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Aaron

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1

Dienstag, 6. November 2007, 10:57

Mara, Thrawn und Happy Ends


Mara, Thrawn und Happy Ends
Dienstag, den 06. November 2007 um 10:48 Uhr von Aaron

Fractal Matter hatte kürzlich Gelegenheit, mit Timothy Zahn über seine Arbeit an der Thrawn-Trilogie und seine Sicht auf die gegenwärtigen Entwicklungen im Erweiterten Universum zu sprechen:

Zahn Sie sind am besten für Ihre Arbeit im Krieg der Sterne-Universum bekannt, auch wenn diese Arbeit nur einen kleinen Teil Ihres Gesamtwerks ausmacht. Wünschten Sie sich manchmal, sich von Ihrem Image als "dieser Krieg-der-Sterne-Autor" lösen zu können?

Zahn: Ich habe kein Problem damit, daß meine Krieg der Sterne-Bücher die Hauptaufmerksamkeit der Fans auf sich ziehen. Dieses Universum hat immerhin eine eingebaute treue Anhängerschaft. Außerdem haben viele meiner Krieg der Sterne-Leser später auch meine anderen Bücher entdeckt. Vor allem aber hat es mir meine Arbeit an Krieg der Sterne erlaubt, eine Menge phantastischer Menschen kennenzulernen.
Und außerdem: Ich bin auf meine Krieg der Sterne-Romane nicht mehr oder weniger stolz als auf meine anderen Arbeiten. Mein Ziel war bei diesen Büchern dasselbe wie bei jedem anderen Projekt: Die beste, spannendste und unterhaltsamste Geschichte zu erzählen, die ich zu bieten habe.

In der Rückschau kann man Ihre drei Thrawn-Romane zusammen mit Tom Veitchs Das Dunkle Imperium wohl als Geburtshelfer eines ganzen Universums betrachten, das heute Millionen Menschen auf der Welt begeistert. Sie müssen sehr stolz darauf sein. Haben Sie sich damals, als Sie diese Romane Anfang der 1990er schrieben vorstellen können, daß Sie einen solchen Einfluß auf die Fans und faktisch das ganze Krieg der Sterne-Geschäft haben würden?

Zahn: Ich glaube nicht, daß sich damals irgendjemand vorstellen konnte, mit neuen Krieg der Sterne-Romanen derartigen Erfolg zu haben. (Die einzige Ausnahme ist vielleicht Lou Aronica, der damals Chef von Bantam Spectra war und die Entwicklung der Thrawn-Trilogie angestoßen hat. Er hat von der ersten Minute fest an den Erfolg dieses Projekts geglaubt.) Man muß sich dabei vor Augen halten, daß Krieg der Sterne in einem tiefen Dämmerschlaf lag, als Erben des Imperiums und Das Dunkle Imperium veröffentlicht wurden. Niemand konnte ermessen, ob dieses Universum noch irgendwen interessieren würde.
Was das Geburtshelferdasein angeht, so kann ich dem nur zustimmen. Weder Tom Veitch noch ich selbst haben die wachsende Beliebtheit von Krieg der Sterne geschaffen. Populär war das Universum schon, das kann man am sofortigen Erfolg unserer Projekte ablesen. Wir beide hatten nur die schöne Aufgabe, diese Popularität wieder ans Tageslicht zu bringen.

Mara Mara Jade und Großadmiral Thrawn sind zwei der bekanntesten und beliebtesten Figuren des gesamten Krieg der Sterne-Universums. Nur wenige Nicht-Film-Figuren haben eine so große Anhängerschaft. Was glauben Sie ist es, daß diese Figuren so beliebt gemacht hat und wieso glauben Sie ist es seither so wenigen anderen Figuren gelungen, einen ähnlichen Begeisterungstaumel auszulösen?

