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Aaron

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Lieblingsepisode: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter

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Donnerstag, 30. Oktober 2008, 17:33

Timothy Zahn im Interview


Timothy Zahn im Interview
Donnerstag, den 30. Oktober 2008 um 17:31 Uhr von Aaron

TF.N hatte Gelegenheit, mit EU-Altmeister Timothy Zahn - dem Schöpfer zahlloser EU-Lieblinge von Großadmiral Thrawn über Mara Jade bis zur Neuen Republik - über Klassiker und Neuerscheinungen, Helden und Schurken, sowie das Erweiterte Universum an sich zu plaudern. Vor Spoilern, insbesondere aus den Romanen Die Kundschafter und Die Verschollenen, sowie Treueschwur sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt!

Herr Zahn, in Ihren Romanen bemerkt man über die Jahre einen Wandel hinsichtlich des zentralen Themas. Sie scheinen Ihr Augenmerk heute weniger auf große Raumschlachten und entscheidende interplanetare Feldzüge zu richten als früher in Ihrer Thrawn-Trilogie oder, außerhalb des Kriegs der Sterne, in Ihrer Eroberer-Reihe.
In Schatten der Vergangenheit bemerkt Admiral Pellaeon, daß ihm Gefechte zwischen Großkampfschiffen kein so großes Vergnügen mehr bereiten wie früher. Haben Sich Ihre Interessen als Autor ähnlich gewandelt?


Nein. Es geht mehr darum, daß die Geschichten, die ich erzählen wollte, in letzter Zeit kleinerer Art waren und sich vielleicht etwas mehr auf Personen konzentriert haben als meine früheren Werke. Allerdings gibt es selbst in diesen Geschichten - zum Beispiel in Treueschwur - noch immer eine Menge Action und viele Kämpfe.
Außerdem sollte ich erwähnen, daß es stets eines meiner Ziele als Autor von Krieg der Sterne-Büchern war, etwas zu schreiben, das sich so anfühlt wie Krieg der Sterne, ohne sich in ständigen Wiederholungen zu erschöpfen. Ich habe die großen galaktischen Konflikte abgehandelt und habe jetzt meine Freude daran, einen anderen Aspekt von George Lucas' großem Universum zu erkunden.

Um beim Thema von Action innerhalb persönlicher Geschichten zu bleiben: In zwei Ihrer letzten drei Krieg der Sterne-Romane und in der Kurzgeschichte Ein gefährlicher Handel gab es zwar weniger Sternzerstörer, aber sehr viel mehr Sturmtruppen.
In Ihren Blackcollar-Romanen haben Sie sich bereits vor Ihrer Arbeit an Krieg der Sterne mit Elite-Kommandoeinheiten beschäftigt. Gibt es einen speziellen Grund, weshalb Sie ihnen jetzt wieder solche Aufmerksamkeit schenken?


Auch das hat damit zu tun, daß ich mich kleineren, intimeren Aspekten von Krieg der Sterne zugewandt habe. Die Sturmtruppen fallen in einen Bereich, dem aus meiner Sicht noch nicht die ihm gebührende Aufmersamkeit geschenkt worden ist. Viele Sturmtruppen sind, meines Erachtens, ehrenwerte Profis, die hauptsächlich deshalb als die Bösen dastehen, weil ihre Anführer - von Palpatine abwärts - korrupt sind. In Treueschwur wollte ich mir galaktische Ereignisse aus dem Blickwinkel von fünf dieser ehrenwerten Leute ansehen und ihre Reaktion auf die Ungerechtigkeit in den Brennpunkt rücken, die letztlich so aussieht, daß sie erkennen, zu was sie geworden sind.

Die Sturmtruppen in Treueschwur treten als Freiwillige und nicht als Klone in Erscheinung. Oder sind sie bloß Klone, die glauben, Freiwillige zu sein?

Nein, sie sind Freiwillige, keine Klone. Vor vielen Jahren, lange bevor ich an Treueschwur arbeitete, hat Lucasfilm festgelegt, daß die Sturmtruppen dieser Epoche teils Klone und teils Rekruten sind. Glück für mich, weil diese Geschichte sonst sehr anders hätte ausfallen müssen.

In Ihrer Thrawn-Trilogie haben Sie eine Hintergrundgeschichte über die Klonkriege formuliert, lange bevor diese Ereignisse in Angriff der Klonkrieger zu sehen waren. Wie denken Sie über den Einfluß der entstehenden Prequel-Ära auf Ihre Romane und auf die Kontinuität von Krieg der Sterne an sich?

Ich habe in dieser Hinsicht Glück gehabt. Die Prequels haben mein Material nicht sonderlich beeinflußt, weil meine Verbindungsleute bei Lucasfilm darauf bestanden, daß ich Verweise auf die Zeit der Klonkriege sehr vage halte und nicht auf verbotenes Gebiet vorstoße. Das hat sich bezahlt gemacht, denn meine Vorstellung der Klonkriege sah ganz anders aus als das, was George [Lucas] am Ende zeigte. Ich habe, zum Beispiel, geglaubt, die Klone würden gegen die Republik kämpfen und nicht für sie.
Anderen Autoren ist es da viel schlechter ergangen. Jeder, der sich an die Vergangenheit von Boba Fett gewagt hat, mußte mit ansehen, wie seine Arbeit faktisch als alternative Realität abgestempelt wurde. Das ist bedauerlich, aber wir haben uns alle auf dieses Risiko eingelassen, als wir begannen, an einem Universum zu arbeiten, das noch nicht fertiggestellt war.

Sie hatten Gelegenheit, selbst einige der fehlenden Grundlagen nachzureichen. Mit Die Kundschafter und der Kurzgeschichte Der Held von Cartao sind Sie in die Prequel-Ära vorgestoßen, um Ereignisse einzupflegen, auf die in Ihren späteren Romanen verwiesen. Wie haben Sie sich dabei gefühlt?

In dieser Epoche zu arbeiten, war interessant, und es macht natürlich immer Spaß, über den jungen Obi-Wan und Anakin zu schreiben. Dennoch ziehe ich die Figuren und Ereignisse der klassischen Ära vor, vielleicht, weil es für Han Solo kein Äquivalent in den Prequels gibt.

Sie sind der Autor, der am längsten in die Geschichte der weit, weit entfernten Galaxis involviert ist. Wie bewerten Sie die Veränderungen über die Jahre? Einige der Veränderungen, die Ihre Herausgeber während Ihrer Arbeit an der Thrawn-Trilogie vorschlugen, sind beispielsweise recht bekannt: Die Noghri sollten ursprünglich das Sith-Volk sein, und der wahnsinnige Jedi-Verbündete des Imperiums ein Klon von Obi-Wan Kenobi. Hat es ähnliche Veränderungen in Ihren neueren Romanen gegeben?

Die meisten Veränderungen, auf die Del Rey und Lucasfilm bestanden haben, waren recht geringer Natur, und selbst die größeren Änderungen in den Bantam-Büchern - wie eben die Noghri- und Obi-Wan-Klonideen - wurden mehrheitlich bereits ganz am Anfang des jeweiligen Projekts eingefordert. Ich mußte keines meiner Bücher und keine meiner Kurzgeschichten jemals völlig neu schreiben.
Die größte Veränderung in Treueschwur war, daß einige der Szenen mit Mara Jade und Darth Vader gekürzt wurden und einige Dialoge entfallen sind. Ich weiß nicht, warum das passiert ist, aber das ist das Vorrecht von Del Rey und Lucasfilm.

