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1

Donnerstag, 12. Juni 2008, 21:45

Leia als Staatschefin

Ich lese zur Zeit die Yevetha-Trilogie und ich muss sagen, dass ich es relativ lächerlich finde, dass Leia schon wieder ernsthaft darüber nachdenkt, als Staatschefin der neuen Republik zurückzutreten. (Und das zum dritten oder sogar vierten Mal)

Leia wird zwar einerseits als großartige Politikerin dargestellt, andererseits wird sie zum Teil vor dem Senat regelrecht vorgeführt. Hier denke ich speziell an "Rebellion der Verlorenen", wo sie ja auch kurzzeitig zurücktritt und von den imperialen Senatoren nach Strich und Faden zum Narren gehalten wird.

Mich würde eure Meinung dazu interessieren, wie sich Leia als Staatschefin macht.

YodasEnkel

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2

Donnerstag, 12. Juni 2008, 21:51

RE: Leia als Staatschefin

Was ist denn die Yevetha-Trilogie?

Irgendwie kann ich Deine Frage jetzt nicht einordnen, da mir eine solche Trilogie nicht bekannt ist.
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Methem

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3

Donnerstag, 12. Juni 2008, 21:55

Mit Yewetha Trilogie ist die Schwarze Flotten Trilogie gemeint.

MfG
Methem
Ich weiß nicht womit die Menschen im 3.Weltkrieg kämpfen werden, aber im 4. werden es Keulen und Steine sein-Albert Einstein

4

Donnerstag, 12. Juni 2008, 22:45

Es ist ja eigentlich egal, welche Buchreihe es jetzt im speziellen ist, was mich stört ist, dass Leia eigentlich in jeder Buchreihe in der sie das Amt der Staatschefin bekleidet entweder über einen Rücktritt nachdenkt, oder kurzzeitig wirklich zurücktritt.
Das passt meiner Meinung nach einfach nicht dazu, wie Leia als Staatschefin dargestellt wird. Nämlich streckenweise als absolute Versagerin in ihrem Fach. (Auch wenn sich das jetzt etwas hart anhört.)

chrissie

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5

Donnerstag, 12. Juni 2008, 23:37

Staatchefin Leia Organa Solo

Langsam, langsam.

1. finde ich es schon wichtig, welche Buchreihe gemeint ist und Methem hat in dem Fall recht, dass Du hier sicher die "Schwarze-Flotte-Trilogie" meinst.
Wenn Du schon von einer "seltsamen" Yevetha-Trilogie sprichst, sollte es erstmal richtig gestellt werden.

2. weiß ich jetzt nicht, wie weit Du schon beim 1. Band bist, aber soweit ich mich erinnere, ist das schon eine spezielle und heikle Situation, mit der Leia bei der Schwarzen Flotte, insbesondere mit den Yevethanern konfrontiert wird. Und deswegen muss sie mit den anderen Ratsmitgliedern, Militäroberhäupten und Freunden eben beraten, wie am klügsten vorzugehen ist.
Da tut jeder seine Meinung kund und sie muss so einiges abwägen.
Jeder Vorschlag könnte richtig oder falsch sein...

3. Im weiteren Verlauf wird es ja persönlicher und sie muss eine ganz, ganz wichtige Entscheidung treffen.
Und darauf baut auch so ein bisschen die Trilogie meines Erachtens auf.
Ein Leben zu Opfern, um viele zu Retten, oder umgekehrt.

@Thema
Für einen Teil stimme ich Dir zu.
Leia kommt im Allgemeinen hin und wieder in Situationen, wo sie für den Leser in erster Linie als nicht kompetente und würdige Staatschefin rüberkommt.
Anders als bei Mon Mothma, die eine absolut kühle Peson ist, weil sie auch nicht so offen persönliche Verbindungen eingeht.
Daher kann sie manch Verluste etwas besser verschmerzen und ertragen.
Und da behält sie einfach besser die Nerven, weil sie keine persönlichen Gefühle in vielen Entscheidungen mit einbringen muss.