Zahn: Ich denke, die Beliebtheit von Mara und Thrawn liegt darin begründet, daß beide im Kern Ehre und Anstand verkörpern. Beide sorgen sich um ihre Mitstreiter und Untergebenen, und genau das läßt sich auch von Luke, Leia, Han und Obi-Wan sagen, (auch wenn Han diesen Teil seiner Persönlichkeit so lange er konnte verborgen gehalten hat und zwei Filme lang vermutlich geleugnet hätte, daß er dazu überhaupt fähig wäre.)
Diese Ehrenhaftigkeit bedeutet, daß die Leser sich mit Mara und Thrawn identifizieren und sie bewundern können und, auf einer gewissen Ebene, vielleicht sogar den Wunsch entwickeln könnten, ihnen nachzueifern.
Und was Mara angeht, so glaube ich, daß viele weibliche Fans gerne einige ihrer Charaktereigenschaften besäßen, während die männlichen Fans sie gerne an ihrer Seite hätten.
Oder vielleicht ist es viel einfacher. Vielleicht gefällt den Fans einfach nur die Tatsache, daß sowohl Mara, als auch Thrawn wirklich gut darin sind, den bösen Jungs die Suppe zu versalzen.

Haben Sie Pläne, diese Figuren in zukünftigen Romanen wieder einzusetzen?

Zahn: Zur Zeit gibt es seitens Del Reys und Lucasfilms keine Anfrage an mich, weitere Krieg der Sterne-Romane zu schreiben. Sollte es dazu kommen, werde ich aber natürlich Geschichten vorschlagen, die Mara oder Thrawn oder beide Figuren einbeziehen.

Thrawn Erst kürzlich ist eine Ihrer bekanntesten Figuren getötet worden, sehr zur Unbill einiger Fans. Finden Sie, daß ihr Tod gut genutzt wurde, um die Gesamtgeschichte voranzutreiben und waren Sie von den Reaktionen der Fans überrascht?

Zahn: Ich bin nicht wirklich mit der Gesamthandlung dieser Reihe vertraut, also kann ich nicht sagen, ob dieses Zutodekommen ein notwendiger Teil der Geschichte war.
Ich finde allerdings, daß es nicht zum Stil und zur allgemeinem Atmosphäre von Krieg der Sterne paßt, Hauptfiguren zu töten. Ich sehe Krieg der Sterne als klassischen Kampf des Guten gegen das Böse, in dem die Helden Unmögliches zustandebringen und am Ende triumphieren. Dabei können zweit- oder drittrangige Figuren auch sterben - im Krieg sterben Menschen nunmal -, aber die Hauptfiguren überleben.
Diese Sichtweise sehe ich in Die Rückkehr der Jedi-Ritter bestätigt: Hätte Lucas eine weniger wichtige Figur sterben lassen wollen, hätten es weder Wedge, noch Lando aus dem explodierenden Todesstern hinausgeschafft. Daß beide überleben beweist mir, daß dieses Universum auf einen allgemein glücklichen Ausgang angelegt ist.
Das sage ich übrigens nicht, weil eine meiner Figuren gestorben ist. Ich war schon aus dem gleichen Grund gegen Chewbaccas Tod.


2

Dienstag, 6. November 2007, 11:32

Ein sehr interessantes Interview.

Ja, auch ich fand den Tod genannter Charaktere echt überhaupt nicht schön. Aber auch in Comics sterben Charaktere... es steigert halt die Verkaufszahlen. Mal ehrlich: Jeder wäre wohl sehr sauer, wenn es irgendwann heißt: Han Solo ist getötet worden. Aber wohl jeder wird sich das Buch holen um zu lesen wie und warum. Es sei denn, man lässt es komplett bleiben. Dinge die mir nicht gefallen verdränge ich einfach *g*

Wäre schon, wenn Timothy Zahn doch noch weitere Star Wars Bücher schreiben würde. Ich freu mich nun auf "die Kundschafter", danach werd ich auch "die Verschollenen" lesen. Und auf "Treueschwur"

Ich denke aber, es wird immer schwerer, vernünftige Zeitspannen für Star Wars Bücher zu finden. Vor allem frage ich mich, wann die Buch-Reihen um Han, Luke, Leia und Co. ihr Ende finden. Die leben ja auch nicht ewig... Werden in den Büchern eigentlich schon Altersgebrechen geschildert oder ignoriert man so etwas? Ich merke, ich schweife ab. Auf jeden Fall gehören Timothy Zahn Bücher zu meinen Lieblingsbüchern. Ich weiß noch die Begeisterung, als mir mein Kumpel damals, vor so vielen Jahren als "Erben des Imperiums" auf deutsch erschien erzählte: "Das geht weiter, das Imperium gibt es noch und da ist so ein Typ mit einem Affen auf der Schulter und mit roten Augen..." Hachja... das war so toll damals.

