Sie sind nicht angemeldet.

  • Anmelden

Unser Forum hat zum 1. Mai 2010 seine Pforten geschlossen. Neue Beiträge sind nicht mehr möglich.
Gern könnt Ihr künftig auf der Hauptseite Eure Kommentare abgeben. Das Forum bleibt als Archiv online.

1

Sonntag, 5. Oktober 2008, 16:22

Fans, die besseren Regisseure?

Ich habe gerade gelesen, dass bei Clone Wars eine tragende Rolle in der Produktion von jemandem bekleidet wird, der selbst schon ewig ein Star Wars Fan ist. Außerdem heißt es in manch Rezension, Clone Wars würde so nah ans Star Wars Feeling rankommen wie nichts davor(außer natürlich Episode IV - VI). Nun frage ich mich, liegt diese hohe Qualität, die einem versprochen wird, daran, dass ein echter Star Wars Fan seine Finger mit im Spiel hat oder liegt es mal wieder an George Lucas, der seine Genialität wieder in die Waagschale geworfen hat und somit auch ein Mensch die Serie so gut hätte hinkriegen können, der zwar von der Möglichkeit an Star Wars teilzuhaben, nicht aber von der Saga selbst begeistert ist.

Ich persönlich glaube, dass nicht Fans sehr gute solide Arbeit schaffen können, dass sie Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachten können und dadurch etwas entstehen kann, was Star Wars würdig ist, aber ich denke, dass es einem echten Fan leichter fällt genau diese Leistung zu erbringen, da es für ihn persönlich wichtig ist, dass der neue Teil der Saga gut wird!

P.S.: Sorry, dass ich nicht mehr den Namen des Fans weiß, der bei der Produktion mitwirkt. Ist aber glaube ich Produzent oder Regiesseur oder sowas.
"Die Macht ist ein Energiefeld, es umgibt uns, es durchdringt uns, es hält die Galaxis zusammen." Obi Wan

Lord Vader 1138

Community-Mitglied

  • »Lord Vader 1138« ist männlich

Beiträge: 1 544

Lieblingsepisode: Episode V - Das Imperium schlägt zurück

Wohnort: Sullust

  • Nachricht senden

2

Sonntag, 5. Oktober 2008, 16:47

Kann sein, dass du den "Ausführenden Regisseur" Dave Filoni meinst, (der mit dem Hut ;) ) aber ich bin mir sicher, dass noch viele weitere Fans dabei sind. Das war bei der PT auch schon so, nur hat da Lucas Regie geführt.
Star Wars-Fans schätzen die Charaktere etc., mit denen sie arbeiten dürfen sicher mehr, als jemand, dem diese egal sind, dennoch glaube ich nicht, dass das der Grund für das Wiederaufleben des Feelings in TCW ist, das manche in der PT vermisst haben. Das hat andere Gründe, wie z.B. dass man eine unendliche Bandbreite an möglichen Geschichten hat, in der man dieses Adventure-Feeling einbauen kann. Für sowas hatte die PT aber weniger Platz, dafür ist sie an manchen Stellen düsterer und emotionaler.
Auch ein Dave Filoni hat es nicht im Blut, etwas zu Star Wars zu machen, sondern musste es von GL lernen.... ;)

EDIT: Äh, meinst du The Clone wars oder Clone wars?
"Oh mein Gott, sie haben Shaak Ti getötet!"
"Ihr Womp-Ratten!!"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lord Vader 1138« (5. Oktober 2008, 17:10)


3

Sonntag, 5. Oktober 2008, 21:44

Ob CW das Gefühl der OT rüberbringen wird, bleibt abzuwarten.
Ob dieses Ziel überhaupt umgesetzt werden kann, ist ebenfalls fraglich.
Außerdem hat sich glaube ich fast jeder derjenigen, der an einem SW-Projekt der letzten zehn Jahre beteiligt war und interviewt wurde, als SW-Fan bezeichnet...;)

4

Montag, 6. Oktober 2008, 02:18

Also für mich hat The Clone Wars (Film wie Serie) in etwa so viel Star Wars Feeling wie Episode 1und 2 - so gut wie gar keins. Eben wegen der fehlenden Emotionalität.