Kommen wir zur großen Frage: Wie entwickeln Sie die Handlung und Figuren Ihrer Romane? Wir kommen Sie von ersten Ideen zur fertigen Geschichte?

Generell fange ich mit einem Teil der Handlung an, entweder der Vorgeschichte, dem Ende oder einer interessanten Szene irgendwo in der Mitte. Dann entwickle ich den Rest der Handlung, oder zumindest die Grundlagen: Wo fängt sie an, was sind die Probleme, wie sieht die Auflösung aus? Das ist mir sehr wichtig. Ich fange praktisch nie mit dem eigentlichen Schreiben eines Romans an, bevor ich weiß, wie er endet. Die Figuren sind zu anfangs nur sehr grob ausgearbeitet: Da ist zum Beispiel ein Schurke, den wir einmal Thrawn nennen wollen. Wenn sich die Geschichte dann entwickelt und die Handlungslinien in meinem Kopf ein Eigenleben entwickeln, werden aus den groben Vorlagen meiner Figuren echte Persönlichkeiten.
Wenn ich dann mit dem eigentlichen Schreiben beginne, weiß ich schon ziemlich genau, mit wem ich es zu tun habe.

Als Science-Fiction-Autor haben Sie eine Reihe außerirdischer Völker und fiktionaler Zivilisationen erschaffen. In Krieg der Sterne waren Sie an der Entwicklung wesentlicher Aspekte des Mythos beteiligt, darunter die Wookiees und insbesondere die Neue Republik, die sie praktisch komplett erfunden haben.
Wo finden Sie Inspirationen und Ideen dafür?


Diese Frage ist wirklich schwer zu beantworten. Alles, was ich sehe, höre, lese oder am eigenen Leib erfahre, ist irgendwo in meinem Gehirn gespeichert. Dort wird es zusammengemischt und kommt dann zu den seltsamsten Zeiten in häufig unerwarteteten Kombinationen wieder heraus. Ich überlege häufig, daß ich einen beliebigen Protagonisten habe, der in diesem Augenblick im Buch etwas tun muß, damit er nicht überflüssig erscheint. Was könnte er also tun, das interessant ist? Diese Frage stelle ich meinem Unterbewußtsein, und innerhalb weniger Tage bekomme ich dann den Anfang einer Antwort, die dann natürlich einige der nachgeordneten Handlungselemente verändern wird, oder vielleicht sogar die Haupthandlung selbst.
Auf diese Weise hat Han Solo in Die Dunkle Seite der Macht General Bel Iblis getroffen. Ich habe bemerkt, daß Han im zweiten Teil der Trilogie eigentlich nichts zu tun hatte und habe mir überlegt, was er bloß tun könnte. Mit Bel Iblis' Einführung hat nicht nur Han etwas zu tun bekommen, sondern sie hat einen recht guten Beitrag zum abschließenden Teil der Trilogie geleistet.

Womit wir wieder bei der Wichtigkeit von Han wären. Es scheint, jede klassische Krieg der Sterne-Geschichte braucht einen Schurken.
Doch Sie erwähnten, daß Ihre Figuren zu anfangs nur sehr grob ausgearbeitet seien. Entwickeln sich Aspekte einer Figur wie ihre Rolle und ihr Beruf bereits in diesem Platzhalter-Stadium, oder geschieht das erst in Reaktion auf die Handlung? Und wie funktioniert das mit eingeführten Figuren wie Han, Luke und Leia?


Nun, eine klassische Geschichte mag einen Schurken brauchen, aber das Schurkentum an sich ist für mich nicht so wichtig, wie die Rolle des Schurken, der von seinen Sünden reingewaschen wird. Han ist das perfekte Beispiel hierfür: Am Anfang ist er ein totaler Egoist, aber er muß darüber hinwegkommen und riskiert am Ende alles für ein höheres Ziel. Mara paßt in die gleiche Kategorie, und selbst Talon Karrde wird am Ende - widerstrebend - vernünftig.
Was das Schreiben der zahlreichen Filmfiguren angeht, so habe ich damit allgemein kein großes Problem. Für mich sind sie für gewöhnlich so echt, daß ich weiß, was sie in einer bestimmten Situation sagen oder tun würden.
Natürlich setzten mir eingeführte Figuren Grenzen, aber das gleiche läßt sich über das Krieg der Sterne-Universum sagen. Das gehört alles zur Herausforderung dazu.

Wie sehen Sie, ganz allgemein, die besonderen Anforderungen eines fremden Universums wie Krieg der Sterne gegenüber der Arbeit an Ihren eigenen Romanen? Greg Keyes hat die besonderen Regeln, die beim Schreiben eines Krieg der Sterne-Romans gelten, beispielsweise mit dem Schreiben eines Haikus verglichen.

Der Vergleich gefällt mir. Mein Vergleich kommt aus dem Sport: Krieg der Sterne zu schreiben, ist wie Football zu spielen. Es gibt genaue Regeln, wieviele Spieler gleichzeitig auf dem Feld sind, es gibt die Spielregeln an sich, es gibt Feldbegrenzungen, usw. Wenn ich an meinen eigenen Romanen arbeite, kann ich alles so machen, wie ich will. Das ist dann eher wie Calvinball (aus Calvin und Hobbes).

Mit diesen Regeln schreiben Sie seit siebzehn Jahren Krieg der Sterne-Romane, doch Ihre Bücher enthalten immer noch Überraschungen, die selbst langjährige Leser in Erstaunen versetzen und sie zwingen, Dinge neu zu bewerten, die zu gut zu kennen glaubten.
In Treueschwur, enthält die Meinung der jungen Mara Jade über Palpatine einen Hauch Kritik, etwas, das in späteren Romanen so nie zu vermuten war. In Die Kundschafter entdecken wir, daß der richtige Jorus C'baoth genauso mental angeschlagen ist wie sein späterer Klon. Und am Ende dieses Buchs wurde enthüllt, daß eines der ersten Elemente, das Sie zur Krieg der Sterne-Kontinuität beigetragen haben, nicht ganz das war, was es zu sein schien.

Hatten Sie diese Ideen von Anfang an im Hinterkopf, oder fielen Ihnen diese Dinge während des Schreibens ein?


Mehrheitlich letzteres. Die ganze Sache mit dem Extragalaktischen Flugprojekt war am Anfang nicht mehr als ein Nebensatz, der bestätigen sollte, daß der C'baoth, mit dem Thrawn in Erben des Imperiums zu tun hatte, nicht das Original war. Wenn ich damals gewußt hätte, daß ich in zukünftigen Romanen wieder auf dieses Ereignis verweisen würde, hätte ich am Anfang wohl eine detailliertere Hintergrundgeschichte entwickelt.
Manchmal zahlt es sich allerdings auch aus, etwas zu warten. Als ich mit Die Kundschafter begann, waren die ersten zwei Prequel-Filme bereits erschienen, und wir wußten, welches Material die Handelsföderation in dieser Zeit einsetzte. Das machte es für mich viel einfacher, die Technologie im Buch mit der der Filme zu koordinieren, als wenn ich das alles Jahre vorher mit völlig anderen Raumschiffen geplant hätte.