"The dark side of the Force is the pathway to many abilities some consider to be unnatural."
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Gregor44800

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3

Dienstag, 6. November 2007, 11:38

Ich habe nur sehr wenige Star Wars Bücher im Regal stehen aber die Thrawn Triologie sowie die danach folgende Triologie habe ich mir gekauft, weil mir die Bücher richtig gut gefallen haben. Wenn ich da an den Roman: Kristallstern oder Palpatines Auge denke wird mir heute noch übel.

Was ich aber bei all den Büchern die auf dem Markt sind immer noch nicht gefunden habe, wäre mal zur abwechslung das das Imperium gewinnen würde.

:lol:
Logik Logik Logik, ist der Anfang aller Weisheit und nicht das Ende Captain Spock

Aaron

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4

Dienstag, 6. November 2007, 11:41

Zitat

Original von Sashman
Wäre schon, wenn Timothy Zahn doch noch weitere Star Wars Bücher schreiben würde. Ich freu mich nun auf "die Kundschafter", danach werd ich auch "die Verschollenen" lesen.


Gehört nicht ganz hierher, aber Outbound Flight kam nicht zufällig erst nach Survivor's Quest raus. Oder mit deutschen Titeln: wenn Du erst Die Kundschafter liest, sind Die Verschollenen langweilig ohne Ende. Wie ein Kriminalroman, bei dem zuerst der Mörder vorgestellt wird.
Echt nicht zu empfehlen.
You think a little thing like death's gonna slow us down?!
-Han Solo

5

Dienstag, 6. November 2007, 12:32

Zitat

Ich finde allerdings, daß es nicht zum Stil und zur allgemeinem Atmosphäre von Krieg der Sterne paßt, Hauptfiguren zu töten. Ich sehe Krieg der Sterne als klassischen Kampf des Guten gegen das Böse, in dem die Helden Unmögliches zustandebringen und am Ende triumphieren.


da bin ich mit TZ einer meinung.
das ganze "neue" EU nach NJO "traitor/verräter" ist so ganz und garnicht mein geschmack.
ansonsten muss ich sagen das mir TZs bücher bisher immer gefallen haben.
Liberate tute me ex inferis.

6

Dienstag, 6. November 2007, 15:41

Zitat

Original von Aaron

Zitat

Original von Sashman
Wäre schon, wenn Timothy Zahn doch noch weitere Star Wars Bücher schreiben würde. Ich freu mich nun auf "die Kundschafter", danach werd ich auch "die Verschollenen" lesen.


Gehört nicht ganz hierher, aber Outbound Flight kam nicht zufällig erst nach Survivor's Quest raus. Oder mit deutschen Titeln: wenn Du erst Die Kundschafter liest, sind Die Verschollenen langweilig ohne Ende. Wie ein Kriminalroman, bei dem zuerst der Mörder vorgestellt wird.
Echt nicht zu empfehlen.


Aye, DANKE das du mich darauf hingewiesen hast. Ich dachte nämlich, es wäre umgekehrt der Fall, dass man garnichts kapiert, wenn man nicht zuerst Die Kundschafter gelesen hat. ^^

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Byzantiner

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7

Dienstag, 6. November 2007, 17:33

Dieses Interview ist sehr sehr intertessant, weil ich schon lange mal ein Interrview mit TZ lesen wollte, einfach weil er neben Jude Watson (Ich weiß schon, was einbige denken mögen :)) mein Lieblingsautor der Star Wars-Bücher ist. ;)

Besonders gut fand ich auch, dass ich mal ein Bild von ihm sehen durfte, ich habe mich schon lange dafür interessiert, wie er wohl aussieht. ;)

Ich würde es aber auf jeden Fall gut finden, sollte er noch weitere Krieg der Sterne -Romane schreiben, denn er schreibt einfach super...
Manche sind der Ansicht, der Mensch beherrsche die Natur.
Doch hängt das Überleben der Natur von den Menschen ab - oder das Überleben der Menschen von der Natur?