"Rebellion der Verlorenen" habe ich zwar auch schon gelesen, ist aber einige Zeit her und von daher halte ich mich bei dieser Sache zurück.

Ich denke aber, es liegt auch am jeweiligen Autor.
Der eine beschreibt sie souverän und berechnend, ein anderer lässt mehr die Ehefrau und Mutter durchblicken, die dann den Beschützerinstinkt zeigt und alles andere um sich herum erstmal vergisst.
Da muss man Prioritäten setzten, wird sie sich sagen, und schon versagt sie bei den Kritikern.

Zwar kann ich jetzt nicht mehr genau sagen, wo Leia Organa Solo als Staatschefin oder nur als Vize fungiert hat, aber sie hat ihre Sache ganz ordentlich gemeistert.
Sie hat nicht ganz die Kraft, wie Mon Mothma, jedoch steht sie ihr in Sachen Loyalität und politischer Gewandheit in nichts nach.

Bestimmt ist das auch beabsichtigt. Wahrscheinlich soll das zum Denken anregen, wie jeder einzelne verfahren würde, wenn es nicht nur um das Wohlergehen aller geht, sondern auch um naheliegende Personen.
(auch wenn sich das jetzt etwas weich anhört) ;)

Ne. Im Ernst. Ich sage, Leia macht ihre Sache ganz gut.
8.5.2012. Sonnige Grüße, an alle, die gegrüßt werden wollen. Insbesonders: YodasEnkel, Byzantiner, Skaba Rebullion, Ronen Tal-Ravis, Aaron, Kay Katarn, Findus, Aidan Savo, Chefkoch Porcellus, Darth Duster, Rebel247 und natürlich auch Shtev-An Veyss. (Die Reihenfolge hat immer noch keine Bedeutung!) Bleibt gesund und anständig. Bis dahin. Man liest sich. :thumbup:

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »chrissie« (12. Juni 2008, 23:39)


YodasEnkel

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6

Freitag, 13. Juni 2008, 11:24

RE: Staatchefin Leia Organa Solo

Ich denke chrissie hat es gut auf den Punkt gebracht.

MON MOTHMA war eine Politikerin noch aus der Zeit der alten Republik. Über Jahrzehnte war sie die politische Führerin der Rebellen-Allianz. Dadurch hatte sie eine Menge Erfahrung, wenn es darum ging unterschiedliche Interessen unter einen Hut zu bekommen.

Ganz im Gegensatz dazu LEIA. Wenn ich mich recht erinnere, dann wollte sie am Anfang den Job der Staatschefin nicht von MON übernehmen, liess sich dann aber überzeugen. Wärend der Rebellion war sie eher die zweite Hand, bei der Führung der Rebellen. Hauptaugenmerk war für LEIA auch der Kampf und nicht die politische Führung der Rebellion. Hier fehlten ihr einfach die Erfahrungen im politischen Geplenkel.

Warum LEIA so oft über die Niederlegung ihres Amtes nachdenkt, wurde von chrissie auch gut beschrieben.
Jedes Mal, wenn sie an diesem Punkt war, mussten verschiedene Interessen gegeneinander abgewogen werden. Besonders in der Erinnerung ist mir da "Rebellion der Verlorenen". Hier wurde ihre Familie für die Bombenanschläge verantwortlich gemacht. HAN wurde hier zum ersten Mal direkt beschuldigt, ihr Kinder wurden entführt. Selbst LEIA wurde direkt eine Verbindung mit den Anschlägen unterstellt (sie hasst die Imperialen, also hat sie die Anschläge organisiert). LEIA hatte ein Problem mit den neuen Ratsmitgliedern, alles ehemalige Imperiale, und stand kurz vor einem Misstrauensvotum. Da blieb ihr ja eigentlich keine andere Wahl als den Posten der Staatschefin niederzulegen.