[Spoiler-Warnung Wächter der Macht] markieren:

Kommen wir zu einer weiteren großen Frage: Kürzlich wurden in der Wächter der Macht-Romanreihe zwei der beliebtesten Krieg der Sterne-Figuren getötet, die Sie je geschaffen haben: Mara Jade Skywalker und Admiral Pellaeon. Was halten Sie davon?

Nun, zunächst einmal gilt es festzuhalten, daß kein Autor oder Künstler oder Spieleentwickler Rechte an irgendeinem Krieg der Sterne-Konzept besitzt, das er geschaffen hat. Das alles gehört Lucasfilm, und sie haben das Recht, jeden, den sie wollen zu verstümmeln, zu töten oder bei lebendigem Leib auffressen zu lassen. Das war und ist der Preis, den man zahlt, wenn man dieses Spiel spielt.

Aus philosophischen Gründen halte ich nichts von Maras Tod, und das hat nichts damit zu tun, daß ich diese Figur geschaffen habe. Mit Chewbaccas Tod in der Erbe der Jedi-Ritter-Reihe hatte ich das gleiche Problem.
Für mich ist Krieg der Sterne eine altmodische Geschichte über Gut gegen Böse. Helden erheben sich und stellen sich riesigen Herausforderungen, die kämpfen sich mit Schweiß, Mut und unter Opfern durch und gewinnen am Ende. Dazu gehört auch, daß die Guten am Ende leben, um diesen Sieg zu erleben.
Die Filme unterstützen, denke ich, meine Sicht der Dinge. Hätte Lucas Hauptfiguren töten wollen, hätte es in Die Rückkehr der Jedi-Ritter Möglichkeiten gegeben, Han oder Lando zu erledigen. Soweit ich weiß, hat Harrison Ford genau das sogar verlangt, und Lucas hat abgelehnt.
Ich weiß, daß es Augenblicke gibt, in denen Figuren sterben müssen, damit die Geschichte funktioniert. Ein Beispiel dafür ist Obi-Wan Kenobi in Neue Hoffnung, obwohl ich noch immer glaube, daß Lucas mehr mit ihm vorhatte - "Ich werde mächtiger werden, als Du es Dir auch nur entfernt vorstellen kannst." - und es aus irgendwelchen Gründen nicht dazu kam.

Häufig höre ich das Argument, daß es realistischer sei, wenn Hauptfiguren sterben als wenn sie immer überleben. Natürlich stimmt das. Aber ich persönlich möchte gar nicht, daß meine Fiktion unbedingt realistisch ist. Ich will, daß sie unterhaltsam ist. Für mich bedeutet das, daß ich sehen möchte, wie Figuren, die mir etwas bedeuten, Gefahren überstehen und zusammenarbeiten, um die Bösen zu besiegen. Einige Autoren (und Leser) mögen den Nervenkitzel der großen Frage, wer leben und wer sterben wird. Ich ziehe den Nervenkitzel vor, den man spürt, wenn Helden sich aus jeder schwierigen oder unmöglichen Situation befreien, in der sie sich wiederfinden. Wenn ich Realismus und den Tod von Menschen, die mir etwas bedeuten möchte, kann ich Nachrichten schauen.

Natürlich ist das nur meine Meinung. Es kann gut sein, daß die Zuschauer über die Jahre anders geworden sind, "erwachsener", wie man so häufig hört, und daß sie die Sorte Bücher, die ich gerne schreibe, nicht mehr wollen. Wenn das so ist, ist das in Ordnung. Sie kaufen und lesen die neuen Krieg der Sterne-Bücher, und Dinosaurier wie ich verschwinden elegant im Nichts.

Und angesichts von Maras Vergangenheit und Persönlichkeit, war sie als Figur zu hilfreich, um getötet zu werden. Aber das kann auch nur meine Sicht der Dinge sein.

Hatten Sie Kontakt zum Wächter der Macht-Team? In der Vergangenheit haben Sie ja gut mit Mike Stackpole zusammengearbeitet, und ich habe gehört, daß Kathy Tyers Sie bat, ihre Mara-Szenen gegenzulesen, als sie an Planet der Verlorenen) schrieb.

Nein, ich hatte keinen Kontakt zu irgendeinem der Wächter der Macht-Autoren. Bis drei Monate vor Erscheinen des Buchs, als ich dem Herausgeber eine direkte Frage stellte, wußte ich nicht einmal, daß Mara sterben würde.

Aber es stimmt, Mike Stackpole und Kathy Tyers ließen mich ihre Verwendung meiner Figuren gegenlesen. Es ist manchmal sehr schwer, die Figuren eines anderen richtig hinzubekommen, weshalb ich darauf immer verzichtet habe, außer bei Mikes Figuren, wo er meine Szenen dann auch gegengelesen hat. Und selbst da tauchten sie nur in Gastrollen auf.

[Spoiler-Ende]

Gesetzt den Fall, daß die Leser sich nicht verändern haben... Gibt es noch Krieg der Sterne-Geschichten, die Sie gerne erzählen würden? Sie haben einmal gesagt, daß sie gerne ein Skywalker-Familienabenteuer geschrieben hätten, mit Luke, Mara und Ben.
Außerdem haben Sie, glaube ich, in der Vergangenheit einmal bekundet, daß sie Interesse an einer Geschichte über den Krieg zwischen dem Imperiums der Hand und den Yuuzhan-Vong hätten.
Und ich glaube, Sie haben bereits vor einigen eine Kurzgeschichte über die Rückkehr Baron Fels ins Imperium geschrieben. Wie stehen die Chancen, daß man diese Geschichte einmal lesen kann?


Es gibt eine ganze Menge Krieg der Sterne-Geschichten, die ich gerne schreiben würde, darunter Geschichten der Skywalker-Familie, mehr über die Vergangenheit von Thrawn und Mara und weitere Abenteuer meiner Treueschwur-Sturmtruppen. Außerdem habe ich in verschiedenen Büchern kleine Nebensätze eingebaut, auf die ich nie zurückgekommen bin. Die Vorbereitung von Karrdes Suche nach Car'das durch Mara und Lando, zum Beispiel, auf die in Blick in die Zukunft angespielt wurde.

Was Fels Rückkehr ins Imperium angeht, so haben Mike Stackpole und ich vor Jahren einen sechsteiligen Comic erarbeitet, den wir später in eine vierteilige Geschichte umgearbeitet haben. Bislang haben wir weder den Comic, noch die Geschichte unterbringen können. Beide Versionen liegen nach wie vor auf unseren Festplatten, und vielleicht wird ja eines Tages etwas daraus.