8

Dienstag, 6. November 2007, 18:07

Vor James Luceno sicher die Nr.1 unter den Star Wars _Autoren.

Wobei man irgendwie merkt,dass er sozusagen die alte Garde der Star Wars -Autoren vertritt, die die Philiosophie der OT in ihren Büchern fest verankert haben.( sagt er ja selber,indem er sich gegen Heldentod ausspricht ,weil bei Star Wars nun mal das Gute gewinnt) Ich find diese leise Kritik an der NJO-Reihe angemessen, teile die Meinung von Mr.Zahn ;)
?("Das wird nicht funktionieren!"
8o -"Warum hast du das nicht gleich gesagt?!"
X(-"Ich habe es gesagt!!"

Kleiner Böser Ewok

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9

Dienstag, 6. November 2007, 23:47

Ich persönlich denke genau wie Timothy Zahn über das Sterben von Chewie und
Mara.
Beide Tode passen eigentlich nicht ins Universum. Im Übrigen gilt dies auch für den reichlich unsinnigen und schwachen Tod von Padme...

Sry, aber ich hab's mal rasch in den Spoiler gepackt, wissen noch nicht alle. :) R2noa
Mitglied der letzten Stunde!

10

Mittwoch, 7. November 2007, 13:08

So... und nu etwas eigener Senf:

Ich kann mich nicht ganz entscheiden, was ich von Tims Meinung halten soll. Ehrlich gesagt bin ich ein wenig überrascht, dass sowas von ihm kommt!
Stories funktionieren meiner Meinung nicht ewig, wenn die Helden immer überleben. Ob Star Wars nun Märchencharakter hat oder nicht.

Zu den angenehmeren Sachen ;)
Da is er am Anfang des Interviews aber doch recht bescheiden, was?
Ich meine, ohne seine Trilogie hätte es mit dem EU schon eng ausgesehen. Meiner Meinung nach hat die Thrawn-Trilogie auch einen wesentlich höheren Einfluss auf den schriftlichen Teil des erweiterten Universums, alle alle anderen Werke! Immerhin wurde so wirklich das Konzept ins Leben gerufen, vor und nach den Filmen die Story zu erweitern.
Das werd ich ihm nie vergessen ;)

Arica

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11

Mittwoch, 7. November 2007, 19:47

Hey, schön, mal ein Interview von Timothy Zahn zu lesen!

Ich wusste doch, warum ich ihn zu meinen SW-Lieblingsautoren zähle. Für die Antwort auf die letzte Frage ist er auf meiner Liste nochmal um ein paar Punkte gestiegen :D.
Wenn er doch nur mehr Einfluss auf die letzten Reihen gehabt hätte... *träum*

Zitat

Original von R2noa
Ich kann mich nicht ganz entscheiden, was ich von Tims Meinung halten soll. Ehrlich gesagt bin ich ein wenig überrascht, dass sowas von ihm kommt!
Stories funktionieren meiner Meinung nicht ewig, wenn die Helden immer überleben. Ob Star Wars nun Märchencharakter hat oder nicht.

Ich finde es gar nicht so überraschend. Timothy Zahn zählt schließlich zu den SW-Autoren, die noch am ehesten das Feeling aus den Filmen rübergebracht haben. Eben genau dieses "Die Guten überleben, die Bösen kriegen ihre Strafe"-Märchenschema. Genau diese Art, die ich auch mag :). Außerdem gefällt es keinem Autoren so recht, wenn eine seine "Kreationen" den Löffel abgibt, aus welchen Gründen auch immer. Da glaub ich ihm sein "ich sag das nicht, weil eine meiner Figuren stirbt" (jaja ;) ) nicht so recht.

Aber es stimmt, ohne Timothy Zahn würde das EU (falls es eines gebe, aber spätestens nach den neuen Filmen hätten sie damit gestartet) nicht wiederzuerkennen sein und ein paar gute alte Werke - auch von anderen Autoren - wären nie entstanden.
Dafür bin ich ihm dankbar :).