An die anderen zwei oder drei Rücktrittsgedanken kann ich mich jetzt nicht so genau erinnern. Aber es waren irgendwie ähnliche Situationen. Ich weiss aber noch, dass nicht jedes Mal dieser Gedanke von ihr ausging, sondern auch an sie herangetragen wurde. In einem Roman reagiert sie auch sehr entschieden, so nach dem Motto: "Jetzt erst recht!".

Durch diese Situationen, über die verschiedenen Bücher und Romanreihen verteilt, finde ich, dass die Schwierigkeit eine neue Republik zu führen gut dem Leser nahe gebracht wird. Aber das bringt ja auch chrissie hier zum Ausdruck:

Zitat

Original von chrissie

Bestimmt ist das auch beabsichtigt. Wahrscheinlich soll das zum Denken anregen, wie jeder einzelne verfahren würde, wenn es nicht nur um das Wohlergehen aller geht, sondern auch um naheliegende Personen.


Das soll erst einmal genügen.
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7

Freitag, 13. Juni 2008, 12:21

IMHO lässt Leia sich sooft von anderen vorführen, weil sie zu sehr alles persönlich nimmt.
gerade wenn es um die jedi geht kann sie halt schwer neutral bleiben da luke halt ihr bruder ist. und so geht es ihr halt auch bei anderen sachen. sowas merken ihre widersacher natürlich schnell und nutzen es halt auch aus.
dazu kommt das sie IMHO die NR führen will wie die rebellion, was sie aber nicht ist und daher auch nicht klappt.
Liberate tute me ex inferis.

8

Freitag, 13. Juni 2008, 16:07

RE: Staatchefin Leia Organa Solo

Zitat

Hier fehlten ihr einfach die Erfahrungen im politischen Geplenkel.


Das denke ich nicht, denn schließlich heißt es, dass Leia die jüngste, jemals in den Senat gewählte Person war. Ihr wurde dieses Amt zwar sozusagen in die Wiege gelegt, dadurch, dass ja ihr Ziehvater Bail Organa auch sehr lange und ein sehr Hochrangiges Senatsmitglied war, aber trotzdem denke ich, dass das bedeutet, dass sie politisch gesehen auch einiges auf dem Kasten hatte. Außerdem hatte sie ja diverse politische Mentoren, wie zum Beispiel Mon Mothma, ihren Ziehvater und auch andere.

Trotzdem ist es so, dass sie auf der einen Seite beispielsweise die einfachsten Winkelzüge der imperialen Senatoren in Rebellion der Verlorenen nicht durchschaut, andererseits hat sie oft schwierigste Situationen voll im Griff. Und das finde ich passt einfach nicht zusammen.

Xanatos' Erbe

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9

Freitag, 13. Juni 2008, 16:13

Es gibt auch einen dramaturgischen Grund: Wen interessiert denn schon Mon Mothmas Innenleben? Wenn ein Nebencharakter nur Zicken macht und die Handlung aufhält, ist das langweilig.

Bei Hauptcharakteren sieht das anders aus: Da interessieren die inneren Konflikte. Wenn die so stark sind, dass es bis zum Rücktritt kommen kann, macht es die Sache spannender. Und in StarWars ist es schon immer mehr um die inneren als die äußeren Konflikte gegangen.
Professoren und Uhren sind überall und für wenig Geld zu haben.

10

Freitag, 13. Juni 2008, 16:25

Allerding finde ich das schön langsam etwas abgedroschen wenn Leia dann schon zum dritten oder vierten mal an Rücktritt denkt.
Meiner Meinung nach wird das Leia nicht gerecht. Ich glaube, dass sie, so wie sie in den Filmen oder anderen Buchreihen dargestellt wird, eine sehr viel stärkere Persönlichkeit hat, als dass sie bei den erstbesten größeren Problemen an Rücktritt denkt.
Ja, höchstwahrscheinlich wäre es in Rebellion der Verlorenen zum Mißtrauensvotum gekommen. Aber bei der Leia, die ich in anderen Buchreihen kennengelernt habe wäre der Rücktritt hier eine rein taktische Angelegenheit und kein Akt des Selbstzweifels gewesen, da sie als Staatschefin die Mission nach Almania nicht hätte antreten können.

chrissie

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11

Samstag, 14. Juni 2008, 14:13

Zitat

Original von schaflo
Allerdings finde ich das schon langsam etwas abgedroschen, wenn Leia dann schon zum dritten oder vierten mal an Rücktritt denkt.