Sie scheinen es zu genießen, die Beziehungen zwischen militärischer Macht und Moral zu ergründen und die Möglichkeit, daß die Gegner der klassischen Trilogie zu etwas Gutem werden könnten.
Trifft das auf das Imperium der Hand zu? Sie haben einmal gesagt, daß Sie glauben, daß Ihre Sturmtruppen aus Treueschwur am Ende mit Thrawn in den Unbekannten Regionen enden könnten. Auf der anderen Seite bietet das Imperium aus Treueschwur eine komplexe Vielzahl unterschiedliche Ansichten und Treueverhältnisse, die am deutlichsten in der jungen Mara zum Vorschein kommen. Kinman Doriana ist in Die Kundschafter und Der Held von Cartao ein begeisterter Revolutionär, der den Sith dient, die relativ hohe Ideale verfolgen.
Haben Sie jemals bewußt starke Figuren geschrieben, die nicht bemerken, daß sie böse sind, oder verwenden Sie diese Figuren, um unsere Erwartungen über die Grenzen der "Falschheit" im Imperium und unter den Sith herauszufordern?


Natürlich. Mara ist ein klassisches Beispiel für eine Figur, die nicht weiß, daß sie auf der falschen Seite steht. Doriana ist hingegen eher ein Spieler und Opportunist, der genau weiß, daß er für die Bösen arbeitet und das bereitwillig hinnimmt, solange er persönlichen Profit daraus schlagen kann.

In der wirklichen Welt gibt es meines Erachtens viele Personen, die wirklich für die falsche Seite kämpfen und arbeiten und damit zum Bösen in der Welt beitragen. Ich glaube auch, daß viele dieser Menschen ernsthaft glauben, auf der richtigen Seite zu stehen, was beweist, daß Aufrichtigkeit als Wert an sich nicht besonders brauchbar ist.

Um für einen Moment zu philosophieren, liegt eine der Stärken der Science-Fiction in ihrer Fähigkeit, komplexe Themen der wirklichen Welt zur Diskussion zu stellen, ohne dabei sofort anerzogene Abwehrmechanismen auszulösen, die diese Themen normalerweise verunklären. Die Kundschafter ist da ein sehr gutes Beispiel. Thrawn und andere müssen sich mit den moralischen Problemen von Präventivschlägen auseinandersetzen, vor allem gegen jemanden, der es andauernd auf die Hilflosen abgesehen hat. Ich habe versucht, vernünftige Argumente dafür und dagegen aufzuzeigen, um es dem Leser möglich zu machen, die Frage für sich zu beantworten und ohne ihn dabei in die eine oder andere Richtung zu drängen. Wichtig ist, daß ich über Thrawn und Krieg der Sterne das Thema zur Diskussion stellen konnte, ohne das Wort "Irak" auch nur in den Mund zu nehmen oder mit dem breiten Spektrum an Emotionen, die dieses Thema weckt, zu tun zu bekommen.

Sie scheinen es wirklich zu genießen, Ihren Lesern solche Dinge an den Kopf zu werfen und zu beobachten, wie sie damit umgehen. Neben den Herren mit den Sternzerstörern sind das auf der anderen Seite Schmuggler und Piraten, Leute, die begeistert außerhalb des militärischen und politischen Systems agieren.
Krieg der Sterne ohne Han Solo ist unvorstellbar, aber ich glaube, daß Sie es genießen, sich auf derartige Figuren mit ihren ganz eigenen moralischen Fragen zu kozentrieren. Macht es einfach Freude, solche Figuren zu schreiben, oder steckt mehr dahinter?


Über Abschaum zu schreiben, macht definitiv viel Spaß. Aber wie ich bereits erwähnte, finde ich diejenigen Schmuggler und Piraten am interessantesten, die mehr in sich selbst entdecken und auf den rechten Pfad zurückkehren. Wenn ich es mir recht überlege, leben die zwielichtigen Gestalten, die sich nicht ändern, in meinen Büchern für gewöhnlich nicht sehr lange. Noch sind sie besonders erfolgreich.

Ein kurzer Exkurs: Ihre Vorstellung von Baron Fels Sohn Chak in Die Verschollenen hat unter den Fans für einige Verwirrung gesorgt, weil seine Existenz nicht zu dem passen schien, was man in den anderen Büchern über die Fel-Familie erfährt.
Manche Fans halten ihn für den jungen Jagged Fel, andere für einen Klon, und wieder andere für einen älteren Bruder von Jagged Fel, von dem es in Das Verderben hieß, er sei bereits tot. Ein Bruder, der in einigen anderen Geschichten Davin heißt. Können Sie Licht ins Dunkel bringen?


Das ist eines der Probleme, wenn mehrere Leute gleichzeitig an verschiedenen Büchern arbeiten, ohne zu wissen, was die anderen machen. Ich wußte nicht, daß Fels Familie in der Erbe der Jedi-Ritter-Reihe festgezurrt werden würde, also habe ich einen weiteren Sohn ins Spiel gebracht, der von niemandem sonst je erwähnt wurde. Ich weiß nicht, wie die offizielle Kontinuität damit klarkommt. Aus meiner Sicht ist Chack einfach nur ein anderer Bruder, der aus irgendeinem Grund nicht erwähnt wird. Einem guten Grund, natürlich. Vielleicht schreibe ich eines Tages eine Geschichte darüber.

In Ihren Werken wirkt Palpatine viel gewiefter und kontrollierter als in den Werken anderer Autoren. Ist das eine Reflektion Ihrer Sicht dieser Figur, oder soll uns das mehr über die Leute sagen, aus deren Sicht diese Charakterisierung erzählt wird, also über Mara, Kinman Doriana und - wenn auch nie direkt aus seiner Sicht - Großadmiral Thrawn?

Es ist eher letzteres, zusammen mit Palpatines angeborener Fähigkeit, jedem seiner Diener die Seite seiner Persönlichkeit zu zeigen, die Palpatine am meisten nutzt. Mara, Doriana und Thrawn sind selbst kluge Leute, die Selbstkontrolle hoch einschätzen und von jemandem, der entweder als durchgedrehter Wahnsinniger oder als bösartiger Kontrollfreak auftritt, eher beunruhigt wären. Also tritt Palpatine als jemand auf, den sie respektieren und mit dem sie arbeiten können.

Können Sie uns abschließend verraten, woran Sie dieser Tage arbeiten?

Der sechste und letzte Band meiner Jugendbuchreihe Dragonback - Dragon and Liberator - erscheint im Mai im Tor-Verlag. Außerdem schreibe ich an der Fortsetzung meiner Quadrail-Reihe, Night Train to Rigel und The Third Lynx. Odd Girl Out wird Ende des Jahres erscheinen, und The Domino Murders irgendwann nächstes Jahr.

Außerdem schreibe ich an drei weiteren Cobra-Romanen für den Baen-Verlag, und ich habe eine neue Jugendbuchreihe, Black Cat Crossing in Arbeit, die mein Agent und ich bei einem Verlag unterbringen wollen.

Herr Zahn, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Findus

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Donnerstag, 30. Oktober 2008, 18:01

Das ist doch mal ein nettes interview mit meinem Lieblings Star Wars Autor. Und schön lang ist es dazu auch noch ;)

Auf jeden Fall kommt der Herr Zahn mal wieder (meiner Meinung nach) sehr sympatisch rüber. Auf jeden Fall freue ich mich auf weitere Star Wars Abenteuer von ihm :)

Vielen dank fuer die Uebersetzung, klasse Arbeit ;)
Man muss nicht sterben, um in der Hölle zu sein.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Findus« (30. Oktober 2008, 18:01)


JM-Talon

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3

Donnerstag, 30. Oktober 2008, 18:42

Man soll vorsichtig sein mit Superlativen, aber dieses Interview ist das interessanteste, das ich in den letzten Monaten zum Thema Star Wars lesen durfte. Ohne anzugreifen und ohne zu polemisieren, schafft er es, einfach mal Tacheles zu reden. Ein super Interview auch von TheForce.net - toll geführt!