Und "Die Verschollenen" und "Die Kundschafter" werd ich mir nicht entgehen lassen.
"Nukular, das Wort heißt nukular!"
vom wohl größten Nukularspezialisten dieser Welt, ach, was sag ich, von ganz Europa!

Kwarrush

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12

Mittwoch, 7. November 2007, 20:19

Hm...
Ich teile Tim Zahns Meinung nicht. Wenn von Anfang bis Ende nicht mal einer der Protagonisten ins Gras beißt, dann bringt es nichts.
Ich will ja keine Unsterblichen... da kann ich auch Superman Comics lesen.
Klar, über den Tod von Chewbacca hab ich mich riesig geärgert. Aber das ist auch gut so, ich war traurig, frustriert... Aber dies erhöht die Spannung.

Blöd fände ich es nur wenn alle Hauptfiguren eines gewaltsamen Todes sterben. Ich gönne Han, Leia, Lando und Luke einen ruhigen Tod auf dem Sterbebett :)
Willst du den Charakter eines Menschen kennenlernen, so gib ihm Macht.

Abraham Lincoln (382582566)

13

Mittwoch, 7. November 2007, 21:52

Ich weiß nicht... Ich mag Zahns Bücher, aber die Interviews mit ihm sind irgendwie immer etwas ernüchternd. Er wirkt ein wenig altmodisch. Die Betrachtungen der GFFA, die man aus einigen Podcasts mit Karen Traviss oder Matt Stover bekommt, sind meiner Meinung nach deutlich interessanter. Aber vielleicht ist das nicht Zahns Schuld, immerhin stellt man dem Mann seit Jahren immer die gleichen Fragen...

Spoiler "Das letzte Kommando"
Der Tod von Hauptfiguren... Hehe. Da sagt Zahn, dass "es nicht zum Stil und zur allgemeinem Atmosphäre von Krieg der Sterne paßt, Hauptfiguren zu töten", und rechts neben dem Absatz ist Thrawn in Großaufnahme zu sehen. Öchem.


Spoiler "Legacy of the Force"
Es ist wirklich schade, dass Zahn die LotF-Reihe nicht gelesen hat und zu den Entwicklungen nix sagen konnte. Karen Traviss charaktersiert Mara Jade als dunkle Attentäterin und Jägerin, die Mutter und reifer geworden ist. Zahn dagegen versucht immer wieder, Mara umzubiegen zu einer dunklen Attentäterin, die eigentlich nie eine solche war und mit dem bösen Imperium eigentlich doch nichts zu tun gehabt hat und überhaupt.


Vielleicht hat er in seiner Märchenbegeisterung Angst, dass seine Charaktere sterben, wenn man sie für böse halten könnte.
"Who's got a secret room in a secret room in a regular house in a secret town on a secret Island? That's Benjamin Linus."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »phazonshark« (7. November 2007, 21:53)


Ace Azzameen

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14

Mittwoch, 7. November 2007, 22:25

Zitat

Stories funktionieren meiner Meinung nicht ewig, wenn die Helden immer überleben.
Das EU ist nunmal nicht die Grundstory von StarWars und sollte sich dieser unterordnen. Das heißt eben, dass man auch das Ende (und das ist eben ein "Friede, Freude, Eierkuchen" -Ende) der Grundstory nicht in Frage stellen sollte.

Ich glaube Maxe Windu und Kleiner Böse Ewok haben die Sache da schon ziemlich gut auf den Punkt gebracht. In dem man das Ende der Filme in Frage stellte, hat man sich eigentlich von dem Grundprinzip der OT verabschiedet.

Zitat

Ich weiß nicht... Ich mag Zahns Bücher, aber die Interviews mit ihm sind irgendwie immer etwas ernüchternd. Er wirkt ein wenig altmodisch.
Was mir persönlich lieber ist, als das Anzweifeln von Grundaussagen aus dem Munde von GL und den ständig wiederholenden Invasionen der Woche.
Ein letzter Salut für Bootsmann

Du warst mir immer ein guter Freund

15

Mittwoch, 7. November 2007, 23:38

Zitat

Original von Ace Azzameen
Das EU ist nunmal nicht die Grundstory von StarWars und sollte sich dieser unterordnen. Das heißt eben, dass man auch das Ende (und das ist eben ein "Friede, Freude, Eierkuchen" -Ende) der Grundstory nicht in Frage stellen sollte.