Die besten SW Momenten seit Mitte der 80er waren für mich The Force Unleashed, Jedi Knight 1 und die letzten 40 Minuten von Episode 3... ja vielleicht sogar noch das Dark Lord Hörbuch. Einfach weil diese Produkte das original emotionale SW Flair am ehesten rekonstruiert haben. Und teilweise sind es Produkte die "eher von Fans als von GL" stammen.

Aber es muss ja jeder für sich wissen, was SW Feeling eigentlich ist. Für mich ist es die Atmosphäre der alten Trilogie, ein nostalgischer Wert damit verbunden sie als 5jähriger auf VHS gesehen zu haben und wird sogar von den Ewok Filmen dargestellt (die für einen 5jährigen absolut gleichwertig zu den richtigen Filmen sind).

Fairerweise muss man sagen, dass Fans eher dazu neigen, zu zitieren. TFU ist im Wesentlichen zB aus Zitaten der OT zusammengebastelt und dreht ihr grundlegendes Prinzip einmal um, ohne wirklich etwas grundlegend Neues zu schaffen, wie es eben nur GL selbst tun kann.
Und mir als Fan der OT gefallen auch nur die Momente in TCW in denen sentimental fantypisch aus den alten Filem zitiert wird (Yoda Theme) und nicht die wilden Actionszenen a la PT.

Mein Fazit also: Fans sind vielleicht nicht die besseren (kreativeren) Regisseure aber sie sorgen für das wohlige Bauchgefühl der Nostalgie, das mit bei den den neuen Filmen immer gefehlt hat.

JM-Talon

Ehren-Yoda

  • »JM-Talon« ist männlich

Beiträge: 2 955

Lieblingsepisode: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter

  • Nachricht senden

5

Montag, 6. Oktober 2008, 10:25

@ Threadersteller: Du meinst Dave Filoni. Er ist - wo ihn George Lucas gelassen hat - der Kopf von The Clone Wars.

Vorangestellt:
George Lucas kann so schlecht nicht sein. Sonst gäbe es Star Wars nicht, es gäbe die Klassische Trilogie nicht, es gäbe keine Prequels, es gäbe diese Plattform hier nicht. Dieser ständige Ruf, der Lucas anhängt von wegen "unmögliche Dialoge", Effektverliebtheit usw., kann daher in letzter Konsequenz so übel nicht sein. Das muss jeder andere erstmal nachmachen...

Nachdem ich das gesagt habe: Dave Filoni zeigt für meine Begriffe, dass er nicht unbedingt schlechter Star-Wars-Geschichten erzählt als es George Lucas tut. Von dem her meine ich, dass er zumindest auf dem gleichen Level spielt, wenn es um die animierte Serie angeht. Ob er das auch mit Schauspielern könnte, das wiederum steht auf einem ganz anderen Blatt - Filoni ist in der Welt von animierten Serien zuhause. Ich bin nach Ambush und Rising Malevolence begeistert. Es gibt Momente, wo ich nicht unbedingt jubelnd unter die Decke hüpfe (Tribute an die Zielgruppe der berühmten 12-jährigen - völlig ok -> die Sendung ist für das Kinderprogramm gemacht), aber es gibt auch Momente (Stichwort Yoda und die Klone in Ambush), wo ich einfach nur "wow" gesagt habe. Super geschnitten, geniale Geschichte. Und dann in "Ambush" Toydaria und seine Bewohner zum Leben erweckt zu sehen: genial. Toll! Da meine ich schon zu sehen, dass da ein Fan am Werk war. Die Details sind stimmungsvoll.