Timothy Zahn und seine Roman waren für mich in den Neunzigern Highlights, auf die ich Monate sehnlichst gewartet habe. Wo ich beinahe die Tage rückwärts gezählt habe, bis Goldmann (lang, lang ist's her) endlich den nächsten brachte. Und wo ich nach der Trilogie traurig war: vorbei. Das kann nicht sein...

Das hat mit mir nie wieder ein Star-Wars-Autor geschafft.

Klar, es haben sich bei mir die Umstände geändert, mir steht nicht mehr so viel Zeit zur Verfügung, aber das erklärt es nicht.

Timothy Zahns Einstellung zu Star Wars, sein Respekt für die Charaktere und für die Kernaussagen der Saga, wie er sie interpretiert, das ist für mich richtig große Literatur (im Sinne von Unterhaltung). Direkt nach der Klassischen Trilogie kommen für mich jene drei sagenhaften Bücher... Und damit meine ich nicht, dass sie verfilmt werden sollten. Ein gutes Buch kann man nie verfilmen, das ist meine Meinung. Ein gutes Buch lebt im Hirn des Lesers (wer "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende nicht gelesen hat, sollte das schleunigst tun ;)). Vergleichbares kann kein Film schaffen. Was ich damit sagen will: es ist große Unterhaltung aus einer Zeit, wo neue Ideen Großes schufen.

Am liebsten möchte man gen Lucas Books/Lucas Licensing schreien: sucht Euch mal wieder richtig gute Autoren, die Star Wars kennen und lasst sie schreiben. Sie wissen, was sie tun. Das ist besser, als Kontingente über Romane zu verkaufen, die dann mit gerade verfügbaren Autoren gefüllt werden, weil zum Termin X mal wieder etwas erscheinen muss. Ich möchte keine Namen nennen, kein Autor hat das verdient. Aber bei viel zu vielen Autoren nach Zahn habe ich einfach den Eindruck, dass man da Romane liest, die einfach nicht lebendig sind.

Oder, die versuchen, den Zahn zu machen. Und das kann nur in die Hose gehen. Eine Kopie ist immer nur ein blasses Abbild...

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Freitag, 31. Oktober 2008, 09:18

Zitat

Original von JM-Talon
Timothy Zahns Einstellung zu Star Wars, sein Respekt für die Charaktere und für die Kernaussagen der Saga, wie er sie interpretiert, das ist für mich richtig große Literatur (im Sinne von Unterhaltung). Direkt nach der Klassischen Trilogie kommen für mich jene drei sagenhaften Bücher... Und damit meine ich nicht, dass sie verfilmt werden sollten. Ein gutes Buch kann man nie verfilmen, das ist meine Meinung.


Ja, das sehe ich genauso. Mit der Thrawn-Trilogie hat es Zahn hervorragend geschafft die Stimmung der klassischen Trilogie einzufangen, ohne einfach zu kopieren und ich könnte nicht einmal meinen Finger drauf legen und die Gründe nennen. Aber irgendwie schafft er es.

Interessant finde ich den leisen Hauch von Kritik, der da mitschwingt, professionell geäußert, aber eben kritisch. Dass er die Tode von Hauptfiguren nicht gut findet, finde ich interessant, ebenso die Kritik zwischen den Zeilen, dass es früher üblich war, dass Autoren die Passagen, die sie mit "fremden" Figuren geschrieben haben, von den jeweiligen Erschaffern der Figuren haben korrekturlesen lassen und dies nun nicht mehr so ist, sondern keinerlei Kontakt mehr besteht... Schade eigentlich und sicherlich eine Verarmung der Geschichten, denn gerade in LOTF fand ich, dass sich viele Figuren plötzlich völlig anders verhalten haben als zuvor. Aber wahrscheinlich geht das bei der Menge an Büchern, die mittlerweile "rausgehauen" werden, gar nicht mehr... Masse statt Klasse?

Seine Erläuterungen von Palpatine, finde ich ziemlich gut - er stellt sich den jeweiligen Figuren stets so dar, wie es nötig ist, um Respekt zu bekommen, was teilweise in völlig verschiedenen Persönlichkeiten resultiert. Gute Erklärung...
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Freitag, 31. Oktober 2008, 16:11

RE: Timothy Zahn im Interview

Ich schließe mich meinen Vorrednern da gerne an. Spitzen Interview von meinem absoluten Lieblings Autor. Obwohl ich Stackpole auch sehr mag. Aber da die Beiden ja per Du sind ist das ja im Prizip egal. :D

Die Thrawn Triologie ist nun mal das Maß aller Dinge (für mich) und wenn ich so in mein Bücherregal schaue, dann sind es auch die abgenutztesten bzw. meistgelesen SW Bücher kurz nach X-Wing versteht sich.

Ich hoffe es gibt bald mehr von ihm zulesen, da ich erst vor kurzem Blackcollar gelesen habe und von Zahns Stil mal wieder restlos gefesselt war.

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Freitag, 31. Oktober 2008, 17:25

RE: Timothy Zahn im Interview

Das beste Interview, das ich seit langem zum Thema Star Wars gehört habe und eines das endlich mal meine Meinung widerspiegelt. Wie oft musste man in letzter Zeit hören, dass alles erwachsener wird und dass man immer neue Wege beschreitet.
Endlich mal einer der sagt, dass man sich wieder auf die Wurzeln von Star Wars beziehen sollte und auch seine Einstellung zum Tod von Hauptcharakteren und der gesamten Star Wars Thematik finde ich einfach nur wunderbar. Man merkt, dass er dieses Universm in seiner Ursprünglichkeit liebt und es auch so bewahren will. Bis heute gibt es für mich kein Star Wars Buch, das so nah an die Atmosphäre und die Charaktere der alten Filme herankommt. Und deshalb hoffe ich, dass wir noch viel von ihm hören und besonders lesen werden.
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7

Freitag, 31. Oktober 2008, 18:12

Hm... Ich hab eine hohe Meinung von Zahns Sache, als Folge hab ich aber auch schon so viele Interviews mit ihm gelesen und gehört, dass da jetzt nicht so viel Neues bei war. Aber er hat eine interessante Einstellung zu Geschichten und zumindest die Sache mit Palpatine war mir wirklich neu. Macht Sinn, keine Frage...