Haben wir die gleiche OT gesehen? Vader stirbt. Alderaan ist ausgelöscht worden. Etliche Soldaten wurden im Bürgerkrieg getötet.
Die OT hat kein gutes Ende. Sie hat ein Ende, das einen das Schlechte vergessen lässt. Das ist ein Unterschied. Wer das EU verteufelt, ehe es am Ende angelangt ist, der ist damals auch sofort nach Alderaans Vernichtung aus dem Kino gestürzt und hat Star Wars als 'pessimistisch' bezeichnet.
"Who's got a secret room in a secret room in a regular house in a secret town on a secret Island? That's Benjamin Linus."

Ace Azzameen

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16

Donnerstag, 8. November 2007, 00:03

Zitat

Haben wir die gleiche OT gesehen?
Das muss ich mich auch grade fragen.

Zitat

Vader stirbt.
Als das berühmte Opfer des Erlösers, das übrigens ziemlich sinnlos ist, wenn die Tragödien der GFFA danach immernoch weiter gehen und dessen so besondere Tat vom späten EU zu einer Lachnummer degradiert wurden, oder?

Zitat

Alderaan ist ausgelöscht worden.
Das geschieht in meiner OT aber gar nicht am Ende.

Zitat

Etliche Soldaten wurden im Bürgerkrieg getötet.
Yup: wurden. Und mit dem Ende in E6 soll ja grade gezeigt werden, dass das nun aufhört.

Zitat

Die OT hat kein gutes Ende. Sie hat ein Ende, das einen das Schlechte vergessen lässt.
Anscheinend verstehst du unter einem HappyEnd etwas anderes als ich.

Zitat

Wer das EU verteufelt, ehe es am Ende angelangt ist, der ist damals auch sofort nach Alderaans Vernichtung aus dem Kino gestürzt und hat Star Wars als 'pessimistisch' bezeichnet.
Ich weiß nun nicht genau, wie ich diese Sätze in meine Richtung verstehen soll, aber anscheinend verstehst du nicht, dass ich vom Ende der Saga gesprochen habe: Kein mittendrin und auch kein Anfang. Und wenn der Autor sein Ende als HappyEnd darstellt und in Interviews festlegt, dass nach dem Ende alles zum guten geht, dann sollte man als Lizensnehmer nicht sagen "ätsch, ich schreib trotzdem ganz anders weiter."
Dieser Autor ist eben Gast in diesem Universum und hat sich als solcher auch entsprechend zu benehmen.

Außerdem solltest du mich mit den Jahren doch etwas besser kennen: Ich verteufle das EU nicht, aber mir geht es gegen den Strich, wenn es primären Aussagen der Saga und des SW-Erfinders widerspricht.
Ein letzter Salut für Bootsmann

Du warst mir immer ein guter Freund

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ace Azzameen« (8. November 2007, 00:08)


Kleiner Böser Ewok

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Donnerstag, 8. November 2007, 01:09

Zunächst möchte ich mal feststellen dass wir nicht in einer Realität sind, sondern wie bereits in einem der ersten Postings gesagt, in einem Märchen. Und zu einem Märchen gehört auch: "Und wenn sie nicht gestorben sind..."

Was würdet Ihr denn davon halten, wenn z. B. in einer Fortsetzung von Aschenputtel Aschenputtel von einem Attentäter getötet werden würde? Oder Pinoccio einen tödlichen Unfall hätte? Meiner Meinung nach würde dieser Tod das Original-Märchen nicht nur kaputt, sondern auch sinnlos machen...

Aber jetzt zurück zum Thema Star Wars. Vaders Tod war ja aufgrund des Macht-Geistes am Ende kein wirklicher Tod, sondern die Erlösung/Befreiung von Anakin. Durch sein Opfer wurden ihm seine Sünden/Fehler/Verbrechen verziehen und er wurde in ewigem Leben wiedergeboren. (Ich weiss das klingt extrem religiös, aber auf Grund der unbefleckten Empfängnis halte ich das für angemessen.)

