir darüber berichten? Nun, einer der Ablegerromane könnte ein Star Wars-Roman sein. Oder auch beide. Oder keiner. ;-)
Außerdem ist Matthew Stover ein toller Typ, also kauft seine Nicht-Star-Wars-Romane (sofern ihr über... na ja, mindestens 16 seid und ihr mal Fantasy im Pulp-Fiction-Stil lesen wollt ;-)).


Seefor

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2

Mittwoch, 20. Mai 2009, 12:52

Also ich finde seine Bücher eigentlich super, wobei es mir meistens nicht auffällt wie schlecht Star Wars Bücher sind, da ich sie einfach aufsauge.:D Aber die waren wirklich gut.
Edit:
@amazon:
Das 7. Buch von oben bei dem Link. Erscheint 2019..sicher:D
"Aus dem Wasser sind wir geboren, im Feuer sterben wir.Wir sind die Samen der Sterne." -Forry
"Das sind MEINE !! Meine!" -Sev
Ich wünsche allen Usern viel Spaß mit der neuen, alten Kommentarfunktion.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Seefor« (20. Mai 2009, 12:53)


Aaron

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3

Mittwoch, 20. Mai 2009, 13:17

Off-Topic

Zitat

Original von Seefor
@amazon:
Das 7. Buch von oben bei dem Link. Erscheint 2019..sicher:D


Nur ganz kurz, um diese Off-Topic-Wendung aus der Welt zu schaffen: Der in diesem Eintrag angegebene Verlag, Century Hutchinson, gehört zur Verlagsgruppe Randomhouse, welche u.a. in Großbritannien die SW-Romanrechte hat. Die SW-Romane erscheinen aber nicht bei Century, sondern bei einem anderen Randomhouse-Tochterverlag, Arrow. Vielleicht sollte Century also ursprünglich den Roman herausbringen und die ISBN wurde dafür beantragt, aber dann wurde der Roman intern doch Arrow zugeschlagen, und seither führt der Eintrag ins Nichts. Oder 2019 kommt wirklich eine ROTS-Neuauflage bei Century heraus.
Letzte Alternative: Da das Ding für den 1. April angekündigt ist, könnte es auch nur ein sehr lange im Vorfeld geplanter, umfassender Aprilscherz sein. Falls dem so ist, Hut ab Century. Tolle Idee! ;)

Egal, nicht das Thema hier, bleiben wir bei Stover. Oder nicht Stover. :)
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Mittwoch, 20. Mai 2009, 16:29

Na gut, wenn Herr Stover ab sofort unter Pseudonym schreiben will / muss, dann soll er es machen wie er denkt. Die frage ist nur ob ein Pseudonym wirklich die Verkaufszahlen steigert. Immerhin haben es "Neulinge" allgemein recht schwer "rein zukommen".
Aber jetzt erstmal abwarten, weil seine Star Wars Bücher fand ich bis jetzt immer gut, Rache der Sith ist wohl der beste Filmroman, wie ich finde. Deshalb hoffe ich das er auch später noch wieder neue Star Wars Bücher schreiben wird. Aber vorher muss ich mir noch Luke Skywalker und die Schatten von Mindor zu Gemüte führen, welchen ich mir am Montag gekauft habe.
Ich frage mich öoß ob er jetzt auch seinen Schreibstil anpassen verändern wird. Weil immerhin könnte er ja auch Star Wars Bücher unter seinem neuem Namen veröffentlichen. Möglich währe es jedenfalls.

mfg M.Bl.
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5

Mittwoch, 20. Mai 2009, 20:49

Zitat

Original von Seefor
Also ich finde seine Bücher eigentlich super, wobei es mir meistens nicht auffällt wie schlecht Star Wars Bücher sind, da ich sie einfach aufsauge.:D
Ja, meistens bestechen die SW-Romane leider durch Mittelmäßigkeit. Nettes Lesefutter, aber literarisch recht anspruchslos. :(

Bei Matt Stover hingegen muss ich sagen, dass seine Romane zu den Highlights gehören. Allein der Episode-III-Roman klärt viele Logiklücken im Film und "Verräter" ist DER Roman der NJO-Reihe. Zu Schade, dass das Konzept von der Macht als Ganzes (ohne Helle/Dunkle Seite) in späteren Werken systematisch demontiert wird.