Tod von Hauptcharakteren... Taumeln tut er schon ein wenig bei der Frage, hehe. Nicht nur, weil der Tod von wichtigen Figuren sehr wohl wesentlicher Teil der Filme ist, sondern vor allem, weil die beste EU-Figur überhaupt von niemand geringerem als Zahn selbst getötet worden ist. Und das weiß er ganz genau. ;)

(Man mag argumentieren, dass besagtes Mordopfer keiner der 'Guten' war. Dem widerspricht Zahn aber in seinem vorletzten Buch praktisch durchgängig und mit allen Mitteln.)
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Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »phazonshark« (31. Oktober 2008, 18:14)


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8

Freitag, 31. Oktober 2008, 19:52

Zitat

Original von phazonshark

Tod von Hauptcharakteren... Taumeln tut er schon ein wenig bei der Frage, hehe. Nicht nur, weil der Tod von wichtigen Figuren sehr wohl wesentlicher Teil der Filme ist, sondern vor allem, weil die beste EU-Figur überhaupt von niemand geringerem als Zahn selbst getötet worden ist. Und das weiß er ganz genau. ;)



Auf die Gefahr hin, mich als EU-Loser zu outen von wem sprichst Du? Muss dazu sagen, Allegiance, habe ich nicht gelesen, meinst Du das? Abgesehen davon, welche wichtige Figur stirbt denn in den Filmen einen "nicht friedlichen" Tod? Kenobi "stirbt" zwar, lebt aber als Machgeist weiter und Yoda stirbt in der Gewissen alles getan zu haben, was er konnte - Luke ist ein Jedi. Sein Part ist damit erledigt ( bis auf die eine Sache natürlich, die aber Luke alleine machen muss ;) ). Also finde ich nicht, dass Zahn da unrecht hat.
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Findus

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Freitag, 31. Oktober 2008, 19:53

Er meint
Thrawn
;)
Man muss nicht sterben, um in der Hölle zu sein.

10

Freitag, 31. Oktober 2008, 20:27

@Ronen Tal Ravis:

Hm... Stimmt. Ich hatte Zahns Formulierung "Filme" auf die Saga als Ganzes ausgelegt, aber du hast Recht, er ist mehr der OT-inspirierte Autor.

Zum Thema "Die Helden sollen das Ende erleben" würde ich aber anmerken, dass LotF ja nur im qualitativen Sinne das Ende des EUs ist und gewisse Todesfälle in den Legacy-Comics als Machtgeister wieder auftauchen.

@Findus:

Jup. Thrawn mag erst in Outbound Flight und teilweise schon in Visions of the Future zum strahlenden Helden geworden sein, aber wirklich sinnvoll war sein Tod am Ende der Trilogie im Hinblick auf die Story nicht gerade. Chewies Tod hatte ja wenigstens einen Effekt auf die Handlung. Bei Thrawns Tod war die Handlung schon vorbei und man hat ihn trotzdem schnell nochmal getötet.



Ich möchte nicht sagen, dass ich den derzeitigen Del Rey Kurs toll finde. Ich würd fast jedes Buch gegen ein Zahn-Buch tauschen, keine Frage. Aber das EU muss lernen auf eigenen Füßen zu stehen und das heißt, man muss ein paar der Eltern fressen. Oder so.
"Who's got a secret room in a secret room in a regular house in a secret town on a secret Island? That's Benjamin Linus."

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »phazonshark« (31. Oktober 2008, 20:34)


Pontifex

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11

Freitag, 31. Oktober 2008, 20:51

Zitat

Original von JM-Talon
Man soll vorsichtig sein mit Superlativen, aber dieses Interview ist das interessanteste, das ich in den letzten Monaten zum Thema Star Wars lesen durfte. Ohne anzugreifen und ohne zu polemisieren, schafft er es, einfach mal Tacheles zu reden. Ein super Interview auch von TheForce.net - toll geführt!

Timothy Zahn und seine Roman waren für mich in den Neunzigern Highlights, auf die ich Monate sehnlichst gewartet habe. Wo ich beinahe die Tage rückwärts gezählt habe, bis Goldmann (lang, lang ist's her) endlich den nächsten brachte. Und wo ich nach der Trilogie traurig war: vorbei. Das kann nicht sein...

Das hat mit mir nie wieder ein Star-Wars-Autor geschafft.

Klar, es haben sich bei mir die Umstände geändert, mir steht nicht mehr so viel Zeit zur Verfügung, aber das erklärt es nicht.

Timothy Zahns Einstellung zu Star Wars, sein Respekt für die Charaktere und für die Kernaussagen der Saga, wie er sie interpretiert, das ist für mich richtig große Literatur (im Sinne von Unterhaltung). Direkt nach der Klassischen Trilogie kommen für mich jene drei sagenhaften Bücher... Und damit meine ich nicht, dass sie verfilmt werden sollten. Ein gutes Buch kann man nie verfilmen, das ist meine Meinung. Ein gutes Buch lebt im Hirn des Lesers (wer "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende nicht gelesen hat, sollte das schleunigst tun ;)). Vergleichbares kann kein Film schaffen. Was ich damit sagen will: es ist große Unterhaltung aus einer Zeit, wo neue Ideen Großes schufen.

Am liebsten möchte man gen Lucas Books/Lucas Licensing schreien: sucht Euch mal wieder richtig gute Autoren, die Star Wars kennen und lasst sie schreiben. Sie wissen, was sie tun. Das ist besser, als Kontingente über Romane zu verkaufen, die dann mit gerade verfügbaren Autoren gefüllt werden, weil zum Termin X mal wieder etwas erscheinen muss. Ich möchte keine Namen nennen, kein Autor hat das verdient. Aber bei viel zu vielen Autoren nach Zahn habe ich einfach den Eindruck, dass man da Romane liest, die einfach nicht lebendig sind.

Oder, die versuchen, den Zahn zu machen. Und das kann nur in die Hose gehen. Eine Kopie ist immer nur ein blasses Abbild...


Mit Ausnahme des "Tacheles reden" geb ich dir Recht. Ich persönlich hatte den Eindruck, dass er etwas "resigniert" hat. Er hat ja ein paar mal gesagt, dass alles Lucasfilms gehört und man sich als Autor zu beugen hat.

Nichts desto trotz ein sehr schönes Interview, das Lust auf mehr Zahn-Romane macht :D

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12

Freitag, 31. Oktober 2008, 22:21

Zitat

Original von phazonshark
@Ronen Tal Ravis:

Hm... Stimmt. Ich hatte Zahns Formulierung "Filme" auf die Saga als Ganzes ausgelegt, aber du hast Recht, er ist mehr der OT-inspirierte Autor.

Zum Thema "Die Helden sollen das Ende erleben" würde ich aber anmerken, dass LotF ja nur im qualitativen Sinne das Ende des EUs ist und gewisse Todesfälle in den Legacy-Comics als Machtgeister wieder auftauchen.


OT <=> Zahn, lief bei mir irgendwie automatisch. In Ep III sterben natürlich zwangsläufig eine Menge wichtige Figuren, in EP I auch Qui-Gon, der lebt nur so lange als Geist weiter, um Anakins Fall - und damit irgendwie auch seinen Fehler - mitzuerleben. Gerade die Order 66 ist ja mehr als tragisch umgesetzt.
Mich stört es auch nicht wirklich, wenn Figuren getötet werden, solange es in die Geschichte passt - Chewies Tod war gut gemacht. Allerdings nutzt sich so etwas natürlich auch ab... ;)
Aber welche Figur meinst Du nun, die von Zahn getötet wurde? :thinking:
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Pontifex

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13

Freitag, 31. Oktober 2008, 22:26

Zitat

Original von Ronen Tal-Ravis
Aber welche Figur meinst Du nun, die von Zahn getötet wurde? :thinking:


Thrawn!