Ein Fan ist IMHO nicht der bessere Regisseur, weil er Fan ist. Wenn ein Regisseur zufällig Fan ist, stellt das für meine Begriffe wiederum sicherlich einen "Idealzustand" dar. Das wäre meine Meinung.

@ Mendrek:
Du solltest Dir die ersten beiden Folgen der Serie ansehen und dann erneut urteilen. :) Ich sage nicht, dass Du TCW dann lieben wirst (ist immer Geschmackssache), aber bei mir war es so, dass ich in Sachen TCW wenig erwartet habe und dementsprechend beim Kinofilm leider auch nicht unbedingt zu positiv überrascht wurde, dass ich aber begeistert bin von den am Samstag in den USA gelaufenen Folgen. Und die Rezensionen, wonach die Serie erstmals nach der OT ein "Feeling" bietet wie in "der guten alten Zeit" sind nicht selten - auch unter kritischen Journalisten nicht.

6

Montag, 6. Oktober 2008, 14:55

@JM Talon:
Ich hab sie mir angeschaut, sonst würde ich es mir nicht erlauben, darüber zu urteilen. Scheinbar bin ich der einzige hier, dem die Serie noch weniger gefällt, als der Film. Ich fand sie jetzt nicht grottenschlecht, aber eine gute Szene pro Folge rettet sie für mich eben nicht vor der Belanglosigkeit. Und ich hab halt Angst, dass die ganze Serie nur aus Kämpfen wie in Ambush besteht.
Auf der anderen Seite war es bei Clone Wars ja auch so, dass eine richtige Geschichte erst ab dem 2. Drittel der Folgen aufkam. Also warte ich erstmal ab...

Lord Vader 1138

Community-Mitglied

  • »Lord Vader 1138« ist männlich

Beiträge: 1 544

Lieblingsepisode: Episode V - Das Imperium schlägt zurück

Wohnort: Sullust

  • Nachricht senden

7

Montag, 6. Oktober 2008, 15:21

@Mendrek: Ich weiß nicht, wie es dir ergangen ist, aber ich habe dieses lockere Adventure-Feeling, dass die OT und auch die Ewok-Filme auszeichnet, vor allem in Ambush reichlich aufgefunden. (in der PT ging das großteils verloren...) Dieses Feeling hängt nicht so sehr von der Emotionalität, die zugegeben in TCW als Animationsserie nicht so gut rübergebracht werden kann, sondern eben von der Action und der Fähigkeit, mit den Helden mitzufiebern, ab. (die Ewok-Filme sind ja auch nicht sehr emotional, und trotzdem hat man das Feeling ;) )
"Oh mein Gott, sie haben Shaak Ti getötet!"
"Ihr Womp-Ratten!!"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Lord Vader 1138« (6. Oktober 2008, 15:21)


JM-Talon

Ehren-Yoda

  • »JM-Talon« ist männlich

Beiträge: 2 955

Lieblingsepisode: Episode VI - Die Rückkehr der Jedi-Ritter

  • Nachricht senden

8

Montag, 6. Oktober 2008, 15:35

@Mendrek:
Sorry, das hatte ich nicht richtig gelesen. Ich dachte, Du hättest nur den Film gesehen. Mein Fehler. :)

9

Montag, 6. Oktober 2008, 16:02

Ich kenn jetzt die beiden TCW-Folgen nicht, aber was mir generell zu dem Thema einfällt, wäre, dass die besten Regisseure und Autoren - imho - kritische Fans sind. Erstens muss Star Wars sich weiterentwickeln, um interessant zu bleiben, und zweitens hat selbst die OT ihre Schwächen. Wenn man da also jemanden hinsetzt, der überhaupt keine Distanz zum Ganzen hat, dann wird man nichts wirklich Neues bekommen.

