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JM-Talon

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Samstag, 15. September 2007, 11:15

The Clone Wars - ein Gemeinschaftswerk von drei Studios


The Clone Wars - ein Gemeinschaftswerk von drei Studios
Samstag, den 15. September 2007 um 11:14 Uhr von JM-Talon und Kay Katarn

StarWars.com setzt die Berichterstattung zur Produktion von The Clone Wars fort. Wir bieten Euch hier den Artikel in der kompletten Übersetzung:

Eine globale Produktion

Ihr mögt Euch noch erinnern, als vor einigen Jahren Lucasfilm bekanntgab, dass sie ein neues Animation Studio in Singapur eröffnen würden. Zugegeben waren sich womöglich viele Personen nicht sicher, was genau das bedeuten sollte, denn Lucasfilm behielt zumindest einen Teil von LAL (Lucasfilm Animated Limited) in den Staaten in Marin, wo sie ihren Sitz in der Big Rock Ranch, direkt neben der Skywalker Ranch haben.

Also, wie werden sich diese Studios unterscheiden und viel wichtiger, was würde das für Clone Wars in Sachen Handlung, Stil und Durchführung bedeuten?

Big Rock Ranch in Kalifornien

Es scheint auf der Hand zu liegen, dass Herz und Seele von Clone Wars, die Handlung, das Drehbuch, die Kunstrichtung, das Design und die allgemeine Vision der Serie hier in der Nähe in Nordkalifornien liegen. Aber eine Serie mit den Ausmaßen von Clone Wars zu produzieren, wo es passieren kann, dass 18 Episoden gleichzeitig durch die Produktionspipeline laufen, machen es erforderlich, dass Lucasfilm Animation aus dem enormen Pool von Talenten schöpft, die sich außerhalb der USA finden lassen, besonders in Asien.

Laut Produzentin Catherine Winder bekommt die Clone Wars Familie, das bisher aus den Teams in Nordkalifornien und Singapur besteht, ein drittes Mitglied aus Taiwan.

Aber wartet! Lasst uns zusammenzufassen versuchen, was jedes dieser Studios in die Produktion mit einbringt und wie sich ihre Bemühungen im fertigen Produkt wiederfinden werden.

Das Team von Lucasfilm Animation auf der Big Rock Ranch

Das Studio von Lucasfilm Animation auf der Big Rock Ranch ist der kreative Knotenpunkt und das geistige Zentrum von Clone Wars. Hier wird die Handlung festgelegt, hier werden Drehbücher geschrieben und auseinandergenommen, die Charaktere werden gestaltet, die Kunstrichtung festgelegt, eine 3D-Handlung erstellt und mit einer Stimmentonspur zusammengeschnitten. Und die ganze Arbeit wird vom Produktionsteam koordiniert. Hier finden sich die Teams der Rigger, Modeller, Texturen-Künstler und Farbkünstler, die die Materialien der Show erschaffen - das sind vorgefertigte Charaktere, Fahrzeuge, Umgebungen usw. Diese Materialien und die 3D-Story werden dann zusammen mit detaillierten richtungsgebenden Notizen entweder nach Singapur oder Taiwan gesendet, wo sie animiert und beleuchtet und mit ein wenig Magie versehen werden.

Singapur und Taiwan

Lucasfilm Animation, Singapur

Lucasfilm Animation Singapur ist ein Studio, das zur gleichen Zeit gegründet wurde wie Lucasfilm Animation in Marin. Hier stellen sie sich der Aufgabe, die Folgen der Clone-Wars-Serie zu animieren und zu beleuchten. Da The Clone Wars ein so großes Projekt ist, wurde ein weiteres Studio in Taiwan mit in den Workflow eingebunden. Das Studio in Taiwan, das schon länger existiert, erschafft auch die Mehrheit ihres Aufgabenbereichs selbst (Modelle, Texturen, Rigging usw.), natürlich auf Basis der hochauflösend gerenderten Informationen, die ihnen von Lucasfilm Animation zugeschickt wurden.

Das Team von Lucasfilm Animation Singapur

Wie man erwarten mag, hat jedes dieser Studios eigene Stärken, die sie in den Animationsprozess mit einbringen. Im Fall von Singapur ist es die Weichheit der Bewegung, die detailgetreue Lippensynchronisation und ein Verständnis für westliche Gesten und Bedeutungen. Dave Filoni, der leitende Regisseur mag beispielsweise das Beispiel des "Guy Nod" (dt. etwa "das kerlshafte Nicken"), Ihr wisst schon, dieses scharfe Anheben des Kinns, das die amerikanische Geste für "Wassup" (dt. "Was liegt an?") ist, wenn es darum zu erklären geht, wie die Künstler in Singapur solch subtile Dinge und Ausdrucksweisen auf den Punkt treffen, der letztendlich ihre Animation bestimmt.