Aaron

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Freitag, 31. Oktober 2008, 23:45

Daß Thrawns Tod - ich glaube, den hat wirklich jeder mitbekommen, also muß man das wohl nicht mehr spoilern ;) - keine Funktion hatte, finde ich absolut nicht. Bilbringi wäre ohne Thrawns Tod ein Unentschieden gewesen, womit die Trilogie kein Ende gehabt hätte. Stattdessen gab es das Komplettpaket mit Helden unterm Sonnenuntergang und einem geschlagenen Bösen.
Was Zahn allgemein angeht, so fand ich die Thrawn-Trilogie, die ich bis zum heutigen Tage nur in ihrer deutschen Übersetzung kenne, staubtrocken geschrieben. Die Geschichte war spannend, die Figuren ihren Filmegos vielfach nahe - hauptsächlich im Falle von Luke und Leia allerdings meilenweit entfernt -, alles hätte gut sein können, wäre der Stil nicht so grausig gewesen. Hand of Thrawn hat mir stilistisch ebenfalls nicht recht gefallen wollen, wohingehen ich Survivor's Quest in jeder Hinsicht hervorragend und Outbound Flight zumindest stilistisch sehr gut fand. Mag also alles bloß Einstellungssache sein, allerdings glaube ich das nicht so recht. Ich denke, Zahn ist über die Jahre stilistisch wirklich besser geworden.
Hinsichtlich der Frage, ob Helden sterben sollten, bin ich ebenfalls gespalten. Joseph Cambell hat geschrieben, "der Held von gestern wird der Tyrann von morgen sein, es sei denn, er kreuzige sich selbst noch heute". Nach dieser Sichtweise hat ein Held die Wahl: Er kann alles verraten, für das er gekämpft hat oder sich für seine Sache opfern. Natürlich steht mehr dahinter: Der Held muß nicht sterben, um nicht zum Tyrannen zu werden, es reicht schon völlig, wenn er einfach geht, nachdem seine Arbeit getan wird. Ein guter Held tötet den bösen König nicht, um selbst König zu werden, sondern tut seine Arbeit und kehrt auf seinen Bauernhof zurück.
Und genau das hat Zahn aus meiner Sicht nie begriffen. Lukes Aufgabe war mit dem Tod Palpatines erledigt. Hätte George Lucas seine Campbellsche Vorlage nun weiter umgesetzt, hätte Luke wohl Leia ausgebildet und wäre dann nach Tatooine zurückgekehrt, um die Farm seiner Familie zu übernehmen. Der Kreis wäre damit geschlossen gewesen, und Luke hätte der "alte Ben" der nächsten Generation werden können. Stattdessen wurde er, nicht zuletzt durch Timothy Zahn, durch Krise über Krise gehetzt und durfte bis heute nicht alt werden und seinen Lebensabend genießen. Er mußte Held bleiben, als er schon längst wieder Sterblicher hätte sein können und müssen, und das hat ihn als Figur extrem unglaubhaft gemacht. Wenn man sich heute Episode IV ansieht und Luke auf Tatooine erlebt, und hinterher liest man einen beliebigen Luke-Roman der letzten 3 bis 5 Jahre, dann ist dieser Roman-Luke nicht Luke Skywalker, sondern Lukes verdrehte Superman-Version.
Und ich glaube, all die, die nach "erwachseneren" Romanen schreien, wissen das tief in ihrem Herzen und wünschen den Helden ihrer Kindheit im Grunde nicht den Tod, sondern die Erlösung aus dieser verdrehten Spiegelexistenz, die ihnen tagtäglich von Autoren aufgezwungen wird, die anscheinend vergessen haben, wer diese Figuren, die sie da in die absurdesten Situationen zwingen, eigentlich sind. Dazu gehört eigentlich nicht viel: Es würde völlig genügen, sich Episode IV anzusehen, und diese extreme Leichtigkeit zu erleben, die ich persönlich weder vor, noch nach Neue Hoffnung so in einem anderen Film gesehen habe. Episode IV ist für viele Leute billig, platt und sinnlos, aber persönlich finde ich, der Film strotzt vor Optimismus und Lebenslust, wie kaum ein anderer.
Dieser Optimismus ist dem Erweiterten Universum in fast jeder seiner Ausprägungen verlorengegangen. Die Helden von gestern sind keine Tyrannen geworden, sondern einfach nur traurige alte Leute, deren Zukunft noch viel trauriger sind, und die in einer Welt leben, gegen die das alte Imperium wie ein einziger großer Vergnügungspark erscheint. Und ganz ehrlich: Das ist nicht die Welt von Krieg der Sterne. Das ist Gotham City. Oder vielmehr die Joker-Version davon. Und, um es mit The Dark Knight zu sagen: Der Joker darf nicht gewinnen.
Allerdings gibt es für das EU aus meiner Sicht so wenig einen Weg zurück wie für Gotham City. 10 Romane von Timothy Zahn würden das EU nicht wieder so machen wie es einmal war, und insofern dürfte sich seine Prophezeiung erfüllen: Dinosaurier wie er werden im Nichts verschwinden, und der Rest ist, wie nach jedem Heldentod, nur Schweigen.
You think a little thing like death's gonna slow us down?!
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15

Samstag, 1. November 2008, 00:03

@ Aaron: Ich stimme Dir zu, deshalb sind mir die Romane aus der alten Republik lieber. Aber ich würde nicht unbedingt den Autoren die Schuld geben, zumindest nicht alleine. Das sind doch nur Auftragsarbeiter. Star Wars wird dem Zeitgeist geopfert, verkauft sich wohl besser.
Irre explodieren nicht, wenn das Sonnenlicht sie trifft, ganz egal wie irre sie sind!

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16

Samstag, 1. November 2008, 08:58

Zitat

Original von Pontifex

Zitat

Original von Ronen Tal-Ravis
Aber welche Figur meinst Du nun, die von Zahn getötet wurde? :thinking:


Thrawn!


Also ich glaube der "Nichtsterben-Bonus" bezieht sich nur auf die Guten...
"We Came In Peace For All Mankind." - Apollo 11

"Es ist nicht Deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär nur Deine Schuld, wenn Sie so bleibt." - Die Ärzte

17

Samstag, 1. November 2008, 11:40

Das Interview lässt mich traurig und wehmütig werden. Ich weiß noch, wie traurig ich war, als Thrawn starb und auch sein Klon in der "Hand von Thrawn" Trilogie starb, bevor er überhaupt ausgewachsen war. Hab danach viele Jahre kein Star Wars Buch angefasst und wurde auch dann sofort mit Chewbaccas Tod konfrontiert. Ja, das ist der Preis, wenn man keine Rechte an seinen Schöpfungen besitzt. Schade ist es trotzdem.

Und schade ist es auch, dass kein Schwein bei Lucasfilm Licensing oder Lucasbooks oder wie immer der Laden auch heißt mal daran denkt: Hey, Timothy Zahn hat tolle Bücher geschrieben und viel für das Expanded Universe getan, warum fragen wir ihn nicht, ob er noch ein paar gute Stories auf Lager hat?

Schade, schade. Aber wenn je wieder ein Star Wars Buch von ihm rauskommt, dann werd ich's kaufen. Ich schätze Zahn und seinen Beitrag zu Star Wars sehr.