An Beispielen fallen mir da bei den Autoren Sean Stewart und Karen Traviss ein. Die beiden wurden wiederholt dafür kritisiert, dass sie manchmal ein wenig am Canon bzw. dem "Feeling" der Star Wars Welt anecken. Gleichzeitig werden ihre Werke aber auch dafür gelobt, Star Wars wirklich in einem anderen Licht zu zeigen. Außerhalb von Star Wars wäre da Chris Nolans Batman-Reihe, die ist einfach völlig anders als die (ersten) Comics, aber sie funktioniert trotzdem.

Ich hab deshalb auch kein Problem damit, dass die PT und der TCW-Film nicht das gleiche Feeling wie die OT haben. Damit hab ich nie gerechnet. Ich hätte mir vielleicht gewünscht, dass man eine ältere Zielgruppe anspricht, aber die OT zu wiederholen, ist ebenso unmöglich wie unnötig. Wenn die Live Action Serie ein Review bekommt mit der Headline "Das ist kein Star Wars mehr!", dann wird sie für mich erst richtig interessant. Wir sind ja alle nicht nur Fans eines einzigen Franchises, wenn wir also in Star Wars etwas bekommen können, was wir an anderen Geschichten mögen, in der GFFA bisher aber vermisst haben, dann wäre das doch sicher keine schlechte Sache.
"Who's got a secret room in a secret room in a regular house in a secret town on a secret Island? That's Benjamin Linus."

10

Montag, 6. Oktober 2008, 16:54

Zitat

Original von phazonshark
Ich kenn jetzt die beiden TCW-Folgen nicht, aber was mir generell zu dem Thema einfällt, wäre, dass die besten Regisseure und Autoren - imho - kritische Fans sind. Erstens muss Star Wars sich weiterentwickeln, um interessant zu bleiben, und zweitens hat selbst die OT ihre Schwächen. Wenn man da also jemanden hinsetzt, der überhaupt keine Distanz zum Ganzen hat, dann wird man nichts wirklich Neues bekommen.

[...]



Ich denke auch, dass eine Weiterentwicklung an den richtigen Stellen prinzipiell gut ist.
Gerade bei der ersten CW-Serie von 2004/2005 ist mir gegen Ende hin aufgefallen, wie ganze Dialog-Sequenzen nur noch aus Zitaten der klassischen Trilogie bestehen ("Impressive, most impressive...", "what an incredible smell you've discovered..." usw.).
Es wäre also aus meiner Sicht auch falsch, sich in Bezug auf Dialoge, Figuren und Themen immer nur zu wiederholen.
Ich persönliche hoffe, dass eine zukünftig an SW-Projekten mitarbeitende Fangemeinschaft SW eher ernster interpretiert und nicht auf 12-jährige zuschneidet.
Vielleicht wird meine Hoffnung ja mit der Realserie erfüllt...

11

Montag, 6. Oktober 2008, 16:58

@JM Talon: Mir lag es fern George Lucas zu kritisieren! Sicher, er hat in Ep. I ein wenig Startschwierigkeiten gehabt, aber meiner Meinung nach musste das sein, da er ja das Fundament legen musste für Ep. II und III. Und in diesen beiden Teilen hat er sich jedesmal wieder verbessert! Ich meine, wer außer George Lucas könnte von sich behaupten, er wisse am besten, was Star Wars ausmacht?;)

Ich habe nichts dagegen, wenn etwas neues gemacht wird, im Gegenteil! Wie vor mir schon gesagt wurde, lässt genau sowas SW interessant bleiben, aber für mich muss der Kern von Star Wars erhalten bleiben. Es muss Abenteuer, Humor, Schurken, Mystisches und dergleichen geben und ich denke, dass kann man auch erreichen, ohne die OT nur nochmal aufzukochen. Ich denke nur, dass diese simple Wahrheit einem Fan vielleicht eher im Kopf umherspukt, als einem "normalen" Regiesseur, der "nur" etwas neues machen will. Ich denke, wenn ein Fan etwas neues machen will, dann kann das nur positiv sein!;)
"Die Macht ist ein Energiefeld, es umgibt uns, es durchdringt uns, es hält die Galaxis zusammen." Obi Wan