Wenn ich ehrlich sein soll, sind die einzigen Tode von Hauptfiguren, die Lucas wirklich überzeugend darstellte die Tode von Obi-Wan und Yoda (wobei diese strenggenommen ja auch nicht wirklich gestorben sind). Alle Anderen, egal ob in den Filmen (Padme) oder im EU
(Chewie, Anakin Solo, Mara)
erscheinen überflüssig und platt.

Ich empfinde dies sogar so störend, dass mir diese Wendungen sogar etwas den Spass an SW rauben.

Genau die von Zahn angesprochene Idee, des "stellvertretenden Sterbens" (neue Nebencharaktere sterben, Hauptcharaktere überleben) wurde immer in Star Trek erfolgreich eingesetzt. Und die 2 mal, wo diese Regel gebrochen wurde (Kirk und Data) waren ein Flop. Nur der Tod von Tasha Yar wurde akzeptiert, obwohl sie später sogar noch kurz zurück kam.

Es wurde bereits gesagt, das man keine Superhelden sehen wolle. Aber stimmt das wirklich? Ist das wirklich Lucas' ursprüngliche Absicht? - NEIN! Lucas sagte selber er habe wieder Helden auf die Leinwand bringen wollen, wie es sie in seiner Jugend (in den Cliffhanger-Serial von Flash Gordon und Co.) gegeben habe. Und das waren letztendich unsterbliche Superhelden. Helden, die am Ende jeder Episode in einer ausweglosen Situation waren, und doch am Beginn des nächsten Teils einen (manchmal absurden) Ausweg fanden.

Letztendlich habe ich den Eindruck, der sich mir schon das ganze Jubiläumsjahr aufdrängt, dass Lucas irgendwie die Kontrolle/Übersicht über sein Projekt verloren hat und nun ohne irgendein Ziel durch sein kreatives Universum düst. Immer auf der Sucher nach dem schnellen Dollar.

Denn genau dies kommt in nahezu allen Merchendising-Bereichen z.Z. zum Ausduck:
Aktionfiguren und deren Fahrzeuge werden ständig repainted oder sogar nur repackt.
Die DVDs der OT erscheinen auch regelmässig, inhaltlich unverändert, nur im Neuen Design. Das Gleiche gilt übrigens auch für die Soundtrack-CDs
Bei den Spielen werden ganze Usergruppen (PC-Spieler) ausgegrenzt, während Spiele entwickelt werden, die teilweise haarsträubende Ideen weiterentwickeln.
Die Bücher und Comics entfernen sich (zeitlich) immer mehr von der eigentlichen Handlung und Entscheidungen werden getroffen, die sich eindeutig negativ auf die Filme und das bisher bestehende EU auswirken (Abschaffund der 2er Regel für die Legacy-Comics)
Anstatt eine neue animierte Serie z. B. in der Neuen Republik anzusiedeln gibt es eine (sicher beeindruckende) Neuauflge der Clone Wars-Serie.
Lucas arbeitet an einer Realserie, in der er sich beharrlich weigert bekannte Figuren einzubauen und lieber etwas zusammenbastelt, von dem bisher noch KEINER sagen kann, ob das überhaupt funktioniert.

Ich meine seien wir doch mal ehrlich, haben insbesondere die Legacy- oder KOTOR-Reihe noch viel mit dem Original SW zu tun? Oder könnte man sie nicht auch Problemlos unter einem andern SF-Label veröffentlichen?

Waren die frühen "Tales of the Jedi"-Comics noch als Hintergrund der Filme und frühen Romane des EU ein wichtiger Bestandteil, so sind die Legacy- und KOTOR-Reihe schon sehr eigenständige Werke, so dass sie auch ohne das restliche SW-Universum funktionieren.