Sind das Spekulationen von Dir, oder habe ich so ein schlechtes Gedächtnis?
Als YodasEnkel ein paar Stichwörter zu "Rebellion der Verlorenen" lieferte, fiel mir wieder einiges ein, aber ein 3 - 4maliger Rücktritt ist mir nicht bekannt, in den bisher vielen gelesenen Romanen.

Aber wie Xanatos' Erbe sagte:

Zitat

Es gibt auch einen dramaturgischen Grund: Wen interessiert denn schon Mon Mothmas Innenleben? Wenn ein Nebencharakter nur Zicken macht und die Handlung aufhält, ist das langweilig...

Jab, genau auch das.

Denn,:

Zitat

Original von schaflo
Meiner Meinung nach wird das Leia nicht gerecht. Ich glaube, dass sie, so wie sie in den Filmen oder anderen Buchreihen dargestellt wird, eine sehr viel stärkere Persönlichkeit hat, als dass sie bei den erstbesten größeren Problemen an Rücktritt denkt.

...dies liegt, meiner Meinung nach, an den Autoren, wie ich ja schon vorher schrieb.
Und JA, natürlich. Sie besitzt eine sehr starke Persönlichkeit.
Aber einige Romanschreiber charakterisieren dann Leia eben etwas anders, um es dramatischer wirken zu lassen, und lassen sie dann im Licht eines, ich sag mal, unwürdigen Amtes erscheinen.
Mir gefällt es zwar so wie es ist, aber ich kann Dich verstehen, dass Du enttäuscht bist, wenn Leia mal gut und mal schlecht dargestellt wird.

Tja, Du wolltest Meinungen dazu hören.
Meine hast Du ja jetzt und auch noch ein paar Erklärungen zusätzlich. ;)

PS. Die Rezension von GannerRhysode83 zu "Rebellion der Verlorenen im Literaturbereich finde ich sehr zutreffend.
Leider geht das mit den verknüpfen nicht, weil das kein Hyperlink ist, also einfach beim Infobutton des Buches klicken und lesen.
Und den Text hier hinein zu kopieren erscheint mir nicht sinnvoll. :P
8.5.2012. Sonnige Grüße, an alle, die gegrüßt werden wollen. Insbesonders: YodasEnkel, Byzantiner, Skaba Rebullion, Ronen Tal-Ravis, Aaron, Kay Katarn, Findus, Aidan Savo, Chefkoch Porcellus, Darth Duster, Rebel247 und natürlich auch Shtev-An Veyss. (Die Reihenfolge hat immer noch keine Bedeutung!) Bleibt gesund und anständig. Bis dahin. Man liest sich. :thumbup:

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12

Sonntag, 15. Juni 2008, 19:46

Zitat

Original von chrissie

PS. Die Rezension von GannerRhysode83 zu "Rebellion der Verlorenen im Literaturbereich finde ich sehr zutreffend.
Leider geht das mit den verknüpfen nicht, weil das kein Hyperlink ist, also einfach beim Infobutton des Buches klicken und lesen.
Und den Text hier hinein zu kopieren erscheint mir nicht sinnvoll. :P[/COLOR][/FONT][/B]


Hier Rebellion der Verlorenen kann man die Meinung von GannerRhysode83 nachlesen. Es ist gleich das erste Statement nach der Inhaltsbeschreibung.

chrissie, da war wohl die Macht nicht mit Dir?! ;)
Spüren ich immer werde, den Willen der Macht!
:thumbsup:
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