@Mad Blacklord: Ein Pseudonym ist legitim und Mr. Stover ist vor allem ein Geschäftsmann, das betont er oft genug. Viele Leute kaufen nur nach dem Einband oder dem Titel oder halt dem Autor. Das ist zum Teil einfach die Ignoranz, sich mit dem Material vorab zu beschäftigen. Und schreiben kann der Mann ja durchaus.
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Donnerstag, 21. Mai 2009, 06:11

Hehe, ich liebe Matthew Stover's sarkastische Art bei Interview's oder Blogeinträgen 8)

Jedenfalls wünsche ich dem Mann mit seinem Pseudonym viel Erfolg, möge er viele Bücher verkaufen.
Und vllt ist ja auch einer der Ablegerromane ein SW Roman, schön wärs.
Man muss nicht sterben, um in der Hölle zu sein.

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7

Freitag, 29. Mai 2009, 23:03

muss da Jahal einfach rechtgeben zu dem was er zur NJO-Reihe sagt.
"Verräter" ist mit Abstand, das beste Buch aus der Reihe und ich zähle es persönlich auch zu meinen besten SW-Büchern.
Auch der Mace Windu Roman ist ein hevorragendes Buch.

Ich hab nie verstanden und werd es auch nie verstehen warum in der Community seine Bücher so schlecht angesehen wurden und werden.
Strung Out

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Freitag, 29. Mai 2009, 23:42

Zitat

Hehe, ich liebe Matthew Stover's sarkastische Art bei Interview's oder Blogeinträgen 8)

Da hast du völlig recht. :P

Es ist schon sehr schade, dass Stover solche Probleme hat, die Romane an die Leser zu bringen, sodass er sich ein Pseudonym zulegen muss. Sein Schreibstil ist das beste, was das EU zu bieten hat, diese langen Passagen mit Metaphern, die von Buch zu Buch wechseln, sind schon toll, wesewegen er auch mein Lieblingsautor ist. Shatterpoint bis Mindor bilden meine inoffiziellen Top 3, Traitor hab' ich nicht gelesen.
Ein kleiner positiver Aspekt daran lässt sich vielleicht für uns finden: So muss er der Marke Star Wars noch ein Weilchen treu bleiben, bis er zu absolutem Weltruhm aufsteigt. ;)
"Oh mein Gott, sie haben Shaak Ti getötet!"
"Ihr Womp-Ratten!!"

9

Dienstag, 23. Juni 2009, 02:01

also ich habe bis jetzt nur Luke Skywalke rund die Schatten von Mindor gelesen und kann verstehen, weshalb seine Verkaufszahlen zurückgehen. Er hat einen recht langweiligen Schreibstil, der der an sich guten Story die Spannung nimmt.
Die unpassenden viel zu langen Personenbeschreibungen, plötzlich auftretende Figuren ohne Zusammenhang. Hinterher versteht man es zwar, doch es hätte vorteilhafter geschrieben sein können. Mein Favorit ist da eher Timothy Zahn und auch Karen Traviss hat einen mal etwas anderen Schreibstil, der meiner Meinung nach aber sehr gelungen ist. Aber von Stover, zumindest dieser eine Roman hat mir nicht so gut gefallen vom Stil her.

Mad Blacklord

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10

Dienstag, 23. Juni 2009, 15:51

Nun ja, Luke Skywalker und die Schatten von Mindor ist eigentlich schon ein gutes Buch. Das einzige was ich am Schreibstil von Herr Stover in diesem Buch gestört hat war das er die Pip und Brülllaute von R2 und Chewie ausgeschrieben hat. Und dies kannte ich bisher nur aus den Jugendroman, das Mr. Stover nicht noch BOOM hingeschrieben hat wenn etwas explodiert war echt alles was noch fehlte. Ansonsten finde ich aber seinen Schreibstil weiterhin gut und auch passend weil er die Dunkelheit und auch das Licht wunderbar beschrieben hat, und es so der Macht wiedereinmal ein paar neue Aspekte hinzugefügt hat.
Aber wenn er in seine anderen Bücher auch so was wie Bruaahhhaah hineingeschrieben hat wundert es mich nicht das seine anderen Bücher nur massigen Erfolg hatten. Und er desshalb nun unter Synonym schreibt.

Die anderen Star wars Bücher von Stover habe ich alle gelesen und Sie allgemein alle gut und Matthew Woodering Stover möchte ich im EU nicht missen wollen.
Vorallem da er zu Star Wars ja so schön stellung genommen hat. In dem Buch Star Wars on Trail (welches ich gerade lese) vertritt er dort die Defence Seite einer Debatte über Star Wars und dessen Einflüsse auf die heutige SF und andere Sachen. Auch wenn da so einige "Geschauspielert" sein mag. So spiegelt es im Kern sicherlich seine persönliche Meinung dazu wieder.

mfg M.Bl.
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