Abschliessend möchte ich noch, um Missverständnisse zu vermeiden daraufhinweisen, dass ich nicht die Qualität dieser Comics kritisieren will (insbesondere die KOTOR-Serie gefällt mir sehr gut!). Ich bemängle lediglich den immer dünner werdenden roten Faden und den mittlerweile fast komplett fehlenden Zusammengang mit dem ursprünglichen SW.
Mitglied der letzten Stunde!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kleiner Böser Ewok« (8. November 2007, 01:16)


Sion

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Lieblingsepisode: Episode V - Das Imperium schlägt zurück

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18

Donnerstag, 8. November 2007, 09:23

Ich bin auch der Meinung, dass die Tode im EU viel zu sehr kritisiert wurden. Kleiner Böser Ewok und Ace Azzameen haben völlig recht was ihre Aussagen angeht, dass wichtige Charaktäre in der Saga nicht sterben dürften, weil es das Märchen kaputt machen würde und ich bin auch der Meinung, dass solche Tode keinesfalls in der naheliegenden Post-Endor-Ära auftauchen sollten, aber nach über zehn Jahren... Was erwartet ihr eigentlich? Soll sich die Geschichte um Luke, Han, Leia und co. in jedem Buch gleich abspielen? Dann gäbe es irgendwann tausende Abklatsche der OT, aber wer will sowas lesen? Die Ära der Neuen Republik war in Ordnung, aber danach muss doch mal was neues kommen, sonst will es irgendwann niemand mehr kaufen - und das EU ist in erster Linie keine Erweiterung sondern pures Merchandising, wie einige hier schon erkannten.
Desweiteren sind bisher keine Hauptcharaktäre der Saga im EU gestorben. Die Hauptcharaktäre von Star Wars sind Anakin Skywalker und Luke Skywalker (ersterer trat schon im sechsten Teil ab, und Luke lebt defakto immer noch, auch wenn er am Ende der Legacy tot ist). Die restlichen Personen sind mehr oder weniger wichtige Nebencharaktäre, die wir zwar liebgewonnen haben, die aber trotzdem nicht der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte sind.
Zudem wurden die Tode bisher mit Bedacht gewählt - keiner der gestorbenen hatte bisher eine eigene Storyline (außer Mara Jade, ein paar Comics und Anakin Solo ein paar nie in Deutschland erschienene Jugend-Romane), d.h. alle tauchten immer nur im Zusammenhang mit anderen Personen auf.
Noch ein Punkt ist die kontinuierliche Fortführung der Story im EU. Irgendwann hat man den Punkt erreicht, an dem die Charaktäre eines natürlichen Todes sterben müssten. Was ist euch lieber? Soll Luke als alter Tattergreis in die Analen eingehen oder mit einem großen Knall abtreten? Die einzige Alternative, wie sich das verhindern ließe, wäre, ab sofort keine Post-Endor-Geschichten mehr zu veröffentlichen und wer darauf verzichten kann, der muss sie sich ja auch jetzt nicht kaufen.

19

Donnerstag, 8. November 2007, 11:55

Holla, die Fee aus dem Wald!

Hackt ihr euch schon wieder??? Nix da! Und hier gehört - wie nirgends mehr - eine Diskussion über Vermarktungspolitik hin!
Es ist ein Interview eines Autoren, keine Analyse der Firmenpolitik... In die Richtung bitte weiter diskutieren!

20

Dienstag, 13. November 2007, 15:30

Ich find es ein sehr interessantes Interview, aber manche Sachen sehe ich nicht ganz so wie Zahn. Ich finde den Tod mancher Personen nicht so schlimm. Auch ist natürlich klar dass für Zahn Mara Jade eine Hauptperson ist, für mich aber eigentlich nicht. Natürlich ist sie im späteren EU wichtig, aber sie prägt die Geschichte der Filme nicht, und wahrscheinlich könnte man sie sogar hauptsächlich aus dem EU lassen, bzw durch andere Handlungen ersetzen... (ich kenne nicht das komplette EU^^). Sie ist nicht elementar wichtig wie Skywalker etc.

Aber egal, in dem Punkt gibts kein Richtig oder Falsch, auf jeden Fall ist es ein nettes Interview
"Ihr seid einer der verlorenen Zwanzig. Wie Dooku."
"Ich bin der Einundzwanzigste. Ihr habt doch sicher schon von Anakin Skywalker gehört. Dem Auserwählten."