"The dark side of the Force is the pathway to many abilities some consider to be unnatural."
— Palpatine

18

Samstag, 1. November 2008, 12:59

Zitat

Original von Sashman

Und schade ist es auch, dass kein Schwein bei Lucasfilm Licensing oder Lucasbooks oder wie immer der Laden auch heißt mal daran denkt: Hey, Timothy Zahn hat tolle Bücher geschrieben und viel für das Expanded Universe getan, warum fragen wir ihn nicht, ob er noch ein paar gute Stories auf Lager hat?

Schade, schade. Aber wenn je wieder ein Star Wars Buch von ihm rauskommt, dann werd ich's kaufen. Ich schätze Zahn und seinen Beitrag zu Star Wars sehr.


Öhm, Treueschwur, Die Kundschafter, Die Verschollenen... :)

Pontifex

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19

Samstag, 1. November 2008, 13:51

Zitat

Original von Ronen Tal-Ravis

Zitat

Original von Pontifex

Zitat

Original von Ronen Tal-Ravis
Aber welche Figur meinst Du nun, die von Zahn getötet wurde? :thinking:


Thrawn!


Also ich glaube der "Nichtsterben-Bonus" bezieht sich nur auf die Guten...

Nun ja, Thrawn wurde von Zahn erschaffen und hatte eine sehr große Rolle.
Dazu kommen der Thrawn-Klonzylinder, der ja von Luke und Mara zerstört wurde.
Er hat also ein gewisses "Gewicht" im EU. Ich persönlich hätte es auch interessant gefunden, wenn sich Thrawn ähnlich wie Daala ins Exil begeben hätte, um eines Tages wieder aufzutauchen. Dass das nicht möglich ist, ist mir natürlich klar.

Was den "Nichtsterben-Bonus" angeht, muss ich, wie grade angesprochen, auf Daala verweisen. Und warum sollte ein Schurke nicht diesen Bonus haben? Nur weil es nicht in das "Das Gute triumphiert über das Böse"-Schema reinpasst?

20

Samstag, 1. November 2008, 13:53

@ Aaron

Man kann Zahn nicht die volle Schuld für die Entwicklung von Luke geben. Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber ich denke, das da auch Kevin J.Anderson und Tom Veitch ihren Teil dazubeigetragen haben. Zumindest entsinne ich mich das die Meister der Macht Saga und die Comics "das dunkle Imperium" Luke`s zukünftigen Weg im EU stärker geebnet haben als Zahns Kampf gegen das verbliebene Imperium.
Dieser was in meinen Augen gerechtfertigt. Denn welcher Held geht schon nach Haues, wenn die letzte Schlacht nicht geschlagen ist?
Daher denke ich, dass Lukes eigentliche Nemesis die Tatsache ist, dass das Imperium niemals vollständig zerstört oder vernichtet wurde. Und sich dadurch die Möglichkeit ergeben hat die Konflikte ewig wieder anzukesseln
Wäre es dazu gekommen hätte Luke tasächlich in Seelneruhe auf die Vong warten können. :D


Aber zurück zu Zahn:
Besonders fasziniert hat mich bei Zahn immer das Thema, des "gerechten Imperialen Feldherren", der endlich mal nicht der Irre Böse ist, sondern ein genialer gewiefter Taktiker, wie er an der Spitze eines galaxis-umspannenden Imperiums stehen sollte. Für mich hat er damit erstmals dem bösen Imperium ein menschliches bzw. nichtmenschliches und vorallem faszinierendes Gesicht gegeben.
Thrawn ist ja wie auch Yoda und Palpantie stets eine unbekannte. Man weiß nichts über ihn bekommt nur hier und da ein kleine Information über ihn und letzendlich erscheint er doch immer wieder als Halb-Gott artige Figur. Das fand ich immer wunderbar gemacht.
Und zu seinem Tod, bleibt aus meiner Sicht, nur eins zusagen: er war nötig und sinnvoll für die Geschichte. Schließlich ist er teilweise das Ende des Verats am Volk der Noghri durch das Imperium. Und ich denke Thrawn wußte sehr genau in welcher Art und Weise Vader sich die Noghri gefügig machte.
Das allein war mir Grund genug.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Utopia« (1. November 2008, 14:02)


Darth Zizous

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21

Samstag, 1. November 2008, 14:21

Zitat

Original von Pontifex
Was den "Nichtsterben-Bonus" angeht, muss ich, wie grade angesprochen, auf Daala verweisen. Und warum sollte ein Schurke nicht diesen Bonus haben? Nur weil es nicht in das "Das Gute triumphiert über das Böse"-Schema reinpasst?

Genau darum. Das ist das zentrale Thema in Star Wars, das eine klare und nicht verschwimmende Einteilung zwischen Gut und Böse hat und am Ende gewinnen immer die Guten, zumindest ist es das, was die Filme vermitteln. Und genau deshalb gilt der "Nichtsterben-Bonus" nur für die Guten.
Die Dunkelheit ist großzügig und geduldig und gewinnt immer, aber im Herzen ihrer Stärke liegt ihre Schwäche: Eine einzelne Kerze genügt, um sie zurückzudrängen.
Liebe ist mehr als eine Kerze. Liebe kann Sterne entzünden.

22

Samstag, 1. November 2008, 16:12

Seit langem mal wieder ein brauchbares Interview! Ich persönlich mag ja die Romane von Zahn sehr, er ist einfach der beste EU-Autor. Irgendwie schafft es nur er das Feeling der OT in die Bücher zu bringen. Das Interview allgemein war sehr intressant, großes Lob an The Force.Net, besonders die Ansichten über den Imperator und die doch merkliche Kritk(und auch angebrachte wie ich finde) waren sehr aufschlussreich. Also kann man nur auf ein baldiges Erscheinen neuer Romane von Timonthy Zahn hoffen

Pontifex

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23

Samstag, 1. November 2008, 19:36

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Original von Darth Zizous

Zitat

Original von Pontifex
Was den "Nichtsterben-Bonus" angeht, muss ich, wie grade angesprochen, auf Daala verweisen. Und warum sollte ein Schurke nicht diesen Bonus haben? Nur weil es nicht in das "Das Gute triumphiert über das Böse"-Schema reinpasst?

Genau darum. Das ist das zentrale Thema in Star Wars, das eine klare und nicht verschwimmende Einteilung zwischen Gut und Böse hat und am Ende gewinnen immer die Guten, zumindest ist es das, was die Filme vermitteln. Und genau deshalb gilt der "Nichtsterben-Bonus" nur für die Guten.

Nun ja, auch wenn Star Wars ein Märchen ist, so halte ich einen "Nichtsterben-Bonus" für nur eine Partei für falsch. Davon abgesehen befindet sich das EU inzwischen so weit in der Zukunft, dass die Helden irgendwann halt sterben müssen.
Nebenbei, Obi-Wan und auch Yoda (die ja definitiv auf der guten Seite stehen) sind gestorben.

Im den Bogen vom Off-Topic zum Topic zu ziehen:
Zahn ist einer der besten SW-Autoren (vielleicht auch der Beste), aber die Helden nur deswegen zu schonen, weil sie Helden sind, finde ich nicht richtig. Im ganzen Star Wars Universum kann man Parallelen zur realen Welt sehen. Und der Tod gehört halt auch zur realen Welt.