Von der Ästhetik her einer der bedeutendsten Beiträge aus Taiwan - das natürlich auch ein tolles Animation-Team hat - ist ihr Lichtrendering. Der Produzentin Catherine Winder zufolge haben ihre Techniken in Sachen Beleuchtung wirklich sehr geholfen, der Serie ihr einzigartiges Aussehen zu geben und sie haben die Crew in Marin und Singapur inspiriert.

Produzentin Catherine Winder und der Leitende Regisseur Dave Filoni arbeiten mit dem Studio in Taiwan

Mit einem solch breitem Spektrum an Talenten, die mitarbeiten, hat Catherine Winder sehr oft die Studios gegenseitig befruchtet, indem sie Künstler aus Singapur nach Taiwan und umgekehrt geschickt hat, so dass der eine von dem anderen lernt. Da bestimmte Episoden entweder nach Singapur oder nach Taiwan geschickt wurden, um animiert zu werden, mag das geschulte Auge zu unterscheiden in der Lage sein, welches Studio welche Folge gemacht hat - zumindest bei den frühen Folgen. Im Laufe der Zeit werden die Unterschiede jedoch geringer und weniger ausgeprägt, wenn sich jedes Studio immer mehr in die komplette Produktion eingefunden hat.

Wenn die beiden Studios in Singapur und Taiwan ihr animiertes Material fertig haben, geht es zurück nach Marin und wird geprüft. Jede Aufnahme geht durch eine ausgiebige Rezensionssitzung, um zu gewährleisten, dass ein konstanter Qualitätsstandard erreicht wird. Zusätzlich zur Animation muss auch die Beleuchtung geprüft und genehmigt werden, bevor es an den Schnitt für das fertige Bild geht. Schließlich kommt die Musik dazu, die in L.A. komponiert wird, die nach Marins Skywalker Sound gesendet wird und in der Postproduktionsphase in den endgültigen Mix eingearbeitet wird.

Das Team in Taiwan bei der Arbeit für The Clone Wars

Während sich Singapur und Taiwan immer im freundlichen Wettbewerb befinden, über dem jeweils anderen Studio zu glänzen, sagt Winder, dass das Verhältnis zwischen den beiden Studios und dem Studio in Marin ein ganz besonderes ist. Typischerweise würde eine Produktion, die mehrere Studios umfasst, dazu führen, dass jeder versucht, Arbeit vom anderen abzuziehen, um sich selbst in der Industrie zu beweisen. Aber die Clone-Wars-Produktion ist anders. Die Studios arbeiten zusammen als eine große, globale Familie und tauschen Informationen und Kreativität frei miteinander aus, um ein einheitliches Ziel zu erreichen: eine herausragende computergenerierte Zeichentrickserie zu produzieren, wie keine, die wir je gesehen haben.


Kwarrush

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Samstag, 15. September 2007, 13:34

Bevor der allgemeine Jubel ausbricht, ob dieser News aus Überssee:

Auch ich freue mich dass CW vorankommt und das die SW-Union darüber so schnell berichtet, aber...

Zitat

erforderlich, dass Lucasfilm Animation aus dem enormen Pool von Talenten schöpft, die sich außerhalb der USA finden lassen, besonders in Asien.


*räusper*

Es geht doch nicht darum besondere asiatische Talente zu bekommen...
Der Bericht beschreibt den Produktionsprozess der Clone Wars Serie, sollte aber doch nicht in all zu flache Propaganda umkippen.
Die Produktion wurde nach Asien verlegt weil sich dort einfach kostengünstiger produzieren lässt!
Allein aus Gründen der Profitmaximierung und zur Begrenzung der Produktionskosten weitet sich Lucas gen Asien aus.
Besonders die beiden genannten Länder Singapur und Taiwan zeigen doch um was es geht.
Singapur ist ein autoritärer Staat, ein Ein Parteien Staat wie die damalige DDR, die Justiz befindet sich unter der Kontrolle der Regierung, die Wirtschaft wird so radikal dem Westen geöffnet, damit der Westen wegen fehlender Demokratie nicht meckert, gute Geschäfte macht und Geld in die Staatskassen spühlt.
Taiwan ist ein ultra-wirtschaftsliberales Land, Gewerkschaften, Arbeitnehmerrechte, in Taiwan so gut wie nicht vorhanden.
Beide Länder glänzen mit Niedriglöhnen.

Hier lässt sich prima investieren und produzieren.

Ohne Angst haben zu müssen, vor Dingen wie: Einem Betriebsrat, einer Gewerkschaft, höherer Lohnforderungen, Kündigungsschutz, Streiks, betrieblicher Demokratie, Versicherungen, hohe Rentenbeiträge...

Welcome to the Empire...
Willst du den Charakter eines Menschen kennenlernen, so gib ihm Macht.

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Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Kwarrush« (15. September 2007, 13:40)


JM-Talon

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Samstag, 15. September 2007, 20:22

Ich stimme Dir zum Teil zu.

Beachte aber bitte, was wir vorangeschickt haben: StarWars.com berichtet, wir haben übersetzt. Die News ist eingeschoben und komplett als Zitat zu verstehen. Das ist also nicht unser Bericht und unsere Meinung, das ist die Übersetzung von DEREN Meinung bzw. deren Pressemitteilung der Marke awesome, amazing, incredible, wohooo! ;)

JEDE dieser samstäglichen CW-Meldungen der letzten Wochen ist REINE Propaganda. Das sehe ich auch so. Interessant ist aber, dass man zwischen den Zeilen eine ganze Menge liest, von der ich nicht gedacht hätte, dass man so offen ist: auch hier: bei den ersten Folgen gab es optische Diskrepanzen zwischen den Studios. Man hat eingegriffen und durch mehr Zusammenarbeit es geschafft, die Folgen besser aufeinander abzustimmen und für eine vernünftige Optik zu sorgen. So heißt es zumindest. Dass die outsourcen, um Geld zu sparen, ist kein Geheimnis. Nicht umsonst sind auch die Prequels nicht in Hollywood entstanden. Das immer mit auswärtigen Talenten zu begründen ist reine PR. Man kann ja schlecht sagen, dass man keinen Bock hat, dem Fußvolk die Gehälter zu zahlen, die in den USA gezahlt werden, wenn man in Fernost Cubicles hat, wo die handwerkliche Arbeit, die bei Zeichentrick verdammt mühsam und stupide sein kann, und wo relativ günstig das verarbeitet werden kann, was in Marin County gestaltet und bestimmt wird. Denn das käme angesichts eines milliardenschweren Franchise in den USA nicht gut an... ;)

Von daher sind da schon viele Infos enthalten, die durchaus interessant sind, auch wenn leider viele - gerade jüngere Leser - das nicht bemerken (nein, damit meine ich nicht Dich).

Kwarrush

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Samstag, 15. September 2007, 21:40

Talon,

vielen Dank für deine faire und richtige Antwort auf meinen Beitrag.
Damit haben wir gezeigt das das Thema Politik doch Star Wars Union fähig ist, ;) WENN es Star Wars betrifft und wenn man weiß was man schreibt.
So und bevor ich noch mehr Soße über uns gieße :) mach ich mich mal auf den Weg in den Samstag Abend und hoffe dass noch mehr User etwas zu diesem Thema beitragen.

MTFBWY
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Sonntag, 16. September 2007, 15:49

RE: The Clone Wars - ein Gemeinschaftswerk von drei Studios

Hi!
Ich freue mich natürlich über jede News über The Clone Wars, die hier reinflattert und so... aber um ehrlich zu sein: In welchem Studio was, wann und wie gedreht wurde, wo die ganzen Studios sind und so weiter interessiert mich nicht. Vielleicht geht es anderen hier ja genauso wie mir...
Da sollen die von Lucasfilm lieber noch einen neuen Trailer rausbringen statt die Bekanntgabe der einzelnen Aufgaben der Studios.
This is how the SWU forum dies. With thunderous applaus.

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Sonntag, 16. September 2007, 17:49

RE: The Clone Wars - ein Gemeinschaftswerk von drei Studios

Zitat

Original von RC 27 02 Black
Hi!
Ich freue mich natürlich über jede News über The Clone Wars, die hier reinflattert und so... aber um ehrlich zu sein: In welchem Studio was, wann und wie gedreht wurde, wo die ganzen Studios sind und so weiter interessiert mich nicht. Vielleicht geht es anderen hier ja genauso wie mir...


Dann solltest Du die TCW-Berichterstattung in den nächsten 12 Monaten meiden. ;) Denn auf einen Trailer wirst Du noch lange warten können.

Ich bin froh über jedes bisschen, das die über TCW sagen und sei es noch so wenig. Denn wenn sie gar nichts "rauslassen" würden, dann wäre nicht ganz viel da... Denn die Fanseiten vor Ort - sei es in den USA oder in Singapur - bekommen gar nichts geregelt. Es gibt KEINE einzige News aus der Richtung. Alles von SW.com. Und da tut jede Meldung gut, auch wenn es "Propaganda" ist.